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GWU 51 (2000), 9

 

Informationen zu diesem Beitrag

Zeitschrift:Geschichte in Wissenschaft und Unterricht
Herausgeber:Joachim Rohlfes, Michael Sauer, Winfried Schulze
ISSN:0016-9056
Verlag,
Erscheinungsort:
Erhard Friedrich Verlag,
Seelze
Weitere Angaben:monatlich
Ausgabe:09/2000 - Zwangsarbeit im Dritten Reich

Abstracts (GWU 51, 2000, S. 506)

Winfried Schulze: Editorial (GWU 51, 2000, S. 507)

Beitraege

- Mark Spoerer: Zwangsarbeit im Dritten Reich, Verantwortung und Entschaedigung (GWU 51, 2000, S. 508-527)
Das Zwangsarbeitssystem des "Dritten Reichs" beschraenkte sich keineswegs nur auf den Einsatz von KZ-Haeftlingen. In viel groesserem Umfang wurden Kriegsgefangene und vor allem auslaendische Zivilarbeiter eingesetzt. Von der letzten Gruppe war nur ein kleiner Teil freiwillig in Deutschland. Die meisten kamen aufgrund uebertriebener Versprechungen, Konskription oder Deportation. Hauptverantwortlich fuer den Einsatz und seine Umstaende war das Dritte Reich, waren daneben aber auch die privaten und oeffentlichen Einsatztraeger.

- Hans-Dieler Schmid: Die Geheime Staatspolizei in der Endphase des Krieges (GWU 51, 2000, S. 528-539)
Die Kriegsendphase wird in der Geschichtswissenschaft erst allmaehlich als eine spezifische Phase des NS-Regimes erkannt, die durch die Aufloesung staatlicher Strukturen, durch gesellschaftliche Desintegration und eine Steigerung von Terror und Verbrechen gekennzeichnet war. Mit dem massenhaften Fremdarbeitereinsatz korrespondierte eine rigorose sicherheitspolitische Ueberwachung durch die Gestapo; Zwangsarbeiter und Gestapo wurden gewissermassen zu Opfern und Taetern eines "Vernichtungskriegs an der Heimatfront". Dabei kam es zu einer Radikalisierung des Gestapo-Terrors, deren Hauptformen in diesem Beitrag herausgearbeitet und durch Fallbeispiele belegt werden.

Bausteine fuer die Unterrichtspraxis

- Martin Schnackenberg: "... die Sprache bringt es an den Tag". Ueber die Analyse des nationalsozialistischen Sprachgebrauchs das Grauen greifen (GWU 51,2000,S. 540-547)
Der vorliegende Artikel zeigt Wege auf, wie mit Hilfe einer Analyse des nationalsozialistischen Sprachgebrauchs eine Annaeherung an den Holocaust im Geschichtsunterricht gelingen kann. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Sprache der Taeter. Gerade deren vermeintlich "objektive", mit Euphemismen durchsetzte Sprache wirft bei den Schuelern ertragreichere Fragen auf, als dies viele Bilddokumente vermoegen - Fragen, deren Beantwortung die Schueler zum Kern des Massenmordes fuehren, die aber auch die Gegenwart beruehren.

Diskussion

- Wilhelm Hacke - Rainer Bendick: Zur historischen Einordnung deutscher Schulkarten - oder: Was dient dem Erkenntnisprozess in der Geschichtswissenschaft? (GWU 51, 2000, S. 548)

Literaturbericht

- Hans-Henning Schroeder: Russland und die Sowjetunion, Teil II (GWU 51, 2000, S. 553)

Nachrichten (GWU 51, 2000, S. 562-567)

Aus dem Verband der Geschichtslehrer

Die Verbrechen des Nationalsozialismus an den europaeischen Juden - Thesen zum Unterricht (GWU 51, 2000, S. 568-570)

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Sauer
Universität Göttingen
Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte
Didaktik der Geschichte
Waldweg 26
37073 Göttingen
Tel. 0551/39-13388
Fax 0551/39-13385

URL:http://www.friedrich-verlag.de/go/1865FC34B2E04B5C933603C8BB18D4B1
URL zur Zitation dieses Beitrageshttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/ausgabe=4647

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