Informationen zu diesem Beitrag
| Zeitschrift: | Osteuropa |
| Herausgeber: | Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde |
| ISSN: | 0030-6428 |
| Verlag, Erscheinungsort: | BWV Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin |
| Preis: | 10,00€ |
| Weitere Angaben: | monatlich |
| Ausgabe: | 04/2009 - Macht Musik. Kultur und Gesellschaft in Russland |
Staat und Individuum werden in Russland als Gegensätze begriffen. Der Einzelne wird zur Ausnahme, vor allem der Künstler. Das Heft beleuchtet die Rolle von Musikern und Komponisten in Russland - gestern und heute.
Der Komponist Vladimir Tarnopol’skij erinnert an die Zeit kastrierter Kultur, als die Aufführung einer Schütz-Kantate ein oppositioneller Akt war, der Pianist Jascha Nemtsov fragt nach der vergessenen jüdischen Musikszene im Kiew der 1920er und Savenko Svetlana rückt die aktuelle russische Musik in den Blick: Minimal Music, Neoromantik und Neue Einfachheit. Ein Heft, das auf Ungehörtes neugierig macht!
INHALTSVERZEICHNIS
Nikolaj Plotnikov
Staat und Individuum
Antagonismen der russischen Ideengeschichte 3
Jens Siegert
Von der Kontinuität zur Stagnation
Instabile Stabilität im autoritären Russland 17
Die Macht der Musik
David Fanning
Orientierung auf schwierigem Terrain
Dorothea Redepennings Geschichte der
russischen und der sowjetischen Musik 31
Melanie Unseld
Ohne Scheuklappen
Dorothea Redepennings Geschichte der
russischen und der sowjetischen Musik 43
Jascha Nemtsov
Jüdische Musikkultur in der Ukraine
Die Musiksektion der Kulturliga 47
Stefan Weiss
Begegnung in Charlottengrad
Die Berliner Musikwelt empfängt das russische Exil 61
Levon Hakobian Tertium datur
Die sowjetische Musikavantgarde 1956–1982 77
Vladimir Tarnopol’skij
„Nur die Kunst kann uns befreien“
Kerstin Holm im Gespräch mit dem Komponisten 85
Svetlana Savenko
Freiheiten des Klangs
Zur Lage der Neuen Musik in Russland 93
Amrei Flechsig
Requiem auf die Sowjetunion
Alfred Schnittkes Leben mit einem Idioten 109
Leonid Luks
Irreführende Parallelen
Das autoritäre Russland ist nicht faschistisch 119
Karl-Heinz Kasper
Auf dem Karussell
Russlands neue Schriftsteller und die Literaturpreise 129
Peter Oliver
Loew „Setzen Sie sich in die erste Reihe!“
Große Vielfalt in der „Deutschen Polenforschung“ 157
| Kontakt: | Redaktion „Osteuropa“
Schaperstraße 30
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