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Flughäfen. Multimodale und multifunktionale Verkehrsknotenpunkte

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Arbeitskreis Verkehrsgeschichte der Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG)
Datum, Ort:17.01.2013-18.01.2013, Frankfurt am Main, Fraport AG, Flughafen Rhein-Main Frankfurt am Main
Deadline:15.10.2012

Flughäfen haben vielfältige Bedeutungen. Seit den 1950er-Jahren haben sie die großen Häfen als „Tore zur Welt“ abgelöst. Sie sind Grenzübergangspunkte und Transiträume für transkontinentale Reisende. Sie gelten zum Teil als „Nicht-Orte“, die aufgrund ihrer Funktionalitätsanforderungen architektonisch weltweit ununterscheidbar geworden sind (oder scheinen). Das Warenangebot ihrer Geschäfte und Restaurants erscheint global standardisiert und ohne jede Beziehung zum Land und zur Region, in dem sie sich befinden. Flughäfen sind Tore zur Welt, die mit einem dichten Netz von nationalen und internationalen Passagier- und Transportflügen Orte und Regionen verbinden. Anderseits bündeln Flughäfen eine dichte lokale Infrastruktur von landseitigen Verkehrsträgern wie Straßen und Eisenbahnlinien. Flughäfen sind zentrale Knotenpunkte, die verschiedenste Verkehrsträger miteinander verbinden und Mobilität auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene ermöglichen. Flughäfen (bzw. die dort und in ihrer Umgebung angesiedelten Unternehmen) sind in einigen Fällen die größten Arbeitgeber ihrer Region. Der Flughäfen sind Beispiele für „Glokalismus“, an dem sich internationale, nationale und regionale Menschenströme und ihre Kulturen begegnen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Der Ausbau und Neubau von Flughäfen gehört wegen der Interessengegensätze zwischen lokalen Wohnmilieus und global agierenden Unternehmen und der hohen externen Kosten (Lärmimmission und Flächenverbrauch) zu den umstrittensten infrastrukturellen Großprojekten.

Der Workshop des Arbeitskreises für Verkehrsgeschichte möchte diese Verflechtung aus unterschiedlichen Perspektiven analysieren: Die Beiträge sollen die Verkehrsträger Flugzeug, Eisenbahn und Auto/Lkw oder die Infrastruktur des Verkehrs in den Blick nehmen. Sie sollen sich dabei primär mit Fragestellungen beschäftigen, die soziale, kulturelle, wirtschaftliche, technologische, ökologische und politische Aspekte in den Vordergrund rücken. Der Workshop möchte somit einen Beitrag zu einer modernen Verkehrsgeschichte leisten.

Der Call for Papers richtet sich an Historiker/innen und historisch orientierte Sozialwissenschaftler/innen, Ingenieure/innen, Museumskurator/innen sowie Verkehrswissenschaftler/innen. Die Veranstaltung findet vom 17. bis 18. Januar 2013 am Frankfurter Flughafen statt und wird vom Arbeitskreis für Verkehrsgeschichte der Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) in Kooperation mit der Fraport AG organisiert.

Abstracts (500 Wörter) und Lebenslauf (Stichwort: Tagung Workshop „Verkehrsgeschichte“) bitte bis zum 15. Oktober 2012 per E-Mail an: Prof. Dr. Christopher Kopper (ckopperhotmail.com) oder Dr. Christopher Neumaier (neumaieruni-mainz.de).

Kontakt:

Christopher Kopper

Universität Bielefeld, Fakultät für
Geschichtswissenschaft
0521-1364492

ckopperhotmail.com

URL zur Zitation dieses Beitrageshttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=19174

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