Nutzerbefragung: Lernen aus der Geschichte - Projekte zu Nationalsozialismus und Holocaust in Schule und Jugendarbeit
Informationen zu diesem Beitrag
| Institution: | Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e.V., Bonn |
| Datum: | 28.02.2007 |
Das Angebot www.lernen-aus-der-geschichte.de veröffentlicht Projekte von Schulen, Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen zum Thema NS-Zeit/Holocaust. Ausgewählte Projekte, die sich mit der Geschichte auseinandersetzen, werden dokumentiert und die entstandenen Materialien (Audios, Fotos, Interviews, Karten etc.) publiziert. Darüber hinaus gibt es Linklisten, Tipps zur Projektfinanzierung und Hinweise auf Rundfunksendungen und Veranstaltungen zum Thema.
Zur Zeit wird eine Nutzerbefragung durchgeführt. Wie beurteilen Sie das Online-Angebot "Lernen aus der Geschichte"? Was gefällt Ihnen? Was fehlt Ihnen? Was können wir verbessern?
Wir bitte Sie herzlich, sich daran zu beteiligen unter: members.askallo.com
Das viersprachige Projekt "Lernen aus der Geschichte" leistet seit nunmehr 12 Jahren einen Beitrag zu einer aktiven Erinnerungskultur. Es informiert fortlaufend in den Sprachen deutsch, englisch und spanisch über historisch-politische Bildung in Schulen, Gedenkstätten und an anderen außerschulischen Lernorten. Das multimedial angelegte Projekt schlägt eine Brücke aus der Vergangenheit in die Gegenwart, indem es zeitgenössische Projektarbeit mit Schülerinnen und Schülern darstellt. Die Lehrer und Gedenkstättenpädagogen als Organisatoren der meisten Projekte treten auch als verantwortliche Autoren auf, die Beiträge der Schüler werden in ihrer authentischen Form gezeigt.
Das Webportal ist die zentrale Informations- und Kommunikationsplattform des Gesamtprojekts. Ziel war von Anfang an, einen internationalen Erfahrungsaustausch über die Ergebnisse in der deutschen Jugendbildung zu ermöglichen. Das Portal bietet einen Einblick in die Arbeitsweisen schulischer und außerschulischer Lerngruppen. Zusätzlich zu den Projektdarstellungen, Originaldokumenten und historischen Fotos es eine Fülle weiterer Materialien, die den Nutzern weiterführende Informationen erschließen. Dabei wird jedoch kein enzyklopädisches Wissen vermittelt. Die Auswahl der Hintergrundinformationen bezieht sich unmittelbar auf den pädagogischen Umgang mit den genannten Themen in der historisch-politischen und kulturellen Jugendbildung.
Die Projektdatenbank, das Herzstück des Webportals, wird durch die Aufnahme neuer Projekte kontinuierlich erweitert. Bislang umfasst sie 70 ausgewählte Projekte, die seit 1995 vor allem in Deutschland durchgeführt wurden. Eine Fachkommission aus Vertretern verschiedener in diesem Themenfeld agierenden Organisationen berät die Website in ihrer inhaltlichen Ausrichtung und fungiert als Jury bei der Auswahl neuer Projekte.
Darüber hinaus können rund 85 von den Nutzern eingestellte Projekthinweise aufgerufen werden. Neben den wöchentlich aktualisierten News gibt es zahlreiche Zusatzinformationen wie Literaturhinweise, ein umfangreiches Glossar, eine strukturierte Linksammlung und Überblicksartikel, die über die Entwicklung der deutschen Erinnerungskultur und seit Neustem auch über den Umgang mit dem Themenspektrum in Europa informieren.
Basis für dieses online-Forum war eine umfangreiche wissenschaftliche Recherche hinsichtlich der Projektarbeit zum Thema Holocaust an Schulen und in der Jugendarbeit. Die Arbeitsergebnisse und vor allem die Aktivitäten der Schüler und Jugendlichen sollten einer großen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Vordergrund stehen hierbei die aktive Teilnahme: der Austausch über aktuelle Fragestellungen und Projekte bezüglich des Holocaustes, die Möglichkeiten, eigene Vorhaben öffentlich zugänglich zu machen, den Pool an Informationen stetig zu erweitern und gezielt - d.h. Bezug auf im Rahmen der Jugend- und schulischen Bildungsarbeit relevante Themen- in internationalem Kontext zu recherchieren.
Nach dem Vorbild der mehrsprachig angelegten Website www.lernen-aus-der-geschichte.de ist in einem deutsch-polnischen Kooperationsprojekt eine eigenständige polnische Website entstanden, die im Internet unter www.uczyc-sie-z-historii.pl zu erreichen ist. Die von der KARTA Stiftung in Warschau betreute Website dokumentiert historisch-politische Bildung in Polen zum Themenkomplex "Krieg: Okkupationen, Widerstand, Völkermord und Aussiedlungen" und regt u.a. mit Schülerwettbewerben zur Auseinandersetzung mit diesen Themen an.
Weitere europäische Partner haben ihr Interesse an einer Kooperation und dem Aufbau eines vergleichbaren Informationsangebots für ihr Land bekundet. Mit einer europäischen Vernetzung lassen sich langfristig Kooperationen und ein fachlicher Austausch unterstützen, der in vielfacher Hinsicht auch die Geschichte der historisch-politischen Bildung und ihrer thematischen Schwerpunkte dokumentiert und nachvollziehbar macht.
Das Projekt "Lernen aus der Geschichte. Projekte zu Nationalsozialismus und Holocaust" wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Bonn/Berlin
Goethe Institut e.V., München
Robert Bosch Stiftung, Stuttgart
Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Stuttgart
Gegenwärtig wird es gefördert durch die
Bundeszentrale für politische Bildung
Europäische Kommission
Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", Berlin
Realisierung
Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e.V., Bonn
| Kontakt: | Christina Dicke
E-Mail: <cdi |
| URL: | http:/ |
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