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Hémecht. Revue d’Histoire luxembourgeoise – transnationale, locale, interdisciplinaire / Zeitschrift für Luxemburger Geschichte – transnational, lokal, interdisziplinär

 

Informationen zu diesem Beitrag

Herausgeber:Paul Dostert, Norbert Franz, Sonja Kmec, Michel Pauly
ISSN:0018-0270
Verlag,
Erscheinungsort:
Editions Saint-Paul,
Luxemburg
Preis:Jahresabonnement: 36 €; Abonnement für Studierende: 20 €; Einzelpreis: 16 €
Weitere Angaben:viermal im Jahr

Die Hémecht ist die einzige international anerkannte luxemburgische Zeitschrift für Geschichte und ihre Nachbardisziplinen. Sie besteht seit 1895. Neben geschichtswissenschaftlichen Beiträgen veröffentlicht sie auch Forschungsergebnisse anderer Sozial- und Kulturwissenschaften sowie ausgewählte lokalhistorische Beiträge. Nachdem die Hémecht über drei Jahrzehnte von Paul Margue, Frühneuzeithistoriker und langjähriger Präsident des „Centre universitaire“, der Vorläuferinstitution der Universität Luxemburg, geleitet worden war, nimmt seit Herbst 2011 ein vierköpfiges Herausgeberteam diese Aufgabe wahr. Es wird unterstützt von einem wissenschaftlichen Beirat, dem namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Belgien, Deutschland, Frankreich und Luxemburg angehören. Im „European Reference Index for the Humanities“ der „European Science Foundation“ wird die Hémecht als Fachzeitschrift aufgeführt, und zwar unter „international publications with a good reputation among researchers of the field in different countries”.

Das Herausgeberteam versteht den Gegenstand seiner Arbeit, die luxemburgische Geschichte, in einem weiten Sinn. Da die Staatsgrenzen des Großherzogtums erst im 19. und 20. Jahrhundert ihren heutigen Verlauf erhielten, geht die Luxemburgforschung vielfach historischen Tatbeständen nach, die weit über diese Grenzen hinausreichen. Gleiches gilt für die zeitliche Untersuchungsebene, die lange vor der Staatsgründung des Großherzogtums ansetzt: Sie beginnt in der Vor- und Frühgeschichte und reicht bis in die Gegenwart hinein. Diesem Ziel dienen auch die interdisziplinäre Ausrichtung der Zeitschrift und die internationale Zusammensetzung ihres wissenschaftlichen Beirats.

Die neue Schriftleitung legt größten Wert darauf, dass zumindest die wissenschaftlichen Beiträge der Zeitschrift die luxemburgische Geschichte in ihre europäischen und globalen Zusammenhänge einbinden und an umfassende Erklärungsmodelle anschließen. Auch die wachsenden Erträge der in der Regel ebenfalls interdisziplinär ausgerichteten historischen Forschung an der jungen Universität Luxemburg werden künftig verstärkt ihren Niederschlag in der Hémecht finden. Aber auch die lokale Verankerung der Zeitschrift für Luxemburger Geschichte – traditionell eines ihrer Markenzeichen – wird weiter gepflegt und ausgebaut werden. Die Qualitätssicherung erfolgt durch ein „ double blind peer review“-Verfahren, in dem alle Beiträge anonymisiert werden und von zwei anonymen Gutachterinnen und Gutachtern kritisch gelesen werden, die gegebenenfalls Änderungsvorschläge machen.

Die Geschichtswissenschaft selbst verstehen Herausgeberin und Herausgeber als synthetische Wissenschaft, die in der Lage ist, Methoden und Forschungserträge der Nachbardisziplinen in ihre Forschungsansätze und Erklärungsmodelle zu integrieren: Sprachgeschichte und Literaturwissenschaft, Archäologie und Ethnologie haben in der Hémecht ebenso ihren Platz wie Baugeschichtsforschung und historische Kartographie, Heraldik und Siegelkunde, wenn die historische Einbettung des Forschungsthemas gewahrt bleibt. Eine neue Rubrik mit dem Titel „Forschungsberichte“ stellt Master- und Doktorarbeiten vor, aber auch Qualifikationsarbeiten zu Themen der luxemburgischen Geschichte, die an der Universität Luxemburg oder an anderen Universitäten entstanden sind. Als Neuerung in der Rubrik „Buchbesprechungen“ ist es künftig möglich, dass Werke, die für das Verständnis einer transnationalen luxemburgischen Geschichte wichtig sind, von mehreren Rezensenten besprochen werden.

Kontakt:

Redaktion der Hémecht
Postfach 112
L-7216 Bereldange (Großherzogtum Luxembourg)

E-Mail:hemechtpt.lu
URL zur Zitation dieses Beitrageshttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/id=591

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