Informationen zu diesem Beitrag
| Zeitschrift: | Deutschland Archiv Online |
| Herausgeber: | W. Bertelsmann Verlag Bielefeld im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn |
| Verlag, Erscheinungsort: | W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld |
| Weitere Angaben: | Monatlich |
| Ausgabe: | 11+12/2011 - Deutsch-deutsches |
Von 1945/49 bis 1989/90 währte die deutsche Teilung. Eine Geschichte voller wechselhafter und wechselseitig bedingter Entwicklungen, besonders markant dabei die Zäsur des Mauerbaus. Vorher wie nach dem 13. August 1961 existierten zahlreiche Kontakte zwischen Ost- und Westdeutschen auf verschiedenen Ebenen. Das „Deutschland Archiv“ unternimmt einen Streifzug entlang einzelner Marken eines Weges, auf dem einiges absurd anmutet, was einst ganz normal war oder ganz normal sein sollte.
DA AKTUELL
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Johannes Beleites: Mit lautem Donner zu kurz gesprungen. Die 8. Novelle des Stasi-Unterlagen-Gesetzes,
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Die jüngste Änderung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes ist umstritten. Zu recht, denn sie kommt 15 Jahre zu spät. Tatsächlich anstehende Entwicklungen wurden hingegen kaum vorangetrieben.
Heinrich Bortfeldt: „Die Linke“ positioniert sich als Oppositionspartei. Der Programmparteitag in Erfurt vom 21.–23. Oktober 2011,
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„Die Linke“ verabschiedete in Erfurt ihr erstes Programm. Es ist linker und radikaler als die letzte PDS-Programmatik, trägt die deutliche Handschrift Lafontaines und stellt einen Kompromiss zwischen dem radikalen linken und dem Reformflügel dar. „Die Linke“ will den Systemwechsel, favorisiert Verstaatlichungen von Schlüsselbereichen und strebt den demokratischen Sozialismus an.
DA 11+12/2011: DEUTSCH-DEUTSCHES
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ZEITGESCHICHTE/ZEITGESCHEHEN
Hendrik Träger: Wählt der Osten immer noch anders? Ein Vergleich der Wahlergebnisse des Jahres 2011 in Ost und West,
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Im Jahr 2011 fanden sieben Landtagswahlen in allen Regionen Deutschlands statt, die teilweise zu so nicht erwarteten Ergebnissen führten. Das wird zum Anlass genommen, die Wahlergebnisse in Ost- und Westdeutschland miteinander zu vergleichen: Wählt der Osten immer noch anders?
Detlev Brunner: „… eine große Herzlichkeit“? Helmut Schmidt und Erich Honecker im Dezember 1981,
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Im Dezember 1981 trafen Helmut Schmidt und Erich Honecker zum zweiten deutsch-deutschen Gipfel zusammen. Die internationale politische Atmosphäre war spannungsgeladen. Der Symbolwert des Treffens war deshalb hoch: Statt Konfrontation sachliche Gespräche. Auch nationale Gemeinsamkeiten waren fühlbar. Beim abschließenden Güstrow-Besuch präsentierte die Staatssicherheit eine andere Seite „deutscher Normalität“.
Tom Thieme: Mehr als ein Weltliterat. Die Sonderrolle Stefan Heyms in der Ära Honecker,
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Stefan Heym war der berühmteste Schriftsteller der DDR und einer ihrer lautesten Dissidenten. Ob im sozialistischen Alltag oder in seinen Werken – als Autor mit Weltruf besaß er eine Sonderstellung. Diese nutzte Heym konsequent, um zu kritisieren und anzuklagen. Eine Würdigung zum 10. Todestag des Literaten.
Christian Booß: Sündenfall der organisierten Rechtsanwaltschaft. Die DDR-Anwälte und die Ausreiseantragsteller,
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Das Thema „Ausreise“ war für das SED-Regime geradezu existenziell. Dementsprechend versuchte das Ministerium für Staatssicherheit in erheblichem Maße Einfluss auf Anwälte zu nehmen, die DDR-Bürger in Ausreisefragen berieten.
Christian Halbrock: Basisarbeit mit der kirchlichen Jugend und Ausbesserungen am Kirchendach. Die Ost-West-Treffen der evangelischen Kirche in der DDR,
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Zwischen den evangelischen Kirchen in Ost- und Westdeutschland bestanden Beziehungen auf allen Ebenen. An den Ost-West-Beziehungen der Kirchen vor Ort erweist sich, wie sich Christsein und Gemeindealltag in der DDR konkret gestalteten und was von offiziellen Verlautbarungen zu erwarten war.
Gerhard Sälter: Zu den Zwangsräumungen in Berlin nach dem Mauerbau 1961,
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Neben den Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze 1952 und 1961 wurden auch in Berlin 1961 umfassende Zwangsräumungen an der entstehenden Mauer angeordnet. Diese Maßnahmen gehören zu einem immer ausgreifenderen Konzept von Sicherheit zur Verhinderung von Flucht und zur Absicherung des Grenzregimes.
Jens Niederhut: Frohe Ferien in der DDR. Kommunismus und Antikommunismus in den 1950er-Jahren,
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Zehntausende westdeutscher Kinder lud die DDR zwischen 1954 und 1961 in Ferienlager ein. Die Bundesrepublik reagierte mit zusätzlichen Mitteln für Ferienhilfswerke, Kampagnen, polizeilichen und juristischen Maßnahmen. Die Geschichte der Ferienaktion wirft Schlaglichter auf die SED-Westpolitik, den westdeutschem Antikommunismus und die deutsch-deutsche Systemkonkurrenz.
DOKUMENTATION
„Der Schießbefehl wird nicht aufgehoben“. Protokoll der Beratung des Ministers für Staatssicherheit mit dem Minister für Nationale Verteidigung und dem Minister des Innern und Chef der Deutschen Volkspolizei am 24. Juli 1973,
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Am 24. Juli 1973 besprachen die für Sicherheit zuständigen Minister der DDR, welche Maßnahmen an der innerdeutschen Grenze während der X. Weltfestspiele in Ost-Berlin zu ergreifen seien. Stasi-Minister Mielke stellte fest: „Der Schießbefehl wird nicht aufgehoben.“
Lutz Maeke: Wider die Vernunft. Wie der Minister für Staatssicherheit erklärt, dass der „Schießbefehl natürlich nicht aufgehoben“ wird. Plädoyer für eine vergessene Quelle,
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Ein im Wortlaut exakt festgehaltenes MfS-Protokoll legt eines der authentischsten Zeugnisse des Denkens und der Wahrnehmungen des SED-Regimes ab. „Frieden, Freundschaft und antiimperialistische Solidarität“ verwandeln sich hier zur Chimäre. Diese Quelle ist nun erstmals dokumentiert.
FORUM
Hermann Wentker: Der Ort des Mauerbaus im Kalten Krieg und in der deutsch-deutschen Geschichte,
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Welchen Stellenwert besaß die Zäsur des Mauerbaus für die deutsche-deutsche Geschichte, für die Entwicklung der Bundesrepublik und für die der DDR wirklich? Im Vergleich mit der Kubakrise wird zudem deutlich, welche Bedeutung dem 13. August 1961 für den Verlauf des Kalten Krieges tatsächlich zukommt.
Walter Süß: Mehr als einfacher Umzugsbeschluss. Replik auf Klaus Bästlein (www.bpb.de
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Die AG Sicherheit des Zentralen Runden Tisches fällte am 23. Februar 1990 einige Beschlüsse, deren Bedeutung umstritten ist. Für die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit hatten sie durchaus weitreichende Folgen.
LITERATURJOURNAL
Armin Wagner: Geheimdienste in Ost und West,
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Sammelrezension zu:
Andreas Schmidt: Hauptabteilung III: Funkaufklärung und Funkabwehr (Anatomie der Staatssicherheit – MfS-Handbuch), Berlin: BStU 2010, 248 S., € 5,–, ISBN: 9783942130066.
Tobias Wunschik: Hauptabteilung VII: Ministerium des Innern, Deutsche Volkspolizei (Anatomie der Staatssicherheit – MfS-Handbuch), Berlin: BStU 2009, 99 S., € 5,–, ISBN: 9783942130080.
Torsten Diedrich, Walter Süß (Hg.): Militär und Staatssicherheit im Sicherheitskonzept der Warschauer-Pakt-Staaten (Militärgeschichte der DDR; 19), Berlin: Ch. Links 2010, 371 S., € 34,90, ISBN: 9783861536109.
Nikita Petrov: Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland. Der leitende Personalbestand der Staatssicherheitsorgane der UdSSR in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und der DDR von 1945–1954. Biographisches Nachschlagewerk, Berlin: Metropol 2010, 774 S., € 39,90, ISBN: 9783940938800.
Matthias Ritzi, Erich Schmidt-Eenboom: Im Schatten des Dritten Reiches. Der BND und sein Agent Richard Christmann, Berlin: Ch. Links 2011, 248 S., € 19,90, ISBN: 9783861536437.
Friedrich-Wilhelm Schlomann: Neues über die einstige Ost-CDU,
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Sammelrezension zu:
Peter Joachim Lapp: Gerald Götting. Eine politische Biografie, Aachen: Helios 2011, 250 S., € 24,90, ISBN: 9783869330518.
Christian Schwießelmann: Die CDU in Mecklenburg und Vorpommern 1945 bis 1952. Von der Gründung bis Auflösung des Landesverbandes. Eine parteiengeschichtliche Darstellung (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte; 58), Düsseldorf: Droste 2010, 516 S., € 49,–, ISBN: 9783770019090.
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