| Zeitschrift: | Osteuropa |
| Herausgeber: | Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde |
| ISSN: | 0030-6428 |
| Verlag, Erscheinungsort: | BWV Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin |
| Preis: | 24,00 Euro |
| Weitere Angaben: | monatlich |
| Ausgabe: | 02-03/2009 - Freiheit im Blick - 1989 und der Aufbruch in Europa |
| ISBN: | 978-3-8305-1604-0 |
Adam Michnik hält 20 Jahre nach der Überwindung des Kommunismus ein flammendes Plädoyer für die Verteidigung der Freiheit, György Konrád blickt in sein Tagebuch aus dem Revolutionsjahr, Jáchym Topol erzählt von der nicht nachlassenden Obsession der Geschichte und Karl Schlögel möchte den Karlspreis für europäische Verständigung an ein Busunternehmen verleihen.
Das Heft beleuchtet die Rolle der Bürgerrechtler bei der Erosion des Kommunismus, analysiert die Gründe für den friedlichen Verlauf der Revolutionen in Ostmitteleuropa und stellt nach zwei Jahrzehnten der Transformation und Intregration die Ideale des Jahres 1989 auf den Prüfstand. 29 Autoren aus 9 Ländern vergleichen die oft steinigen Pfade zu Demokratie und Marktwirtschaft in Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn, benennen die Schwächen, aus denen der Populismus seine Attraktivität bezieht und zeigen die Grenzen der Verwestlichung auf.
INHALTSVERZEICHNIS
Editorial
1989 und der Geist der Zeit 5
Vorwort
Momentaufnahme 7
Adam Michnik
Verteidigung der Freiheit
Reflexionen über 1989 9
György Konrad
Ohne Prügel und Waffengetöse
Notizen aus der Wende: Dez. ’88–Jan. ’89 19
Petr Pithart
Geburtsmale
Wie die „Revolution“ zum „Umbruch“ verkam 27
Tomas Venclova
Die in der Kälte wohnten
Die litauische Dissidenz 1953–1980 41
Geschichte
Karl Schlögel
Die Ameisenhändler vom Bahnhof Zoo
Geschichte im Abseits und vergessene Europäer 53
Wolfgang Eichwede
Don Quichottes Sieg
Bürgerrechtler und die Revolutionen von 1989 61
Oldrich Tuma
Der verschwundene Schatten
Der Regimekollaps der ČSSR im Vergleich 85
Andrzej Paczkowski
Polnischer Bürgerkrieg
Der unaufhaltsame Abstieg des Kommunismus 97
Gerhard Simon
List der Geschichte
Perestrojka, Mauerfall und das Ende der UdSSR 119
Fedor Lukjanov
Blick zurück nach vorn
Russland zwischen Geschichte und Globalisierung 133
Jerzy Holzer
Abschied von einer Illusion
Die Solidarnosc und die konfliktfreie Gesellschaft 151
Jirina Siklova
Freiheit ist nicht maskulin
Die tschechische Frauenbewegung vor und nach 1989 167
Edmund Wnuk-Lipinski
Der große Wandel
Polen auf dem Weg zum „Runden Tisch“ 173
Stefan Samerski
Teufel und Weihwasser
Der Papst und die Erosion des Kommunismus 183
Geist
Jachym Topol
Von der Irrenanstalt nach Europa
Über die Obsession der Geschichte 195
Katharina Raabe
Der erlesene Raum
Literatur im östlichen Mitteleuropa seit 1989 205
Ales Steger
Erbarmen! Erbarmen!
Herr Professor, Verstehen Sie das Leben? 229
Gemma Pörzgen
Dynamik und Verharren
Europäische Öffentlichkeit und ihre Grenzen 237
Christina Links, Katharina Raabe
„Literatur, von der wir geträumt hatten!“
Das Buch und die Ambivalenzen von 1989 251
Tomas Venclova
Berlin
Drei Gedichte 264
Doris Liebermann
„Ich begreife nur den Menschen, der stürzt“
Osteuropäische Einflüsse in Hans-Hendrik Grimmlings Werk 271
Dobrochna Dabert
Der Umbruch
1989 im polnischen Film 283
Ivaylo Ditchev
Grenzfälle
Eine Gebrauchsanweisung 291
Zeit
Stefan Auer
Wer hat Angst vor Osteuropa?
Nationalismus und EU-Integration nach 1989 311
Kai-Olaf Lang
Rebellion der Ungeduldigen
Populismus in Ostmitteleuropa 333
Dorothee Bohle, Bela Greskovits
Wirtschaftswunder und Staatsverschuldung
Zur politischen Ökonomie Ostmitteleuropas 349
Vladimir Handl
Vom Sowjetsatelliten zur Westintegration
20 Jahre tschechische Europapolitik: Eine Bilanz 357
Aleksander Smolar
Die Mauer in den Köpfen
Die Erinnerungskultur spaltet Europa 369
Robert Brier
Große Linien
Zur Historisierung des Wandels um 1989 381
| Kontakt: | Redaktion „Osteuropa“
Schaperstraße 30
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