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Praxis Geschichte (2005), 1

 

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Zeitschrift:Praxis Geschichte
Herausgeber:Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH
ISSN:0933-5374
Verlag,
Erscheinungsort:
Westermann Schulbuchverlag,
Braunschweig
Preis:Jahresabo: 43,80- €(D), 45,- €(A), 81,60CHF/für Stud.: 30,- €(D), 31,20 €(A), 55,80CHF, Heftpreis: 9,50 €(D), 9,80(A),17,50CHF
Weitere Angaben:6 Hefte jährlich
Ausgabe:1/2005 - Römische Provinzen

Basisbeitrag:

Tilmann Bechert:
"Praedia populi Romani"
Römische Provinzen und Romanisierung

Das Wort "Provinz" ist uns im Deutschen wohl vertraut. Wir finden es in zahlreichen Wortverbindungen wie Provinzstadt, Provinzbewohner, Provinztheater, Kultur- oder Ordensprovinz, kennen es aber auch aus weniger wertfreien Bezeichnungen wie Provinzler, Provinzposse oder Provinzialismus. Wie die geographische Benennung "Provence" bis heute verdeutlicht, war dagegen der Gebrauch des lateinischen Ursprungswortes enger umgrenzt. Es bezeichnete eine politische Einheit und Herrschaftsform. Cicero (106-43 v. Chr.) nannte die Provinzen noch "praedia populi Romani" ("Besitztümer des römischen Volkes"). Seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. galten die Provinzen jedoch eher als gleichberechtigte Partner im Verband des Imperium Romanum.

Klaus Janssen:
Rom und seine Provinzen - Didaktische Überlegungen

Unterrichtsbeiträge:

Bernhard Weisser:
"AEGYPTO CAPTA" - oder: die Krokodilsmünze
Münzen als Unterrichtsmaterial zur römischen Provinzialgeschichte

Münzen als das einzige Massenkommunikationsmittel der Antike und Medaillen spiegeln das Verhältnis Roms zu seinen Provinzen. Münzbilder und -aufschriften sind Primärquellen für eine bestimmte historische Situation. Römischen Herrschern dienten Münzen zur Propagierung ihrer Legitimationsgrundlagen. Auf Goldmünzen und Medaillonen vergewisserte sich die römische Oberschicht ihrer Wertgrundlagen. Das bronzene Kleingeld wanderte im täglichen Handelsverkehr von Hand zu Hand. Es verbreitete in Wort und Bild die Vokabeln des staatlichen Selbstverständnisses. Eine repräsentative Auswahl von Münzen aus dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin illustriert fünf Aspekte des Themas von der Unterwerfung der Provinz über die Reaktion der Provinzbewohner auf die Kaiserbesuche bis hin zur charakteristischen Darstellung der Provinzen.

Michael Mause:
Römische Provinzverwaltung
Fluch oder Segen für die einheimische Bevölkerung?

Mit der Annexion und Provinzialisierung Siziliens nach dem 1. Punischen Krieg (264-241 v. Chr.) begann die Expansion Roms im Mittelmeerraum, die erst unter Kaiser Trajan (98-117 n. Chr.) mit der größten Ausdehnung des Imperium Romanum endete. Als Provinzialer beziehungsweise als Provinz Teil des Römischen Reiches zu sein, war eine durchaus ambivalente Angelegenheit.

Bert Freyberger:
"Eher Italien als eine Provinz"
Die Gallia Narbonensis als Musterbeispiel römischer Provinzialpolitik?

Am Beispiel der Gallia Narbonensis lernen die Schülerinnen und Schüler "Romanisierung" in ihrer Vielfalt und ihren Grenzen kennen. Dies kann, im Umfang einer Doppelstunde, zur Motivation am Beginn des Themas "Provinzialpolitik" wie auch als Abrundung der Unterrichtseinheit dienen. Der Lehrplan setzt Kenntnisse über Begrifflichkeiten römischer Innen- und Außenpolitik (Expansionsschritte, Ämterlaufbahn, Namensgebung, Elemente urbaner Monumentalisierung etc.) voraus.

Claudia Tatsch:
"Si vales, bene est, ego valeo"
Ein Lernzirkel zu Kommunikation und Verkehr im Römischen Reich

In einer binnendifferenzierenden Unterrichtsform lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Aspekte des wichtigen, aber auch - für die Altersstufe (Sekundarstufe I) - anspruchsvollen Themas kennen. Die Stationen zielen auf Handlungskompetenz und Förderung historischen Bewusstseins ab. Deshalb integrieren sie unterschiedliche Aufgabenstellungen und -niveaus.

Bernhard Ilsemann:
Britannia - Großbritannien in römischer Zeit
Ein bilingualer Unterrichtsentwurf zum römischen Britannien

Die gängigen deutschen Schulgeschichtsbücher legen ihren Schwerpunkt bei der Behandlung der römischen Provinzen naturgemäß auf Germanien. Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die Provinz Britannia, die dem Römischen Reich erst spät einverleibt wurde. Eine bilinguale Einheit, in der es um die Grenzsicherung und um die Urbanisierung dieser neuen Provinz geht, bietet sich deshalb förmlich an.

Alexander Sewohl:
Aegyptus - Die Provinz des Prinzeps
Die Eroberung und Organisation der Provinz unter Augustus

Ägypten war vor allem wegen seiner hohen wirtschaftlichen Produktivität zweifellos eine der bedeutendsten Provinzen des Römischen Reiches. Das Land am Nil wurde 30 v. Chr. als Ergebnis des Bürgerkrieges zwischen Octavian und Marcus Antonius dem Reich einverleibt. Octavian, der Sieger, war nun der neue Herr sowohl über Rom als auch über Ägypten. Die Umstände der Entstehung der Provinz Ägyptens spiegelten sich in einem für Provinzen ungewöhnlichen Status wider, den Ägypten bis zu den Reformen Diocletians beibehielt.

Volker Habermaier:
Der Prozess Jesu - einer von vielen in einer unruhigen Provinz
Eine UE zur römischen Herrschaft in Palästina

Vor wenigen Monaten erst hat die erregte öffentliche Diskussion um Mel Gibsons Film "Passion" vor Augen geführt, wie berührend der Prozess Jesu und sein Tod am Kreuz für Christen wie Nichtchristen immer noch sind. In diesem Beitrag geht es nicht so sehr um die religiöse Bedeutung oder die Richtigkeit der Evangelienberichte. Vielmehr werden die biblischen Schriften als Ausgangspunkt genommen, um nach der Herrschaft des Römischen Reiches in einer so unruhigen Provinz, wie Palästina es war, zu fragen. Die Kreuzigung Jesu war zunächst nur "eine unter Tausenden: eine Bagatelle" (Demandt 2004).

Rubriken:

"Auf Spurensuche":
Ralph Erbar:
Der römische Limes
Die römische Provinzgrenze vor Ort erleben

Er ist mit rund 550 km das längste Bodendenkmal nach der Chinesischen Mauer, darf in keinem Schulbuchkapitel über das Imperium Romanum fehlen und soll in diesem Jahre zum Weltkulturerbe der UNESCO erhoben werden: Die Rede ist vom Limes, der Grenzanlage des Römischen Reiches, die sowohl im Unterricht als auch im öffentlichen Bewusstsein von Interesse und neuer Aktualität ist.

"Geschichte vor Ort":
Micha Häckel:
Die Himmelsscheibe von Nebra
Ein archäologischer Medienstar im Unterricht

Liegt es an der Aura des historischen Objekts? Ist es die Ästhetik, die begeistert? Oder doch die scheinbar unmittelbare Verständlichkeit der Symbolsprache? Spätestens seit der Eröffnung der Ausstellung "Der geschmiedete Himmel" im Oktober 2004 ist die Himmelsscheibe von Nebra multimedial präsent.

"Geschichte im Internet":
Klaus Fieberg:
Link-Empfehlungen zum Themenheft "Römische Provinzen"

"Web-Tipp":
Klaus Fieberg:
Die besondere Website: "Kladderadatsch" und "Ulk" digital

"Medien-Tipps":
Rezensionen

"Film-Tipp":
NAPOLA - Elite für den Führer

"Ausstellungen":
Empfehlenswertes bis März 2005

Praxis Beilage:
Farbfolie: Römische Provinzen - Münzdarstellungen

Kontakt:

Redaktion

Dr. Florian Cebulla (V.i.S.d.P.)
Tel.: 0531-708 383

URL:http://www.praxisgeschichte.de
URL zur Zitation dieses Beitrageshttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/ausgabe=1827

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