Informationen zu diesem Beitrag
| Zeitschrift: | Historische Sozialkunde: Geschichte, Fachdidaktik, politische Bildung |
| Herausgeber: | Verein für Geschichte und Sozialkunde |
| ISSN: | 004-1618 |
| Verlag, Erscheinungsort: | Selbstverlag des Herausgebers, Wien |
| Preis: | € 5,- |
| Weitere Angaben: | vierteljährlich |
| Ausgabe: | 4/2007 - Commodity Chains und Clean Clothes. Textilgeschichte 1500-2000 |
| ISBN: | 004-1618 |
Globalisierung und individuelle Lebenswelten werden durch Produktions- und Konsumgeschichten vielfach und zunehmend unübersichtlich miteinander verkoppelt. Ein besonders geeignetes Produkt zur Erfassung und Bewertung derartiger Strukturen und Prozesse stellen Textilien dar. Namen wie NIKE stehen neben globalen Produktionsnetzwerken auch für eine kulturelle Hegemonie großer Marken sowie für fragwürdige Arbeitsbedingungen in den zahlreichen Zulieferfirmen. Darüber hinaus sind Industrialisierungsgeschichten in der Regel auch Textilgeschichten, zählt und zählte doch dieser Sektor zu den typischen „sunrise industries“ der vielfältigen, ab dem 18. Jahrhundert ablaufenden Industrialisierungsprozesse. Aber bereits in der vorindustriellen Phase zeigte die Textilindustrie als Wachstumsbranche innovative und nicht selten ebenfalls ausbeuterische Formen der Arbeitsorganisation. Als typische Konsumgüterindustrie war sie den stets wechselhaften Moden und Marktverhältnissen besonders stark ausgesetzt.
Inhalt
Andrea Komlosy / Christian Reiner
Einleitung
Wozu Textil(industrie)geschichte? – Konzepte und theoretische Zugriffe – Merkmale einer Commodity Chain – Vier Zugänge
Andrea Komlosy
Textilien: Produkte globaler Standortketten, 1700-2000
Die Standortkette als Grundlage der „industriösen“ Produktionsweise – Reaktionen auf die industrielle Revolution in Großbritannien – Nachholende Industrialisierung als nationale Entwicklungsstrategie – Re-Globalisierung der Textilproduktion in Form verlängerter Werkbänke
Christian Reiner
„D'Fabrik kunnt weck“ – Politische Ökonomie des österreichischen textilen Sektors 1970-2005
Eine illustrative Geschichte zum Auftakt – Globale Vernetzung einer nationalen Textilgeschichte – Dimensionen nationaler Entwicklungspfade
Monika Brandstätter
Achten Sie auf die Marke
Was zeichnet eine Marke aus? – Vom Begriff Mode zur Kleider-Mode – Marken statt Mode
Ingrid Schwarz
Netzwerke und Globalisierung am Beispiel der Clean Clothes-Kampagne. Für faire Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion weltweit
Internationale Zusammenarbeit und soziale Mindeststandards – Kritischer Konsum – Netzwerke und Globalisierung: Durch globale Perspektiven zu lokalen Veränderungen
Konzepte zu Lehrausgängen
Klaus Edel
Lehrausgänge – eine mögliche Zugangsweise zu „Produkte globaler Standortketten, 1700-2000“
Fachdidaktik
Reinhard Krammer
Machen Kleider (junge) Leute?
Christoph Kühberger / Elfriede Windischbauer
Kleidung und Mode in unterschiedlichen Lebenswelten seit 1950 – Annäherung für den Geschichtsunterricht
| Kontakt: | Verein für Geschichte und Sozialkunde, c/o Institut für Wirtschafts-
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