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Historische Zeitschrift 290 (2010), 3

 

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Informationen zu diesem Beitrag

Zeitschrift:Historische Zeitschrift (HZ)
Herausgeber:In Verbindung mit Andreas Fahrmeir, Johannes Fried, Hartmut Leppin, Werner Plumpe, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Uwe Walter, Gerrit Walther, Eberhard Weis herausgegeben von Lothar Gall unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
ISSN:0018-2613
Verlag,
Erscheinungsort:
Oldenbourg Verlag,
München
Preis:Print €95, Download Beitrag €7,50; Abo Print u. Online €512 (ermäßigt €160); Abo Print u. Online Ausland €558
Weitere Angaben:erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (www.atypon-link.com/OLD/loi/hzhz)
Ausgabe:290/3/2010

"Eine Zeitschrift, die schon aus ihrer Gründungszeit mit dem Ansehen großer Geschichtswissenschaft verbunden ist: ein Ansehen, zu dem sie selbst beigetragen hat und weiterhin beiträgt, gegen alle Moden und Zweifel mutig an der Ganzheit der Geschichte festhaltend und – so elementar wie ihr Name vorgibt – Geschichte und Geschichtswissenschaft aus jeder Perspektive in den Blick nehmend: in speziellen Untersuchungen, in groß geschnittenen Fragen, in anspruchsvollen Sammelbesprechungen neuer historischer Literatur." Arnold Esch, Rom

Die Print-Ausgabe der HZ 290/3 erscheint am 22. Juni 2010.

Die Online-Ausgabe erscheint am 9. Juni 2010.

HZ 290/3

Inhalt

Aufsätze

Kurt A. Raaflaub
Friedenskonzepte und Friedenstheorien im griechischen Altertum

Euripides und Aristophanes dramatisierten die Brutalität des Krieges und die Sehnsucht nach Frieden. Herodot kritisierte die Unfähigkeit der Griechen, Konflikte gewaltlos beizulegen. Thukydides analysierte Bürgerzwiste und Kriege und fragte, weshalb diese trotz unzähliger negativer Erfahrungen ausbrechen, chronisch werden und sich kaum beilegen lassen. Die Philosophen versuchten, die soziale Funktion des Krieges zu definieren und ihm damit sinnvolle Grenzen zu setzen. Frühe Reflexe solchen Denkens finden sich schon in der Ilias und bei Hesiod. Darüber hinaus bemühten sich die Griechen, den Kontrast von Krieg und Frieden konzeptionell und theoretisch zu erfassen, und dies sowohl innen- wie außenpolitisch, in Literatur, politischem Denken und Philosophie. Solche Bemühungen begannen ebenfalls bereits in der Frühzeit und erreichten im politischen Denken des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. einen Höhepunkt. Dies mag angesichts der Intensivierung und Brutalisierung des Krieges im 5. Jahrhundert wenig überraschend erscheinen, ist es aber, wenn man bedenkt, was wir über die Rolle des Friedens im Denken der meisten andern antiken oder frühen Gesellschaften, von China bis Amerika, wissen, obschon diese nicht weniger unter den Folgen intensiver und brutaler Kriege litten. Im vorliegenden Beitrag werden zunächst die Quellen zu griechischen Friedenskonzepten und -theorien vorgestellt, die Auswirkungen solch theoretischen Denkens auf die politische Praxis untersucht und das resultierende Bild mit dem in anderen mittelmeerischen und nahöstlichen Gesellschaften verglichen. Im weiteren geht es darum, diesen in jenem Teil der antiken Welt singulären Befund zu erklären und in den größeren Zusammenhang der Entwicklung politischen und theoretischen Denkens bei den Griechen zu integrieren.

[S. 593–619; DOI 10.1524/hzhz.2010.0021]

Uta Kleine
Der weite Weg von Clarendon nach Canterbury. Neue Überlegungen zu pragmatischen und symbolischen Dimensionen politischen Schrift- und Ritualhandelns am Beispiel des Becketstreits

Der Beitrag untersucht die Bedeutung politischer Schriftlichkeit im Becketstreit. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, daß das Herrschaftshandeln im 12. Jahrhundert – in England wie auch anderswo – durch zunehmende Schriftbezüge geprägt wurde, die die traditionellen symbolisch-rituellen Formen der Herrschaftspraxis überlagerten. Sichtbar ist dies besonders in der Rechtspraxis, wo das neue (römisch-kanonistische) Konzept der autoritativen Rechtssatzung durch schriftliche Instrumente den hergebrachten Ritualen der konsensualen Rechtsfindung entgegentrat. Doch die Implementierung der neuen Techniken vollzog sich nicht problemlos. Die Jahre zwischen 1150 und 1200 stellen vielmehr eine Phase des schriftkulturellen Umbruchs dar, die durch ein Neben- und Gegeneinander rituell-symbolischer und explizit-schriftlicher Kommunikationsmodi gekennzeichnet ist. Vor diesem Hintergrund kann der Becketstreit auch als Medienkonflikt verstanden werden. Diese Ausgangsthese wird anhand eines Schriftstücks expliziert, das im Zentrum der Auseinandersetzungen steht: den Konstitutionen von Clarendon, einer von Heinrich II. veranlaßten Aufzeichnung und Statuierung der englischen Rechtsgewohnheiten. Der Beitrag verfolgt die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte dieses bekannten königlichen Rechtserlasses zwischen seiner ersten Formulierung auf dem Hoftag von Clarendon 1164, seiner feierlichen Verurteilung durch Thomas Becket in Vézelay 1166 und seiner partiellen Revokation durch den König in Avranches (1172) bzw. durch seine Bußfahrt an das Grab Thomas Beckets in Canterbury (1173). Als Ergebnis läßt sich festhalten: 1. Der Akt der Aufzeichnung und Verkündung der ‚Konstitutionen‘ führte nicht automatisch zu ihrer Rechtswirksamkeit. Der königliche Rechtserlaß blieb vielmehr in mächtige Traditionsströme und Symbolkontexte eingebunden. Die Bewertung und Behandlung des Dokuments durch die Streitparteien zeigt, daß um die Verbindlichkeit verschriftlichten Rechts und um den Rechtssinn von begleitenden Worten und Gesten intensiv gerungen wurde. Der Schriftsinn der Konstitutionen wurde durch ihre permanente Reinszenierung und Reoralisierung flexibel gehalten. 2. Im Unterschied zu Heinrich II. gelang es Becket in besonderer Weise, die Streitinhalte (Gerichtsstand von Klerikern, Treueverhältnis zwischen Bischöfen und König, Verhältnis der englischen Kirche zum Papst) und seine Haltung hierzu in symbolischen Handlungen wirksam an die Öffentlichkeit zu tragen. 3. Zugleich wurden durch die Verschriftlichung die englischen Rechtsgewohnheiten in einen neuen schriftbezogenen Diskurszusammenhang eingebettet, den des gelehrten kanonischen Rechts, an dessen Prinzipien Inhalte und Legitimität der consuetudines zunehmend gemessen wurden. Die vereinte Macht von symbolischer Inszenierung und gelehrtem Rechtsdiskurs nötigten den König zu inhaltlichen Konzessionen an die Sache der Kirche und beförderten zugleich eine neue Form der Herrschaftsrepräsentation, in der sakrale Elemente einen höheren Rang einnahmen.

[S. 621–679; DOI 10.1524/hzhz.2010.0022]

Jonathan Sperber
Angenommene, vorgetäuschte und eigentliche Normenkonflikte bei der Waldnutzung im 19. Jahrhundert

Die Waldnutzung war eine bedeutende Quelle sozialen Konflikts während des 19. Jahrhunderts im ländlichen Deutschland. Auseinandersetzungen zwischen Bauern, Waldeigentümern und der Staatsbehörde erreichten einen Höhepunkt im Vormärz und in der Revolution 1848, setzten sich jedoch bis zum Ersten Weltkrieg fort. Sowohl Zeitgenossen als auch Historiker haben solche Konflikte als Ergebnis normativer Modernisierung verstanden: aus der Durchführung neuer, kapitalistischer Rechtsnormen gegen ein bäuerliches, vorkapitalistisches Eigentumsverständnis beziehungsweise aus der Einführung einer auf Nachhaltigkeit gebauten wissenschaftlichen Forstwirtschaft bei traditionellen, aber ökologisch fragwürdigen bäuerlichen Einstellungen zur Waldnutzung. Die Untersuchung einer großen Auseinandersetzung um Waldbenutzung und Waldbesitz in der Rheinpfalz auf der Grundlage zivilgerichtlicher Akten ergibt, daß die Deutung der Waldnutzungskonflikte als Ergebnis normativer Modernisierung unzureichend ist. Die Zeitgenossen haben zwar die Waldkonflikte als Auseinandersetzung zwischen modernen und traditionellen Normen dargestellt. Eine nähere Untersuchung zeigt jedoch, daß „traditionelle“ Waldnutzungsnormen das Ergebnis der neuen Theorien der Historischen Rechtsschule waren; daß Bauern vorkapitalistische Waldnutzungsberechtigungen für einen großangelegten kapitalistischen Holzverkauf ausbeuteten; daß wissenschaftliche Förster „traditionelle“ Waldnutzungspraktiken befürworteten, um eine wissenschaftliche Forstwirtschaft durchzuführen. Die Konflikte um die Nutzung der Wälder erscheinen daher nicht so sehr als Auseinandersetzung zwischen Anhängern alter und neuer Normen, sondern als Gelegenheit, den normativen Wandel kreativ zu inszenieren, um die eigenen Interessen zu bewahren und durchzusetzen.

[S. 681–702; DOI 10.1524/hzhz.2010.0023]

Neue historische Literatur

Norbert Finzsch
„Diligence and accuracy“ – Jürgen Osterhammels Opus magnum über das 19. Jahrhundert

[S. 703–710; DOI 10.1524/hzhz.2010.0024]

Buchbesprechungen

Allgemeines

Christopher I. Beckwith, Empires of the Silk Road. A History of Central Eurasia from the Bronze Age to the Present (J. Osterhammel) [S. 711]
Helwig Schmidt-Glintzer, Kleine Geschichte Chinas (A. Schottenhammer) [S. 713]
Ulrike Schuerkens, Geschichte Afrikas. Eine Einführung (W. Speitkamp) [S. 715]
Abbott Gleason (Ed.), A Companion to Russian History (A. Kappeler) [S. 716]
Neslihan Asutay-Effenberger, Die Landmauer von Konstantinopel-İstanbul. Historisch-topographische und baugeschichtliche Untersuchungen (K.-P. Matschke) [S. 717]
Atlas zur Kirche in Geschichte und Gegenwart. Heiliges Römisches Reich – Deutschsprachige Länder. Hrsg. v. Erwin Gatz in Zusammenarb. mit Rainald Becker, Clemens Brodkorb u. Helmut Flachenecker. Kartographie: Karsten Bremer (E. Wolgast) [S. 719]
Hubert Kolling (Hrsg.), Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Who was Who in Nursing History. Bd. 4. Unt. Mitarb. v. Gerhard Aumüller, Annett Büttner, Gerhard Fürstler u.a (K. Nolte) [S. 720]
Sönke Neitzel/Daniel Hohrath (Hrsg.), Kriegsgreuel. Die Entgrenzung der Gewalt in kriegerischen Konflikten vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. In Verb. mit dem Arbeitskreis Militärgeschichte e.V (D. Langewiesche) [S. 722]
Thomas Fischer/Rainer Wirtz (Hrsg.), Alles authentisch? Popularisierung der Geschichte im Fernsehen (S. Samida) [S. 723]
Hubert Houben/Kristjan Toomaspoeg (Eds.), L’Ordine Teutonico tra Mediterraneo e Baltico. Incontri e scontri tra religioni, popoli e culture/Der Deutsche Orden zwischen Mittelmeerraum und Baltikum. Begegnungen und Konfrontationen zwischen Religionen, Völker[n] und Kulturen. Atti del Convegno internazionale (Bari-Lecce-Brindisi, 14–16 settembre 2006) (J. Hasecker) [S. 724]
Klaus Malettke, Die Bourbonen. Bd. 3: Von Ludwig XVIII. bis zu Louis Philippe 1814–1848 (M. Wrede) [S. 726]
Klaus Malettke, Die Bourbonen. Bd. 1: Von Heinrich IV. bis zu Ludwig XIV. 1589–1715. Bd. 2: Von Ludwig XV. bis zu Ludwig XVI. 1715–1789/92 (M. Wrede) [S. 726]
Joachim Eibach/Horst Carl (Hrsg.), Europäische Wahrnehmungen 1650–1850. Interkulturelle Kommunikation und Medienereignisse (W. Schmale) [S. 729]
Johannes Kunisch, Friedrich der Große in seiner Zeit. Essays (H.-C. Kraus) [S. 730]
Jörn Leonhard, Bellizismus und Nation. Kriegsdeutung und Nationsbestimmung in Europa und den Vereinigten Staaten 1750–1914 (F. W. Lantink) [S. 731]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0025]

Altertum

Charikleia Papageorgiadou-Banis/Angeliki Giannikouri (Eds.), Sailing in the Aegean. Readings on the Economy and Trade Routes (K. Ruffing) [S. 733]
Jean-Nicolas Corvisier, Les Grecs et la mer (R. Schulz) [S. 734]
Eckart Olshausen/Holger Sonnabend (Hrsg.), „Troianer sind wir gewesen“ – Migrationen in der antiken Welt. Stuttgarter Kolloquium zur Historischen Geographie des Altertums 8, 2002 (G. Seelentag) [S. 735]
Günter Stangl, Antike Populationen in Zahlen. Überprüfungsmöglichkeiten von demographischen Zahlenangaben in antiken Texten (W. Scheidel) [S. 737]
Gert Audring/Kai Brodersen (Hrsg.), Oikonomika. Quellen zur Wirtschaftstheorie der griechischen Antike. Eingel. u. übers. v. Gert Audring u. Kai Brodersen (D. Rohde) [S. 738]
Lykurg, Rede gegen Leokrates. Hrsg., eingel. u. übers. v. Johannes Engels (K.-W. Welwei) [S. 740]
Sitta von Reden, Money in Ptolemaic Egypt: From the Macedonian Conquest to the End of the Third Century BC (P. Nadig) [S. 741]
Volker Grieb, Hellenistische Demokratie. Politische Organisation und Struktur in freien griechischen Poleis nach Alexander dem Großen (H.-U. Wiemer) [S. 743]
Harriet I. Flower, The Art of Forgetting. Disgrace & Oblivion in Roman Political Culture (F. Bernstein) [S. 745]
Dexter Hoyos, Hannibal. Rome’s Greatest Enemy (L.-M. Günther) [S. 745]
Altay Coşkun (Hrsg.), Freundschaft und Gefolgschaft in den auswärtigen Beziehungen der Römer (2. Jahrhundert v. Chr.–1. Jahrhundert n. Chr.) (P. Kehne) [S. 747]
Susanne Sigismund, Der politische Mord in der späten Römischen Republik (K. Matijević) [S. 748]
Christian Wendt, Sine fine. Die Entwicklung der römischen Außenpolitik von der späten Republik bis in den frühen Prinzipat (J. Hoffmann-Salz) [S. 749]
Michel Reddé/Raymond Brulet/Rudolf Fellmann u. a., L’architecture de la Gaule romaine. Sous la direction générale de Pierre Aupert. Les fortifications militaires (B. Dreyer) [S. 750]
Ilinca Tanaseanu-Döbler, Konversion zur Philosophie in der Spätantike. Kaiser Julian und Synesios von Kyrene (K. Rosen) [S. 752]
Claudia Rammelt, Ibas von Edessa. Rekonstruktion einer Biographie und dogmatischen Position zwischen den Fronten (M. Keßler) [S. 753]
J. H. D. Scourfield (Ed.), Texts and Culture in Late Antiquity. Inheritance, Authority, and Change. Contributors Anna Chahoud, John Dillon, Richard J. Goodrich et al (D. Hofmann) [S. 754]
Therese Fuhrer (Hrsg.), Die christlich-philosophischen Diskurse der Spätantike: Texte, Personen, Institutionen. Akten der Tagung vom 22.–25. Februar 2006 am Zentrum für Antike und Moderne der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (I. Tanaseanu-Döbler) [S. 756]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0026]

Mittelalter

Thomas Ertl, Seide, Pfeffer und Kanonen. Globalisierung im Mittelalter (J. R. Oesterle) [S. 757]
Brock W. Holden, Lords of the Central Marches. English Aristocracy and Frontier Society, 1087–1265 (J. Schenk) [S. 759]
Thomas N. Bisson, The Crisis of the Twelfth Century. Power, Lordship, and the Origins of European Government (C. Ehlers) [S. 761]
Jörg Peltzer, Canon Law, Careers and Conquest. Episcopal Elections in Normandy and Greater Anjou, c. 1140–1230 (H. Müller) [S. 762]
Natalie Alexandra Holtschoppen, St. Vitus zu Gladbach. [Bd. 1:] Studien zum Kapiteloffiziumsbuch der ehemaligen Benediktinerabtei St. Vitus zu (Mönchen-)Gladbach. [Bd. 2:] Prosopographische Erschließung und Edition des Necrologs der ehemaligen Benediktinerabtei St. Vitus zu (Mönchen-)Gladbach. Hrsg. v. der Stadt Mönchengladbach – Stadtarchiv und dem Münsterbauverein e.V. zu Mönchengladbach (D. Berger) [S. 763]
Björn Weiler, Kingship, Rebellion and Political Culture. England and Germany, c. 1215–c. 1250 (S. Schröder) [S. 765]
Knut Schulz, Die Freiheit des Bürgers. Städtische Gesellschaft im Hoch- und Spätmittelalter. Hrsg. v. Matthias Krüger (P. Schulte) [S. 766]
Thomas Kreutzer, Verblichener Glanz. Adel und Reform in der Abtei Reichenau im Spätmittelalter (A. Zettler) [S. 767]
Daniela Rando, Johannes Hinderbach (1418–1486). Eine „Selbst“-Biographie. Übertragung Wolfgang Decker (C. Moddelmog) [S. 768]
Heinrich Koller/Paul-Joachim Heinig/Alois Niederstätter (Hrsg.), Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440–1493) nach Archiven und Bibliotheken geordnet. Supplemente Kaiser und Reich in der Regierungszeit Friedrichs III., 1: Regesten zur burgundisch-niederländischen Geschichte unter Maximilian I. bis zum Tode Friedrichs III. (1477–1493) aus den Archives générales du Royaume/dem Algemeen Rijksarchief in Bruxelles/Brüssel. Bestand: Manuscrits divers. Bearb. v. Claudia Rotthoff-Kraus (M. Menzel) [S. 769]
Thomas Feuerer, Die Klosterpolitik Herzog Albrechts IV. von Bayern. Statistische und prosopographische Studien zum vorreformatorischen landesherrlichen Klosterregiment im Herzogtum Bayern von 1465 bis 1508 (H. Flachenecker) [S. 770]
Thomas Ebendorfer, Catalogus praesulum Laureacensium et Pataviensium. Nach Vorarbeiten v. Paul Uiblein hrsg. v. Harald Zimmermann (K. Ubl) [S. 772]
Michel Aubrun, La paroisse en France des origines aux XVe siècle. Nouvelle édition revue et mise à jour (W. Petke) [S. 773]
Ekkehard Borries, Schwesternspiegel im 15. Jahrhundert. Gattungskonstitution – Editionen – Untersuchungen (A. Fößel) [S. 775]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0027]

Frühe Neuzeit

Ian Blanchard, The International Economy in the „Age of the Discoveries“, 1470–1570. Antwerp and the English Merchants’ World. Copy-editing by Philipp Robinson Rössner (M. Schulte Beerbühl) [S. 776]
Liam Matthew Brockey (Ed.), Portuguese Colonial Cities in the Early Modern World (W. Reinhard) [S. 778]
Raffaella Sarti, Europe at Home. Family and Material Culture 1500–1800. Transl. by Allan Cameron (P. Münch) [S. 779]
Anselm Schubert, Täufertum und Kabbalah. Augustin Bader und die Grenzen der Radikalen Reformation (H.-J. Goertz) [S. 780]
Thomas Ott, Präzedenz und Nachbarschaft. Das albertinische Sachsen und seine Zuordnung zu Kaiser und Reich im 16. Jahrhundert (A. Gotthard) [S. 782]
Tatiana C. String, Art and Communication in the Reign of Henry VIII (R. Eßer) [S. 783]
Judith Becker, Gemeindeordnung und Kirchenzucht. Johannes a Lascos Kirchenordnung für London (1555) und die reformierte Konfessionsbildung (E. Busch) [S. 785]
Ulrike Ludwig, Das Herz der Justitia. Gestaltungspotentiale territorialer Herrschaft in der Strafrechts- und Gnadenpraxis am Beispiel Kursachsens 1548–1648 (R. v. Friedeburg) [S. 787]
Joseph Bergin, Church, Society, and Religious Change in France, 1580–1730 (W. Reinhard) [S. 789]
Satu Lidman, Zum Spektakel und Abscheu. Schand- und Ehrenstrafen als Mittel öffentlicher Disziplinierung in München um 1600 (F. Kühnel) [S. 790]
Ulman Weiß, Die Lebenswelten des Esajas Stiefel oder Vom Umgang mit Dissidenten (T. Kossert) [S. 791]
Florene S. Memegalos, George Goring (1608–1657). Caroline Courtier and Royalist General (G. Eckert) [S. 792]
Peter-Stephan Berens, Trierer Juristen. Die Mitglieder der Juristenfakultät und ihre Einbindung in Ämter und Bürgerschaft der Stadt von 1600 bis 1722 (S. Holtz) [S. 794]
Annette Meyer, Von der Wahrheit zur Wahrscheinlichkeit. Die Wissenschaft vom Menschen in der schottischen und deutschen Aufklärung (G. Eckert) [S. 795]
François Cadilhon, Jean-Baptiste de Secondat de Montesquieu. Au nom du père (L. Schilling) [S. 796]
Hanna Sonkajärvi, Qu’est-ce qu’un étranger? Frontières et identifications à Strasbourg (1681–1789) (P. Fuchs) [S. 798]
Philipp Robinson Rössner, Scottish Trade with German Ports 1700–1770. A Sketch of the North Sea Trades and the Atlantic Economy on Ground Level (M. Häberlein) [S. 799]
Anton Pumpe, Heldenhafter Opfertod des Herzogs Leopold von Braunschweig 1785 in der Oder – Wahrheit oder Legende? – Presse im Spannungsfeld zwischen Aufklärung und Propaganda. Eine quellenkritische Studie (A. . Klinger) [S. 800]
Uwe Glüsenkamp, Das Schicksal der Jesuiten aus der Oberdeutschen und den beiden Rheinischen Ordensprovinzen nach ihrer Vertreibung aus den Missionsgebieten des portugiesischen und spanischen Patronats (1755–1809) (U. Niggemann) [S. 802]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0028]

19./20. Jahrhundert

Charles Walton, Policing Public Opinion in the French Revolution. The Culture of Calumny and the Problem of Free Speech (C. Gantet) [S. 804]
Franz J. Bauer, Rom im 19. und 20. Jahrhundert. Konstruktion eines Mythos (W. Altgeld) [S. 805]
Paul Scheffer, Die Eingewanderten. Toleranz in einer grenzenlosen Welt. Aus d. Niederl. v. Gregor Seferens, Andreas Ecke, Heike Baryga u.a (A. Fahrmeir) [S. 806]
Heinz Gollwitzer, Kultur – Konfession – Regionalismus. Gesammelte Aufsätze. Hrsg. v. Hans-Christof Kraus (P. Hoeres) [S. 807]
Johann Baptist Müller, Konservatismus – Konturen einer Ordnungsvorstellung (H.-C. Kraus) [S. 809]
Jiří Kořalka, František Palacký (1798–1876). Der Historiker der Tschechen im österreichischen Vielvölkerstaat. Deutschsprachige Neubearb. v. Verfasser unt. Mitarb. v. Helmut Rumpler u. Peter Urbanitsch (H. Lemberg) [S. 810]
Hans-Joachim Bartmuß/Eberhard Kunze (†)/Josef Ulfkotte (Hrsg.), „Turnvater“ Jahn und sein patriotisches Umfeld. Briefe und Dokumente 1806–1812 (D. Klenke) [S. 812]
Klaus Ries, Wort und Tat. Das politische Professorentum der Universität Jena im frühen 19. Jahrhundert (N. Hammerstein) [S. 814]
Matthias Steinbach, Ökonomisten, Philanthropen, Humanitäre. Professorensozialismus in der akademischen Provinz (N. Hammerstein) [S. 815]
Guy van Kerckhoven/Hans-Ulrich Lessing/Axel Ossenkop, Wilhelm Dilthey. Leben und Werk in Bildern (H.-C. Kraus) [S. 816]
Josef Inauen, Brennpunkt Schweiz. Die süddeutschen Staaten Baden, Württemberg und Bayern und die Eidgenossenschaft 1815–1840 (D. Langewiesche) [S. 818]
Eva Maria Werner, Die Märzministerien. Regierungen der Revolution von 1848/49 in den Staaten des Deutschen Bundes (R. Hachtmann) [S. 819]
Doron Avraham, In der Krise der Moderne. Der preußische Konservatismus im Zeitalter gesellschaftlicher Veränderungen 1848–1876. Aus d. Hebr. übers. v. Markus Lemke (H.-C. Kraus) [S. 821]
Martin Nissen, Populäre Geschichtsschreibung. Historiker, Verleger und die deutsche Öffentlichkeit (1848–1900) (D. Langewiesche) [S. 822]
Fritz Bilz, Zwischen Kapelle und Fabrik. Die Sozialgeschichte Kalks von 1850 bis 1910 (C. Zimmermann) [S. 824]
Otto von Bismarck, Gesammelte Werke. Neue Friedrichsruher Ausgabe (NFA). Hrsg. v. Konrad Canis, Lothar Gall, Klaus Hildebrand u. Eberhard Kolb. Abt. 3: 1871–1898. Schriften. Bd. 4: 1879–1881. Bearb. v. Andrea Hopp (M. Stickler) [S. 825]
Otto von Bismarck, Gesammelte Werke. Neue Friedrichsruher Ausgabe (NFA). Hrsg. v. Konrad Canis, Lothar Gall, Klaus Hildebrand u. Eberhard Kolb. Abt. 3: 1871–1898. Schriften. Bd. 3: 1877–1878. Bearb. v. Michael Epkenhans u. Erik Lommatzsch (M. Stickler) [S. 825]
Jan Eckel, Geist der Zeit. Deutsche Geisteswissenschaften seit 1870 (N. Hammerstein) 829
Sergio Amato, Aristocrazia politico-culturale e classe dominante nel pensiero tedesco (1871–1918) (G. Corni) [S. 830]
Axel C. Hüntelmann, Hygiene im Namen des Staates. Das Reichsgesundheitsamt 1876–1933 (H. Fangerau) [S. 832]
Tracie Matysik, Reforming the Moral Subject. Ethics and Sexuality in Central Europe, 1890–1930 (K. Holtmann) [S. 834]
John W. Boyer, Karl Lueger (1844–1910). Christlich soziale Politik als Beruf. Aus dem Engl. übers. v. Otmar Binder (D. Langewiesche) [S. 835]
Frank Bösch, Öffentliche Geheimnisse. Skandale, Politik und Medien in Deutschland und Großbritannien 1880–1914 (P. Winzen) [S. 836]
Quellensammlung zur Geschichte der Deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914. Hrsg. v. Hansjoachim Henning u. Florian Tennstedt. Abt. 2: Von der kaiserlichen Sozialbotschaft bis zu den Februarerlassen Wilhelms II. (1881–1890). Bd. 4: Arbeiterrecht. Bearb. v. Wilfried Rudloff unt. Mitarb. v. Jens Flemming (G. A. Ritter) [S. 838]
Marcus Gräser, Wohlfahrtsgesellschaft und Wohlfahrtsstaat. Bürgerliche Sozialreform und Welfare State Building in den USA und in Deutschland 1880–1940 (G. A. Ritter) [S. 840]
John C. G. Röhl, Wilhelm II. Der Weg in den Abgrund 1900–1941 (W. König) [S. 842]
Max Weber Gesamtausgabe. Abt. 2: Briefe. Bd. 9: Briefe 1915–1917. Hrsg. v. Gerd Krumeich u. M. Rainer Lepsius in Zusammenarb. mit Birgit Rudhard u. Manfred Schön (G. Schöllgen) [S. 843]
Lothar Machtan, Die Abdankung. Wie Deutschlands gekrönte Häupter aus der Geschichte fielen (T. Riotte) [S. 845]
Karl-Volker Neugebauer (Hrsg.), Grundkurs deutsche Militärgeschichte. Bd. 2: Das Zeitalter der Weltkriege 1914 bis 1945. Völker in Waffen. Mit Beitr. v. Ernst Willi Hansen, Karl-Volker Neugebauer, Gerhard P. Groß u.a (M. Lak) [S. 846]
Caroline Schulenburg, Renault und Daimler-Benz in der Zwischenkriegszeit (1919–1938). Eine vergleichende Unternehmensgeschichte zweier europäischer Automobilhersteller (R. Boch) [S. 848]
Rudolf Oswald, „Fußball-Volksgemeinschaft“. Ideologie, Politik und Fanatismus im deutschen Fußball 1919–1964 (W. Pyta) [S. 849]
Ariane Leendertz, Ordnung schaffen. Deutsche Raumplanung im 20. Jahrhundert (C. Zimmermann) [S. 852]
Willi Oberkrome, Ordnung und Autarkie. Die Geschichte der deutschen Landbauforschung, Agrarökonomie und ländlichen Sozialwissenschaft im Spiegel von Forschungsdienst und DFG (1920–1970) (C. Zimmermann) [S. 854]
Leslie Mitchell, Maurice Bowra: A Life (C. J. Classen) [S. 855]
Documents diplomatiques français, 1921. Annexes (10 janvier 1920–31 décembre 1921) (D. Hüser) [S. 857]
Documents diplomatiques français, 1921. T. 2 (1er juillet–31 décembre) (D. Hüser) [S. 857]
Documents diplomatiques français, 1932–1939. Sér. 2 (1936–1939). T. 2 (1er avril– 18 juillet 1936) (D. Hüser) [S. 857]
Documents diplomatiques français, 1922. T. 2 (1er juillet – 31 décembre) (W. Elz) [S. 860]
Theodor Heuss, Stuttgarter Ausgabe, Briefe. [2:] Theodor Heuss. Bürger der Weimarer Republik. Briefe 1918–1933. Hrsg. u. bearb. v. Michael Dorrmann (U. Wengst) [S. 862]
Theodor Heuss, Stuttgarter Ausgabe. Briefe. [3:] Theodor Heuss. In der Defensive. Briefe 1933–1945. Hrsg. u. bearb. v. Elke Seefried (U. Wengst) [S. 864]
Helen Graham, Der Spanische Bürgerkrieg. Übers. v. Susanne Lenz (W. L. Bernecker) [S. 865]
Christian Goeschel, Suicide in Nazi Germany (R. Jütte) [S. 867]
Kathrin Kompisch, Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus (K. Holtmann) [S. 868]
Marita Krauss (Hrsg.), Sie waren dabei. Mitläuferinnen, Nutznießerinnen, Täterinnen im Nationalsozialismus (K. Heinsohn) [S. 869]
Babette Quinkert, Propaganda und Terror in Weißrussland 1941–1944. Die deutsche „geistige“ Kriegführung gegen Zivilbevölkerung und Partisanen (B. Kundrus) [S. 870]
Wolfgang Benz, Auftrag Demokratie. Die Gründungsgeschichte der Bundesrepublik und die Entstehung der DDR 1945–1949 (K. H. Jarausch) [S. 872]
Ulrich Lappenküper, Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis 1990 (M.-L. Recker) [S. 873]
Peter Kramper, Neue Heimat. Unternehmenspolitik und Unternehmensentwicklung im gewerkschaftlichen Wohnungs- und Städtebau 1950–1982 (C. Zimmermann) [S. 874]
Die bundesdeutsche Massenkonsumgesellschaft 1950–2000/The West German Mass Consumption Society 1950–2000 (C. Kleinschmidt) [S. 876]
Andreas Rödder, Deutschland einig Vaterland. Die Geschichte der Wiedervereinigung (C. Kleßmann) [S. 878]
Matthew Hilton, Prosperity for All. Consumer Activism in an Era of Globalization (R. Walter) [S. 879]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0029]

Kontakt:

Prof. Dr. Lothar Gall
Redaktion Historische Zeitschrift
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