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Historische Zeitschrift 291 (2010), 3

 

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Zeitschrift:Historische Zeitschrift (HZ)
Herausgeber:In Verbindung mit Andreas Fahrmeir, Johannes Fried, Hartmut Leppin, Werner Plumpe, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Uwe Walter, Gerrit Walther, Eberhard Weis herausgegeben von Lothar Gall unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
ISSN:0018-2613
Verlag,
Erscheinungsort:
Oldenbourg Verlag,
München
Preis:Print €95, Download Beitrag €7,50; Abo Print u. Online €512 (ermäßigt €160); Abo Print u. Online Ausland €558
Weitere Angaben:erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (www.oldenbourg-link.com/)
Ausgabe:291/3/2010

Druckfrisch: Die Dezember-Ausgabe der HZ ist erschienen!

HZ 291/3

Aufsätze

Michael Zahrnt
Das Megarische Psephisma und der Ausbruch des Peloponnesischen Krieges

Thukydides unterschied bekanntlich zwischen dem wahrsten Grund und den Streitpunkten bzw. öffentlich vorgebrachten Beschuldigungen, die eine Entwicklung in Gang setzten, die schließlich den Peloponnesischen Krieg auslöste. Zu letzteren gehörten die athenische Hilfeleistung für das von den Korinthern angegriffene Kerkyra (433 v. Chr.) und die Ereignisse im Norden der Ägäis, also der Abfall von Poteidaia und einer großen Zahl anderer Städte auf der Chalkidischen Halbinsel sowie die Hilfeleistung der Korinther für die Abgefallenen (432 v. Chr.), was einen eindeutigen Bruch des Friedensvertrags von 446/45 v. Chr. darstellte, nicht aber, wie häufig behauptet, das sogenannte Megarische Psephisma, durch das die Athener die Megarer von allen Häfen in ihrem Herrschaftsgebiet und vom attischen Markt ausgeschlossen hatten. Dieses war nämlich nicht, wie zumeist angenommen, bald nach der athenischen Hilfeleistung für Kerkyra, sondern einige Jahre vorher erlassen worden, kam aber erst im Rahmen der im Winter 432/31 v. Chr. von den Peloponnesiern gegen die Athener erhobenen Vorwürfe zur Sprache und spielte insofern bald eine entscheidende Rolle, als in dieser Frage keine der beiden Seiten ohne einen empfindlichen Prestigeverlust bei ihren jeweiligen Bundesgenossen zurückstecken konnte. Das galt insbesondere für die Athener, die schon infolge der Abfälle große finanzielle Einbußen erlitten hatten und bei einer Rücknahme des Psephismas mit einem weiteren empfindlichen Schrumpfen ihres Herrschaftsgebiets rechnen mußten. Die Hartnäckigkeit, mit der insbesondere der führende Staatsmann Perikles für die Aufrechterhaltung des Psephismas eintrat, führte dazu, daß ihm schon in einigen bald nach Kriegsausbruch aufgeführten Komödien sowie bei Diodor und in Plutarchs Periklesbiographie unterstellt wurde, durch Erlaß des Psephismas mit voller Absicht den Krieg ausgelöst zu haben.

[S. 593–624; DOI 10.1524/hzhz.2010.0054]

Jörg Ganzenmüller
Zwischen Elitenkooptation und Staatsausbau. Der polnische Adel und die Widersprüche russischer Integrationspolitik in den Westgouvernements des Zarenreiches (1772–1850)

Die zarische Integrationspolitik in den Westgouvernements krankte in erster Linie an ihren inneren Widersprüchen. Eine Elitenkooptation, wie sie in der Tradition des russischen Vielvölkerreiches stand, war mit einem Ausbau der Staatsgewalt nicht vereinbar. Während es ein unverzichtbarer Bestandteil der Kooptationspolitik war, daß sich das Zentrum möglichst wenig in die Verhältnisse vor Ort einmischte, verfolgte eine Politik des Staatsausbaus umgekehrt das Ziel, den Zugriff des Zentrums auf die Provinz möglichst zu erhöhen. Dieser Widerspruch ließ sich jedoch nicht auflösen. Da das Zarenreich an einem Mangel an ausgebildeten Beamten litt, konnte es den annektierten polnischen Provinzen keine eigene Bürokratie überstülpen. Die Herrschaftssicherung basierte zwangsläufig auf einer Kooperation mit dem lokalen Adel. Andererseits war der Staatsausbau ein europäisches Phänomen jener Zeit. Wollte das Zarenreich seinen eben erst gewonnenen Großmachtstatus behalten, konnte es sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Die widersprüchlichen Ziele der zarischen Regierung führten zu einer widersprüchlichen Politik. Dies hatte unmittelbare Folgen für deren Wahrnehmung durch die polnischen Adligen. Eine Politik, die Rechte und Freiheiten versprach, diese Zusagen in der Praxis jedoch sogleich wieder einschränkte oder aushöhlte, war in polnischer Perspektive eine wortbrüchige und letztlich unehrliche Politik. Hier setzte eine Entfremdung ein, welche die Integration des polnischen Adels unterlief. Der Novemberaufstand erwies sich sowohl in der Adelspolitik als auch in der lokalen Selbstverwaltung als entscheidender Einschnitt. Unter Nikolaus I. setzte sich eine normative Integrationspolitik gegen eine pragmatische durch. Politische Partizipation und ein Aushandeln von Interessen galten nach 1830 nicht mehr als Strategien, die den polnischen Adel in das Zarenreich einbanden, sondern als Schwäche der zentralen Staatsgewalt. An deren Stelle trat die Überzeugung, daß die Szlachta nur dann erfolgreich in die zarische Gesellschaft integriert werden könne, wenn sie deren Normen- und Wertesystem übernehme. Die Konfrontation von zarischer Staatsgewalt und polnischem Adel war in ihrer Grundkonstellation der Konflikt einer ausgreifenden Staatsgewalt und eines auf seinen ständischen Rechten beharrenden Adels. Diese Frontstellung wiederum ist kein Spezifikum der Geschichte des Zarenreiches, sondern findet sich im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert in beinahe ganz Europa. Die Besonderheit im Russischen Reich besteht vielmehr darin, daß der Konflikt national aufgeladen werden konnte und dies nach dem Novemberaufstand auch zunehmend wurde, da hier eine russische Staatsgewalt auf einen polnischen Adel traf.

[S. 625–662; DOI 10.1524/hzhz.2010.0055]

Torben Giese
Die Westdeutschen und ihr Verhältnis zur Luftbrücke und den Amerikanern

Der Mythos von der entscheidenden Bedeutung der Berliner Luftbrücke für die Entstehung der deutsch-amerikanischen Freundschaft ist wahr und falsch zugleich. Das Verhältnis zwischen Besatzern und Besetzten änderte sich während der Luftbrücke zwar lediglich geringfügig, doch verband und verbindet die Erinnerung an dieselbe die Völker merklich. Schon kurz nach der Aufhebung der Blockade begann die symbolische Erhöhung des Airlifts auch von deutscher Seite, und ein gemeinsamer Mythos wurde über die Jahre der Erinnerung hinweg erarbeitet. Diese Aufladung der Luftbrücke zum Symbol für den Kampf um die Freiheit der Welt und die Solidarität unter den westlichen Völkern wurde in der amerikanischen Presse gleichsam vorweggenommen, die in der Luftbrücke schon während ihrer Existenz weit mehr als eine humanitäre Hilfsaktion sah. In der westdeutschen und Westberliner Presse hingegen wurde derselben relativ wenig Beachtung geschenkt und deren Bedeutung lange möglichst heruntergespielt. Den Besatzern sahen sich die Westdeutschen kaum zu Dank verpflichtet. Nur langsam kam ein Prozeß der Annäherung in Gang, der in Westberlin aber immerhin merklich schneller vonstatten ging als in den westlichen Besatzungszonen. Den Westdeutschen und Westberlinern wurde erst allmählich bewußt, welche Bedeutung die Luftbrücke eigentlich hatte, und so richtig erkannten sie diese erst mit der Aufhebung der Blockade.

[S. 663–687; DOI 10.1524/hzhz.2010.0056]

Peter Hoeres
Außenpolitik, Öffentlichkeit, öffentliche Meinung. Deutsche Streitfälle in den „langen 1960er Jahren“

Der Zusammenhang von Außenpolitik, Öffentlichkeit und öffentlicher Meinung ist ein den politischen und medialen Akteuren präsenter, historisch und sozialwissenschaftlich aber noch nicht hinreichend erforschter Komplex. In den „langen 1960er Jahren“, einer Periode forcierter Medialisierung und einer Phase intensiver Diskussion über Öffentlichkeit und öffentliche Meinung, polarisierte sich die bundesdeutsche Öffentlichkeit und Politik über den atlantischen Kurs von Außenminister Gerhard Schröder, den Atomwaffensperrvertrag und schließlich über die „Neue Ostpolitik“. Axel Springer und andere mediale Akteure versuchten, einen bestimmten außenpolitischen Kurs durchzusetzen, gerieten aber dabei an Grenzen ihrer politischen Gestaltungsmacht. Aus der Perspektive der Systemtheorie scheint dies ebenso folgerichtig wie vor dem Hintergrund der Medienwirkungsforschung. Die demoskopisch ermittelte Einstellung der Bevölkerung spielte im außenpolitischen Streit eine wichtige, aber eher suspensive oder eine die politische Handlungsfreiheit begrenzende Rolle. Am Ende dieser Phase standen sich außen- und gesellschaftspolitisch fest umrissene Lager gegenüber. Ein weitreichender außenpolitischer Konsens zwischen den politischen Lagern scheint ebenso wie ein eher distanziertes journalistisches Selbstverständnis als bloßer Beobachter und Analytiker demgegenüber ein neueres, wohl flüchtiges Phänomen in der Geschichte der Bundesrepublik zu sein.

[S. 689–720; DOI 10.1524/hzhz.2010.0057]

Neue historische Literatur

Leitrezension

Hans Joachim Teichler
Carl Diem – Mythos oder Reizfigur?

Besprechung von: Frank Becker, Den Sport gestalten. Carl Diems Leben (1882–1962). Bd. 1: Kaiserreich; Bd. 3: NS-Zeit; Bd. 4: Bundesrepublik.

[S. 721–735; DOI 10.1524/hzhz.2010.0058]

Buchbesprechungen

Allgemeines

Perrine Galand-Hallyn/Carlos Lévy (Eds.), La villa et l’univers familial dans l’Antiquité et à la Renaissance (L. Clemens) [S. 736]

Max Kerner/Klaus Herbers, Die Päpstin Johanna. Biographie einer Legende (J. Gudian) [S. 737]

Manfred Vasold, Grippe, Pest und Cholera. Eine Geschichte der Seuchen in Europa (M. Dinges) [S. 738]

Katja Frehland-Wildeboer, Treue Freunde? Das Bündnis in Europa 1714–1914 (W. Baumgart) [S. 740]

Ellis Wasson, A History of Modern Britain. 1714 to the Present (B. Stuchtey) [S. 741]

Guillaume Garner, État, économie, territoire en Allemagne. L’espace dans le caméralisme et l’économie politique 1740–1820 (W. E. J. Weber) [S. 742]

Christopher Rühle, Das politische Denken von John Taylor of Caroline (1753–1824). Republikanismus, Föderalismus und Marktgesellschaft in den frühen Vereinigten Staaten von Amerika (W. Heun) [S. 743]

Mathias Mesenhöller, Ständische Modernisierung. Der kurländische Ritterschaftsadel 1760–1830 (M. Hille) [S. 745]

Max Weber-Gesamtausgabe. Im Auftrag der Kommission für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hrsg. v. Horst Baier, Gangolf Hübinger, Rainer Lepsius u. a. Abt. 1: Schriften und Reden. Bd. 24: Wirtschaft und Gesellschaft. Entstehungsgeschichte und Dokumente. Dargest. u. hrsg. v. Wolfgang Schluchter (G. Schöllgen) [S. 746]

Max Weber-Gesamtausgabe. Im Auftrag der Kommission für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hrsg. v. Horst Baier, Gangolf Hübinger, Rainer Lepsius u. a. Abt. 3: Vorlesungen und Vorlesungsschriften. Bd. 1: Allgemeine („theoretische“) Nationalökonomie. Vorlesungen 1894–1898. Hrsg. v. Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarb. mit Cristof Judenau, Heino Heinrich Nau, Klaus Scharfen u. a (G. Schöllgen) [S. 748]

Max Weber-Gesamtausgabe. Im Auftrag der Kommission für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hrsg. v. Horst Baier, Gangolf Hübinger, Rainer Lepsius u. a. Abt. 3: Vorlesungen und Vorlesungsnachschriften. Bd. 7: Allgemeine Staatslehre und Politik (Staatssoziologie). Unvollendet. Mit- und Nachschriften 1920. Hrsg. v. Gangolf Hübinger in Zusammenarb. mit Andreas Terwey (G. Schöllgen) [S. 749]

Max Weber-Gesamtausgabe. Im Auftrag der Kommission für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hrsg. v. Horst Baier, Gangolf Hübinger, Rainer Lepsius u. a. Abt. 3: Vorlesungen und Vorlesungsnachschriften. Bd. 4: Arbeiterfrage und Arbeiterbewegung. Vorlesungen 1895–1898. Hrsg. v. Rita Aldenhoff-Hübinger in Zusammenarb. mit Silke Fehlemann (G. Schöllgen) [S. 749]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0059]

Altertum

Martin Zimmermann (Hrsg.), Extreme Formen von Gewalt in Bild und Text des Altertums (N. Remmele) [S. 751]

Monika Bernett/Wilfried Nippel/Aloys Winterling (Hrsg.), Christian Meier zur Diskussion. Autorenkolloquium am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld (W. Dahlheim) [S. 753]

Jonathan M. Golden, Ancient Canaan and Israel. An Introduction (M. Clauss) [S. 754]

Manfred Clauss, Geschichte des Alten Israel (C. Levin) [S. 755]

Kurt A. Raaflaub/Hans van Wees (Eds.), A Companion to Archaic Greece (N. Remmele) [S. 757]

Sarah B. Pomeroy/Stanley M. Burstein/Walter Donlan et al., A Brief History of Ancient Greece. Politics, Society, and Culture. 2nd Ed (K.-W. Welwei) [S. 759]

Martin Ostwald, Language and History in Ancient Greek Culture (K.-W. Welwei) [S. 760]

Lynette Mitchell/Lene Rubinstein (Eds.), Greek History and Epigraphy. Essays in Honour of P. J. Rhodes (B. Smarczyk) [S. 762]

Fritz Graf, Apollo (T. Scheer) [S. 763]

Louisa D. Loukopoulou/Selene Psoma (Eds.), Thrakika Zetemata, 1. Avec la collaboration d’Athéna Iakovidou (M. Zahrnt) [S. 764]

Selene Psoma/Chryssa Karadima/Domna Terzopoulou, The Coins from Maroneia and the Classical City at Molyvoti. A Contribution to the History of Aegean Thrace. In collaboration with Marina Tassaklaki. Ed. by Vassia Psilakakou (M. Zahrnt) [S. 764]

Christian Mileta, Der König und sein Land. Untersuchungen zur Herrschaft der hellenistischen Monarchen über das königliche Gebiet Kleinasiens und seine Bevölkerung (P. Nadig) [S. 767]

Martin Jehne, Der große Trend, der kleine Sachzwang und das handelnde Individuum. Caesars Entscheidungen (W. Will) [S. 768]

Jennifer Morscheiser-Niebergall, Die Anfänge Triers im Kontext augusteischer Urbanisierungspolitik nördlich der Alpen (J. Heinrichs) [S. 770]

Stefan Pfeiffer, Die Zeit der Flavier. Vespasian – Titus – Domitian (K. Strobel) [S. 771]

Jörg Rüpke, Römische Priester in der Antike. Ein biographisches Lexikon. Unt. Mitarb. v. Anne Glock (H. Beck) [S. 773]

Günther Schörner/Darja Šterbenc Erker (Hrsg.), Medien religiöser Kommunikation im Imperium Romanum (T. Scheer) [S. 774]

Sebastian Schmidt-Hofner, Reagieren und Gestalten. Der Regierungsstil des spätrömischen Kaisers am Beispiel der Gesetzgebung Valentinians I (N. Lenski) [S. 775]

Kerstin Kaufmann/Katja Wannack (Bearb.), Bibliographischer Index zum Römischen Staatsrecht von Theodor Mommsen (U. Walter) [S. 777]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0060]

Mittelalter

Lisa M. Bitel/Felice Lifshitz (Eds.), Gender and Christianity in Medieval Europe. New Perspectives (B. Lundt) [S. 778]

Shannon Lewis-Simpson (Ed.), Youth and Age in the Medieval North (J. Sarnowsky) [S. 779]

Andreas Goltz, Barbar – König – Tyrann. Das Bild Theoderichs des Großen in der Überlieferung des 5. bis 9. Jahrhunderts (M. Becher) [S. 780]

Rudolf Seigel/Eugen Stemmler (†)/Bernhard Theil (Bearb.), Die Urkunden des Stifts Buchau. Regesten 819–1500 (I. Eberl) [S. 781]

Eduard Hlawitschka, Die Ahnen der hochmittelalterlichen deutschen Könige, Kaiser und ihrer Gemahlinnen. Ein kommentiertes Tafelwerk. Bd. 2: 1138–1197 (G. Lubich) [S. 782]

Hubert Houben/Georg Vogeler (Eds.), Federico II nel Regno di Sicilia. Realtà locali e aspirazioni universali. Atti del Convegno internazionale di studi (Barletta, 19–20 ottobre 2007) (L. Geis) [S. 784]

Heinrich Meyer zu Ermgassen, Der Codex Eberhardi des Klosters Fulda. Bd. 4: Der Buchschmuck des Codex Eberhardi (J. W. Busch) [S. 784]

Jacques Paviot (Ed.), Projets de Croisade (v. 1290 – v. 1330) (J. Schenk) [S. 786]

Jarosław Wenta/Sieglinde Hartmann/Gisela Vollmann-Profe (Hrsg.), Mittelalterliche Kultur und Literatur im Deutschordensstaat in Preussen: Leben und Nachleben (M. Brauer) [S. 787]

Hélène Millet, L’Église du Grand Schisme 1378–1417 (M. Prietzel) [S. 788]

Václav Filip/Karl Borchardt, Schlesien, Georg von Podiebrad und die römische Kurie (A. Rüther) [S. 790]

Cordelia Heß, Heilige machen im spätmittelalterlichen Ostseeraum. Die Kanonisierungsprozesse von Birgitta von Schweden, Nikolaus von Linköping und Dorothea von Montau (T. Wetzstein) [S. 791]

Giovanni Ciappelli, Fisco e società a Firenze nel Rinascimento (T. Ertl) [S. 792]

Hubert Houben (Ed.), La conquista turca di Otranto (1480) tra storia e mito. Atti del Convegno internazionale di studio Otranto – Muro Leccese, 28–31 marzo 2007. 2 Vols (C. Zwierlein) [S. 793]

Matthias Steinbrink, Ulrich Meltinger. Ein Basler Kaufmann am Ende des 15. Jahrhunderts (B. Scheller) [S. 795]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0061]

Frühe Neuzeit

Beat Kümin (Ed.), The European World 1500–1800. An Introduction to Early Modern History (S. Externbrink) [S. 796]

Jaroslav Miller, Urban Societies in East-Central Europe, 1500–1700 (J. Bahlcke) [S. 797]

Jutta Nowosadtko/Matthias Rogg (Hrsg.), „Mars und die Musen“. Das Wechselspiel von Militär, Krieg und Kunst in der Frühen Neuzeit. Unt. Mitarb. v. Sascha Möbius (H. Thoß) [S. 798]

Barbara Stollberg-Rilinger, Des Kaisers alte Kleider. Verfassungsgeschichte und Symbolsprache des Alten Reiches (W. E. J. Weber) [S. 799]

Michael Sikora, Der Adel in der Frühen Neuzeit (K. Murk) [S. 802]

Walter Rummel/Rita Voltmer, Hexen und Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit (K. v. Greyerz) [S. 803]

Bernard Lescaze/Mario Turchetti (Eds.), Mythes et réalités du XVIe siècle. Foi, Idées, Images. Études en l’honneur d’Alain Dufour (C. Zwierlein) [S. 804]

Christine Christ-von Wedel/Urs B. Leu (Hrsg.), Erasmus in Zürich. Eine verschwiegene Autorität. Mitautoren: Emidio Campi (Vorwort), Georg Christ, Diana Clavuot-Lutz u.a (T. Maissen) [S. 805]

Sophie Simon, „Si je le veux, il mourra!“. Maléfices et sorcellerie dans la campagne genevoise (1497–1530) (V. Reinhardt) [S. 807]

Thomas Kaufmann, Geschichte der Reformation (P. Blickle) [S. 808]

James M. Estes, Christian Magistrate and Territorial Church. Johannes Brenz and the German Reformation (T. Töpfer) [S. 810]

Alexander Schmidt, Vaterlandsliebe und Religionskonflikt. Politische Diskurse im Alten Reich (1555–1648) (W. E. J. Weber) [S. 811]

Stephanie Hellekamps/Hans-Ulrich Musolff (Hrsg.), Zwischen Schulhumanismus und Frühaufklärung. Zum Unterricht an westfälischen Gymnasien 1600–1750 (J. Bruning) [S. 813]

Joachim Bahlcke/Werner Korthaase (Hrsg.), Daniel Ernst Jablonski. Religion, Wissenschaft und Politik um 1700 (H. Zedelmaier) [S. 814]

Gerhard Lauer, Die Rückseite der Haskala. Geschichte einer kleinen Aufklärung (J. F. Battenberg) [S. 816]

Hermann Wellenreuther, Von Chaos und Krieg zu Ordnung und Frieden. Der Amerikanischen Revolution erster Teil, 1775–1783 (H. Keil) [S. 817]

Derek Beales, Joseph II. Vol. 2: Against the World 1780–1790 (S. Externbrink) [S. 819]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0062]

19./20. Jahrhundert

Hans-Werner Hahn/Helmut Berding, Reformen, Restauration und Revolution 1806–1848/49 (A. Fahrmeir) [S. 821]

Bastian Fleermann, Marginalisierung und Emanzipation. Jüdische Alltagskultur im Herzogtum Berg 1779–1847 (J. F. Battenberg) [S. 823]

Andreas Reinke, Geschichte der Juden in Deutschland 1781–1933 (A. Schulz) [S. 824]

Dorothee Gottwald, Fürstenrecht und Staatsrecht im 19. Jahrhundert. Eine wissenschaftsgeschichtliche Studie (H.-C. Kraus) [S. 825]

Wolfgang Wiese/Katrin Rössler (Hrsg.), Repräsentation im Wandel. Nutzung südwestdeutscher Schlösser im 19. Jahrhundert (M. Wienfort) [S. 827]

Wolfram Pyta (Hrsg.), Das europäische Mächtekonzert. Friedens- und Sicherheitspolitik vom Wiener Kongreß 1815 bis zum Krimkrieg 1853. Unt. Mitarb. v. Philipp Menger (F.-J. Kos) [S. 828]

Matthias Schulz, Normen und Praxis. Das Europäische Konzert der Großmächte als Sicherheitsrat, 1815–1860 (F.-J. Kos) [S. 828]

Verena und Peter Stadler-Labhart, Die Welt des Alfred Dove 1844–1916. Profil eines Historikers der Jahrhundertwende (M. Steinbach) [S. 831]

Lothar Höbelt, Franz Joseph I. Der Kaiser und sein Reich. Eine politische Geschichte (B. Unckel) [S. 833]

Engelbert Deusch, Das k.(u.)k. Kultusprotektorat im albanischen Siedlungsgebiet in seinem kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld (F.-J. Kos) [S. 835]

Die auswärtige Politik Preußens 1858–1871. Diplomatische Aktenstücke. Abt. 2: Vom Amtsantritt Bismarcks bis zum Prager Frieden. Bd. 7 der Gesamtreihe: April bis August 1866. Hrsg. u. bearb. v. Winfried Baumgart aufgrund v. Vorarbeiten v. Wolfgang Steglich. Red. Mathias Friedel (J. Müller) [S. 836]

Udo Sautter, Der Amerikanische Bürgerkrieg 1861–1865 (H. Bungert) [S. 838]

Karl Christian Führer, Carl Legien 1861–1925 [1861–1920]. Ein Gewerkschafter im Kampf um ein „möglichst gutes Leben“ für alle Arbeiter (K. Schönhoven) [S. 839]

Gregor Schöllgen/Friedrich Kießling, Das Zeitalter des Imperialismus. 5., überarb. u. erw. Aufl (W. Speitkamp) [S. 841]

Hartmut Pogge von Strandmann, Imperialismus vom Grünen Tisch. Deutsche Kolonialpolitik zwischen wirtschaftlicher Ausbeutung und „zivilisatorischen“ Bemühungen (W. Speitkamp) [S. 842]

Volker Stalmann, Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Ein deutscher Reichskanzler (M. v. Knorring) [S. 844]

Cornelia Brink, Grenzen der Anstalt. Psychiatrie und Gesellschaft in Deutschland 1860–1980 (R. Jütte) [S. 845]

Birgit Fastenmayer, Hofübergabe als Altersversorgung. Generationenwechsel in der Landwirtschaft 1870 bis 1957 (M. Hille) [S. 846]

Hans-Heinrich Nolte, Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts (J. Dülffer) [S. 848]

Alexander Watson, Enduring the Great War. Combat, Morale and Collapse in the German and British Armies, 1914–1918 (B. Ziemann) [S. 849]

Nicolas Beaupré, Das Trauma des großen Krieges 1918–1932/33. Aus d. Franz. übers. v. Gaby Sonnabend (W. Loth) [S. 850]

Anthony McElligott (Ed.), Weimar Germany (R. Bavaj) [S. 852]

Cornelie Usborne, Cultures of Abortion in Weimar Germany (K. Nolte) [S. 853]

Florian Mildenberger, Umwelt als Vision. Leben und Werk Jakob von Uexkülls (1864–1944) (F. Uekötter) [S. 855]

I Documenti Diplomatici Italiani. Ser. 6: 1918–1922. Vol. 3 (24 marzo – 22 giugno 1919) (W. Altgeld) [S. 855]

Außenpolitische Dokumente der Republik Österreich 1918–1938 (ADÖ). Bd. 8: Österreich im Zentrum der Mitteleuropapläne. 12. September 1931 bis 23. Februar 1933. Hrsg. v. Klaus Koch, Walter Rauscher, Arnold Suppan u.a (W. Elz) [S. 856]

Barry McLoughlin/Hannes Leidinger/Verena Moritz, Kommunismus in Österreich 1918–1938 (M. Bois) [S. 858]

Frank-Lothar Kroll, Intellektueller Widerstand im Dritten Reich. Heinrich Lützeler und der Nationalsozialismus (T. Brechenmacher) [S. 859]

Wolfgang Benz/Barbara Distel (Hrsg.), Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 7: Niederhagen/Wewelsburg, Lublin-Majdanek, Arbeitsdorf, Herzogenbusch (Vught), Bergen-Belsen, Mittelbau-Dora (K. Orth) [S. 861]

Wolfgang Benz/Barbara Distel (Hrsg.), Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 8: Riga-Kaiserwald, Warschau, Vaivara, Kauen (Kaunas), Płasów, Kulmhof/Chełmno, Bełzec, Sobibór, Treblinka (K. Orth) [S. 861]

Wolfgang Benz/Barbara Distel (Hrsg.), Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 9: Arbeitserziehungslager, Ghettos, Jugendschutzlager, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeiterlager (K. Orth) [S. 861]

Jan Erik Schulte (Hrsg.), Die SS, Himmler und die Wewelsburg (G. Wurzer) [S. 864]

Insa Meinen, Die Shoah in Belgien (J. Koll) [S. 866]

Christian Hartmann/Johannes Hürter/Peter Lieb u. a., Der deutsche Krieg im Osten 1941–1944. Facetten einer Grenzüberschreitung (R.-D. Müller) [S. 867]

Rolf-Dieter Müller/Nicole Schönherr/Thomas Widera (Hrsg.), Die Zerstörung Dresdens 13. bis 15. Februar 1945. Gutachten und Ergebnisse der Dresdner Historikerkommission zur Ermittlung der Opferzahlen (M. Moll) [S. 868]

Heike Springhart, Aufbrüche zu neuen Ufern. Der Beitrag von Religion und Kirche für Demokratisierung und Reeducation im Westen Deutschlands nach 1945 (A. Christophersen) [S. 870]

Hans Karl Rupp, Politische Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 4., überarb. u. erw. Aufl (A. Rödder) [S. 871]

Hans-Ulrich Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Bd. 5: Bundesrepublik und DDR 1949–1990 (A. Wirsching) [S. 872]

Axel Schildt, Die Sozialgeschichte der Bundesrepublik Deutschland bis 1989/90 (A. Rödder) [S. 875]

Hans-Peter Schwarz (Hrsg.), Die Fraktion als Machtfaktor. CDU/CSU im Deutschen Bundestag 1949 bis heute (F. Bösch) [S. 876]

Rudolf Morsey/Hans-Peter Schwarz (Hrsg.), Adenauer: Rhöndorfer Ausgabe. Die letzten Lebensjahre 1963–1967. Briefe und Aufzeichnungen, Gespräche, Interviews und Reden. Bd. 1: Oktober 1963–September 1965. Bd. 2: September 1965–April 1967. Bearb. v. Hans Peter Mensing (A. Doering-Manteuffel) [S. 877]

Willy Brandt, Berliner Ausgabe. Bd. 10: Gemeinsame Sicherheit. Internationale Beziehungen und deutsche Frage 1982–1992. Bearb. v. Uwe Mai, Bernd Rother u. Wolfgang Schmidt (U. Lappenküper) [S. 879]

Gerhard A. Ritter, Wir sind das Volk! Wir sind ein Volk! Geschichte der deutschen Einigung (I.-S. Kowalczuk) [S. 880]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0063]

Kontakt:

Prof. Dr. Lothar Gall
Redaktion Historische Zeitschrift
Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main

Redaktion:
Dr. Eckhardt Treichel u. apl. Prof. Dr. Jürgen Müller

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