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Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 58 (2007), 9

 

Informationen zu diesem Beitrag

Zeitschrift:Geschichte in Wissenschaft und Unterricht
Herausgeber:Joachim Rohlfes, Michael Sauer, Winfried Schulze
ISSN:0016-9056
Verlag,
Erscheinungsort:
Erhard Friedrich Verlag,
Seelze
Weitere Angaben:monatlich
Ausgabe:09/2007 - Konsumgeschichte

Inhalt der Ausgabe

ABSTRACTS (S. 482)

EDITORIAL (S. 483)

BEITRÄGE
Michael North
Konsumgeschichte und Kulturkonsum im 18. Jahrhundert (S. 484)

Hartmut Berghoff
Gefälligkeitsdiktatur oder Tyrannei des Mangels?
Neue Kontroversen zur Konsumgeschichte des Nationalsozialismus (S. 502)

Stephan Merl
Konsum in der Sowjetunion: Element der Systemstabilisierung? (S. 519)

INFORMATIONEN NEUE MEDIEN
Gregor Horstkemper/Alessandra Sorbello Staub
Bunte Warenvielfalt: Online-Quellen zur Konsum- und Werbungsgeschichte (S. 537)

LITERATURBERICHT
Magnus Brechtken
Geschichte des Nationalsozialismus, Teil I (S. 539)

NACHRICHTEN (S. 553)

AUS DEM VERBAND DER GESCHICHTSLEHRER
Katharina Rauschenberger
Leo Baeck Programm
„Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung“ (S. 559)

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Abstracts

Michael North
Konsumgeschichte und Kulturkonsum im 18. Jahrhundert
GWU 58, 2007, H. 9, S. 484-501
Der Aufschwung der konsumgeschichtlichen Forschung in Europa und Nordamerika setzte in den 1980er Jahren ein, als britische Historiker die Anfänge der Konsumgesellschaft in England im 18. Jahrhundert verorteten und hieran den Beginn der Moderne knüpften. Charakteristikum war die explosionsartige Vermehrung neuer materieller Güter, die von den Mittelschichten in Nachahmung des Adels nachgefragt wurden. Der folgende Aufsatz leistet einen deutschen Beitrag zu dieser Debatte, indem er am Beispiel des Kulturkonsums u. a. die Identitäten der Konsumenten erörtert.

Hartmut Berghoff
Gefälligkeitsdiktatur oder Tyrannei des Mangels?
Neue Kontroversen zur Konsumgeschichte des Nationalsozialismus
GWU 58, 2007, H. 9, S. 502–518
Über die Entwicklung des privaten Verbrauchs im „Dritten Reich“ besteht kein Konsens. Während ein Teil der Forschung von einer schwachen „Gefälligkeitsdiktatur“ spricht, die zu sozialer Bestechung in Form eines hohen Konsumniveaus greifen musste, gehen andere Historiker von einem Regime aus, das aufgrund rüstungswirtschaftlicher Interessen seine Bürger mit einem zunehmenden Mangel konfrontierte. Dieser Aufsatz beleuchtet die Argumente und Methoden beider Lager und versucht abschließend, Erklärungen für die Widersprüche der NSKonsumpolitik und der Forschung zu fi nden.

Stephan Merl
Konsum in der Sowjetunion: Element der Systemstabilisierung?
GWU 58, 2007, H. 9, S. 519–536
Der Beitrag untersucht, wieso die Sowjetunion aus dem Mangel an Konsumgütern dennoch Stabilität und Legitimation beziehen konnte. Dazu werden die propagandistische Inszenierung des Konsums und Kommunikationsformen zwischen Regime und Bevölkerung betrachtet. Das Prinzip des freien Handels schob genauso wie das Wahlsystem seit Mitte der 30er Jahre die Schuld an Versorgungsmängeln auf die lokalen Organe. Erörtert werden die grundsätzlichen Probleme des Konsums in der Kommandowirtschaft, sein letztlich exklusiver Charakter unter Stalin, das Greifen des Konsummodells am Beispiel von Aufschriften auf Wahlzetteln und die Probleme bei der Vertretung von Verbraucherinteressen beim Übergang zum Massenkonsum nach Stalins Tod.

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Sauer
Universität Göttingen
Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte
Didaktik der Geschichte
Waldweg 26
37073 Göttingen
Tel. 0551/39-13388
Fax 0551/39-13385

URL:http://www.friedrich-verlag.de/go/1865FC34B2E04B5C933603C8BB18D4B1
URL zur Zitation dieses Beitrageshttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/ausgabe=3702

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