Informationen zu diesem Beitrag
| Zeitschrift: | Geschichte in Wissenschaft und Unterricht |
| Herausgeber: | Joachim Rohlfes, Michael Sauer, Winfried Schulze |
| ISSN: | 0016-9056 |
| Verlag, Erscheinungsort: | Erhard Friedrich Verlag, Seelze |
| Weitere Angaben: | monatlich |
| Ausgabe: | 11/2007 - Sowjetunion |
Inhalt der Ausgabe
ABSTRACTS (S. 634)
EDITORIAL (S. 635)
BEITRÄGE
Guido Pauling
„Wir sind Diener des Plenums …“
Chruschtschow und die Partei 1952–1966 (S. 636) >>Abstract
Stephan Merl
Die sowjetische Kommandowirtschaft:
Warum scheiterte sie nicht früher? (S. 656) >>Abstract
INFORMATIONEN NEUE MEDIEN
Gregor Horstkemper/Alessandra Sorbello Staub
Kolchose, Gulag, Perestroika
Online-Materialien zur Geschichte der Sowjetunion (S. 676)
LITERATURBERICHT
Jörg Baberowski
Russland und die Sowjetunion (S. 678)
NACHRICHTEN (S. 699)
AUS DEM VERBAND DER GESCHICHTSLEHRER
Klaus Fieberg
Qualitätssiegel des VGD für Medien (S. 703)
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Abstracts
Guido Pauling
„Wir sind Diener des Plenums …“
Chruschtschow und die Partei 1952–1966
GWU 58, 2007, H. 11, S. 636-655
Chruschtschow prägte das Erscheinungsbild der nachstalinistischen Sowjetunion maßgeblich. Er verlieh der Partei die führende Rolle im politischen System – nicht dem im Spätstalinismus dominierenden Staatsapparat. Dazu gab er ihr die Aufgabe, Wirtschaftswachstum zu befördern. Doch in den sechziger Jahren wurde deutlich, dass versprochene Erfolge ausblieben. Bei seinen weiteren Reformversuchen ignorierte Chruschtschow zunehmend die Interessen des Parteiapparats. So erzwangen seine Gefolgsleute schließlich den Sturz des Parteichefs und errichteten eine berechenbare Apparateherrschaft – setzten damit aber letztlich eine Linie fort, die Chruschtschow bereits unter Stalin begonnen hatte.
Stephan Merl
Die sowjetische Kommandowirtschaft:
Warum scheiterte sie nicht früher?
GWU 58, 2007, H. 11, S. 656–675
Der Beitrag untersucht auf Basis der neuen Archiverkenntnisse die Funktionsmechanismen der unter Stalin etablierten Kommandowirtschaft und ihr Nachwirken bis heute. Als Erfolgsbasis wird die Symbiose mit einer tabuisierten, aber unentbehrlichen Schattenwirtschaft aufgezeigt. Betriebsdirektoren mussten risikobereit sein und Regeln verletzen. Die Bedeutung der Zwangsarbeit unter Stalin und die Gründe für das besondere Versagen des Wirtschaftssystems in der Landwirtschaft werden genauso behandelt wie die Ursachen für den Fehlschlag der Reformversuche nach Stalins Tod und für den Kollaps der Sowjetwirtschaft unter Gorbacev. Abschließend werden die langfristigen Strukturmerkmale der Sowjetwirtschaft benannt.
| Kontakt: | Prof. Dr. Michael Sauer
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| URL: | http:/ |
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