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Zeitsprünge. Forschungen zur Frühen Neuzeit 13 (2009), 3-4

 

Informationen zu diesem Beitrag

Zeitschrift:Zeitsprünge. Forschungen zur Frühen Neuzeit
Herausgeber:Herausgegeben im Auftrag des Zentrums zur Erforschung der Frühen Neuzeit von Gisela Engel, Thomas Kirchner, Eckhard Lobsien, Alessandro Nova <www.kunst.uni-frankfurt.de/mitarbeiter/nova/nova_frame.htm> // Bertram Schefold <www.wiwi.uni-frankfurt.de/professoren/schefold/> , Albert Schirrmeister, Susanne Scholz, Luise Schorn-Schütte, Claus Zittel // Redaktion: Gisela Engel, Albert Schirrmeister, Claus Zittel // Wissenschaftlicher Beirat: Susanna Burghartz (Basel) // Renate Dürr (Kassel) // Moritz Epple (Frankfurt) // Notker Hammerstein (Frankfurt) // Klaus Herding Frankfurt) // Brita Rang (Frankfurt) // Wolfgang Liebenwein (Darmstadt) // Frank Linhard (Frankfurt) // Wolfgang Neuber (Berlin) // Alessandro Nova (Florenz) // Klaus Reichert (Frankfurt) // Johannes Süßmann (Frankfurt) // Walter Saltzer (Frankfurt)
ISSN:1431-7451
Verlag,
Erscheinungsort:
Vittorio Klostermann,
Frankfurt am Main
Preis:40€
Ausgabe:13 (2009), 3-4 - Konjunkturen der Höflichkeit in der Frühen Neuzeit
ISBN:978-3-465-04067-5

Höflichkeit ist ein „heißes Thema“. Die gesellschaftspolitischen Debatten thematisieren es ebenso wie die Forschung. Woraus dieses aktuelle Interesse sich speist, ist allerdings weniger klar. Die Themenstellung „Konjunkturen der Höflichkeit in der Frühen Neuzeit“ verweist darauf, dass das Interesse an Höflichkeit in der europäischen Geschichte immer wieder neue – wenn auch diskontinuierliche – Konjunkturen erlebte. Sie stellt mit dem gewählten zeitlichen Schwerpunkt eine Periode ins Zentrum, die die Vielschichtigkeit solcher Konjunkturen, ihrer Akzente, Schauplätze, Formen, Sprache und Metaphorik, ihrer sozialen und politischen Qualitäten – auch angesichts bereits vorliegender Forschungsresultate – thematisierbar macht. Und sie zielt darauf, am historischen Beispiel Leistungen und Qualitäten der Höflichkeit freizulegen, die das aktuelle Interesse daran begreiflich machen. Das Interesse an Umgangsformen wird hier als Indikator begriffen für den Versuch, gesellschaftliches Miteinander auch dort zu ermöglichen, wo Fremdheit, Verschiedenheit und fundamentale Gegensätze eigentlich zur gewaltsamen Konfrontation tendieren. Als Überbrückung unauflöslicher Andersartigkeit hilft Höflichkeit, Mord und Totschlag zu vermeiden. Damit hat sie eine eminent gesellschaftliche und politische Funktion.

Konjunkturen der Höflichkeit in der Frühen Neuzeit
Hrsg. von Brita Rang, Johannes Süßmann, Susanne Scholz, Gisela Engel

INHALTSVERZEICHNIS

Brita Rang, und Johannes Süßmann
Einleitung

Aleida Assmann: Höflichkeit und Respekt. Höflichkeit und Sozialität

Helmut Lethen: Anthropologien der Höflichkeit

Sektion I : Höflichkeit im höfischen Kontext

Daniel Dornhofer: Go Pen and Paper, publish my Complantis. Liebesdichtung auf der Suche nach dem richtigen Ton am Hofe James' VI.

Giora Sternberg: Are formules de politesse Always Polite? The Bauffremont-Villars Incident, Discursive Struggles and Social Tensions under the Ancien Régime

Andreas Fahrmeir: Höflichkeit und Revolution

Sektion II: Höflichkeit in Stadt und Republik

Peter Scholz: Humanitas als ein sozial distinguierender Verhaltensmodus – Höfliche Rede und Umgangsformen in der republikanischen Senatsaristokratie

Daniel Schläppi: Höflichkeit als Schmiermittel des Staatsapparates und kommunikativer Kitt in republikanisch verfassten Gemeinwesen der alten Eidgenossenschaft

Ruth Florack /Rüdiger Singer: Politesse, Politik und Galanterie: Zum Verhältnis von Verhaltenslehre und galantem Roman um 1700

Brita Rang: „A conformity and flexibility of manners is necessary in the course of the world“- Höflichkeit in Chesterfields Letters to His Son (1774)

Sektion III: Höflichkeit auf Reisen und als diplomatische Aufgabe

Dorothea Nolde: Von Peinlichkeiten und Pannen: Höflichkeit als Medium und als Hindernis der Kommunikation auf höfischen Europareisen des 16. und 17. Jahrhunderts

Sabine Schülting: “An other kinde of civilitie”: (Un)Höflichkeit in ‘Orient’-Reisen der Frühen Neuzeit

Matthias Köhler: Höflichkeit, Strategie und Kommunikation. Friedensverhandlungen an Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert

Sektion IV: Höflichkeit unter Gelehrten

Elisabeth Stein: „Carmen non placuit, sed perplacuit“ - Höflichkeit in Humanistenbriefen?

Sebastian Kühn: Provokation und verletzte Ehre. Über Rituale der Unhöflichkeit bei frühneuzeitlichen Gelehrten

Robert Seidel: Disputationen über die Höflichkeit - Frühneuzeitliche Verhaltenslehren im Spiegel des akademischen Kasualschrifttums

Sektion V: Höflichkeit auf dem Wege zur Zivilgesellschaft

Rita Casale: Ethik der Konversation versus Moral der Kommunikation

Michael Maaser: Tafelfreuden bilden: Erasmus von Rotterdams Unterweisung über den Umgang mit Menschen

Johannes Süßmann: Höflichkeit in den französischen Religionskriegen

Milos Vec: Höflichkeit als selbstregulative Norm. Beobachtungen zum Verhältnis von Staat und Gesellschaft in der deutschen Aufklärung

Kurze Angaben zu den Autorinnen und Autoren

Abstracts

Kontakt:

Redaktionelle Zuschriften und Manuskripte:
Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften
Johann Wolfgang Goethe-Universität,
Grüneburgplatz 1,
60323 Frankfurt am Main

Anzeigen und Bezug:
Verlag Vittorio Klostermann,
Postfach 900601, 60446 Frankfurt am Main.

URL:http://www.klostermann.de/zeitsch/zspr_hmp.htm
URL zur Zitation dieses Beitrageshttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/ausgabe=5173

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