Informationen zu diesem Beitrag
| Zeitschrift: | vorgänge. Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik |
| ISSN: | 0507-4150 |
| Verlag, Erscheinungsort: | BWV Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin |
| Preis: | 14 € |
| Weitere Angaben: | 4 Ausgaben pro Jahr |
| Ausgabe: | 50 (2011), 2 - Fünfzig Jahre HU |
Die neue Ausgabe der gesellschaftspolitischen Vierteljahresschrift „vorgänge“ widmet sich aus Anlass des fünfzigjährigen Bestehens der Humanistischen Union dieser ältesten deutschen Bürgerrechtsvereinigung und dem bewegten Bürger. Gegründet als gesellschaftliche Antwort auf die antiliberalen sozialen und kulturellen Verknöcherungen des Adenauerstaates hat die HU in den letzten fünfzig Jahren fachkundig und streitbar für bürgerliche Freiheiten und soziale Rechte, für eine Trennung von Staat und Religion und gegen eine Einschränkung des Rechtsstaates gekämpft – ein Kampf, der durch die staatlichen Maßnahmen zur Terrorabwehr, die Fortschritte der Kommunikationstechnologien und die Etablierung einer multireligiösen Gesellschaft an Bedeutung gewonnen hat. Als Bürgerrechtsorganisation war und ist sie Teil der partizipatorischen Protest- und Bewegungsdemokratie, die sich in den letzten Jahrzehnten als Antwort auf ein repräsentatives System entwickelt hat, das zunehmend an seine Grenzen stößt, die durch institutionelle Erosion, Legitimations- und Partizipationsverlust markiert sind. Dabei hat es die HU nie bei einem puren Dagegen-sein bewenden lassen, ihre Interventionen zielten vielmehr auf konkrete Verbesserungen und nicht wenige ihrer Vorschläge, die anfänglich auf Widerstand stießen, sind mittlerweile Realität.
INHALTSVERZEICHNIS
Fünfzig Jahre HU
Editorial (1)
Rosemarie Will
Die Zukunft erinnern
Zum fünfzigsten Jahrestag der Gründung der Humanistischen Union am 28. August 1961 (4)
Norbert Reichling
Ein „sehr zäher Intelligenzlerverein" (16)
Fritz Sack
Die HU und der Punitive turn
Autobiografische Anmerkungen zu einem kriminalpolitischen Wandel (27)
Armin Pfahl-Traughber
Humanismus statt Religion als Leitkultur
Zu den moralischen Grundlagen moderner Gesellschaften (45)
Dieter Rulff
Biopolitik und Bürgerstatus
Über die Neigung des Staates, seine Bürger Mores zu lehren (60)
Carsten Frerk
Die verfassungswidrige Alimentierung der Kirchen durch den Staat (69)
Barbara Laubenthal
Keine Papiere für alle?
Formen und Grenzen der Politisierung illegaler Migranten (77)
Sabrina Zajak
Weniger Demokratie trotz mehr Partizipation
Zum Bedeutungswandel politischer Beteiligung in Mehrebenensystemen (85)
Jochen Roose
Europäisierung ohne Partizipation
Der Einigungsprozess und die Beteiligungslücken (95)
Markus Holzinger
Der Tod Osama bin Ladens und die Informalisierung des Rechts (104)
Joachim Perels
Amnesty International – fünfzig Jahre Kampf für die Menschenrechte (115)
Essay
Tobias Auberger, Wolfram Lamping
Kissenschlacht im Glashaus
Mit seinem Lissabon-Urteil hat das BVerfG weder die Stellung des Parlaments noch die eigene gestärkt (119)
Rezension
Herbert Mandelartz
Cliquen und Klüngel in Saarbrücken
Wilfried Voigt ist ein politisches Sittengemälde gelungen (128)
Autorinnen und Autoren (130)
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| Kontakt: | Redaktion vorgänge
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Tel.: 030/2175 0858
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