Informationen zu diesem Beitrag
| Zeitschrift: | Fotogeschichte. Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie |
| ISSN: | 0720-5260 |
| Verlag, Erscheinungsort: | Jonas Verlag für Kunst und Literatur, Marburg |
| Preis: | € 20.00 |
| Weitere Angaben: | erscheint vierteljährlich |
| Ausgabe: | 93/2004 - Fotografie um 1850 |
24. Jg., Oktober 2004
Fotografie um 1850
Die Aufsätze dieses Heftes beschäftigen sich mit einem sehr engen Zeitabschnitt, durchschreiten aber den gesamten Kontinent. Drei Städte, London, Wien, Bukarest, stehen im Mittelpunkt. Paul Pretsch, ein Pionier der fotografischen Reproduktionstechniken, sucht, zusammen mit seinem Kompagnon Roger Fenton, wirtschaftlichen Erfolg in London. Adalbert Stifter, der Maler und Schriftsteller, beschreibt einen neuen fotografisch-poetischen Blick auf die Stadt Wien. Der Fotograf Ludwig Angerer schließlich reist im Schatten des Krimkrieges von Wien nach Bukarest auf der Suche nach dem fremden Balkan.
Der Beitrag von Bernd Hüppauf führt in die Jetztzeit. Er beschäftigt sich mit den irakischen Folterbildern aus Abu Ghraib. Der Autor plädiert dafür, die gängige psychologisierende und moralisierende Interpretation der Fotos zu hinterfragen. Im Mittelpunkt seiner Analyse steht die Rolle des Fotografierens im Ritual von Gewalt und Unterwerfung.
Beiträge:
Christiane Zintzen: Wien in poetisch-fotografischer Parallelaktion. Adalbert Stifters Stadtpanorama vom St. Stephansturm (1842).
Frauke Kreutler: Sonnenlicht und Druckerschwärze. Paul Pretsch (1808 – 1873) und sein Beitrag zu den fotografischen Reproduktionsverfahren.
Anton Holzer: Im Schatten des Krimkrieges. Ludwig Angerers Fotoexpedition nach Bukarest (1854 bis 1856). Eine wiederentdeckte Fotoserie im Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek.
Bernd Hüppauf: Foltern mit der Kamera. Was zeigen die Fotos aus dem Irakkrieg?
Rezensionen:
Anton Holzer: Helmut Gernsheim. Pionier der Fotogeschichte, hrsg. Von Alfried Wieczorek, Claude W. Sui; Texte von Hubertus von Amelunxen, Allan D. Coleman, Charles Grivel, Ulrich Keller, Roy Flukinger, Leif Wigh, Colin Ford und Nina Schleif, Ostfildern-Ruit 2003.
Detlef Hoffmann: Peter Burke, Augenzeugenschaft. Bilder als historische Quellen, Berlin 2001.
Stefanie Diekmann: Herta Wolf (Hg.), Diskurse der Fotografie. Fotokritik am Ende des fotografischen Zeitalters, Frankfurt 2003, mit Texten von: Carol Armstrong, David Bate, Victor Burgin, Elizabeth Edwards, Michel Frizot, Peter Galison, Stuart Hall, Barry King, Christian Metz, W.J.T. Mitchell, Craig Owens, Allan Sekula, Abigail Solomon-Godeau, Sally Stein, Linda Williams, Herta Wolf sowie einer Einleitung von Susanne Holschbach.
Bernd Stiegler: Literatur und Fotografie. Eine aktuelle Bestandsaufnahme:Besprechung der Arbeiten von Irene Albers, Hubertus von Amelunxen, Heinz Buddemeier, Paul Edwards, Daniel Grojnowski, Daniel Grojnowski, Rolf H. Krauss, Philippe Ortel, Jane M. Rabb, Georges Rodenbach und Arno Schmidt.
| Kontakt: | Redaktion Fotogeschichte:
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