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Rheinsprung 11. Zeitschrift für Bildkritik

 

Informationen zu diesem Beitrag

Herausgeber:eikones NFS Bildkritk / NCCR Iconic Criticism
ISSN:1664-9966
Verlag,
Erscheinungsort:
Selbstverlag des Herausgebers,
Basel
Weitere Angaben:zweimal jährlich

Rheinsprung 11 ist eine Zeitschrift für Bildkritik, die von Forschenden des NFS Bildkritik / NCCR Iconic Criticism an der Universität Basel realisiert wird. Die Zeitschrift versteht sich als Beitrag zur weit reichenden Forschungsdiskussion und als Ort der Debatte um die Wirksamkeit von Bildern sowie deren spezifischen Weisen der Sinnerzeugung.

Die folgenden Aussagen beziehen sich, in knappster Darstellung, auf eine Reihe von Problemstellungen zur Praxis der Bildkritik, von denen diese Zeitschrift handelt:

- Die Befragung des Bildes kann nicht von einer einzelnen Disziplin unternommen werden

Bildkritik hat demnach eine ausdrücklich ‹plurale› Ausrichtung. Sie sucht nicht nach einer universal gültigen Bestimmung «des Bildes», sondern betrachtet Bilder in ihrer heterogenen Verfasstheit. Sie nimmt Rücksicht auf deren zeitliche und materielle Besonderheiten. Dementsprechend kann und soll das Bild auch nicht einseitig und ausschliesslich über dessen blosse visuelle Wahrnehmbarkeit bestimmt werden. Vielmehr fragt Bildkritik nach der für ein Bild charakteristischen Weise der Bedeutungsstiftung, wie sie in den unterschiedlichsten Bereichen zur Anwendung kommt.

- Bildkritik versteht sich weniger als neue «Bildwissenschaft», sondern vielmehr als eine Praxis

Die Praxis der Bildkritik rechnet mit einer konstitutiven und produktiven Spannung zwischen einer dem Jeweiligen möglichst angemessenen Bildanalyse, und den allgemeineren Aussagen, zu denen eine solche eng am Gegenstand anliegende Analyse in Form einer komplexen wechselseitigen Bewegung zwischen singulärem Objekt und theoretischem Paradigma führt.

- Sinnerzeugung erfolgt in Bildern auf je spezifische, aus verbalen Modellen nicht ableitbare Weise

Bildkritik anerkennt die irreduzibel spezifische Weise der Sinnproduktion in Bildern. Daraus ergibt sich ein kritisches Verhältnis zu all jenen epistemologischen Zugangsweisen, welche auf verschiedenem Wege und in unterschiedlichem Ausmass den Sinn der Bilder auf Codes oder Sprachmodelle rückführen oder sonstwie dazu verwenden, die Vormacht verbaler Vermittlung zu bekräftigen.

- Bildkritik nimmt Abstand von der Vorstellung des Bildes als ein in sich geschlossenes, sich selbst genügendes (autonomes) Objekt

Diese Ausgangslage privilegiert dagegen alle möglichen Problemstellungen, die sich aus der Frage der Wirksamkeit der Bilder, aus den spezifischen Mitteln, über welche Betrachter sich räumlich und emotional zum Bild positionieren, aus der Zirkulation der Bilder im kulturellen und sozialen Raum und aus den komplexen temporalen Beziehungen ergeben welche das so genannte «Bildgedächtnis» nähren.

Struktur und Aufbau der Zeitschrift

Jede Nummer von «Rheinsprung 11» hat einen von Ausgabe zu Ausgabe wechselnden Themenschwerpunkt, der von einem jeweils neu gebildeten Team aus Mitarbeitern von eikones betreut wird. Ein Herausgeberteam kann Auswärtige als Mitherausgeber hinzuziehen. Im Editorial wird der jeweilige Themenschwerpunkt eingeführt und erläutert. Themenschwerpunkte in Vorbereitung werden unter «nächste Ausgaben» angekündigt.

Sofern ein call for abstracts oder ein call for papers auf einen spezifischen Schwerpunkt hin ausgerufen wird, richtet sich dieser sowohl an etablierte Wissenschaftler wie auch ausdrücklich an Nachwuchsforschende aller denkbaren Disziplinen sowie an Künstler, Kuratoren und andere im kulturellen Umfeld Tätige, die Interesse daran haben, sich an der Diskussion über Bilder und bildliche Sinnerzeugung zu beteiligen.

Jede Ausgabe enthält ausserdem eine Reihe fester, vom Themenschwerpunkt unabhängiger Rubriken (Dialog, Kritik, Glossar, Bild.Geschichte, Vor einem Bild) mit wechselnden Inhalten. Die Betreuerinnen und Betreuer der einzelnen Rubriken sind auf der Redaktionsseite aufgeführt. Vorschläge zum Inhalt einer Rubrik sind direkt an die jeweiligen Betreuer zu richten.

«Rheinsprung 11» ist interdisziplinär angelegt. Die Beteiligung mit einem Beitrag setzt Bereitschaft zur Auseinandersetzung auf interdisziplinärer Ebene voraus. Ein einzelner Beitrag muss aber nicht selbst interdisziplinär verfasst sein.

Artikel in deutscher, englischer und französischer Sprache sind willkommen.

Rheinsprung 11. Zeitschrift für Bildkritik is a scientific journal developed by a group of researchers of the NFS Bildkritik / NCCR Iconic Criticism at the University of Basel.

The journal aims to foster dialogue and debate on the wide-ranging field of research that explores the efficacy of images and their specific production of meaning.

The following general statements relate, in nuce, a number of issues that orient the practice of Bildkritik addressed by our Journal:

- The question of the image cannot be addressed by one single discipline

Bildkritik is a «plural» perspective. Rather than searching for a universal definition of «the image», it regards images in their heterogeneity and is sensitive to their temporal and material specificity. For this reason, its relation to visual perception cannot exclusively define the image. Rather, Bildkritik inquires into characteristic forms of the image’s idiosyncratic production of meaning.

- Bildkritik is a practice, rather than a new «image science»

The practice of Bildkritik implies a constitutive and productive tension between the precise analysis of the image, including its modus operandi, and the general devices that close analysis discloses, in a complex and reciprocal movement between singular objects and theoretical paradigms.

- In images, meaning is generated in a specific way that cannot be subordinated to verbal models or sources

Bildkritik acknowledges the specificity of sense production when developed through images. This implies the questioning of all those epistemological approaches that in different ways and degrees reduce the sense of the images to codes and models of verbal devices, or to the legitimating power of verbal sources.

- Bildkritik implies the rejection of the image as a closed and self-sufficient object

The relationship between image and viewer, the question of efficacy, the devices through which images inscribe a specific position and attitude for the viewer, their circulation in cultural and social space, and the complex temporal relationships that feed the «memory of images» are all privileged issues in such a perspective.

Remarks about the structure and composition of our e-journal

Each issue of «Rheinsprung 11» named after the address of eikones in Basel has a specific thematic focus, for which a team of members of eikones / NCCR Iconic Criticism will be responsible. Team members may ask external contributors to join them. A concise introduction to and explanation of the thematic focus of one specific issue can be found in the editorial section. Future thematic focuses are announced in the section «nächste Ausgabe».

A call for abstracts or papers when announced by the individual issues are addressed to young researchers, as well as to established scholars from a wide range of disciplines, but also to artists, curators and others working in the cultural field who wish to participate in the discussion about images and sense production.

Each issue also contains additional sections independent of the thematic focus. These sections are entitled Dialog, Kritik, Glossar, Bild.Geschichte, and Vor einem Bild. The format of these sections remains constant, while the content varies from issue to issue. The names of those responsible for the individual sections are listed on the page where further editorial information can be found. Suggestions of content for any of the sections listed above should be mailed directly to the responsible person.

The concept of «Rheinsprung 11» is an interdisciplinary one. Although an individual contribution need not necessarily assume an interdisciplinary stance, it should be understandable to such a perspective.

Articles in German, English and French are welcome.

Rheinsprung 11 est une revue scientifique dédiée à la critique de l’image (« Bildkritik »). Elle est réalisée par un group de chercheurs du Pôle National de Recherche Eikones (NCCR iconic criticism) de l’Université de Bâle.

La revue vise à être un espace pour le débat, intervenant dans un vaste domaine de recherche qui explore l’efficace des images et leurs façons singulières de constituer du sens.

Cette affirmation générale ramasse, en bref, un certain nombre d’enjeux qui orientent la critique de l’image (« Bildkritik »).

- La question de l’image ne peut pas être adressée par une seule discipline

La critique de l’image ne peut se faire que dans une perspective plurielle. En lieu et place d’une définition universelle de l’image, elle examine les images dans leur hétérogénéité et reste sensible à leurs singularités temporelles et matérielles. Dans une telle optique, l’image ne sera plus exclusivement définie par sa relation à la perception visuelle, mais sera interrogée, dans ses multiples déclinaisons, en vue de déterminer par quels moyens spécifiques l’image génère du sens.

- La critique de l’image n’est pas tant une nouvelle science qu’une pratique

La critique de l’image implique une tension constitutive – et productive – entre un regard rapproché qui se penche sur l’image particulière et son modus operandi d’une part et une vue d’ensemble sur les dispositifs qui se dégagent autour de celle-ci de l’autre, dans un va et vient constant entre l’objet singulier et les paradigmes théoriques.

- Les images sont capables de générer du sens par leurs propres moyens, sans le soutien de modèles verbaux où de sources textuelles

La critique de l’image part de l’assomption qu’à travers les images, une production de sens spécifique et autonome peut avoir lieu. Elle implique la remise en question de tous les modèles épistémologiques qui – à différents niveaux et degrés – subordonnent le sens pictural à des codes verbaux ou alors au pouvoir légitimant des sources textuelles.

- La critique de l’image implique le rejet de toute conception de l’image comme objet autarcique et auto-suffisant

La relation entre l’image et le spectateur, la question de l’efficace, les dispositifs par lesquels les images assignent au spectateur des places et des attitudes particulières, leur circulation dans l’espace culturel et social ainsi que les rapports de temps complexes venant nourrir ce que l’on appelle communément la « mémoire des images » deviennent ainsi des enjeux privilégiés.

A propos de la structure de la revue

Les numéros de la revue, qui tire son nom du siège d’eikones au Rheinsprung 11 à Bâle, s’organisent autour d’un dossier thématique central, réuni par un groupe chaque fois nouveau de chercheurs d’eikones, qui peuvent associer des personnes extérieures comme coéditeurs. L’enjeu de chaque dossier thématique est introduit et développé dans l’éditorial. Les dossiers thématiques sont annoncés sous « nächste Ausgaben ».

Les appels à communication s’adressent à des chercheurs jeunes ou confirmés venant de tout horizon disciplinaire.

Les numéros comportent en outre une série de rubriques fixes et indépendantes du dossier (« Dialog », « Kritik », « Glossar », « Bild.Geschichte », « Vor einem Bild »), avec différents contenus. Les responsables des différentes rubriques figurent sur la page de la rédaction. Merci de soumettre des propositions pour ces rubriques directement aux rédacteurs concernés.

« Rheinsprung 11 » a pour vocation d’être une revue interdisciplinaire. Bien qu’ils n’aient pas à être eux-mêmes interdisciplinaires, les textes soumis laisseront si possible transparaître une telle ouverture.

Des articles en allemand, anglais ou français seront les bienvenus.

Nachgewiesene Ausgaben

5/2013 - Geld bewegt Bild
4/2012 - Streitbilder / Controversial Images
3/2012 - Zur Händigkeit der Zeichnung
2/2011 - Bild, Modell, Aller-Retour
1/2011

Kontakt:

Dr. Stephan E. Hauser
Lektorat "Rheinsprung 11"
eikones NFS Bildkritik
Rheinsprung 11
CH-4051 Basel

E-Mail:bildkritikunibas.ch
URL:http://www.rheinsprung11.unibas.ch
URL zur Zitation dieses Beitrageshttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/id=573

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