Konferenz
Geschichtspolitik und kollektives Gedächtnis. Rückblick, Kritik, Perspektiven
Informationen zu diesem Beitrag
| Veranstalter: | Forschungsgruppe „Geschichtspolitik in Schleswig-Holstein seit 1945 (im Vergleich mit Südjütland)“ in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, dem Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte an der Universität Flensburg (IZRG), Schleswig, der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V. und dem Kieler Stadtmuseum Kiel |
| Datum, Ort: | 16.10.2008-18.10.2008, 16.10.: Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof, Dänische Str. 19, 24103 Kiel, 17./18.10.: Internationales Begegnungszentrum (IBZ) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kiellinie 5, 24105 Kiel |
| Deadline: | 10.10.2008 |
Die Forschungsgruppe „Geschichtspolitik in Schleswig-Holstein seit 1945 (im Vergleich mit Südjütland)“ veranstaltet vom 16. bis 19. Oktober 2008 die Tagung "Geschichtspolitik und kollektives Gedächtnis. Rückblick, Kritik, Perspektiven". In Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, dem Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte an der Universität Flensburg (IZRG), Schleswig, der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V. und dem Kieler Stadtmuseum geht es dabei um eine Bestandsaufnahme geschichtspolitischer und gedächtnistheoretischer Studien. Die Tagung fragt in drei Sektionen und zwei Abendvorträgen nach der Entstehung der Konzepte "Geschichtspolitik" und "kollektives Gedächtnis", zieht eine Bilanz nach etwa zwanzig Jahre wissenschaftlicher und öffentlicher Auseinandersetzungen mit diesen Ansätzen und sondiert neuere Zugänge zu dem Forschungsfeld.
Anmeldungen zur Tagungsteilnahme bis zum 10.10.2008 unter: haraldschmid
Donnerstag, 16. Oktober (Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof)
18:15 Begrüßung: Prof. Dr. Karl Heinrich Pohl (Kiel/Schleswig)
18:30 - 19:30 Abendvortrag: Prof. Dr. Etienne François (Berlin): Geschichte und Gedächtnis
Anschließend: Abendbüffet
Freitag, 17. Oktober (IBZ)
09:00 - 12:15 Sektion 1: Zur Genese der Konzepte „Geschichtspolitik“ und „kollektives Gedächtnis“
09:00 - 10:00 Univ.-Doz. Dr. Heidemarie Uhl (Wien): Kollektives Gedächtnis – Genese und Transformationen eines theoretischen Konzepts
10:00 - 11:00 Dr. Harald Schmid (Kiel/Hamburg): 20 Jahre „Geschichtspolitik“ – vom tagespolitischen Kampfbegriff zum Forschungskonzept
11:00 - 11.15 Pause
11:15 - 12:15 Dr. Sabine Schindler (Halle/S.): Wider den Essentialismus: Erinnerungstheoretische und -politische Ansätze der US-amerikanischen Memory Studies
12:15 - 13:15 Mittagsimbiss
13:15 - 17:30 Sektion 2: Bilanz und Kritik
13:15 - 14:15 Knud Andresen (Kiel): Die Erforschung von Geschichtspolitik unter Aspekten des Spatial turn
14:15 - 15:15 Janina Fuge, M.A. (Hamburg): „Bürgerkrieg der Erinnerungen“ oder Zwei-Fronten-Gedenken? Von der Notwendigkeit der erinnerungskulturellen Auseinandersetzung mit der Weimarer Republik
15:15 - 15:30 Pause
15:30 - 16:30 Dr. des. Christine Kirchhoff, Dipl.-Psych. (Berlin): Zur Nachträglichkeit kollektiver Erinnerungsprozesse: Erinnerung als Entübersetzung
16:30 - 17:30 Marcel vom Lehn, M.A. (Berlin): Die Historiker und ihr Umgang mit Nationalsozialismus und Faschismus in der Öffentlichkeit. Deutschland und Italien im Vergleich (1943/45-1960)
17:30 - 18:00 Pause
18:00 - 19:30 Abendvortrag: Prof. Dr. Jürgen Reulecke (Gießen): Die Zukunft der Vergangenheit: Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg
Anschließend: Abendbüffet
Samstag, 18. Oktober (IBZ)
9:00 - 13:15 Sektion 3: Entwicklungsperspektiven der Forschung
09:00 - 10:00 PD Dr. Horst-Alfred Heinrich (Stuttgart/Gießen): Sind kollektives und kulturelles Gedächtnis unabhängige oder intervenierende Variablen bei der Konstituierung sozialer Identität? Gedanken zur Weiterentwicklung eines theoretischen Konzepts
10:00 - 11:00 Katja Köhr (Kiel): Erinnerungskulturen zwischen universellen Ansprüchen und nationalen Bedürfnissen
11:00 – 11:15 Pause
11:15 - 12:15 Dr. Claudia Lenz (Oslo): Gedenkorte als Brenngläser von Geschichtspolitik, öffentlicher Erinnerung und individuellen Sinnbildungsweisen
12:15 - 13:15 Dr. Claudia Fröhlich (Berlin): Zwischen Universalisierung und Individualisierung – Erinnerung an den Holocaust und Geschichtspolitik im World Wide Web
13:15 Mittagsimbiss/Ende der Tagung
| Kontakt: | Dr. Harald Schmid
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