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Graben, Entdecken, Sammeln. Laienforscher in der Geschichte der Archäologie Österreichs

 

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Veranstalter:Archäologisches Museum Innsbruck – Sammlung von Abgüssen und Originalen der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Datum, Ort:28.11.2013–29.11.2013, Innsbruck

Bericht von:
Florian Martin Müller, Archäologisches Museum Innsbruck, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
E-Mail: <Florian.M.Muelleruibk.ac.at>

Vom 28.-29.11.2013 fand im Archäologischen Museum Innsbruck – Sammlung von Abgüssen und Originalen der Universität Innsbruck im „ATRIUM – Zentrum für Alte Kulturen“ die Tagung „Graben, Entdecken, Sammeln – Laienforscher in der Geschichte der Archäologie Österreichs“ statt. Ziel war es, dem Phänomen des Dilettantismus in der Archäologie im besten Sinne des Wortes, also der Tätigkeit von außerhalb der institutionalisierten archäologischen Forschergemeinschaft wirkenden Persönlichkeiten vom 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts im Habsburgerreich und seinen Nachfolgestaaten nachzugehen.

Gerade in der Archäologie spielten Amateure, Laien, Dilettanten, Sammler, Liebhaberforscher und Privatgelehrte nämlich bereits vor der Phase der akademischen Professionalisierung, aber auch noch lange darüber hinaus, eine wesentlich größere Rolle als in anderen Disziplinen. Zumeist noch keinen akademisch sanktionierten Standards unterworfen, standen bei ihnen persönlicher Enthusiasmus, Passion und Leidenschaft im Vordergrund, nicht selten aber auch eng gepaart mit selbst erarbeiteter sachkundiger Expertise und mit Fachwissen. Zum Großteil aus der bürgerlichen Mitte stammend, wie Lehrer oder Priester, betätigten sie sich als Heimatforscher oder kamen im Zuge ihres Berufes als Vermessungstechniker, Architekten oder Geschäftsleute mit archäologischen Überresten in Kontakt. Bei vielen zeigt sich somit übereinstimmend, dass sie bereits in einem anderen Feld, vielfach ihrem Beruf, sehr erfolgreich waren. Aus Liebe zur Heimat, der Identifikation mit ihrer Geschichte, aber auch mit historischem Spürsinn ausgestattet, wurden durch sie bei Begehungen oder ersten Grabungen archäologische Stätten und Geländedenkmäler entdeckt, beschrieben und so wesentlich zu neuen Erkenntnissen beigetragen. Von ihnen aus Sammelleidenschaft geborgene und zusammengetragene Objekte bildeten oft auch den Kern früher Museen und Sammlungen. Dass dies alles nicht immer reibungslos und friktionsfrei mit der wissenschaftlichen Fachwelt ablief, erscheint nachvollziehbar. Sie wurden milde belächelt, vielfach ignoriert, akzeptiert oder auch mit starker Ablehnung konfrontiert.

Im ersten Vortrag berichtete FRITZ MITTHOF (Wien) über ein laufendes Projekt, in welchem die Quellen zu den 1803-1804 durchgeführten archäologischen Ausgrabungen in Sarmizegetusa Regia, einem der wichtigsten politischen und sakralen Zentren des Dakerreiches im südwestlichen Siebenbürgen, ausgewertet werden. Nach einer Reihe spektakulärer Funde antiker Goldmünzen durch Einwohner der umliegenden Dörfer hatte Kaiser Franz II./I. im Jahre 1803 angeordnet, dass dort Grabungen durchgeführt werden sollten. Obwohl die Kampagne ursprünglich nur der Suche nach Münzhorten gewidmet war, entwickelten die beteiligten Beamten und Militärs sehr schnell ein „proto-archäologisches“ Interesse an den Funden. Über den Verlauf und die Ergebnisse der Kampagne informieren mehrere hundert Dokumente, die in den Staatsarchiven von Wien, Cluj-Napoca und Budapest verwahrt und derzeit im Rahmen eines Projektes des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung erstmals systematisch erfasst und ausgewertet werden.

BRIGITTA MADER (Wien) erläuterte die Rolle von Laienforschern in der Geschichte der österreichischen Urgeschichtsforschung am Beispiel der 1878 eingerichteten Prähistorischen Kommission der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien. Deren Ziel war es, paläoethnographische Forschungen und Ausgrabungen auf österreichischem Gebiete zu veranlassen und zu fördern, aber auch dem Raubgräbertum und der Ausbeutung wichtiger Fundstätten durch Laien sowie der Verschleppung von Fundmaterial entgegenzuwirken. Dabei stand sie von Anbeginn ihrer Tätigkeit in enger Zusammenarbeit mit sogenannten Laienforschern. Diese erstatteten Mitteilungen über neu zu Tage getretene Funde, übernahmen Rekognoszierungen im Gelände, führten Ausgrabungen durch und überließen in manchen Fällen auch eigene Sammlungen der Prähistorischen Kommission. Der Grund dafür ist im damaligen „State of the Art“ der österreichischen Urgeschichtsforschung zu suchen, die sich zu diesem Zeitpunkt erst auf dem Weg zur Herausbildung einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin befand und in erster Linie von Vertretern der Naturwissenschaften, vor allem der Geologie und deren nahe stehenden Fächern, betrieben wurde. Im Vortrag wurden nun die Persönlichkeiten der involvierten Laienforscher, ihre Biographien, ihre Befähigungen, ihre Tätigkeiten sowie Arbeitsweisen und die daraus resultierende wissenschaftliche Bedeutung behandelt.

Den Abschluss des ersten Tages bildete der Vortrag von MARIANNE POLLAK (Mauerbach) zum Verhältnis von Laienforschern und dem österreichischen Denkmalamt. Ursprünglich erfolgte die archäologische Denkmalpflege durch ehrenamtlich tätige Fachleute und engagierte Laien. Im 19. Jahrhundert wurden vor Ort tätige Conservatoren und Correspondenten von der Central-Commission vorgeschlagen und durch den Unterrichtsminister bestätigt. Die Organisation der staatlichen Denkmalpflege begann im Jahr 1911 mit der Reorganisation der Central-Commission, welche nun durch das Staatsdenkmalamt mit eigenen Fachbeamten ergänzt wurde. Dessen Rolle wurde von der Republik 1920 übernommen, der Denkmalschutz verfassungsrechtlich Bundessache. Nach Einführung des autoritären Ständestaates wurde das Bundesdenkmalamt 1934 aufgelassen, und seine Agenden gingen an die „Zentralstelle für Denkmalschutz“ im Bundesministerium für Unterricht über. Die operativen Aufgaben nahmen aber weiterhin maßgeblich Konservatoren und Korrespondenten wahr. Nach dem Anschluss 1938 sollte die Denkmalpflege nach deutschem Vorbild „vergaut“ werden. Der behördliche Vollzug wurde bei den Reichsstatthaltern angesiedelt, unterstützt von nebenamtlichen Gaupflegern der Bodenaltertümer. Die ehemaligen Konservatoren und Korrespondenten verabschiedete man 1940, und sie sollten durch Vertrauensmänner der Gaupfleger ersetzt werden. Diese „Reorganisation“ wurde aber nur partiell wirksam, da nur wenige Gaupfleger und Vertrauensmänner bestellt wurden.

Am zweiten Tag folgte ein großer Block zur Thematik Sammler und Museen. DANIELA HAARMANN (Wien) legte in ihrem Vortrag anhand dreier um 1800 entstandenen Antikensammlungen in der Habsburgermonarchie exemplarisch Konzept und Konflikt von vaterländischen Grabungs- und Sammlungstätigkeiten dar. Diese Sammlungen – das Wiener k. k. Münz- und Antikenkabinett (1796), das Ungarische Nationalmuseum sowie das Grazer Joanneum (1811) – stehen für eine enge Verbindung des (Landes-)Herrschers zur jeweiligen Sammlung und für die Repräsentation einer (über-)nationalen Größe. Gleichzeitig stand besonders die ungarische Sammlung im Kontext des aufkommenden magyarischen Nationalbewusstseins der Wiener Sammlung als Verherrlichung imperialer Größe im Weg. Versuche, die Grazer und Budapester Sammlungen mittels Grabungstätigkeiten zu vergrößern, wurden daher per kaiserlicher Verordnung 1812 gestoppt. Sämtliche Bodenfunde in der Monarchie mussten fortan nach Wien geschickt werden. Grabungen waren zu dieser Zeit noch weitgehend Privatsache, und der Staat führte nur in seltenen Ausnahmen Grabungen durch.

DANIEL MODL (Graz) berichtete in seinem Vortrag über das Verhältnis von Laienforschern und dem von Erzherzog Johann gegründeten Museum des Herzogtums Steiermark, dem jetzigen Universalmuseum Joanneum in Graz. Die Gründung des Joanneums in Graz im Jahr 1811 als Lehranstalt, aber zugleich auch als Museum und somit als archäologische „Anlaufstelle“ hatte zweifellos geholfen, zahlreiche Bodenfunde in der Steiermark und Stajerška vor der Verschleppung oder Zerstörung zu bewahren, indem das Joanneum die Bevölkerung aufforderte, diese zu melden und einzusenden. Die Bevölkerung kam dieser Bitte auch recht zahlreich nach, wobei sich einzelne Gönner aus Gründen der Ehre, des Interesses an der Geschichte, des Patriotismus oder des Profits dazu berufen fühlten, einige prähistorische oder antike Fundplätze besonders intensiv zu erforschen und durch eigene Sammeltätigkeit und Grabungen die archäologische Sammlung des Joanneums außerordentlich zu mehren. Anhand von zwölf Laienforschern und Laienforscherinnen, die aus allen Bevölkerungsschichten stammten, konnte deren Zusammenspiel mit dem Museum bzw. den dort für die archäologische Sammlung zuständigen Kuratoren bis 1951 exemplarisch gezeigt werden.

KARL PEITLER (Graz) stellte in seinem Vortrag den aus Graz stammenden österreichischen Diplomaten, Schriftsteller und Offizier Anton Prokesch von Osten (1795-1876) und seine Sammeltätigkeit näher vor. Spezifische Beispiele für sein Sammlertum waren unter anderem numismatische und archäologische Objekte, die er dem Joanneum schenkte. Anhand dieser Gegenstände konnten nicht nur die Sammelgebiete Prokesch-Ostens und seine Verankerung in der europäischen Sammlerwelt, sondern auch sein Mäzenatentum gut illustriert werden. Im Vortrag wurden Einblicke in die mehr als vier Jahrzehnte dauernden Kontakte Prokesch-Ostens mit dem Joanneum gegeben und ausgewählte Stücke gezeigt, die für die einzelnen Sammelgebiete repräsentativ sind. Darüber hinaus wurde auf die Methoden und archivalischen Quellen eingegangen, mit deren Hilfe der Nachweis erbracht werden kann, welche numismatischen Objekte in der Münzensammlung des Universalmuseums Joanneum eindeutig auf Prokesch-Osten zurückgehen.

Die Sammlerpersönlichkeit Anton Horváth wurde von ADRIENN VITÁRI-WÉBER (Pécs/Fünfkirchen) in ihrem Vortag präsentiert. Horváth war während des Zeitalters des Dualismus (1867-1918) als erfolgreicher Anwalt und Stadtrat in Pécs tätig, erwarb sich daneben aber bis heute geschätzte Verdienste um die archäologische Forschung und Rettung archäologischer Überreste im Komitat Baranya. Als Amateur-Archäologe unterhielt er wissenschaftliche Kontakte und freundschaftliche Beziehungen zu ungarischen Fachleuten dieser Zeit (z.B. Florian Romer, Josef Hampel), aber auch österreichische Wissenschaftler wie Wilhelm Kubitschek, Emanuel Löwy, Salomon Frankfurter kannte er persönlich. Mehrere seiner Briefe wurden damals in ungarischen archäologischen Zeitschriften publiziert, und er veröffentlichte selbst in Fachzeitschriften. Als Antiquitätensammler bereicherte er mehrmals die archäologische, numismatische und Kunstgewerbe-Sammlung des Ungarischen Nationalmuseums. Auch bei der Etablierung des Städtischen Museums von Pécs spielte er eine bedeutende Rolle und ergänzte diese Sammlung später mehrmals durch seine zahlreichen Schenkungen.

CLAUDIA LANG-AUINGER (Wien) berichtete in ihrem Vortrag über die Herkunft der zyprischen Vasen in der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien. Dieser Bestand ist sowohl auf Ankäufe als auch auf Schenkungen und Tausch zurückzuführen, vorwiegend in Verbindung mit Sammlern und Laienforschern, darunter schillernde Persönlichkeiten mit unterschiedlicher Motivation. Im Zusammenhang mit Zypern ist Luigi Palma di Cesnola anzuführen, der sich in der Zeit von 1865 bis 1876 dort aufgehalten und die Insel aus einer langen Liste von Grabungsplätzen einmal mit 245 Kisten und Körben und zuletzt mit ca. 7.000 Objekten verlassen hatte. Viele Museen verdanken seinem überaus großen „Fleiß“ ihre zyprischen Bestände, die er nach ökonomischen Gesichtspunkten zum Kauf angeboten hatte.

Den letzten Block bildeten Beiträge zu Laienforschern als Archäologen. FLORIAN MARTIN MÜLLER (Innsbruck) stellte dabei in seinem Vortrag den Franziskanerpater Innozenz Ploner (1865-1914) vor. Dieser hatte die ersten umfangreichen archäologischen Ausgrabungen im Gebiet der Römerstadt Aguntum in Osttirol vorgenommen und dabei bedeutende Entdeckungen gemacht. Während seine Arbeiten vor Ort auf großes Interesse stießen sowie österreichweit medial ein weites Echo fanden, wurde er von der archäologischen Fachwelt stark kritisiert und heftig angegriffen und geriet zunehmend in Vergessenheit. Im Vortrag wurde die Biographie des Paters vorgestellt, der in Villanders als Sohn eines Bauern geboren worden und mit 17 Jahren in den Franziskanerorden eingetreten war. Nach seinem Studium an der Universität Innsbruck unterrichtete er an den Franziskanergymnasien in Bozen und Hall. 1903/04 verbrachte er ein Jahr im Heiligen Land und berichtete in Tagebuchaufzeichnungen darüber. An einzelnen Stationen seines Lebens ließ sich nun die Entwicklung seines Interesses für Archäologie sowie die Motivation und Ziele für den Beginn der Forschungen in Aguntum nachvollziehen. Über diese Arbeiten und seine dabei gemachten Funde zeugt eine Reihe von unterschiedlichen bislang noch nicht ausgewerteten Quellen.

CHRISTINE OPPITZ (Herzogenburg) referierte über die archäologische Forschungsbegeisterung zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Augustinerchorherrenstift Herzogenburg. In der Person des späteren Propstes Georg Baumgartner (amt. 1913-1927) konnte der Wandel vom historisch interessierten Laien zum gewissenhaften, um Wissenschaftlichkeit und Präzision bemühten Mitarbeiter auf archäologischem Neuland gezeigt werden. Es waren die Funde, die im Zusammenhang mit dem Neubau der Eisenbahnlinie St. Pölten-Herzogenburg-Tulln zuerst in Getzersdorf um 1900 archäologisches Interesse erweckten und für deren Sicherstellung Baumgartner verantwortlich war. Er beschrieb Fundorte und Funde, fotografierte sie und begann sich mit Wissenschaftlern wie Josef Szombathy und Josef Bayer auszutauschen, mit denen er über die k.k. Central-Commission für die Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale in Kontakt trat.

Den Abschluss der Tagung bildete der Vortrag von RENATE LAFER (Klagenfurt) über den ca. 3.000 Photographien umfassenden Nachlass des Kärntner Hobbyaltertumsforschers Paul Siegfried Leber. Die Sammlung beinhaltet schwerpunktmäßig wohl in den 1950er- bis 1970er-Jahren entstandene Aufnahmen von Römersteinen Kärntens, nur zum geringen Teil finden sich darin Bilder aus anderen Bundes- bzw. Nachbarländern Österreichs, bei welchen es sich auch um Landschaften oder Aufnahmen diverser nachantiker Objekte handeln kann. Im Rahmen des Vortrages wurde ein Projekt zur Aufarbeitung des Nachlasses in Form einer Datenbank sowie die erste Online-Version im Internet vorgestellt.

Die Vorträge der Tagung haben gezeigt, dass bereits vereinzelt zur Thematik Laienforscher in der Archäologie gearbeitet wird, dies allerdings von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen und an verschiedensten Institutionen. Umso wichtiger war es daher, erstmalig zusammenzukommen und laufende Projekte über disziplinäre Grenzen hinweg in einem Kreis Interessierter vorzustellen und zu diskutieren. Neben den Biographien, die Aufschluss zu den Hintergründen der agierenden Personen liefern, konnten auch die Umstände und Arbeitsweisen, unter welchen Laienforscher arbeiteten und ihre Erkenntnisse verbreiteten, beleuchtet werden. Auch wurde der Frage nach der Beziehung zu ihren akademischen Kollegen, der Akzeptanz ihrer Leistungen und somit auch der wissenschaftlichen Bedeutung ihrer Entdeckungen und Erkenntnisse für die archäologische Forschung nachgegangen. Ein großes Problem bei der Beschäftigung mit Laienforschern stellt vielfach die Quellenbasis dar. Über Leben und Werk von Wissenschaftlern an großen öffentlichen Institutionen ist man zumeist dadurch gut informiert, dass gerade diese Institutionen auch über Archive verfügen, die über längere Zeiträume entstanden, gepflegt und somit erhalten wurden. Privatpersonen hingegen „verschwinden“ bildlich gesprochen schon nach wenigen Generationen bzw. sind Informationen über sie weit verstreut und bislang kaum erschlossen. Hier ruht ein großes noch zu hebendes Potential an Informationen über die Geschichte der archäologischen Erforschung Österreichs. Für die Zukunft wird daher ein regelmäßiger fachlicher Austausch durch eine verstärkte Vernetzung angestrebt.

Konferenzübersicht:

Begrüßung durch Harald Stadler (Leiter des Instituts für Archäologien der Universität Innsbruck) und Florian Martin Müller (Leiter des Archäologischen Universitätsmuseums Innsbruck)

Laienforscher und Institutionen

Fritz Mitthof (Wien), Archäologie unter Kaiser Franz II./I.: Die „k.k. Schatz- und Alterthümergrabung zu Gredistye“ (1803-1804)

Brigitta Mader (Wien), Laienforscher oder Dilettanten: Ihre Rolle und Bedeutung in der Geschichte der österreichischen Urgeschichtsforschung am Beispiel der Prähistorischen Kommission der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien (1878-1918)

Marianne Pollak (Mauerbach), Konservatoren – Korrespondenten – Gaupfleger

Sammler und Museen

Daniela Haarmann (Wien), Graben und Sammeln für Herrscher und Vaterland – Antikensammlungen in der Habsburgermonarchie um 1800

Daniel Modl (Graz), Der Bürger forscht, das Museum dankt – Das Joanneum in Graz und die Laienforschung

Karl Peitler (Graz), Das Sammlertum des österreichischen Diplomaten Anton Prokesch von Osten und seine Schenkungen an die archäologisch-numismatischen Sammlungen des Universalmuseums Joanneum

Adrienn Vitári-Wéber (Pécs/Fünfkirchen), „Der vorzüglich gekannte Archäologe unserer Stadt” – Anton Horváth (1848-1912), ein Polyhistor aus Pécs/Fünfkirchen (Ungarn) mit Sinn für die archäologischen Überreste

Claudia Lang-Auinger (Wien), Die Sammlung zyprischer Gefäße im Kunsthistorischen Museum in Wien

Laienforscher als Archäologen

Florian Martin Müller (Innsbruck), P. Innozenz Ploner (1865-1914) – Lehrer, Archäologe, Ordensmann. Frühe Ausgrabungen in der Römerstadt Aguntum/Osttirol

Christine Oppitz (Herzogenburg), Die Anfänge der Denkmalpflege als Impulsgeber für die archäologische Forschungsbegeisterung zu Beginn des 20. Jh. im Stift Herzogenburg

Renate Lafer (Klagenfurt), Paul Siegfried Leber, Heimat- und „Hobbyaltertums-forscher“ Kärntens und sein Photonachlass

ZitierweiseTagungsbericht Graben, Entdecken, Sammeln. Laienforscher in der Geschichte der Archäologie Österreichs. 28.11.2013–29.11.2013, Innsbruck, in: H-Soz-u-Kult, 10.02.2014, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5226>.

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