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„Disability Studies“ meets „History of Science“: Körperliche Differenz und sozio-kulturelle Konstruktion von Behinderung aus der Perspektive der Medizin-, Technik- und Wissenschaftsgeschichte

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Aachener Kompetenzzentrum für Wissenschaftsgeschichte
Datum, Ort:07.12.2012, Aachen

Bericht von:
Mathias Schmidt, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Aachen / Medizinische Fakultät der RWTH Aachen
E-Mail: <maschmidtukaachen.de>

Am 7. Dezember 2012 fand im Universitätsklinikum Aachen die 6. Tagung des Aachener Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte (AKWG) unter dem Leitthema „Disability Studies“ meets „History of Science“ statt. Nach der Begrüßung durch DOMINIK GROß (Aachen), den Sprecher des AKWG, leitete die Geschäftsführerin YLVA SÖDERFELDT (Aachen) in die Thematik des Tages ein.

Den ersten Beitrag lieferte MATHIAS SCHMIDT (Aachen) unter dem Titel „‘Von Kanonen zu Stahlgebissen‘: Die Kruppschen Fortschritte auf dem Gebiet der Zahnprothesen in der Zwischenkriegszeit“. Er beleuchtete die Geschichte der Nutzung von nichtrostendem Stahl in der Zahnheilkunde und die eigens dafür patentierten Marken bzw. Stahlsorten der Firma Krupp. Zwar wurde der berühmte nichtrostende Stahl bereits seit 1912 in Essen produziert, die Nutzung unterlag jedoch während des Weltkrieges strengen Limitierungen für als kriegswichtig eingestufte Produkte. Krupp hatte im Verlauf des Krieges die Produktion ausschließlich auf Rüstungsgüter umgestellt, für die nach 1918 keine Absatzmärkte vorhanden waren bzw. deren Produktion durch den Versailler Vertrag beschränkt worden war. Da die in der Zahnprothetik herkömmlich eingesetzten Materialien (Kautschuk, Gold und Platin) besonders in der Nachkriegszeit extrem teuer waren, fertigte der in der Kruppschen Zahnklinik beschäftigte Zahnarzt Friedrich Hauptmeyer 1918 das erste „Stahlgebiss“ für einen Musiker, der seine Klarinette aufgrund der schlechten Qualität seiner Gebissprothese nicht mehr spielen konnte. In der Folge wurde die von Krupp patentierte Stahlmarke „Wipla“ („wie Platin“) zum ökonomisch lohnenswerten Produkt, das gleichzeitig die Bedürfnisse der Zahnprothesenträger besser deckte als jemals zuvor.

YLVA SÖDERFELDT beleuchtete in ihrem Vortrag „Unerwünschte Heilung: Die galvanischen Versuche an der Königlichen Taubstummenanstalt zu Berlin“. Ausgehend von der Entdeckung Galvanis, dass sich Froschschenkel unter dem Einfluss statischer Elektrizität bewegten (1780), und der Entwicklung der Voltaschen Säule durch Volta um 1800, die als ein Vorläufer der heutigen Batterie gelten kann, wurden zahlreiche verschiedene Versuche an Menschen und Tieren durchgeführt. Franz Heinrich Martens schrieb 1803 eine „Vollständige Anweisung zur therapeutischen Anwendung des Galvanismus“, in der er unter anderem vorschlug, Gehörlose mit elektrischen Reizen zu behandeln. Aufbauend auf der Theorie, dass die Taubheit durch eine Erschlaffung und Trockenheit der Sinnesorgane ausgelöst wurde, wollte er diese durch Stromstöße wieder „erwecken“. Söderfeldt lieferte Belege dafür, dass diese Versuche an verschiedenen Orten in Europa durchaus vorgenommen wurden, unter anderem in der Königlichen Taubstummenanstalt zu Berlin durch deren Gründer Ernst Adolph Eschke. Dieser vermarktete zum Wohle der Anstalt seinen Forschungsbericht, in dem auch die Meinungen der Versuchspersonen wiedergegeben wurden, die durchweg negativ ausfielen und erhebliche Nebenwirkungen aufzählten wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Hautausschlag. Entscheidend sei aber, dass Eschke nicht selbst über Schmerzen, Heilung und Misserfolg entschied, sondern die Meinung seiner Versuchspersonen anhörte und sie nicht nur als reine Versuchsobjekte betrachtete. Für Eschke selbst war der negative Befund nicht unbedingt ein Misserfolg. Er unterrichtete mit Gebärden und hatte mitunter mehr zu gewinnen, wenn sich medizinische Heilungsversuche der Pädagogik gegenüber als unterlegen erwiesen.

BEATE OCHSNER, ANNA GREBE und ROBERT STOCK (Konstanz) plädierten in ihrem Vortrag „Filmische Praktiken der Ins-Bild-Setzung. Medizinisches, soziales und kulturelles Modell von Behinderung“ dafür, nicht bloß die reine positive oder negative Darstellungsweise von Behinderung im Medium Film herauszuarbeiten, sondern stattdessen Methoden und Theorien der Disability Studies in der Filmanalyse anzuwenden. Im Vordergrund des Vortrags stand deshalb auch nicht die Filmanalyse bezogen auf die Behinderung, sondern speziell die Darstellungsweise von Behinderung, also die Form der „doing disability“, in verschiedenen Filmen verschiedener Zeitabschnitte. Es seien dabei jedoch keine strikten Grenzen zu erkennen, sondern vielmehr Überschneidungen. In den Lehr- und Dokumentarfilmen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist besonders das medizinische Modell von Behinderung zu beobachten (das um die Jahrtausendwende erneut auftaucht), auch wenn in Einzelfällen das soziale Modell hervortritt. Dieses wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren im Zuge der Behindertenbewegung zum Standard der filmischen Inszenierungen. In den 1990er-Jahren wurde schließlich vermehrt das kulturelle Modell von Behinderung in den Filmen übermittelt. Zu berücksichtigen sei im Rahmen der Filmanalyse jedoch stets, dass das Medium Film nicht nur die Position des Dargestellten aufzeige, sondern auch die des Betrachters, die dabei häufig unreflektiert bleibe und dadurch den Status von „Normalität“ erhalte. Die mediale Inszenierung vermittle also nicht zwangsläufig den Status quo, sondern sie trage erheblich dazu bei, den Status quo zu schaffen bzw. zu verändern. Es stehe deshalb nicht der Mensch bzw. der Behinderte im Vordergrund, sondern die Übersetzung der ihm zugeschriebenen Identität.

Anschließend gewährte MELANIE RUFF (Stuttgart) einige Einblicke in ihre kommende Dissertation: „‘Abstoßend und entstellt‘: Vom medizinischen Diskurs über Gesichtsverletzte zum Reichsversorgungsgesetz von 1920“. Die neue Art der Kriegsführung (Stellungskrieg, Massenvernichtungswaffen) führte zu einer Häufung von Gesichtsverletzungen in bis dato nicht gekannten Ausmaßen. Dies erforderte eine Anpassung des Sanitätswesens und der Behandlungsformen der Verletzten. Ruff zeigte auf, dass der Diskurs über die Behandlungsweisen sowie die psychischen und sozialen Folgen für die Gesichtsverletzten ausschließlich von den Sachverständigen geführt wurde. In einem zweiten Schritt erfolgte ein Vergleich des Reichsversorgungsgesetzes von 1920, des Schwerbeschädigtengesetzes von 1923, des Bundesversorgungsgesetzes von 1950 sowie des Gesetzes über die Beschäftigung Schwerbeschädigter von 1953, um Kontinuitäten, Brüche und Legitimationsstrategien herauszuarbeiten. Diese Untersuchung machte besonders deutlich, dass die Verbindung von historischen Methoden mit Konzepten der Disability Studies neue Perspektiven auf körperliche Versehrtheit, Aussehen und die Konstruktion von Männlichkeit und Schönheit bieten kann. Somit können auch neue Facetten der gesellschaftlichen Wahrnehmung und des Umgangs mit körperlicher Andersartigkeit ergründet werden.

Darauf folgte ANNE GÜNTHER (Aachen) mit einem Teilaspekt ihres Dissertationsthemas: „Ärzte als mediale Akteure im Contergan-Fall“. Die Feststellung der Nebenwirkungen des Medikamentes Contergan führte zu einem intensiven Austausch zwischen medizinischen Fachvertretern und der Öffentlichkeit, was die Ärzteschaft spaltete: Ein Teil der Mediziner sah die Folgen von Medikamenten als rein medizinisches Problem, ein anderer betonte die Pflicht des Arztes, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und das Medikament sofort vom Markt zu nehmen. Als problematisch erwies sich zunächst allerdings die sprachliche Erfassung des Skandals und seiner Auswirkungen, da der Diskurs breite mediale Aufmerksamkeit erregte. Zunächst galt es deshalb, der Öffentlichkeit ein allgemeinverständliches Repertoire an beschreibenden, nicht-diskriminierenden Ausdrücken zu übermitteln. Ein weiteres Problem stellte der Umgang mit den Opfern dar. Von Anfang an wurde zwar eine möglichst vollständige Integration in die Gesellschaft angestrebt, allerdings stellten sich Fragen nach „Behinderung“ und der Wahrnehmung eben dieser, die zuvor nicht gestellt worden waren, als mit den Kriegsversehrten Ursache, Wirkung und Verantwortlichkeit offensichtlich waren. Der Contergan-Skandal rief nun allerdings einen weiten Kreis von Betroffenen (Opfer und ihre Familien), Verantwortlichen (Forschern, Ärzten, Managern) und weiteren Akteuren hervor, wie die Medien und den Staat. Damit wurde „Behinderung“ zu einer gesellschaftlich definierten Größe und die Behinderten bzw. Opfer als „Gruppe“ in der Öffentlichkeit und dem öffentlichen Diskurs erfasst.

ANJA WERNER (Berlin) erläuterte in ihrem Vortrag „Deaf Studies: Zwischen wissenschaftlich-technischer und kulturhistorischer Interpretation“ die unterschiedlichen Schwerpunkte der in Deutschland vorherrschenden medizinhistorischen Betrachtung von Taubstummheit und der anglo-amerikanischen kulturhistorisch geprägten Sichtweise. Grundlegend dafür sei die Entwicklung der unterschiedlichen Schulen für Gehörlose im späten 18. Jahrhundert: während die „französische Methode“ die Gebärdensprache verwendete, versuchte die „deutsche Schule“ die Lautsprache und das Lippenlesen zu etablieren. Seit der Bürgerrechtsbewegung in den USA in den 1960er-Jahren werden in Anlehnung an die Anerkennung der Gebärdensprache als eigenes Sprachsystem die Gehörlosen als Minderheit mit eigener Sprache und Kultur aufgefasst, während in Deutschland heute die „klassische Sicht“ der „Behinderung“ überwiege. Dennoch seien zwischen Mitte des 18. Jahrhunderts und dem Ende des 20. Jahrhunderts Veränderungen und Anpassungen im Umgang mit Gehörlosen zu erkennen. Während sich bis ca. 1830 Geistliche um die Bildung der Gehörlosen bemühten, übernahmen langsam die Gehörlosenlehrer diese Aufgabe. Zwischendurch fanden sich immer wieder Mediziner oder „Erfinder“, die auf technischem oder medizinischem Wege Hilfs- oder Heilmittel suchten und erprobten. Erst die zunehmende Toleranz Mitte des 20. Jahrhunderts ermöglichte ein Nebeneinander beider Parteien, bevor die ersten Entwicklungsschritte des in den 1980er-Jahren entwickelten Cochlea-Implantats erneut die Lager spalteten. Zusammenfassend können anhand der verschiedenen Entwicklungen Umbrüche und Kontinuitäten im wissenschaftshistorischen Diskurs der letzten 200 Jahre festgestellt werden.

„A comparative history of the social model. Disability, science and politics in postwar Britain and the Netherlands“ steuerte PAUL VAN TRIGT (Amsterdam) bei. Die Organisationsformen, die Ansprüche sowie die Integration der Menschen mit Behinderung sind in den verschiedenen Ländern Europas keineswegs einheitlich. Ein Schlüssel zur Erklärung dieses Phänomens sei die Existenz und Akzeptanz von Disability Studies. Besonders dort, wo diese in der Wissenschaft als Fach oder Forschungsmethode anerkannt sind, habe sich das soziale Modell von Behinderung durchgesetzt, nach dem die „Behinderung“ als soziales Konstrukt verstanden wird. Besonders sichtbar würden die Unterschiede durch den Vergleich zwischen Großbritannien und den Niederlanden. In Großbritannien wurden die Disability Studies durch Aktivisten etabliert und die akademische Welt sei heute stark mit der Behindertenbewegung verwoben. In den Niederlanden hingegen gäbe es keine konstante Behindertenbewegung und die Disability Studies begännen erst langsam, sich zu etablieren, obwohl das soziale Modell von Behinderung hier eine viel längere Tradition habe.

ANKE HOFFSTADT und THORSTEN NOACK (Düsseldorf) warfen ein Schlaglicht auf die „Nachkriegsgeschichte von körper- und sinnesbehinderten Schülern und Schülerinnen in rheinischen Förderschulen“. Ausgehend von der so genannten „Krüppelpsychologie“ nach Hans Würtz (1875-1958) hatte in den 1960er-Jahren die Psychiatrie die Gehörlosen als eine zu erforschende Minderheit für sich „erkannt“. Würtz‘ Theorie zufolge konnte ein „verkrüppelter“ Körper nur zu einer „Krüppelseele“ bzw. einer „verkrüppelten“ Psyche führen. Die Umwelt- und Alltagseinflüsse, die durchaus auch die Seele beeinflussen können, wirkten sich nach Würtz im Falle einer Behinderung automatisch negativ aus und mussten zu psychischen Erkrankungen führen. Zwar hatten seine Theorien bereits in den 1920er-Jahren zu Kritik durch die Zeitgenossen geführt, doch nahm Paul Bosshard die Idee 1953 und 1972 noch einmal auf. Er suchte Fallbeispiele, um aus diesen die Psyche der Gehörlosen „abzuleiten“ und kam zu dem Schluss, Gehörlose besäßen grundsätzlich Charaktereigenschaften wie Neid, Egoismus und Verbitterung. Ganz eindeutig wurden Taubstumme hier nicht als Menschen ohne Gehör bzw. mit eigener Sprache wahrgenommen, sondern die Gehörlosigkeit wurde von vornherein und ohne grundlegende Belege als Hindernis für eine „normale“ psychische Entwicklung gedeutet. Erst im März 1974 begannen Psychiatrie und Pädagogik sich auszutauschen und langsam anzunähern. Dabei wurde offenbar, dass Gehörlose durchaus intelligent, lernfähig und eigenständig sind bzw. sein können und sich mittels Zeichensprache verständigen. Wie genau die Alltagswelt der Gehörlosen in den Förderschulen unter den geschilderten wissenschaftlichen Standards ausgesehen hat, soll im Rahmen des Projekts besonders anhand von Zeitzeugeninterviews näher erforscht werden.

Den Abschlussvortrag hielt ECKHARD ROHRMANN (Marburg): „Pädagogische Konstruktionen von Behinderungen in Geschichte und Gegenwart“. Er warf ein Schlaglicht auf die verschiedenen Deutungen von Behinderung und den unterschiedlichen Umgang mit Menschen mit Behinderung in verschiedenen Systemen und Epochen. Ausgehend von der Zeit der Aufklärung wurde Behinderung sehr differenziert betrachtet und das Engagement, Behinderten eine bestimmte Bildung zu ermöglichen, wuchs. Dennoch galten behinderte Menschen fast immer als „wertlos“, was häufig zu Asylierung oder sogar Ermordung führte, unter anderem in den europäischen Kolonien und besonders in der Zeit des Nationalsozialismus. Auch nach 1945 hielt man sie noch für grundsätzlich nicht schulfähig, was auch durch die Kontinuität in den Lebensläufen vieler Gutachter, Fachleute und Verantwortlicher vor und nach 1945 bedingt war. Erst in den 1960er-Jahren begann der Wandel weg vom medizinisch-biologistischen Deutungsmuster hin zu Sonderschulen mit speziellen Angeboten im Bildungs- und Rehabilitationsbereich. Zahlreiche Initiativen kämpften für die Anerkennung der Gleichberechtigung der Behinderten, was heute mit dem Terminus „Inklusion“ bezeichnet wird. In den 1980er-Jahren wurde das gerade etablierte bzw. erweiterte Sonderschulwesen durch diese Bewegungen vollkommen abgelehnt, was zum zweiten Mal zu einem Wandel des Verständnisses von „Behinderung“ führte. Seit der Jahrtausendwende werden schließlich Behinderte merklich als gleichberechtigte Gesellschaftsmitglieder mit Menschenrechten anerkannt. Bezeichnend sei, dass der Anschub zum Wandel in beiden Fällen nicht von den Fachleuten, sondern von den Betroffenen selbst ausging.

Abschließend resümierte Ylva Söderfeldt die Beiträge der Tagung und zog ein kurzes Fazit: Die Vielfalt der verschiedenen Themen und Disziplinen, aus denen die Beiträge stammen, mache deutlich, wie umfangreich das Thema behandelt werden könne und dass die Perspektive der Disability Studies keineswegs ein abgeschlossenes Forschungsgebiet sei, sondern vielmehr auch für andere Fächer neue, lohnenswerte Ansätze und Forschungsfragen bieten könne. Sie machte außerdem auf die 7. AKWG-Tagung am 15. November 2013 unter dem Thema „Überwindung der Körperlichkeit. Historische Perspektiven auf den künstlichen Körper“ aufmerksam.

Konferenzübersicht:

Dominik Groß (Aachen) und Ylva Söderfeldt (Aachen): Begrüßung/Einführung

1. Fortschritte und Irrwege

Mathias Schmidt (Aachen): „Von Kanonen zu Stahlgebissen“: Die Kruppschen Fortschritte auf dem Gebiet der Zahnprothesen in der Zwischenkriegszeit
Ylva Söderfeldt (Aachen): Unerwünschte Heilung: Die galvanischen Versuche an der Königlichen Taubstummenanstalt zu Berlin

2. Darstellungen und Diskurse

Beate Ochsner, Anna Grebe und Robert Stock (Konstanz): Filmische Praktiken der Ins-Bild-Setzung. Medizinisches, soziales und kulturelles Modell von Behinderung
Melanie Ruff (Stuttgart): „Abstoßend und entstellt“: Vom medizinischen Diskurs über Gesichtsverletzte zum Reichsversorgungsgesetz von 1920
Anne Günther (Aachen): Ärzte als mediale Akteure im Contergan-Fall

„Behinderung schafft Wissen“

Anja Werner (Berlin): Deaf Studies: Zwischen wissenschaftlich-technischer und kulturhistorischer Interpretation
Paul Van Trigt (Amsterdam): A comparative history of the social model. Disability, science and politics in postwar Britain and the Netherlands

Bildung und Erziehung

Anke Hoffstadt und Thorsten Noack (Düsseldorf): Nachkriegsgeschichte von körper- und sinnesbehinderten Schülern und Schülerinnen in rheinischen Förderschulen
Eckhard Rohrmann (Marburg): Pädagogische Konstruktionen von Behinderungen in Geschichte und Gegenwart

Abschlussdiskussion

Ylva Söderfeldt: Fazit

ZitierweiseTagungsbericht „Disability Studies“ meets „History of Science“: Körperliche Differenz und sozio-kulturelle Konstruktion von Behinderung aus der Perspektive der Medizin-, Technik- und Wissenschaftsgeschichte. 07.12.2012, Aachen, in: H-Soz-u-Kult, 11.09.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5050>.

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