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Memories of Post-Imperial Nations

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg
Datum, Ort:27.05.2013–29.05.2013, Heidelberg

Bericht von:
Radu Carciumaru, Südasien-Institut, Universität Heidelberg
E-Mail: <carciumarusai.uni-heidelberg.de>

Nach dem Zweiten Weltkrieg verloren sieben Nationen ihre Kolonialreiche. Italien und Japan mussten bereits 1945 ihre Kolonien aufgeben. Großbritannien entließ 1947 Indien in die Unabhängigkeit, 1960 folgten seine afrikanischen Kolonien. Die Niederlande und Frankreich kämpften nach der Wiederherstellung ihrer Souveränität um die Restauration ihrer Kolonialreiche, mussten aber dennoch bald auf diese verzichten. Belgien erging es ähnlich, nur Portugal hielt zäh an seiner Kolonialherrschaft fest, bis es 1974/75 mit der Wiedergewinnung der Demokratie auch seine „Provinzen in Übersee“ aufgab. Bisher ist kaum versucht worden, die Erinnerungskulturen dieser Nationen vergleichend zu betrachten. Diesem Versuch war nun eine Konferenz über „Memories of Post-Imperial Nations“ gewidmet, die vom 27. Mai bis 29. Mai im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) stattfand. Die Konferenz wurde von der Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart gefördert.

Dietmar Rothermund und Gita Dharampal-Frick vom Südasieninstitut der Universität Heidelberg luden Vertreter der sieben Nationen ein, um über folgende Fragen zu diskutieren: Wie gingen die post-imperialen Nationen mit ihrem Verlust um? Welche Erinnerungskulturen entstanden und welche Unterschiede zeigten sich dabei? Welchen Einfluss hatten die Einwander/innen aus den Ex-Kolonien auf die Erinnerungskultur? Wer sind die „Erinnerungsmacher/innen“ und wie transformierten sie die Erinnerungskultur von einer individuellen zu einer kollektiven?

JOHN DARWIN (Oxford) unterstrich in seinem Vortrag über Großbritannien die Bedeutung des kollektiven Gedächtnisses und der Meistererzählung unter der Leitfrage „wie formiert/konstruiert sich die kollektive Erinnerung?“. Er ging chronologisch vor, in dem er die Zeit nach der Entlassung der Kolonien in die Unabhängigkeit in drei Phasen unterteilte und die 1960er-Jahre als Wendepunkt im Erinnerungsdiskurs bezeichnete. Demzufolge gab man sich in Großbritannien zunächst der Illusion hin, das Kolonialreich ließe sich problemlos in das Commonwealth verwandeln und die britische Weltmachtstellung bliebe so erhalten. Die Entlassung Indiens in die Unabhängigkeit wurde als großzügige Handlung gefeiert. Bis zur Suezkrise 1956 blieb die Erinnerung an das Kolonialreich ungetrübt. Premierminister Macmillan musste dann die Dekolonisierung in Afrika bewerkstelligen. Er tat dies während er gleichzeitig die imperiale Vergangenheit beschönigte. Der Ruhm des Commonwealth verblasste bald. Historiker/innen, die sich mit der imperialen Vergangenheit beschäftigten, waren nicht mehr gefragt. Es entstand eine „neue imperiale Geschichte“, deren Vertreter/innen den extremen Standpunkt einnahmen, Großbritannien sei durch das „Empire“ „konstituiert“ worden und befinde sich nach seinem Verlust in einer Krise. Der Zustrom von Einwander/innen aus Asien und Afrika, der keine politischen, sondern wirtschaftliche Gründe hatte, stellte die britische Gesellschaft vor ganz neue Herausforderungen und trug gleichzeitig zur nationalen Erinnerung bei. Da jede dieser Einwander/innengruppen ihre eigene Erinnerungskultur mitbringt, die in die „Konstruktion“ integriert werden soll, könnte dies zu einer Intensivierung der Konflikte führen.

ASTRID ERLL (Frankfurt am Main) betonte in ihrem Kommentar die Rolle der Medien und der Literatur in der Artikulation der nationalen Erinnerung. Darüber hinaus sprach sie über eine gewisse Aphasie in Bezug auf Erinnerung, einen Zustand in dem man zwar klar denkt, aber nicht im Stande ist diese Gedanken auszusprechen.

GERT OOSTINDIE (Amsterdam) analysierte die post-imperiale Erfahrung der Niederlande. Die Erinnerungskultur wurde hier in ganz besonderer Weise durch verschiedene Einwander/innenströme geprägt, die den Einheimischen mit den Worten „Wir sind hier, weil ihr dort wart“ entgegentraten. In die Niederlande kamen diese Einwander/innen zumeist aus politischen Gründen. Die erste Welle, ca. 300.000, kam aus Indonesien, das eine Politik der Verdrängung des Niederländischen verfolgte, und bestand zu 60 Prozent aus „Indos“ (Mischlinge, die vom niederländischen Vater anerkannt worden waren und damit als „Europäer“ galten). Als 1975 Surinam in die Unabhängigkeit entlassen wurde, zog der größte Teil der asiatischen Einwohner/innen dieser Kolonie (ca. 70.000) in die Niederlande um, weil es Konflikte mit der afro-amerikanischen Mehrheit gab. In neuerer Zeit sind es die schwarzen Bewohner/innen der Antillen, die von ihrem Recht, in die Niederlande zu kommen, Gebrauch machen. Die Antillen haben nicht die Unabhängigkeit angestrebt, weil sie das Recht des freien Zugangs zu den Niederlanden höher schätzen als die Selbstbestimmung. Jede dieser Einwander/innengruppen hat ihre eigene Erinnerungskultur, die wiederum in einem komplexen Verhältnis zur Erinnerungskultur der Niederländer/innen steht.

DIETMAR ROTHERMUND (Heidelberg) hob in seinem Kommentar zu diesem Beitrag die Rolle der Einwander/innen, und der memory makers (Erinnerungsmacher/innen) unter ihnen hervor. Ferner wies er auf das Problem der von Gert Oostindie erwähnten „Balkanisierung der Geschichte“ hin, das darin besteht, dass verschiedene Gruppen versuchen, ihre je eignen Erinnerungen zu einem Teil der nationalen Erinnerungskultur zu machen.

PEDRO MONAVILLE (Belgien, z.Zt. University of Michigan) wies darauf hin, dass wie auch die anderen nationalen Erinnerungskulturen die belgische von einer langen Zeit des Schweigens gekennzeichnet war. Seiner Ansicht nach bedeutet dieses Schweigen keinen Verlust der Erinnerung, sondern eine Verweigerung öffentlicher Stellungnahme, während spontane Herausforderungen dann zum Bruch des Schweigens führten. In Belgien waren dies die Debatten über König Leopolds Gräueltaten im Kongo und über den Mord an Lumumba, dem ersten Premierminister des freien Kongo. Die offizielle Entschuldigung für die Rolle Belgiens in Ruanda stellte den ersten Schritt der Vergangenheitsbewältigung Belgiens dar. Gegenwärtig ist laut Monaville die belgische Nation durch die Spaltung in Wallonen und Flamen geprägt. Die Flamen vertreten die Ansicht, die Kolonialherrschaft sei eine Angelegenheit der wallonischen Bourgeoisie gewesen, an der die flämischen Bauern keinen Anteil hatten. Pedro Monaville stellte eine gewisse „ausgeprägte Hässlichkeit“ (distinctive ugliness) der belgischen kolonialen Herrschaft dar, die die post-imperiale Erinnerung belastet.

GITA DHARAMPAL-FRICK (Heidelberg) unterstrich in ihrem Kommentar zu diesem Beitrag die Einstellung der Flamen zum belgischen Kolonialismus und sprach über die Rolle der Außenstehenden in der Konstruktion belgischer Erinnerungskultur.

ERIC SAVARESE (Nizza) sprach in seinem Referat zuerst über die Erinnerungskultur in Frankreich im Allgemeinen – eine Erinnerungskultur, die vor allem durch den Algerienkrieg geprägt wurde. Anschließend konzentrierte er sich auf die „Pieds Noirs“, die rund eine Million nach 1961 aus Algerien repatriierten französischen Staatsbürger. Sie spielen in der französischen Politik eine bedeutende Rolle, da die Politiker/innen glauben, sie könnten mit ihren Stimmen großes Gewicht bei Wahlen erlangen. Savarese betonte, dies sei nicht erwiesen, werde aber dennoch für wahr gehalten. „Erinnerungsmacher/innen“ aus dem Kreis der „Pieds Noirs“ schlagen daraus politisches Kapital und versuchen, die Solidarität ihrer Gruppe zu erhalten, obwohl die jüngere Generation nichts mehr mit Algerien verbindet.

JAN JANSEN (Konstanz) machte in seinem Kommentar auf die soziale Arena aufmerksam, die einerseits einen öffentlichen Raum für Erinnerungsdebatten bot und andererseits Aktivitäten belebte, die als „Erinnerungslobbying“ charakterisiert werden könnten. Jansen bezeichnete die Benutzung psychologischer Konzepte wie „Amnesie“ für die Untersuchung der kollektiven Erinnerung als ungeeignet. Abschließend bemerkte er, der Erinnerungsboom führe nicht zur Versöhnung, sondern zu einer Intensivierung der Konflikte.

ANTONIO COSTA PINTO (Lissabon) erklärte den komplexen Prozess der verspäteten Dekolonisierung der portugiesischen „Überseeprovinzen“. Die Dekolonisierung endete einerseits als Resultat eines langwierigen Kolonialkrieges in Portugiesisch-Guinea, Mosambik und Angola, andererseits mit dem Sturz des autoritären „Estado Novo“ (der neue Staat) Regimes und der Errichtung einer neuen demokratischen Regierung, die die Kolonien in die Unabhängigkeit entließ. Die portugiesischen Siedler/innen, die nun in die Heimat zurückkehrten, waren zum größten Teil nur kurze Zeit in den Kolonien gewesen und wurden problemlos in die heimische Gesellschaft integriert. Dementsprechend gab es weder „Pied Noirs“ noch „Erinnerungskriege“ in Portugal. Die Portugies/innen erinnern sich gern an die große Tradition ihrer Seefahrer und Entdecker, welche sie nicht mit den negativen Aspekten der Kolonialherrschaft verbinden. Der Beitritt Portugals zur Europäischen Gemeinschaft ließ den Verlust der Kolonien verschmerzen und eröffnete bessere Zukunftsperspektiven. Die Portugies/innen glauben an den „Lusotropikalismus“, der besagt, die Portugies/innen seien nicht rassistisch veranlagt und haben sich harmonisch in die Gesellschaft ihrer Kolonien eingefügt. Diese Ideologie implizierte eine moralische Überlegenheit der portugiesischen Kolonialherrschaft gegenüber anderen Kolonialmächten.

RADU CARCIUMARU (Heidelberg) wies in seinem Kommentar auf den Faktor Kalter Krieg hin, der zu einem für die verspätete Dekolonisierung und zum anderen für die Aufnahme Portugals in die Europäische Gemeinschaft zum Teil verantwortlich ist. Er sprach auch über die speziellen und sehr engen Beziehungen zwischen Portugal und den ehemaligen Kolonien, die gegenwärtig Schwellenländer sind, Brasilien und Angola, während z.B. die Niederlande keine so guten Beziehungen zu ihren Ex-Kolonien haben.

NICOLA LABANCA (Siena) stellte das kleine und sehr spät entstandene Kolonialreich Italiens vor. In seiner jüngsten Phase war es faschistisch geprägt. Dies stellte eine besondere Belastung für die italienische Erinnerungskultur dar. Das Phänomen des Schweigens war hier besonders bemerkbar. Angelo De Boca, ein Journalist und ehemaliger Untergrundkämpfer, war der erste, der die imperiale Vergangenheit analysierte und interpretierte. Er attackierte die selbstgefällige Behauptung „Italiani, brava gente“ (Italiener sind gute Menschen), die von vielen vertreten wurde. Erst in jüngerer Zeit ist es zu einer intensiven „Vergangenheitsbewältigung“ gekommen. Die Einwander/innen in Italien kommen überwiegend aus Teilen Afrikas und Asiens und nicht aus den ehemaligen Kolonien. Die Integration dieser Einwander/innen ist mit vielen Herausforderungen verbunden, die zum Teil durch die Gründung eines Ministeriums für Integration und die Berufung einer Migrantin aus Kongo an dessen Spitze gelöst werden konnten. Am Ende seines Vortrages referierte Labanca über die Literatur, die nicht nur die Reflektion, sondern vor allem die Ursache des Wandels der Erinnerungskultur Italiens sei.

CAROLINE LÜDERSSEN (Heidelberg) knüpfte in ihrem Kommentar an die von Labanca erwähnte Rolle der Literatur an und erläuterte deren Einfluss auf den Wandel in der Vergangenheitsbewältigungspolitik.

TAKASHI FUJITANI (Toronto) behandelte das japanische Kolonialreich, bestehend aus Korea und Taiwan. Er betonte das Interesse der amerikanischen Siegermacht, Japan als Bündnispartner nach dem Krieg aufzubauen. Dies habe in Japan die Tendenz unterstützt, die Kolonialherrschaft über Korea und Taiwan mit dem Mantel des Schweigens zuzudecken. Dies gelang, obwohl nahezu eine Million Japaner/innen aus den Kolonien zurückkehrten und eine fast ebenso große Zahl von Koreaner/innen, die meist als Zwangsarbeiter/innen nach Japan gebracht worden waren, nach dem Krieg dort verblieben. Erst in jüngster Zeit hat eine Beschäftigung mit der imperialen Vergangenheit eingesetzt. Diese hat sich aber mit einem anti-amerikanischen japanischen Nationalismus verbunden, für den das Werk des Autors Kobayashi Yoshinori bezeichnend ist. Er vertrat diesen neuen Typ der nationalen Erinnerung in seinen mangas (Comics), die sich in Millionenhöhe verkauften. In einer der Mangas wurde die japanische Herrschaft in Taiwan gepriesen. Gleichzeitig gab es eine Bewegung, die die Neuschreibung japanischer Schulbücher aus einer nationalistischen Erzählperspektive forderte.

WOLFGANG SEIFERT (Heidelberg) kommentierte dieses Referat ausführlich. Er wies auf die besondere Art der transnationalen Verschwörung des Schweigens hin, in die sowohl Japaner/innen als auch Amerikaner/innen verwickelt waren. Fujinori habe zur Kennzeichnung dieses Phänomens einen brisanten Beitrag geleistet. Darüber hinaus zog Seifert Parallelen zwischen dem faschistischen Regime Italiens und dem japanischen Imperialismus und wies darauf hin, dass es in Japan nach dem Krieg zwar intensive Debatten über die Natur des japanischen Staates gegeben habe, dass aber die Kolonialherrschaft dabei nicht thematisiert worden sei.

Die Schlussdiskussion wurde eingeleitet von zwei zusammenfassenden Beiträgen von ALEIDA ASSMANN (Konstanz) und PARTHA S. GHOSH (New Delhi). Aleida Assmanns Kommentar stellte das Thema der Konferenz in einen größeren Rahmen. Sie betonte, dass wir in einer Zeit leben, in der Unrecht, Leiden und Gewalt zu Hauptthemen geworden sind. Der früher bei der Geschichtsdeutung oft vorherrschende heldenhafte Triumphalismus wurde durch eine tragische Stimmung ersetzt. Sie bezog sich auf Dinesh Chakrabartis Hervorhebung der „historischen Wunden” und die politische Anerkennung des Zufügens solcher Wunden. Die Wiederbelebung der Erinnerung an den Holocaust und der Nachdruck auf die Menschenrechte seit den 1980er-Jahren bezeugen diese Entwicklung zu einer neuen Sensibilität. Die Werke John Torpeys zeigten, dass die Beseitigung historischen Unrechts eine wichtige Rolle in den gegenwärtigen Debatten spiele, während Hoffnungen auf die Zukunft zurückgingen. Partha S. Ghosh sprach von Schuld, Stolz und Schweigen in Bezug auf die Erfahrung der post-imperialen Nationen. Er forderte eine Erforschung der Prozesse der Aktivierung der Erinnerung. Ferner empfahl er eine geschlechterspezifische Betrachtungsweise der Erinnerung. So heben Feministinnen die Erfahrungen derjenigen, die sich in der Opferrolle befanden, hervor, während männliche Einstellungen zur Vergangenheit dies meist nicht berücksichtigen. In Bezug auf die Aspekte der nationalen Erinnerungskultur Indiens betonte er die steigende Aufmerksamkeit und Bedeutung, die die Teilung Indiens 1947 in den letzten Jahren erfuhr. Die Dringlichkeit der direkten Aufnahme der Augenzeugenberichte fördert die Verfolgung der Oral History. Diese Verfolgung ruft die ethische Frage hervor, inwieweit es erlaubt ist, die Erinnerung aufzuwühlen. Dies würde nicht unbedingt zur Versöhnung beitragen, was das Hauptziel der Vergangenheitsbewältigung sein sollte.

Alle Teilnehmer/innen, sowohl Referent/innen, Diskutant/innen als auch Zuhörer/innen, haben von diesem internationalen Erfahrungs- und Wissensaustausch profitiert. Die Beiträge werden 2014 in einem Konferenzband publiziert. Dieser Band ist besonders wertvoll, da es bisher kaum versucht worden ist, die Erinnerungskulturen dieser Nationen vergleichend zu analysieren, zu erklären und zu verstehen.

Konferenzübersicht:

Welcome by the organisers, Dietmar Rothermund (Heidelberg University, South Asia Institute) / Gita Dharampal-Frick (Heidelberg University, South Asia Institute)

Introduction by Dietmar Rothermund

John Darwin (Nuffield College, Oxford University): “The Memory of Empire in Britain since 1945”
Discussant: Astrid Erll (Frankfurt University)

Gert Oostindie (Koninklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkunde van Nederlands-Indië, Amsterdam): “Ruptures and Dissonances: Memories of Colonialism and Decolonization in the Netherlands”
Discussant: Dietmar Rothermund (Heidelberg University)

Pedro Mondaville (University of Michigan, USA): “Memory Politics in a Broken Nation: Remembering Imperialism in Belgium”
Discussant: Gita Dharampal-Frick (Heidelberg University)

Eric Savarèse (University of Nice, France): “The Post-Colonial Encounter in France”
Discussant: Jan Jansen (University of Konstanz)

Antonio Costa Pinto (University of Lisbon): “The Legacy of Late Colonialism and Decolonization in Contemporary Portugal”
Discussant: Radu Carciumaru (Heidelberg University)

Nicola Labanca (University of Siena): “Little and Late Empire. Strong Emotions, Bigger Problems: Post-Colonial Italy”
Discussant: Caroline Lüderssen (Heidelberg University)

Takashi Fujitani (University of Toronto): “The Forgetting of Empires in the Asia Pacific: Transpacific Complicities Between the United States and Japan”
Discussant: Wolfgang Seifert (Heidelberg University)

Concluding Session
General comments by Aleida Assmann (University of Konstanz) and Partha. S. Ghosh (Jawaharlal Nehru University)

Final Discussion

ZitierweiseTagungsbericht Memories of Post-Imperial Nations. 27.05.2013–29.05.2013, Heidelberg, in: H-Soz-u-Kult, 31.08.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4990>.

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