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total. Universalismus und Partikularismus in postkolonialer Medientheorie

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Ulrike Bergermann / Nanna Heidenreich, Medienwissenschaft, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Datum, Ort:16.05.2013-18.05.2013, Braunschweig

Bericht von:
Michael Andreas, Institut für Medienwissenschaft, Ruhr-Uni Bochum
Email: <michael.andreasrub.de>

Europa provinzialisieren – mit dieser Forderung brachte Dipesh Chakrabarty vor mittlerweile fast fünfzehn Jahren westliche Theoriekonzepte ins Wanken. Die Begrifflichkeiten westlicher Kultur- und Sozialwissenschaften würden, so Chakrabarty, Europa zu einem universalen Ausgangs- und Endpunkt jeder Theoriebildung machen. Provinzialisieren – inwiefern dieses Unternehmen in der Moderne mit ihren transnationalen Medien überhaupt möglich ist, untersuchte die Tagung „total. Universalismus und Partikularismus in postkolonialer Medientheorie“, die vom 16. bis zum 18. Mai 2013 an der Braunschweiger Hochschule für Bildende Künste stattfand. Der theoretische Anspruch der Tagung war hoch: Zum einen handelt es sich bei "Medientheorie" selbst um einen partikularen, da zumeist deutschsprachigen Theoriediskurs, der erst seit kurzem als spezifische deutschsprachige Ausrichtung von Medienwissenschaft in anderen Wissenschaftskulturen rezipiert wird.[1] Zum anderen mangelte es der kulturwissenschaftlich, philosophisch und historisch informierten Medientheorie bisher an postkolonialen Theorieansätzen – vielleicht auch, weil am Beginn der Rezeption der Postcolonial Studies in den deutschen Kultur- und Sozialwissenschaften die Frage stand, inwiefern Konzepte des Postkolonialen überhaupt auf Deutschland anwendbar seien.[2]

Eine These konturierten die Veranstalterinnen ULRIKE BERGERMANN und NANNA HEIDENREICH (Braunschweig) in ihrer Einführung: Medientheorie sei im europäischen Denken in der Aufklärung und damit in einer Kolonialgeschichte situiert. Sie forderten damit auch dazu auf, zu den Medien gehörige Theoriebildung zu provinzialisieren: Wie ließe sich eine post_koloniale Medientheorie (welche, die von den Veranstalterinnen vorgeschlagene alternativen Schreibweise deutet es an, auch die Zwischenräume von postkolonialer "Gegenwart" und kolonialer "Vergangenheit" denkt) außerhalb einer europäischen Repräsentationskritik denken, die neue Ausschlüsse produzieren würde? Die Tagung fokussierte Ansätze aus den Cultural Studies, dekolonisierende Praktiken aus dem Bereich Kunst und Kunstvermittlung sowie postkoloniale Ansätze jener Medientheorie deutschsprachiger Prägung. Dementsprechend international (und ebenso interdisziplinär) war die Tagung aufgestellt, und es stellte sich heraus, dass sich – über die Grenzen von Sprachräumen und Fachdisziplinen hinaus – konsistente Fragestellungen durchzogen und so Konturen einer postkolonialen Medientheorie erahnen ließen.

Starke theoretische Perspektiven nahmen die Beiträge aus den Cultural Studies ein, die zumeist visuelle Medien fokussierten. REY CHOW (Durham) lieferte eine Relektüre von "Hiroshima mon amour" von 1959. Ihre postkoloniale Lesart von Alain Resnais' Spielfilm galt dem Verhältnis von Bild und Ton: die Reflexion einer Epistemologie des Bildes im ersten Spielfilm des Dokumentarfilmregisseurs Resnais sowie, im Gegensatz dazu, dem Einsatz von Stimme. Die Bildebene des Films kennzeichnet Chow als "anti-documentary" und stellte ihn damit in die Tradition einer Bildkritik, die nach der Evidenz dokumentarischer Bilder fragt. Dieser, im Film selbst bereits verhandelten Kritik an einem westlichen Bildverständnis müssten, so Chows These, ästhetische wie ethische Fragen nach anderen Darstellbarkeiten folgen. Den Einsatz von "akusmatischen Stimmen" (Michel Chion) kennzeichnete Chow als einen ästhetischen Eingriff, welcher den sprachlichen, franko-japanischen Partikularismus zu einem gemeinsamen Filmraum verbinde.

PAUL BOWMAN (Cardiff) zeigte das Spannungsfeld von Universalismus und Partikularismus in einem Rundumschlag durch die Diskursgeschichte "fernöstlicher" Kampfsportarten. Diese seien immer schon von partikularistischen Tendenzen durchsetzt – etwa in der Frage, ob nun der "koreanische" oder der "japanische" Kampfstil der überlegene sei. Spätestens mit Bruce Lees Filmen der 1970er-Jahre hätten sich aber die Ästhetiken unterschiedlicher Stile zu einem medialen Wissen um eine originäre Kampfkunst "aus Fernost" verdichtet. Zum einen sei Bruce Lee selbst Vorkämpfer dieser Universalisierung gewesen, die globale Rezeption habe zum anderen die Universalisierung von "Martial Arts" in Genres wie dem Kung-Fu-Film befördert. Wie die Figur des Martial-Art-Kämpfers in anderen Filmgenres transnationalisiert, und auch durch die zeitgenössische Filmindustrie Hollywoods eingebeutet wird, verdeutlichte Bowman anhand der Jason-Bourne-Trilogie.

Diese Fragen der globalen Transmedialität, der Tropen, der Serie, der wiederkehrenden Figuren vertiefte RUTH MAYER (Hannover). Serielle Figuren begriff Mayer als partikular – als ikonische Erscheinungen mit hohem Wiedererkennungswert, welchen sie die Universalität ihrer variablen Verwendbarkeit gegenüberstellte. Das Serielle serieller Figuren ermögliche es, das Fremde gleichzeitig zu markieren und zu familiarisieren. Mayers Analysegegenstand war die transmediale Karriere der Figur Draculas: von der Romanfigur Stokers über die filmischen Erzählungen des 20. Jahrhunderts. Nicht von ungefähr, so ihre spannende These, sei in seriellen Figuren und insbesondere in Dracula die späte koloniale Weltordnung auf Dauer gestellt, welche auf asymmetrischen Machtverhältnissen basiere, gleichzeitig aber Egalität durch mediale Vernetzung zelebriere. Auf diesen Aspekt eines kolonialistischen Imaginären bezog sich auch HENRIETTE GUNKEL (Bayreuth). Sie analysierte das musikalische Projekt des Afrofuturismus als einen Gegenentwurf zu einer anderen modernen Erzählung: der Reise zum Mond, die sie als ein spätkoloniales Narrativ kennzeichnete. Überzeugend war dabei Gunkels medienhistorische Überlegung, die Reise zum Mond als eines der großen Bewegtbildnarrative der Moderne zu verstehen. Demgegenüber positionierte sie den Afrofuturismus, welcher auf vielfältige Weise die Narrative von Science Fiction mit Erfahrungen schwarzer Kolonisierung und schwarzer Diaspora kombiniere. Afrofuturismus sei als Anti-Geschichte zu lesen, als Narrativ gegen den Universalismus der Herkunft, immer mit Rückbezug auf die Geschichte des atlantischen Sklavenhandels als formierender Erfahrung.

MAJA FIGGE (Oldenburg) zeigte in ihrem Beitrag die Spannungen zwischen globalpolitischer Realität der 1950er-Jahre – einem gerade erst unabhängig gewordenen Indien – und den exotisierenden Darstellungen westlicher Monumentalfilme der Zeit. Am Beispiel von Fritz Langs "Der Tiger von Eschnapur" von 1958 belegte sie die transnationalen Verflechtungen ethnisierender Indien-Bilder westeuropäischer Filmproduktionen. Die Ambivalenz zwischen Kolonialismus und Postkolonialismus verdeutlichte Figge anhand eines anachronistischen Filmfehlers; durch das Auftauchen eines Soldaten in der Uniform des unabhängigen Indiens wird die orientalistische Folklore einer Massenszene brüchig. Zugespitzt, so Figge, sei dies eine Szene, in der das "unabhängige Indien nicht mehr einfach aus dem Rahmen zu drängen war – auch wenn die Repräsentationen nach wie vor den Bedingungen des postkolonialen, kommodifizierten Medienrahmens unterlagen." Ähnlich wie Figge fokussierte ELAHE HASCHEMI YEKANI (Innsbruck) einen Bruch innerhalb hegemonialer Indien-Bilder. Ihre Analyse beschäftigte sich mit der fotografischen Selbstrepräsentation britischer Jäger im kolonialen Indien; mit ihrer Beute, mit exotisierenden Insignien, mit ihren in den Bildhintergrund gerückten indischen Jagdhelfern. Die koloniale Pose vor erlegter Beute diene dabei dem Versuch, sich als das spektakuläre Zentrum eines Bildes zu inszenieren, der jedoch in der Geste universaler Herrschaft immer auch ein Zeichen partikularen Scheiterns sei. Beide Beiträge machten deutlich, dass ein medientheoretisches Interesse an historischem Bildmaterial gerade in der Fokussierung von Ambivalenzen innerhalb hegemonialer Bildproduktion fruchtbar wird.

Die Vorträge von ULFRIED REICHARDT (Mannheim) und ERHARD SCHÜTTPELZ (Siegen) lieferten theoretische und begriffliche Einordnungen. Während Ulfried Reichardt einen theoretischen Überblick über die, in den kulturwissenschaftlichen Analysen zuvor nur nebeneinander stehenden, Ansätze gab, und vor allem das Visuelle als Kennzeichen westlicher Epistemologie hervorhob, war mit Erhard Schüttpelz ein Vertreter der deutschsprachigen Medientheorie vertreten. Sein Vortrag fragte nach dem Verhältnis von (mitunter vormodernen, oder in Begrifflichkeiten einer westlichen Geschichtsschreibung gar nicht historisierbaren) personalen Trancemedien mit jenen technischen Medien der Moderne, denen der Begriff "Medium" heute zuallererst gilt. In der Homonymie von Medium und Medium, so Schüttpelz' zentrale These, verberge sich "eine untilgbare Alterität des Medienbegriffs und seiner kolonialen und postkolonialen Geschichte". Galten dem Kolonialismus die Trancekulte der Kolonisierten als archaisch – und somit den modernen Apparate der Kolonialisten unterlegen – erscheine dieses Potential der Gegenwart in Gestalt von Modernisierungsansprüchen in globalisierten Medienverbünden. Die koloniale "Anderszeitigkeit" der Trancemedien habe sich verflüchtigt, und ihre Interferenzen mit den sogenannten neuen Medien seien allgegenwärtig.

SVEN WERKMEISTERs (Bogotá) Beitrag löste sich ebenfalls von der Analyse audiovisueller Repräsentationen und nahm stattdessen ein anderes Medium in den Blick: die Alphabetschrift. Die als kulturelle Differenz interpretierte Mediendifferenz zwischen Europa und seinem außereuropäischen Anderen habe im kolonialen Diskurs der Legitimation einer hierarchischen Machtrelation zwischen schriftmächtigen Kolonisatoren und schriftlosen Kolonisierten gedient. Werkmeister schlug nicht nur vor, die Alphabetschrift in ihrer postkolonialen Historizität wahrzunehmen, sondern wies auch nach, wie bereits Schrift im 19. Jahrhundert als eine kulturelle Grenze reflektiert wurde: in der Auseinandersetzung mit oralen Erzählformen, im experimentellen Ausloten der Grenzen der Alphabetschrift und im Zusammenspiel mit anderen Medienformen.

KARIN HARRASSER (Linz) hob die Machtverhältnisse in Wissensmilieus hervor. Wissensmilieus (das postkoloniale Gericht und Parlament) begriff sie dabei als Medien, in denen Sprache (bzw. Sprechen-können / Sprechen-dürfen) als Trägerin von Wissen und Macht fungiert. In diesen Milieus fungiere nicht allein Repression als Stabilisatorin kolonialer Ordnung, sondern unterschiedliche Wissensformen. Gegen dieses westliche Demokratieverständnis positionierte Harrasser Isabell Stengers' Konzept der Kosmopolitik: Harrasser forderte einen Politikbegriff ein, der sein Ziel nicht in der Auflösung aller Konflikte, etwa durch eine Stabilisierung von Wissen durch Experten, finde, der also ohne habermasianischen Konsens auskommen müsse.

Gerahmt und bereichert wurde die Tagung durch Vorträge an der Schnittstelle zwischen künstlerisch-kuratorischer Praxis und postkolonialer Theorie. SUSANNE KAMEL (Berlin) stellte Beispiele aus ihrer museologischen Arbeit vor. Ihre Kritik richtete sich gegen die Ausstellungspraxis des White Cube, bei dem Exponate in neutralen, weißen Räumen präsentiert werden. Nach Kamel bestehe allerdings gerade in der vermeintlichen Neutralität das Problem: die Exponate würden so (insbesondere in Bezug auf ältere, archäologische Exponate etwa islamischer Kunst) aus ihrer kolonialen Vergangenheit isoliert. Kamels Arbeiten, die sie u.a. für die Staatlichen Museen zu Berlin realisiert, resituieren die Ausstellung wieder in ihren historischen und gesellschaftlichen Kontexten, indem sie mit partizipativen Vermittlungskonzepten arbeitet, die immer auch auf gesellschaftliche Forderungen nach "integrativen" Museumskonzepten reagieren müssen.

CANDICE BREITZ (Braunschweig) stellte ihre Videoarbeit "Extra" vor. Darin kommentiert sie die televisuelle Landschaft Südafrikas, in der die kulturellen und sprachlichen Nachwirkungen der Apartheid nachwievor sichtbar sind. In ihrer Arbeit positioniert sich Breitz als "Weiße" innerhalb des Sets der Soap Opera Generations, der einzigen Seifenoper Südafrikas mit einem ausschließlich aus schwarzen Südafrikaner_innen bestehenden Ensemble. Dazu ließ Breitz einzelne Szenen nachspielen und positionierte sich sichtbar im Szenenbild; die Schauspieler_innen bekamen die Aufgabe, die Szene so nachzuspielen, als wäre die Künstlerin unsichtbar. Daraus ergeben sich Fotos und Videos, in denen der "weiße" Körper innerhalb eines "schwarzen" Settings deplatziert erscheint, und die Annahme einer "Regenbogennation" mit dem kolonialen Erbe einer Trennung nach Hautfarben konfrontiert. Diskutiert wurde im Anschluss, ob – etwa in Perspektive einer Film- und Fernsehwissenschaft, welche die Lust der Zuschauer_innen auch an popkulturellen Genres wie der Seifenoper immer ernst genommen hat – der ästhetische Eingriff in die einzige schwarze Soap Südafrikas einem politischen Projekt des Antikolonialen nicht entgegensteht.

Experimentelle Vorträge aus den Bereichen Medienkunst und Dokumentarfilm beschlossen den zweiten und den letzen Tag der Tagung. In seiner Soundlecture legte JOHANNES ISMAIEL-WENDT (Hildesheim) die ethnifizierte Kodierung von Rhythmus in zeitgenössischer Pop- und sogenannter Weltmusik frei. Während sich die meisten theoretischen Vorträge aus den Bereichen Cultural Studies auf die visuelle Repräsentation von Ethnizität konzentrierten, galt Ismaiel-Wendts Interesse der Musikästhetik. In einer experimentellen Analyse dekonstruierte er den exotisierten Rhythmus der "AfricC" benannten Voreinstellung eines frühen Drumcomputers. Schließlich zeigten MAURICE C. TAKOR PÜLM und LUCAS KOCZOR (Braunschweig) Videomaterial ihrer Reise nach Kamerun. Pülm hatte seinen leiblichen Vater noch nie gesehen, so dass er sich mit seinem Freund Koczor aufmachte, um ihn zu besuchen. In ihrem Beitrag zeigten die beiden Filmemacher, dass migratorische Geschichte immer auch Erinnerungsarbeit bedeutet, die im Falle Kameruns auch in einer Konfrontation mit der Kolonialgeschichte des (einen) Heimatlandes resultierte.

Was nur in einigen Beiträgen (etwa in dem Beitrag von Reichardt) anklang, aber das zeigt die Aktualität des Konzepts einer postkolonialen Medientheorie über den Rahmen einer dreitägigen Tagung hinaus, waren Perspektiven auf die zunehmende Transnationalisierung durch Medienkonzerne wie Facebook oder Google, sowie Beispiele aus den Software Studies, oder die Frage nach ethnifizierten Identitäten in sozialen Netzwerken.[3] Hinten an stellte die Tagung die klassische Repräsentationskritik (etwa die Analyse der Darstellung des "Fremden" als Machtkritik). Das war konstruktiv – nicht etwa weil machtkritische und medienethische Fragestellungen postkolonialer Theorie nicht bedürften, sondern weil die Vorträge wesentlich komplexere Ansätze mit einer politischen Lesart verbanden, die sich nicht in Analysen westlicher Hegemonie erschöpfte, sondern Gegenprojekte – Widerständigkeiten, alternative Ästhetiken und Geschichtsschreibungen – sichtbar werden ließen (vgl. die Beiträge von Gunkel, Harrasser). Klar wurde dabei auch, dass sich Fragen nach nationalen Kolonialgeschichten in Zusammenhang einer kulturwissenschaftlichen Medientheorie gar nicht stellen lassen: Massenmedien, darüber waren sich die Vortragenden einig, sind aufgrund ihrer technischen Verfasstheit immer schon universalisierend. Wie genau diese Spannung zwischen Partikularismus und Universalismus sich im Kolonialen wie im Postkolonialen im Einzelnen artikuliert, zeigten die fundierten Relektüren mitunter kanonisierter (pop-)kultureller Stoffe nachdrücklich. Auch dass moderne Konzepte vormoderner Medien, wie etwa Schrift, oder das Mediale selbst einer nicht-okzidentalen Aktualiserung bedürfen (vgl. die Beiträge von Schüttpelz, Werkmeister) und dass gerade eine Hinwendung zum Sound (vgl. die Beiträge von Chow, Gunkel, Ismaiel-Wendt) zu einer anderen Epistemologie als der bild- und blickzentrierten westlichen beitragen kann, war überaus schlüssig und konsistent.

Konferenzübersicht:

Ulrike Bergermann / Nanna Heidenreich (Braunschweig): Einführung. Embedded Wissenschaft

Candice Breitz (Braunschweig): Extra: The White Elephant in the Room

Rey Chow (Durham): The Question of Sound and "Hiroshima mon amour"

Paul Bowman (Cardiff): Universalism and Particularism in Mediatized Martial Arts

Ruth Mayer (Hannover): Partikulare Universalität: Ikonen, Module, Serien

Max Jorge Hinderer Cruz (Berlin): Pharmacologies of Enlightenment – Die internationale Arbeitsteilung und die sogenannte Aufteilung des Sinnlichen

Erhard Schüttpelz (Siegen): Koloniale und postkoloniale Trancemedien

Elahe Haschemi Yekani (Innsbruck): Das Spektakel des ‚Selbst‘: Britische Kolonialfotografie zwischen Universalitätsanspruch und partikularem Scheitern

Henriette Gunkel (Bayreuth): "We’ve been to the moon and back" – das afrofuturistische Partikulare im universalisierten Imaginären

Sven Werkmeister (Bogotá): Die alphabetische Schrift als koloniales Medium. Zu einer Schlüsselfrage kolonialer und postkolonialer Literaturen

Karin Harrasser (Linz): Seltsame Anschlüsse. Wissensmilieus einer Kosmopolitik

Johannes Ismaiel-Wendt (Hildesheim): tracks’n'treks. Delinking AfricC (Soundlecture)

Maja Figge (Oldenburg): Abstraktion und Orientalismus – Fritz Langs Indienfilme im Kontext transnationaler Filmbeziehungen

Nicole Wolf (London): Das Partikulare und Affillierte in Praxis und Form: Gedanken ausgehend von feministischer Film- und Video-Arbeit in Indien

Ulfried Reichardt (Mannheim): Individualismus und kollektive Formen in globalen Medienwelten: Repräsentationen/Kategorien/Konzeptionen

Susan Kamel (Berlin): Vorsicht: Frisch gestrichen! Museen islamischer Kunst zwischen postkolonialer Kritik und Orientalismus

Maurice C. Takor Pülm / Lucas Koczor (Braunschweig): Bericht einer Reise nach Kamerun

Leider entfallen mussten die Vorträge von MAX JORGE HINDERER CRUZ (Berlin) und NICOLE WOLF (London).

Anmerkungen:
[1] Vgl. etwa die Special Issue on New German Media Theory von Grey Room Nr. 29 (Fall 2007).
[2] Vgl. die titelgebende Fragestellung von Hito Steyerl / Encarnación Rodriguez (Hrsg.), Spricht die Subalterne deutsch? Migration und postkoloniale Kritik, Münster 2003.
[3] Vgl. Lisa Nakamura / Peter Chow-White (Hrsg.), Race After the Internet, New York 2012.

ZitierweiseTagungsbericht total. Universalismus und Partikularismus in postkolonialer Medientheorie. 16.05.2013-18.05.2013, Braunschweig, in: H-Soz-u-Kult, 10.07.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4928>.

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