1 / 1 Tagungsbericht

Finanzpolitik und Schuldenkrisen 16.-20. Jahrhundert

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Philipps-Universität Marburg; Historische Kommission für Hessen; Hessisches Wirtschaftsarchiv Darmstadt; Hessisches Staatsarchiv Marburg
Datum, Ort:13.06.2013–14.06.2013, Marburg

Bericht von:
Florian Carl Eisenblätter, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Philipps-Universität Marburg
E-Mail: <Eisenblfstudents.uni-marburg.de>

Seit mittlerweile gut einem halben Jahrzehnt beherrschen Begriffe wie „Wirtschafts-“, „Finanz-“, „Schulden-“ oder „Bankenkrisen“ nicht nur den wissenschaftlichen, sondern auch den öffentlichen Diskurs. Die „Occupy“- und „Blockupy“-Bewegungen oder auch die Verhandlung beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank zeigen beispielhaft die Schwierigkeiten und Kontroversen bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen zur Abwendung solcher Krisenphänomene. Dieser Sachverhalt, der kürzlich von Thorsten Beigel und Georg Eckert herausgegebene Sammelband „Vom Wohl und Wehe der Staatsverschuldung. Erscheinungsformen und Sichtweisen von der Antike bis zur Gegenwart“[1] sowie die noch bis zum 13. September 2013 im Hessischen Staatsarchiv Marburg zu sehende Ausstellung zum Thema „Finanzpolitik und Schuldenkrisen in Hessen“ gaben den Anlass zu der Tagung. Während die Exponate und Informationsangebote der Ausstellung den regionalen Rahmen beleuchten, umfasste die Tagung internationale Themenaspekte. Eine diesbezügliche Publikation soll zeitnah erfolgen.

Wie der Titel der Tagung bereits andeutete: Krisen in der Finanzwelt sind keineswegs neue Erscheinungen. Ihre historische Bedeutung wurde nicht nur von Ökonomen längst wahrgenommen. Für den höchst aktuellen Themenbereich der „Finanzpolitik und Schuldenkrisen“ zeigen sich viele Anknüpfungspunkte in unterschiedlichsten Disziplinen. So gaben die Veranstalter der Tagung das Ziel, interdisziplinäre, interregionale sowie intertemporäre Fragestellungen und Diskussionen zu ermöglichen, bei denen zudem Aspekte unterschiedlicher Mentalitäten und Kulturen eine Rolle spielen sollten.

Die erste Sektion befasste sich mit einem regionalen Blick auf die „Staatsfinanzen in der Frühen Neuzeit“. JOCHEN EBERT (Kassel) betonte im Eröffnungsvortrag den finanziellen Stellenwert des Domaniums und der Domänengüter für Hessen-Kassel im 18. und 19. Jahrhundert. Er machte deutlich, dass deren Bedeutung in der neueren Forschung nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet würde. Obgleich eine lückenlose Identifizierung des Domänengüterbestandes anhand der Quellenlage nicht auszumachen, so sei ihr Beitrag zur lokalen wie auch zur Landesfinanzierung doch nicht zu unterschätzen gewesen. Aufgrund der Gegenüberstellung von Domänen- und Steuereinnahmen als Formen der Herrschaftsfinanzierung der Frühen Neuzeit kam der Referent abschließend zu dem Ergebnis, die Landgrafschaft Hessen-Kassel und später auch das Kurfürstentum Hessen könnten als Domänenstaaten angesehen werden.

THOMAS HEILER (Fulda) widmete sich einer anderen Region und ging auf die Normalität des finanziellen Haushaltsdefizits Kurbayerns im 17., 18. und beginnenden 19. Jahrhundert ein. Dabei gelang es dem Referenten, die unterschiedlichen Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung sowie die Auswirkungen der chronischen Geldknappheit Kurbayerns zu verdeutlichen. Er machte darauf aufmerksam, dass es sich bei einer systematischen Untersuchung der Staatsfinanzen des „Alten Reiches“ um ein Desiderat in der Forschung handele, das er für die Bedeutung frühmoderner Staatenbildung gleichwohl als wichtig ansehe. Ein chronischer Geldmangel sei systemimmanent, da er durch resultierende Abhängigkeiten den Handlungsspielraum einenge und Auswirkungen auf die Außenpolitik habe. Heiler ging ebenfalls auf die sein Vortragsthema betreffende Quellenlage und damit verbundene methodische Schwierigkeiten ein. Zum Ende seines Vortrags gab der Referent einen Ausblick auf das 20. Jahrhundert, in dem die geerbten kurbayerischen Schulden erst mit der Inflation 1922/23 wirklich an Bedeutung verloren. In der anschließenden Diskussion wurden Überlegungen über eine mögliche Vergleichbarkeit und Verknüpfungspunkte zwischen den beiden Vorträgen von Ebert und Heiler angestellt. Anknüpfend an Heilers Argumentation wurde übereinstimmend formuliert, dass einer tiefgreifenden Untersuchung der Finanzpolitik in den ehemaligen Reichsterritorien besondere Relevanz beizumessen sei.

KONRAD SCHNEIDER (Frankfurt am Main) eröffnete die zweite Sektion, die sich mit den „Rahmenbedingungen und Akteuren in der Frühen Neuzeit“ befasste. Mithilfe zahlreicher Archivalien beleuchtete der Referent den Zahlungsverkehr der Frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert und zeigte die Grundlagen des Währungssystems im „Alten Reich“, verschiedene Münzformen, die Ausbreitung des Papiergeldes, aber auch logistische Schwierigkeiten wie beispielsweise den Geldtransport oder Überweisungen auf.

ANDREA PÜHRINGER (Grünberg) referierte danach zu einem Thema, das aufgrund der heute vielfach geführten Diskussionen über einen kommunalen Finanzausgleich besondere Brisanz besitzt. Pühringer untersuchte die Städte der „Habsburgermonarchie“ hinsichtlich ihrer ökonomischen Situation und verdeutlichte die Gründe für deren steigenden Finanzbedarf. Sie zeigte dabei zugleich Motive eines sich entwickelnden Steuerstaates auf und stellte in anschaulicher Art und Weise die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben der Städte gegenüber. In ihrem Fazit verdeutlichte sie Anknüpfungspunkte zur heutigen Misere vieler Städte.

Anschließend wandte sich KATHARINA SCHAAL (Marburg) einem noch konkreteren Beispiel zu und referierte über die Geschichte der Finanzen der Marburger Universität. Schaal arbeitete heraus, dass eine Untersuchung der Finanzierung der frühen Universitäten eine weitgehende Forschungslücke darstelle, machte allerdings Hoffnung, mithilfe des Quellenbestandes des Archives der Universität Marburg hierbei Abhilfe leisten zu können. Dabei ging Schaal allgemein auf die Geschichte der Universität Marburg sowie hierzu detailliert auf deren Ökonomierechnungen ein, in denen sie Verbindungen zu der historischen Entwicklung der Universität erkennen konnte. Durch ausführliche Information über die Quellenlage des Marburger Universitätsarchivs versuchte die Referentin zu motivieren, tiefergehende Untersuchungen der Geschichte der universitären Finanzierung anzustellen. Dank der unterschiedlich detaillierten Vorträge war die anschließende Diskussion thematisch breit gefächert. Zur Sprache kamen neben möglichen Interdependenzen mit anderen Forschungsperspektiven auf Grundlage der Marburger Universitäts-Quellen vor allem intertemporäre Beziehungen und Verknüpfungspunkte zu den Krisen der heutigen Zeit.

Dies konnte im darauffolgenden Abendvortrag von JOHANNES BÄHR vertieft werden, der zugleich die zeitliche Überleitung zum zweiten Tagungstag darstellte. Bähr referierte über Finanz- und Wirtschaftskrisen des 19., 20. und 21. Jahrhunderts. Er nahm Bezug auf das erfolgreiche Buch „This time is different. Eight centuries of financial folly“[2] der Ökonomen Carmen M. Reinhart und Kenneth S. Rogoff, durch das ins öffentliche Bewusstsein gerückt worden sei, dass Finanzkrisen keine Besonderheit, sondern eine natürliche Entwicklung der Ökonomie darstellen. Um aus den vergangenen Miseren zu lernen, mache es keinen Sinn, so Bähr, alle Ursachen genauestens zu untersuchen, sondern vielmehr die wichtigsten Gemeinsamkeiten herauszufiltern. In Abgrenzung zum Buch von Reinhart und Rogoff verfolgte Bähr eine geschichtswissenschaftliche Auseinandersetzung mit den vergangenen Wirtschaftskrisen. Hierzu ging er auf unterschiedliche Ausprägungsformen ein und arbeitete sich eindrucksvoll durch die letzten zwei Jahrhunderte Krisengeschichte. Der Referent wurde dem Titel seines Vortrages gerecht und differenzierte die Krisen zunächst in internationaler Perspektive, um anschließend die Entstehung internationaler Wirtschaftskrisen zu erklären. Neben den Ursachen referierte Bähr auch über die Entscheidungen, die getroffen wurden, um Wege aus den Tiefpunkten zu finden. Als Fazit betonte er die Wiederholung von Wirtschafts- und Finanzkrisen, wobei die Form und Ausprägung von politischen und anderen Rahmenbedingungen abhängen und sich dadurch jeweils ändern. Bislang sei man erfolgreich damit gefahren, zumindest die Lehren aus der jeweils vorherigen Krise gezogen zu haben. Aus der letzten Krise seien die Erkenntnisse allerdings, so Bähr, bislang kaum in veränderte Regulierungen eingeflossen, was nicht nur dazu führe, dass sich erneut Krisen ereignen – dies sei ohnehin der Fall – , sondern, dass die Auswirkungen deutlich heftiger ausfallen.

Es gelang Bähr, Brücken und Zusammenhänge zwischen vergangenen und gegenwärtigen Krisen zu verdeutlichen. Die folgende Diskussion drehte sich zunächst um die Gründe für die aktuelle Krise und kam zu dem Ergebnis, dass oftmals fehlendes Vertrauen zwischen den einzelnen Wirtschaftsakteuren ursächlich für das Entstehen von Krisen sei. So habe die Insolvenz der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im Jahre 2008 dazu geführt, dass das Vertrauen zwischen den Banken verloren gegangen sei, wodurch sich die Krise weiter verstärkt habe.

Dies bildete eine thematische Verbindung zu den Vorträgen des zweiten Tagungstages. In beiden Vorträgen der Sektion „Finanzpolitik im 19. Jahrhundert“ stellte Vertrauen einen wichtigen Aspekt dar. In KORINNA SCHÖNHÄRLs (Essen) Vortrag zur „Internationalen Finanzkommission“ (IFK) in Griechenland ging es, anders als in den Vorträgen der vorherigen Sektionen, nicht um das Machen von Schulden, sondern um die Frage, wie man mit ihnen umgehen könne. Schönhärl stellte die wirtschaftliche Entwicklung Griechenlands mit dem Staatsbankrott von 1893 dar, befasste sich mit der Einrichtung der IFK im Jahre 1898 und ihrer Arbeit sowie der Rezeption der IFK seitens der Presse, Diplomaten und Bankiers. Als zentralen Untersuchungsgegenstand sah die Referentin die Veränderung des Vertrauens an, das durch die IFK womöglich habe geschaffen werden können.

Auch GEORG ECKERT (Wuppertal) referierte über die Staatsverschuldung, die seiner Meinung nach typisch war für das 19. Jahrhundert, dem „Jahrhundert der Erfindung der Finanzpolitik“. Ihm gelang hierbei eine theoriegeschichtliche Aufarbeitung zur Politik des öffentlichen Kredits im 19. Jahrhundert, in der er als entscheidende Faktoren für den öffentlichen Kredit Vertrauen sowie Öffentlichkeit herausarbeitete. Demzufolge drehte sich auch die daran anschließende Diskussion um die Schlüsselbegriffe der beiden Vorträge von Schönhärl und Eckert: Welche Bedeutung besaß bzw. besitzt Vertrauen für das Handeln der Akteure der Finanzpolitik? Wie kann das Verhalten mithilfe der daraus gewonnenen Erkenntnisse erklärt werden?

Die letzte Sektion beschäftigte sich der Chronologie der Veranstaltung entsprechend mit „Finanzkrisen im 20. Jahrhundert“. NIKLOT KLÜßENDORF (Amöneburg) konzentrierte sich hierbei auf die Finanzstrategien während der deutschen Inflation von 1922/24. Hierbei ging er auf den Verfall der deutschen Währung ebenso wie auf dessen praktische Konsequenzen ein. Da die drei Geldfunktionen – Zahlungsmittel-, Wertaufbewahrungs- und Wertmessfunktion – so Klüßendorf, hierdurch zerstört worden seien, seien als Ausweg verstärkt sogenannte Sachwertanleihen, zumeist Roggenanleihen, ausgegeben worden, die im Gegensatz zum Geld weiterhin die Illusion der Wertbeständigkeit vermittelt hätten. Illustrierend zeigte der Referent verschiedene Beispiele für Sachwertanleihen in Hessen auf. Er beschrieb gekonnt die Entwicklung der deutschen Inflation und zeitlich passend dazu die Finanzstrategien mithilfe von Sachwerten. An dem von Klüßendorf erläuterten Sachverhalt wurde erkennbar, welch große Bedeutung Sicherheitsgefühl und Vertrauen in eine Währung für das Funktionieren eines Währungs- und Finanzsystems besaßen.

Im abschließenden Vortrag befasste sich RALF BANKEN (Köln) mit der Finanzpolitik des „Dritten Reiches“. Er dokumentierte die unsolide Expansion Deutschlands und die Rüstungsfinanzierung anhand der Entwicklung des Reichshaushaltes zwischen 1933 und 1945 und befasste sich mit der betriebenen Steuerpolitik, dem Ausgabenverhalten und der Art der Verschuldung. Um seiner im Titel des Vortrags gestellten Frage „Blind in den Staatsbankrott?“ gerecht zu werden, konzentrierte er sich anschließend auf die finanzpolitischen Motive, Interessen und Einschätzungen der Regime-Spitzen. So machte der Referent deutlich, dass das „Deutsche Reich“ kein Einnahmen-, sondern vielmehr ein Ausgabenproblem besessen habe. Der finanzpolitische „Point of no Return“ sei, so Banken, 1943 überschritten worden. Danach sei es auf solide Finanzen nicht mehr angekommen. Ab diesem Zeitpunkt habe sich die führende Spitze der Nationalsozialisten folgenden Sachverhalt klargemacht: Würde Deutschland den Krieg gewinnen, so könne man die notwendigen finanziellen Mittel in den eroberten Staaten eintreiben. Würde Deutschland den Krieg verlieren, dann sei auch eine defizitäre Finanzpolitik egal. Banken schloss seinen Vortrag damit ab, dass letztendlich die deutsche Bevölkerung die verschwenderische Ausgabenpolitik des „Dritten Reiches“ mit Verlust ihres Geldes und der damit notwendig gewordenen Währungsreform 1948 habe bezahlen müssen. Die darauffolgende Diskussion der letzten Sektion kreiste um die nicht vorhandene Langfristigkeit und Solidität der Finanz- und Schuldenpolitik des „Dritten Reiches“.

Wenn es einen Themenkomplex gibt, zu dem Wirtschaftshistoriker bei tagespolitischen Diskussionen mit Problemlösungen und Vorbeugungsmechanismen beitragen können, dann handelt es sich sicherlich um den Bereich der Finanz- und Wirtschaftskrisen. Dieses zentrale Tagungsergebnis wurde in der abschließenden Diskussion besonders hervorgehoben. Die Veranstaltung konnte dazu beitragen, zwischen den verschiedenen besprochenen Epochen und Gegenständen Vergleiche anzustellen und Muster herauszuarbeiten. Es wurde deutlich, dass wiederkehrende Krisen zur Normalität des Wirtschafts- und Finanzsystems gehören und mitunter auch positive Aspekte beherbergen können. Die durch sie nötig gewordenen Lösungsmechanismen können im besten Falle die allgemeine Situation verbessern helfen. Auf der Tagung konnte aufgezeigt werden, dass das Herausarbeiten von Lösungsmöglichkeiten für bestehende oder zukünftige Krisen schwierig ist, insofern man detailliert einzelne Aspekte beleuchtet. Dies liegt darin begründet, dass die vergangenen Krisen häufig unterschiedliche Ursachen hatten. Daher sollten nicht nur einzelne Akteure, sondern vielmehr große Zusammenhänge untersucht werden, was die intertemporäre Betrachtungsweise der Tagung ermöglichen konnte. Als zentrale Ursache der vergangenen Krisen erschien das Fehlen von Vertrauen, welches unterschiedliche Formen annehmen kann. Daher kann zur Analyse vergangener sowie Lösung zukünftiger Krisen die Fragestellung „Wie schaffe oder sichere ich Vertrauen?“ hilfreich sein. Zukünftige, expliziter auf den Aspekt des Vertrauensverlustes fokussierende Untersuchungen hinsichtlich der historischen Entstehung von Finanzkrisen würden daher eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Forschungsstandes bilden.

Konferenzübersicht

Andreas Hedwig / Christian Kleinschmidt (Marburg) – Begrüßung und Einführung

Sektion 1: Staatsfinanzen in der Frühen Neuzeit

Jochen Ebert (Kassel) – Staat machen mit Domänen. Zur Bedeutung des Domaniums für die Landesfinanzierung im 18. und 19. Jahrhundert. Das Beispiel Hessen-Kassel

Thomas Heiler (Fulda) – Zwischen leeren Kassen und fürstlichem Machtanspruch. Das Haushaltsdefizit als Strukturmerkmal der kurbayerischen Staatsfinanzen 1648-1803

Sektion 2: Rahmenbedingungen und Akteure in der Frühen Neuzeit

Konrad Schneider (Frankfurt am Main) – Zahlungsverkehr in der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert mit Blick auf Frankfurt a.M.

Andrea Pühringer (Grünberg) – La grande misère de la ville. Städtische Strategien im Umgang mit der finanziellen Dauerkrise

Katharina Schaal (Marburg) – Die Finanzen der Universität Marburg. Ein Werkstattbericht

Sektion 3: Abendvortrag
Johannes Bähr (Frankfurt am Main) – Finanz- und Wirtschaftskrisen im 19. und 20. Jahrhundert in internationaler Perspektive

Sektion 4: Finanzpolitik im 19. Jahrhundert

Korinna Schönhärl (Essen) – Incasso International. Die Internationale Finanzkommission in Griechenland (1898-1941)

Georg Eckert (Wuppertal) – „Sparsamkeit, Redlichkeit und Ordnung in ihrem Haushalte“ – Zur Politik des öffentlichen Kredits im 19. Jahrhundert

Sektion 5: Finanzkrisen im 20. Jahrhundert

Niklot Klüßendorf (Amöneburg) – Das Geld mit Sachwerten umgehen – Finanzstrategien in der deutschen Inflation von 1922/24

Ralf Banken (Köln) – Die Finanzpolitik des „Dritten Reiches“: Blind in den Staatsbankrott?

Anmerkungen:
[1] Thorsten Beigel / Georg Eckert (Hrsg.), Vom Wohl und Wehe der Staatsverschuldung. Erscheinungsformen und Sichtweisen von der Antike bis zur Gegenwart, Münster 2013.
[2] Carmen M. Reinhart / Kenneth S. Rogoff, This time is different. Eight centuries of financial folly, Princeton 2009.

ZitierweiseTagungsbericht Finanzpolitik und Schuldenkrisen 16.-20. Jahrhundert. 13.06.2013–14.06.2013, Marburg, in: H-Soz-u-Kult, 20.07.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4924>.

Copyright (c) 2013 by H-Net, Clio-online, and the author, all rights reserved. This work may be copied and redistributed for non-commercial, educational purposes, if permission is granted by the author and usage right holders. For permission please contact H-SOZ-U-KULTH-NET.MSU.EDU.