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Mixed Courts: Dynasty, Politics, and Religion in the Early Modern World

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt; Deutsches Historisches Institut London
Datum, Ort:14.03.2013-16.03.2013, Gotha

Bericht von:
André Bochynski, Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt; Tobias Zober, Universität Erfurt
E-Mail: <andre.bochynskiuni-erfurt.de>; <tobias.zoberuni-erfurt.de>

Angesichts der jahrzehntelangen Dominanz des Konfessionalisierungsparadigmas hat es lange gedauert, bis konfessionelle Überschneidungen ins Blickfeld der Frühneuzeitforschung getreten sind. Obwohl gerade in den letzten Jahren die Mischungsverhältnisse zwischen den Bekenntnissen immer stärker thematisiert wurden, blieben Fürstenhöfe erstaunlich wenig berücksichtigt. Zumindest implizit herrschte die Annahme vor, dass es sich bei der monarchischen Familie und ihrem Umfeld um einen weitgehend monokonfessionellen Bereich gehandelt habe – obwohl doch zahlreiche dynastische Verbindungen, gemischtkonfessionelle Hofgesellschaften oder Bekenntnisunterschiede zwischen Herrscher und Beherrschten eigentlich dagegen sprechen.

Dem Problem mehrerer Bekenntnisse an frühneuzeitlichen Fürstenhöfen widmete sich in vergleichender Perspektive vom 14. bis 16. März 2013 erstmals die internationale Tagung „Mixed Courts“ in Gotha, die vom Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Institut London ausgerichtet, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und von Benjamin Marschke (Humboldt State, USA), Michael Schaich (London) sowie Alexander Schunka (Gotha) geleitet wurde. Im Zentrum standen mehrkonfessionelle dynastische Verhältnisse und ihre zeremoniellen, politischen und theologischen Konsequenzen. In vielen Fällen brachte das Aufeinandertreffen mehrerer Bekenntnisse am Fürstenhof besondere Herausforderungen mit sich, die nicht nur dynastische Verfahrensregeln in Frage stellten (etwa bei Eheverhandlungen), sondern auch einen erhöhten Legitimationsbedarf mit sich brachten, der zu neuen performativen Handlungen sowie öffentlichen und diplomatischen Kontroversen führen konnte.

Achtzehn Vorträge von Referentinnen und Referenten aus insgesamt 10 Ländern präsentierten Fallstudien und übergreifende Perspektiven, die von Großbritannien bis ins russische Zarenreich, von Schweden bis nach Siebenbürgen sowie in diverse Territorien des Alten Reiches und Mitteleuropas reichten. Ein gewisser zeitlicher Schwerpunkt lag im 17. und 18. Jahrhundert, was auf die steigende Bedeutung gemischtkonfessioneller Verbindungen verweist. Durch Einbeziehung ausgewählter außereuropäischer Höfe (Mogulreich, Siam, Osmanisches Reich) zielte die Konferenz darauf ab, die Dominanz der drei christlich-mitteleuropäischen Bekenntnisse aufzubrechen und nicht nur mehrkonfessionelle, sondern auch multireligiöse Verhältnisse zu berücksichtigen. Der Anspruch war, die klassische frühneuzeitliche Hofforschung um theologie- und kirchengeschichtliche, kunstgeschichtliche, politik- und diplomatiegeschichtliche sowie ideengeschichtliche Aspekte zu erweitern.

Im Zentrum der ersten von insgesamt fünf Sektionen stand das Heilige Römische Reich deutscher Nation. INES PEPER (Wien) behandelte die konfessionspolitischen Entwicklungslinien am Hof Karls VI. und seiner Gemahlin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel. In Hinblick auf die Konversion Elisabeth Christines 1707 machte Peper auf die anscheinend unveränderte Religionspraxis des Wiener Hofs aufmerksam, wobei sie auch Anzeichen einer beginnenden Bindung protestantischer Familien an den Kaiserhof betonte. Dies deute auf das längerfristige Ziel einer interkonfessionellen Herrschaftsausübung hin. Die Möglichkeit der Verbindung von Religion und Dynastie sei in diesem Sinne als politische Strategie zu verstehen. Noch deutlicher wurde eine konfessionspolitische Instrumentalisierbarkeit interkonfessioneller Heiraten im Vortrag von HOWARD LOUTHAN (University of Florida). Er beschäftigte sich mit der öffentlichen Wahrnehmung der Eheverbindung des reformierten Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz mit Elisabeth Stuart im Jahr 1613, die von Zeitgenossen als Sinnbild eines europäischen Protestantismus vor dem Hintergrund innerprotestantischer Spannungen am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges gesehen wurde. Dies spiegelte sich auch in Kunst und Literatur wider. Dass gemischte Fürstenehen und die Möglichkeit der Konversion eines Partners entscheidend die private Religionsausübung mit Fragen von Dynastie und Staatsräson, aber auch mit Karriereambitionen verknüpften, stellte ANNE-SIMONE ROUS (Gotha/Dresden) anhand mehrerer bikonfessioneller Heiraten am kursächsischen Hof des 18. Jahrhunderts dar. Hintergrund waren die territoriale Zersplitterung der wettinischen Herrschaft nach dem Tode Johann Georgs I., die Reichspolitik und insbesondere die Konversion Augusts ‚des Starken‘ im Kontext der Personalunion mit Polen.

Während man sich im lutherischen Kursachsen vorwiegend mit katholischen Fürstenehen und -konversionen auseinandersetzen musste, rückten die folgenden Vorträge die innerprotestantischen Verbindungen zwischen lutherischen und reformierten Ehepartnern in den Fokus. BENJAMIN MARSCHKE (Humboldt State, USA) thematisierte die reformiert-lutherischen Heiratsstrategien des kurbrandenburgischen bzw. preußischen Hofes seit der Zeit des „Großen Kurfürsten“ Friedrich Wilhelm I. Durch die Eheschließungen reformierter Hohenzollern mit lutherischen Ehepartnerinnen ergaben sich nicht nur zeitweise gemischtreligiöse Höfe, sondern auch besondere Interaktionsmöglichkeiten mit der mehrheitlich lutherischen Bevölkerung. Aus den Heiratsverhandlungen und ‚Ehepacten‘ lasse sich gerade im 18. Jahrhundert immer mehr der Anspruch eines preußischen „Pan-Protestantism“ erschließen. In eine ähnliche Richtung argumentierte auch ALEXANDER SCHUNKA (Gotha/Erfurt), der bei der Analyse mehrerer kleinerer Höfe des Reichs im frühen 18. Jahrhundert (Württemberg, Hessen-Kassel, Wolfenbüttel, Sachsen-Gotha) die theologischen Implikationen gemischtkonfessioneller Eheschließungen herausstellte und die Bezüge zur protestantischen Irenik betonte. In enger Verbindung mit der Politik Brandenburg-Preußens sei es vielerorts um eine Standortbestimmung innerhalb eines größeren protestantischen Verbundes bzw. um die Konstruktion eines „International Protestantism“ gegangen.

Nach der Reichsorientierung der ersten, mit fünf Vorträgen umfassendsten Tagungssektion galt der Blick im zweiten Abschnitt einer „global perspective“, die vor allem aus Fallstudien aus dem asiatischen Bereich bestand. ANTJE FLÜCHTER (Heidelberg) behandelte für den indischen Mogulhof des ausgehenden 16. Jahrhunderts das Problem mehrerer Religionen (sunnitischer und schiitischer Islam, Hinduismus und Jainismus sowie christliche Gesandtschaften und Kaufleute). Flüchter problematisierte die Herausforderungen zur Konsensbildung und zur Regulierung religiöser Vormachtstellungen, die dynastischen Möglichkeiten angesichts religiöser Pluralität sowie die Herausbildung synkretistischer Praktiken. SVEN TRAKULHUN (Zürich) verwies anhand des Königreichs Siam der Ayutthayaperiode unter Prasat Thong (reg. 1629-1656) auf das spezifische System sozialer Hierarchisierung (Sakdina), das auch die Einbindung nicht-buddhistischer Religionsangehöriger in die Hofgesellschaft ermöglichte. Insofern zeigte sich der siamesische Hof als Ort bewusster Vermischung von Personen unterschiedlicher Religionen, die weitgehend unabhängig von ihrer Bekenntniszugehörigkeit bedeutsame Ämter bekleiden konnten.

Der Abendvortrag von JEROEN DUINDAM (Leiden) widmete sich in vergleichender Absicht anhand chinesischer, osmanischer und europäischer Beispiele dem Stellenwert des monarchischen Glaubensbekenntnisses und seiner instrumentellen Funktion in Bezug auf Hof und Land. Duindam verwies auf das situationsbezogene, immer wieder neu zu verhandelnde und daher zeitlich begrenzte Verhältnis verschiedener religiöser Zusammensetzungen in der Fürstengesellschaft. Wie sich etwa anhand von Erfahrungen europäischer Gäste an osmanischen oder chinesischen Höfen zeigt, eröffneten bestimmte andersreligiöse Zugehörigkeiten auch spezifische Zugangsmöglichkeiten zu lokalen Machtzentren. Dem Souverän kam dabei eine besondere Verantwortung zu, die religiöse Stabilität gerade im Blick auf andere Glaubensrichtungen zu bewahren.

Die Beiträge der zweiten Sektion deuteten darauf hin, dass religiöse Pluralität an Höfen und monarchischen Machtzentren ein gleichsam universales Phänomen der Vormoderne war – auch wenn sich angesichts der jeweiligen dynastischen und politisch-sozialen Umstände die konkreten Ausprägungen zwischen Asien und Europa deutlich unterscheiden konnten. Der dritte Abschnitt wandte sich anschließend wieder europäischen, konkret: west- und nordeuropäischen Höfen und Territorien zu, wobei das frühneuzeitliche Großbritannien für die Tagungsthematik ein gleichsam vertrautes Terrain bildete und in zwei Fallstudien behandelt wurde. Der Vortrag von DAGMAR FREIST (Oldenburg) führte in die religiösen Wirren am Vorabend des englischen Bürgerkriegs: Die Ehe Karls I. mit der Bourbonin Henrietta Maria machte eine katholische Bedrohung für Anglikaner wie Puritaner konkret erfahrbar und wurde von der Königin selbst politisch instrumentalisiert. Im Großbritannien des 18. Jahrhunderts neigte man demgegenüber von Seiten der Monarchie dazu, innerprotestantische Unterschiede eher herunterzuspielen, wie MICHAEL SCHAICH (London) unterstrich. Wilhelm III. war ebenso wie die Hannoveraner Georg I. und Georg II. zwar religiöses Oberhaupt Großbritanniens, ohne aber der Church of England zu entstammen. Nicht nur im Umgang mit anderskonfessionellen Hofangehörigen und ihren Gottesdiensten, sondern auch in Bezug auf ihre außerbritischen Stammlande waren diese Monarchen (etwa Georg II. in Bezug auf das Kurfürstentum Hannover) zu konfessionellem „cross-dressing“ gezwungen. Eine dynastische Nutzensperspektive dominierte auch, wie DANIEL RICHES (Alabama) verdeutlichte, bei geplanten und vollendeten gemischtkonfessionellen Eheverbindungen am schwedischen Hof. Aus Sicht der Wasa-Dynastie des 17. Jahrhunderts waren solche Heiraten gute Möglichkeiten, die schwedische Macht- und Einflusspolitik voranzutreiben und sich gleichzeitig an die Spitze konfessioneller Friedensbemühungen in Europa zu stellen. Daher seien die verschiedenen religiösen Zugehörigkeiten der Ehepartner weniger als Hindernis, sondern vielmehr als Kern der Attraktivität solcher Verbindungen gesehen worden. Wie genau die Gemischtkonfessionalität eines Hofes innerhalb der europäischen Dynastien beobachtet wurde und wie sehr sie über ein einzelnes Territorium hinaus wirksam werden konnte, unterstrich LUC DUERLOO (Antwerpen) am Beispiel des erzherzoglichen Hofes von Albert und Isabella in den habsburgischen Niederlanden im frühen 17. Jahrhundert. Als „nördlichster katholischer Hof“ Europas bestand die Notwendigkeit, in enge diplomatische Beziehungen mit den umliegenden gemischtkonfessionellen bzw. protestantischen Höfen (dem Statthalterhof der nördlichen Niederlande, daneben London oder Düsseldorf) zu treten. Dafür wurden möglichst katholische Kontakte bemüht, was eine derartige Diplomatie nicht immer einfach gestaltete.

In dieser Sektion wurde somit deutlich, dass auch der überwiegend protestantisch regierte Norden und Nordwesten Europas sich bei gemischtkonfessionellen Verbindungen fast permanent mit katholischen Einflüssen auseinandersetzen musste. Mischkonfessionalität im Kontext der katholisch dominierten Höfe West- und Südeuropas war Thema des vierten Vortragsblocks, beginnend mit dem Vortrag von JONATHAN SPANGLER (Manchester) über bourbonische Heiraten im 17. Jahrhundert. Während Katharina von Navarra in ihrer Ehe mit Heinrich von Lothringen (1599) an ihrem reformierten Glauben festhielt, wechselte Elisabeth Charlotte von der Pfalz angesichts einer veränderten konfessionspolitischen Lage für die Heirat mit Philippe Duc d’Orléans 1671 ihren Glauben. Deutlich wurde, dass gemischte Heiraten zwar als Instrument der Machtgewinnung genutzt werden konnten, Frauen jedoch nicht immer bereit waren, ihre Konfession aus politischen Gründen aufzugeben. BIRGIT EMICH (Erlangen-Nürnberg) wandte sich den Beziehungen des Vatikans zu nichtkatholischen Höfen bzw. gemischtkonfessionellen Höfen zu, die sich, wie im Falle Sachsens vor 1697, oft nur über diplomatiegeschichtliche Umwege ermitteln lassen. Die päpstliche Diplomatie unterhielt entgegen ihrer offiziellen Haltung sehr wohl Kontakte zu nichtkatholischen Höfen und Fürsten und versuchte, über inoffizielle Kanäle und entsprechende politische Zugeständnisse ihren Einfluss geltend zu machen.

Die letzte Sektion öffnete den Blick für das östliche Europa, einen konfessionell besonders heterogenen Raum, was nicht ohne Auswirkungen auf die Sphäre der Höfe blieb. MACIEJ PTASZYŃSKI (Warschau) erörterte gemischtkonfessionelle Tendenzen an polnischen Höfen des 16. Jahrhunderts. Obwohl die polnischen Könige katholisch heirateten, bedeutete dies nicht, dass die Höfe von einer Konfession dominiert wurden. Viele Hofbedienstete pflegten einen anderen Glauben. Besonders wichtig erschienen protestantische Geistliche unter Sigismund August (1548-1572), die allerdings unter Stefan Báthory (1576-1586) durch Jesuiten ersetzt wurden. GRAEME MURDOCK (Dublin) untersuchte die innen- und konfessionspolitische Dimension gemischtkonfessioneller Heiraten am Beispiel der Ehe des reformierten György Rákoczi mit der Katholikin Zsófia Báthory (1643) im besonders pluralistischen Fürstentum Siebenbürgen. Die Autorität der Rákoczi-Familie stützte sich zwar auf eine reformierte Basis, doch nach dem Tod Györgys konvertierte Zsófia mit ihrem Sohn wieder zum Katholizismus, setzte reformierte Geistliche ab und holte Jesuiten ins Land. Aus Sicht des Reformiertentums stellten demnach weder Stände noch Höfe verlässliche Partner dar. Auch der abschließende Beitrag von LORENZ ERREN (Moskau) unterstrich, dass unter bestimmten politisch-kulturellen Umständen konfessionelle Propria zur Verhandlungsmasse werden konnten. Er machte deutlich, dass im russischen Zarenreich eigentlich theologische Unterschiede zwischen orthodoxer Kirche und den protestantischen Bekenntnissen gemischtkonfessionelle Verbindungen ausschlossen. Unter Zar Peter I. brach man allerdings vorübergehend mit traditionellen religiösen Denkmustern, um Anschluss an europäische Fürstenhäuser und kontinentale Politik zu gewinnen. Dies führte zu Lockerungen im Umgang mit Nichtorthodoxen und ermöglichte mehrere Eheverbindungen der Zarenfamilie mit protestantischen Fürstenhäusern.

In seinem Schlusswort bemühte sich ANDREAS GESTRICH (London) um eine Typologie gemischtkonfessioneller Höfe in der Frühen Neuzeit und betonte vor allem die Vielfalt der dynastischen Möglichkeiten im Umgang mit konfessioneller Pluralität (Konversionen, gelebte religiöse Pluralität, „occasional conformity“), auch verbunden mit der Frage nach geschlechtsspezifischen Strategien. In der Schlussdiskussion stand ebenfalls die politisch-pragmatische bzw. funktionale Perspektive auf das Phänomen im Zentrum. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass die starke Fokussierung auf den Hof bzw. die Dynastie und dessen unmittelbares Umfeld zugunsten einer noch stärkeren Einbeziehung etwa des Hofpersonals oder der Auswirkungen dynastisch-höfischer Gemischtkonfessionalität auf das jeweilige Territorium zukünftig stärker aufgebrochen werden müsste. Fragen nach dem Verbleib des Hofpersonals eines konvertierten Ehepartners oder nach den Einflussmöglichkeiten angeheirateter andersgläubiger Familienmitglieder auf die jeweilige Entourage (Hofprediger, eigene Hofstaaten) sind in den Vorträgen zwar nicht gänzlich vernachlässigt worden, standen aber doch eher am Rande.

Auch wenn die Konferenz letztlich nicht zu einer klaren Typologisierung höfischer Gemischtkonfessionalität geführt hat, ist gerade in der vergleichenden Zusammenschau der zahlreichen europäischen, aber auch außereuropäischen Fallbeispiele die enorme Virulenz und Wirkmächtigkeit des Phänomens in verschiedenen Bereichen frühneuzeitlicher politischer und religiöser Kultur mehr als deutlich geworden. Die engagiert-lebendigen Diskussionen der Tagungsteilnehmer/innen und der fruchtbare Dialog zwischen Spezialist/innen für unterschiedliche Territorialhistoriographien haben dies unterstrichen und zu einer wertvollen ersten Vermessung des Feldes geführt.

Konferenzübersicht

Session 1: The Holy Roman Empire

Ines Peper (Wien): The Imperial Court in Vienna: Confessional Politics and Family Relations at the Center of a Composite Monarchy in the Early 18th Century

Howard Louthan (University of Florida): Uniting the Thames and the Rhine: The Palatine Match Revisited

Anne-Simone Rous (Gotha/Dresden): Bi-Confessional Marriages and Religious Conflict at the Courts of Saxony in the 18th Century

Benjamin Marschke (Humboldt State, USA): Confessional Identity, Pan-Protestantism, and Secularization: Cross-Confessional Marriage Projects in the House of Hohenzollern in the 18th Century

Alexander Schunka (Gotha/Erfurt): Minor German Courts and Confessional Irenicism in the 18th Century

Session 2: The Global Perspective

Antje Flüchter (Heidelberg): Pluralism of Religions or Religious Competition? The Indian Mughal Court under Akbar

Sven Trakulhun (Zürich): Religious Pluralism at the Siamese Court (16th-18th Centuries)

Jeroen Duindam (Leiden): Keynote: Courts, Rulers, and Religion: A Global and Comparative Perspective

Session 3: Northern and Western Europe

Dagmar Freist (Oldenburg): "Now the King will turn a catholic": The Mixed Marriage of Henrietta Maria and Charles I as a Projection Space of Religious Difference

Michael Schaich (London): Mixed Courts in the British Composite Monarchy around 1700

Daniel Riches (Alabama): Dynastic and Religious Ambitions in the Confessionally-Mixed Marriage Projects at the Early Modern Swedish Court

Luc Duerloo (Antwerpen): Wild Boars and Englishmen. The Archdukes Albert and Isabella and the Neighbouring Mixed Courts

Session 4: Western and Southern Europe

Jonathan Spangler (Manchester): Monsieur is Worth a Mass: The Changing Emphasis of Personal Confessions in Bourbon Royal Marriages, 1599 to 1671

Birgit Emich (Erlangen-Nürnberg): Mixed Courts, Mixed Feelings: The Papal Perspective on Multi-Confessional Courts in Europe

Session 5: Central and Eastern Europe

Maciej Ptaszyński (Warschau): Protestants at Catholic Courts in 16th Century Poland

Graeme Murdock (Dublin): Calvinist Confessionalism and the Transylvanian Court

Lorenz Erren (Moskau): Mixed Marriages at the Russian Court During the First Half of the 18th Century

Andreas Gestrich (London): Concluding Remarks and Discussion

ZitierweiseTagungsbericht Mixed Courts: Dynasty, Politics, and Religion in the Early Modern World. 14.03.2013-16.03.2013, Gotha, in: H-Soz-u-Kult, 08.07.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4907>.

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