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Bordering Early Modern Europe

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Ivan Parvev / Maria Baramova / Grigor Boykov, Center of Excellence in the Humanities “Alma Mater”, Universität Sofia
Datum, Ort:21.03.2013–23.03.2013, Sofia

Bericht von:
Aneliya Stoyanova, Historische Fakultät, Universität Sofia “St. Kliment Ohridski”
E-Mail: <aneliya_a_stabv.bg>

Die dreitägige internationale Konferenz „Bordering Early Modern Europe“ wurde vom Center of Excellence in the Humanities “Alma Mater” der Sofioter Universität “St. Kliment Ohirdski” organisiert. Die Veranstaltung selbst wurde thematisch dreigeteilt, wobei jedem Akzent ein Konferenztag zugewiesen wurde: 1) die politischen und geostrategischen Grenzen Europas; 2) Grenzen und Grenzgebiete in der Frühen Neuzeit; 3) Grenzen und Abgrenzungen in der Europäischen Türkei.

Im ersten Vortrag befasste sich HEINZ DUCHHARDT (Bonn) mit den deutsch-französischen Beziehungen des 18. Jahrhunderts und dem Kampf um den Rhein, der als natürliche Grenze häufig auch zum Theatrum belli geworden sei. Durchhardt ging näher auf die Kartografie beider Antagonisten und den mit ihr verbundenen politischen Ziele ein. Er stellt heraus, dass die französischen Kartenverleger aufgrund ihrer technischen Überlegenheit und des größeren Auditoriums, dessen sie sich erfreuten, die Arbeiten ihrer deutschen Kollegen zumindest quantitativ übertrafen. Die Karten seien jedoch auf beiden Seiten propagandistisch genutzt worden,.

IVAN PARVEV (Sofia) begann seinen Vortrag mit der Feststellung, dass die Idee für ein vereintes Europa nicht erst in den letzten einhundert Jahren entstanden ist. Anhand konkreter Beispiele, nämlich elf Europa-Projekte aus dem 15.-18. Jahrhundert, zeigte er die zweideutige Rolle Südosteuropas auf. Abgesehen von den südosteuropäischen Ländern der Habsburger, standen die übrigen Gebiete, also der osmanische Balkan, zum größten Teil außerhalb dieser Projekte. Der Grund dafür war, nach Parvev, dass neun dieser elf Pläne das zu schaffende vereinte Europa als eine christliche oder eine gegen das Osmanische Reich gerichtete Union formulierten.

Danach kam JOVAN PEŠALJ (Leiden) mit einem Beitrag zum Modell der linearen Grenzen in Südosteuropa zu Wort. Zuerst ging er auf die Entwicklung und dem erdkundlichen Verlauf der Entgrenzungen auf dem Balkan ein, die bis Ende des 17. Jahrhunderts vom stetig expandierenden Osmanischen Reich bestimmt seien, was sich auf die Art der Grenzziehung und Grenzverständnis ausgewirkt habe. Mit dem Beginn des 18. Jahrhunderts habe sich jedoch schrittweise das auf territorialer Integrität und linearen Grenzen basierende europäische Modell der Grenzen auch in der Balkanregion durch.

DARIUSZ KOŁODZIEJCZYK (Warschau) untersuchte die ambivalente Sicht auf die Krimtataren, die in Polen-Litauen während der Frühen Neuzeit vorherrschte. Er verwies einerseits auf den Topos der Verachtung, der durch ihre Einfälle und Verwüstungen fest verwurzelt war. Andrerseits hatten die Polen und die Tataren auch gemeinsame Feinde, was dazu führte, dass sie sich im 16. und 17. Jahrhundert gegen Moskau und Schweden verbündeten.

KOŁODZIEJCZYK beschrieb das interessante Leben der Regina Salomea Rusiecka Pilsztynowa zu, die als Ärztin, ein sicherlich ungewohnter Frauenberuf für das 18. Jahrhundert, zwischen Moskau, Sankt Petersburg, Wien, Istanbul und Bachtschyssaraj pendelte und die, offen für die unterschiedlichen sozial-politischen Realitäten, sich überall zu Hause fühlte.

Die dritte Sektion wurde durch den Vortrag von COLIN HEYWOOD (Hull) eingeleitet. Er ging auf Jacob Burckhardts bekannte Vorstellung von der Renaissance als ein rein europäisches Phänomen ein und stellte die spannende Frage, ob die Kultur der Renaissance die Grenzen Europas überschreiten konnte oder eher innerhalb des kontinentalen Rahmens verblieb. Heywood konnte anhand eines Vergleichs der osmanischen Herrscher Mehmed II. und Karl I. den Kühnen von Burgund nachweisen, dass die Grenzen der Renaissance nicht so unüberwindbar waren, wie Burckhardts Diktum suggeriert.

Der Beitrag von BORISLAV GAVRILOV (Sofia) untersuchte die Wechselbeziehung von Karten, politischer Machtausübung und Machtrepräsentation am Beispiel Spaniens während der Herrschaft Philipp II. Es wurde dargestellt wie und wann die Landkarten zum Instrument politischen Kalküls wurden, welche große Bedeutung ihnen der spanische König beimaß und wie er durch sie seinen Machtanspruch untermauerte. Gavrilov untersuchte dabei zwei Arten von geograpfischen und politischen Karten, nämlich jene, die offiziell veröffentlich wurden, und diejenigen, die von militärischem Interesse waren und daher als streng geheim eingestuft wurden.

VERA COSTANTINI (Venedig) leitete die letzte Sektion des Tages mit ihrem Beitrag über das venezianische Handelsnetzwerk auf dem Balkan und seinen Grenzen im frühen 17. Jahrhundert ein. Insbesondere setzte sie sich mit Hafen von Spalato auseinander und den Plänen der Osmanen und der Venezianer, den dortigen Hafen auszubauen, die Costantini als den Wunsch, die zwischenstaatliche festzulegen, interpretierte. Sie hielt fest, dass Venedig sich redlich bemühte, ihre Position als Handelsmacht im Adriaraum zu behaupten, auch wenn sie nicht über die notwendigen militärischen Mitteln verfügte, dem osmanischen politischen Druck allein standzuhalten.

WOLFGANG SCHMALE (Wien) untersuchte die verschiedenen Definitionen von „Europa“ aus dem 18. Jahrhundert, die er über das Prisma der Europäisierung als kulturelles und soziales Phänomen verortete. Er unterstrich, dass es unterschiedliche Entwicklungsmuster in Wirtschaft und Gesellschaft in Europa gab und dass man sie keinesfalls als synchron verlaufend ansehen sollte. Dennoch gebe es genug Anhaltspunkte, um von einer gesamteuropäischen Kultur und von einer „europäischen Zivilisation“ zu sprechen. Es sei kein Zufall, so Schmale, dass in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Edward Gibbon Europa als „one great republic” beschrieb.

MARTIN ESPENHORST (Mainz) referierte über die Darstellung Europas in der deutschen Geschichtsschreibung vor 1815 anhand von Übersetzungen und Konstruktionen in Universalgeschichten. Diese Werke, die seit 1660 fast jährlich erschienen und von denen eine große Anzahl erhalten und unerforscht ist, spiegelten die Weltanschauungen der Menschen wieder. Die vier historiographischen Hauptaspekte der behandelten Universalgeschichten wurden anhand konkreter Beispiele erörtert, wobei auf die mannigfaltigen Herausforderungen, mit denen sich die Autoren auseinandersetzen mussten, hingewiesen wurde.

Mit ihrem Vortrag, der sich thematisch dem „Negotiating Borders“ in den habsburgisch-osmanischen Friedensverträge widmete, befasste sich MARIA BARAMOVA (Sofia) mit der Wechselbeziehung zwischen natürlichen, politischen und zwischenstaatlichen Grenzen in der Frühen Neuzeit. Stark beeinflusst vom Zeitalter der Entdeckungen und von der Idee des Territorialstaats, blieb dieses spannende Konstrukt nicht auf Mittel- und Westeuropa begrenzt, sondern fand seinen Weg im 18. Jahrhundert auch auf den Balkan. Der Frieden von Karlowitz (1699) war der Übergang von einer diffusen zur einen von Artefakten gekennzeichneten linearen Grenze in den habsburgisch-osmanischen Friedensverträgen.

Im Bereich der Verhandlungen, die zur Fixierung von zwischenstaatlichen Grenzen führten, blieb auch der Beitrag von TATIANA BAZAROVA (St. Petersburg). Sie befasste sich mit dem Problem der russisch-osmanischen Grenzziehung nach dem gescheiterten Pruthfeldzug Peters des Großen verbunden. Das, was man 1711 aushandelte, wurde nach schwierigen Gesprächen zwischen Russland und der Hohen Pforte erst mit dem Frieden von Adrianopel (1713) völkerrechtlich als Grenze festgelegt. Es galt dabei, sowohl die russischen bzw. osmanischen Gebiete um Asow zu kennzeichnen, als auch den gegenseitigen Willen, in friedlicher Nachbarschaft zu leben, zu bekunden.

PLAMEN MITEV (Sofia) untersuchte Russlands Balkan-Doktrin aus Sicht der Geographie und ihrer Beziehung zu den orthodoxen Bulgaren, die als Untertanen des Sultans im Osmanischen Reich lebten. Indem er sich konkret mit Katharina der Großen und mit Zar Alexander I. befasste, ging er der Frage nach, seit wann von einer klaren politischen Linie und Strategie gegenüber der Hohen Pforte gesprochen werden kann. Trotz offizieller Bekundungen, dass Russland sich für die orthodoxen Glaubensbrüder im Osmanischen Reich einsetzen würde, was ohne Zweifel ihre politische Aktivität anspornte, sei die russische Balkandoktrin eher als Realpolitik denn als eine ideologisch bedingten christlich-muslimische Auseinandersetzung zu betrachten.

ANGELINA VACHEVA (Sofia) untersuchte die Grenze zwischen Russland und Europa anhand der philosophisch-politischen Debatte zwischen Katharina der Großen und Abt Chappe d'Auteroche. Einerseits versuchte der von Louis XIV gesandte voreingenommene Abt in seinem dreibändigen Werk “Voyage en Sibérie fait en 1761” die russische Wirklichkeit zu diskreditieren und das Land als despotisch und korrupt darzustellen. Andererseits verteidigte die Kaiserin das positive Bild eines sich modernisierenden Russlands in einem wahrscheinlich von ihr selbst verfassten und anonym auf französisch veröffentlichen Pamphlet, in dem sie jedes Wort des Abts widerlegte.

In der vierten Sektion diskutierte NAOUM KAYTCHEV (Sofia) mit seinem Beitrag die kroatische Vorstellung von Europa und seinen Grenzen aus dem Ende des 18. Jahrhundert. Von der Verknüpfung der Begriffe „Europa“ und „Christentum“ ausgehend, untersuchte Kaytchev die einschlägigen kroatischen Narrative jener Epoche, die von einer christlich–muslimischen Konfrontation auf dem Westbalkan ausgingen. Die Türken wurden in den untersuchten Schriften als Andersgläubige angesehen, die politische und soziale Degradierung, sowie Religionsgefahr mit sich brachten. All dieses negative nicht-europäische wurde schließlich dem positiven „europäischen Einfluss“ des Westens gegenübergestellt.

Was mit den päpstlichen Enklaven in Frankreich in den Jahren der Französischen Revolution geschah, untersuchte ROSSITSA TASHEVA (Sofia) anhand der Fallstudien Avignon und Comtat Venaissin. Im 14. Jahrhundert Papstsitz und symbolische Hauptstadt des Christentums, wirtschaftlich hochentwickelt und profranzösisch, haben Avignon bald nach 1789 die Macht des Vatikans abschütteln und sich Frankreich anschließen wollen. Comtat Venaissin, das wirtschaftlich und sozial unterentwickelt war, sah in einem eventuellen Anschluss an Paris kaum Vorteile. Schließlich büßten beide Enklaven im Zuge der ersten postrevolutionären Territorialerweiterung Frankreichs ihren Sonderstatus ein.

MARIYA KIPROVSKA (Bilkent) leitete den letzten Themenblock „Bordering Turkey in Europe“ ein, indem sie das Spannungsfeld zwischen osmanischer Grenze der Architekturpatronanz im Fall der Mihaloğlu Familie untersuchte. Die Warlords in den Grenzgebieten, unter deren Führung sich ein beträchtlicher Teil der osmanischen Armee in Rumelien befand, seien zugleich große Architekturmezäne gewesen und hätten eine Schlüsselrolle bei der Konsolidierung der neueroberten Städte als Zentren der Macht gespielt. Anhand von drei „Case Studies“, nämlich Bunar Hisar, Ihtiman und Pleven, wurde die diesbezügliche Aktivität der Mihaloğlu Familie dargestellt.

MACHIEL KIEL (Istanbul/Bonn) beschäftigte sich ebenfalls mit den Problemen der Architekturpatronanz als Grenzphänomen. Kiel begann mit der Feststellung, dass das Problem der Entwicklung der Grenzen des Osmanischen Reiches und deren bedeutendsten Festungen in Europa ein bisher wenig beachtetes Forschungsthema gewesen sei. Als Beispiel dafür nannte er Schumen und Silistra, die zu den wenigen gut erhaltenen und zugleich noch nicht detailliert erforschten Festungen zählen. Kiel hielt fest, dass lediglich 3 – 4 Prozent von dem, was die Osmanen auf dem Balkan erbaut hätten, bis in die Gegenwart erhalten geblieben sei.

GRIGOR BOYKOV (Sofia/Istanbul) untersuchte die Grenzen der Städte und die Osmanischen Stadtmorphologie in Südosteuropa. Wie haben die Osmanen die neueroberten Städte verwandelt? Gab es ein Muster bei diesen Veränderungen und falls ja, wie wurde es umgesetzt? Wurde dasselbe System auch bei der Errichtung neuer Städte angewendet? BOYKOV mass den T- geformten Gebäuden, die diese neue Macht zu symbolisieren und zu demonstrieren scheinen und das Zentrum und die Grenzen der Stadt markierten, eine besondere Bedeutung bei. Bei der Suche nach einem sich wiederholenden Muster unterstrich er auch die Rolle der Architekturpatronanz im Bereich des Symbolischen.

OURANIA BESSI (Birmingham), die ihre Forschungstätigkeit seit einigen Jahren dem Prozess der Urbanisierung entlang der Via Egnatia widmet, stellte ein Teil der Ergebnisse ihrer bisherigen Untersuchungen vor. Der Beitrag von Bessi beschäftigte sich mit zwei Fallstudien, Dimitoka und Siroz, die sie als morphologische Adaptionen proto-osmanischer Traditionen in der südosteuropäischen Peripherie des osmanischen Staates interpretierte. Dabei machte sie von der epistemologischen Methode Gebrauch, um den Wandel der Städte jener Region von mittelalterlichen zu frühneuzeitlichen urbanen Formen kenntlich zu machen.

KORNELIJA JURIN STARČEVIĆ (Zagreb) befasste sich schließlich mit der urbanen Entwicklung der osmanischen Grenze im kroatisch-adriatischen Raum vom 16.-18. Jahrhundert, wobei sie darauf hinwies, dass sich die Osmanen, Habsburger und Venezianer auf eine lineare Grenze erst 1699 einigen konnten. Sie kam zu der Einsicht, dass die militärische Funktion der Grenzstädte zwar primär das urbane Leben bestimmte, doch die Bevölkerung diesseits und jenseits der Grenze insbesondere in Friedenszeiten sei imstande gewesen, soziale Netzwerke aufzubauen, bei denen die Staatsangehörigkeit nicht ausschlaggebend war, sondern regionale wirtschaftliche Interessen.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Diskussionen in den drei Themenblöcken der Tagung einige Thesen, die bisher in der Forschung vertreten wurden, in Frage stellten, andere gängige Formulierungen hingegen wurden differenzierter betrachtet oder durch neue Tatsachen und Interpretationsmuster untermauert. Deutlich wurde auch, dass manche Forschungsthemen, etwa „Europa“ als Grenze in den deutschsprachigen Universalgeschichten oder die interne Abgrenzung der europäischen Gebiete des Osmanischen Reiches, durch weiterführende Quellenarbeit ausgebaut werden könnten und sollten.

Konferenzübersicht

Political and Geostrategic Borders

Heinz Duchhardt (Bonn): “Fight for the Rhine” in the Eighteenth Century

Ivan Parvev (Sofia): Between "Europe" and "Non–Europe". The Balkans in the plans for peace and European unity, 16th – 18th centuries

Jovan Pešalj (Leiden): Linear Boundary. The Advance of a New Border Model in the Eighteenth–Century Southeastern Europe

Markus Koller (Bochum): The Ottoman–Habsburg Border (16th–17th Centuries) – Condominia in Early Modern Europe

Dariusz Kołodziejczyk (Warschau): Lice and Locusts or Allies and Brethren? The Ambivalent Attitude towards the Crimean Tatars in Early Modern Poland–Lithuania

Borislav Gavrilov (Sofia): Europe during the Time of Philip II – Maps and Power

Colin Heywood (Hull): Beyond the Frontier?: Sir William Trumbull's Reflections on Life and Diplomacy at the Porte, 1697-1699

Christo Matanov (Sofia): Bulgaria after Bulgaria. Problems of the Bulgarian Transition after the End of the 14th Century

Vera Costantini (Venice): Leaving the border behind. The Venetian trading network in the early-17th-century Balkans.

Bordering Regions in Early Modern Europe

Wolfgang Schmale (Wien): Europe: Eighteenth Century Definitions

Karl Vocelka (Wien): Crossing Borderlines – The Approach of Austrian and German Travellers to the Ottoman Empire

Martin Espenhorst (Mainz): Europe in German Historiography before 1815. Translations and constructions in Universal Histories

Maria Baramova (Sofia): Negotiating Borders: Habsburg–Ottoman Peace Treaties of the Seventeenth and Eighteenth Centuries

Tatiana Bazarova (St. Petersburg): The Process of Establishing the Border between Russia and the Ottoman Empire after the Peace of Adrianople (1713)

Plamen Mitev (Sofia): From Catherine the Great to Alexander I: Russian Doctrine for the Balkan Provinces of the Ottoman Empire and the Bulgarians

Angelina Vacheva (Sofia): Borders of Civility: Russia in the Debate between Catherine the Great and Abbot Chappe d'Auteroche

Naoum Kaytchev (Sofia): Living on the Edge of Christianity: Some late 18th-Century Croatian Perceptions on Europe and its Borders

Rossitsa Tasheva (Sofia): Regions and Borders During Revolutionary Transformations: The Еxample of the Papal Enclaves Avignon and the Comtat Venaissin in the Years of the French Revolution

Bordering “Turkey in Europe”

Heath Lowry (Istanbul): The Role of the Evrenosoğlu in Endowing Balkan Imarets (Soup Kitchens)

Mariya Kiprovska (Ankara): Shaping the Ottoman Borderland: The Architectural Patronage of the Frontier Lords from the Mihaloğlu Family

Zeynep Yürekli (Oxford): Art at the Ottoman Frontier: Propagandistic Features in the Painted Monasteries of Romania

Machiel Kiel (Istanbul/Bonn): Problems of Patronage of Ottoman Architecture at the Frontier: Thoughts and Materials, a Preliminary Overview

Grigor Boykov (Sofia/Istanbul): The Borders of the Cities: Revisiting Ottoman Urban Morphology in Southeastern Europe

Ourania Bessi (Birmingham): Proto–Ottoman Morphological Adaptations from the Ottoman Borderland: in Search of a Normative Pattern for Ottoman Urbanism at Lower Balkans (Dimetoka–Siroz)

Kornelija Jurin Starčević (Zagreb): Urbanization on Ottoman Frontiers: Small Towns in Southwestern Serhad from 16th till 18th Century

ZitierweiseTagungsbericht Bordering Early Modern Europe. 21.03.2013–23.03.2013, Sofia, in: H-Soz-Kult, 01.07.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4889>.

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