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Die Gleichschaltung des Fußballsports im nationalsozialistischen und staatssozialistischen Deutschland. Internationale sporthistorische Konferenz

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Schwabenakademie Irsee
Datum, Ort:01.02.2013-03.02.2013, Irsee

Bericht von:
Markwart Herzog, Irsee
E-Mail: <markwart.herzogschwabenakademie.de>

Die Gleichschaltung des Fußballsports unter den beiden deutschen Diktaturen ist in vielen Details nach wie vor unbekannt. Die Konferenz der Schwabenakademie Irsee brachte anhand neuer Archivrecherchen mehr Licht in dieses weitgehend unbearbeitete Kapitel der Sportgeschichte.

In seiner Einführung strich MARKWART HERZOG (Irsee) heraus, dass die Forschung die Gleichschaltung des Sports bisher in erster Linie als politisches, organisatorisches und juristisches Thema erörtert habe. Ihre kulturelle und soziale Dynamik sowie ihre finanzielle Bedeutung sind dabei unterbelichtet geblieben. Gleichschaltung ist ein soziokulturelles Phänomen, weil sie eine Gemeinschaftsutopie transportierte, und ein finanzielles, weil zahlreiche Gleichschaltungsaktivitäten die Sanierung von wirtschaftlich angeschlagenen Vereinen bezweckten. Dies wurde in der Sportgeschichte, von wenigen Ausnahmen abgesehen, kaum berücksichtigt. In einem zweiten, einleitenden Grundsatzbeitrag betonte SVEN GÜLDENPFENNIG (Aachen), dass Sportorganisationen durch Kommandostrukturen zwar institutionell gleichgeschaltet werden können, der Sport selbst jedoch prinzipiell ein politisch nicht beherrschbares kulturelles Sinnfeld ist. Den „widerständigen Eigensinn“ des Sports kann man, ebenso wie alle anderen Kulturfelder, respektieren und fördern, jedoch nicht beherrschen, denn dies läuft unweigerlich auf dessen Beschädigung oder Zerstörung hinaus.

Zu Beginn der Sektion I machte NILS HAVEMANN (Stuttgart) mit dem Terminus einer „zweiten Gleichschaltung“ darauf aufmerksam, dass der Sport zunächst nicht mit der Radikalität gleichgeschaltet wurde wie andere gesellschaftliche Bereiche. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) folgte dabei weitgehend den Vorgaben der Reichssportführung, die den Rassismus der NSDAP aus außenpolitischen Gründen, wegen der Planung der Olympischen Spiele 1936, zunächst weniger aggressiv umsetzte als andere Institutionen. Deshalb positionierte sich der DFB den nicht „arischen“ Sportlern gegenüber moderater als beispielsweise die Deutsche Turnerschaft und setzte auf einen taktischen, statt auf einen eliminatorischen Antisemitismus. Damit verfolgte der Verband das Ziel, seine Einheit, Macht und Finanzlage zu sichern. Ökonomische Aspekte standen auch im Mittelpunkt des Vortrags von GRÉGORY QUIN und PHILIPPE VONNARD (Lausanne) über „the German question“ in der Fédération Internationale de Football Association (FIFA). Die Referenten diagnostizierten einen wachsenden Einfluss Deutschlands in der FIFA, der vor allem in finanziellen Motiven des Weltverbands begründet war. Zur politischen Entwicklung verhielt sich die FIFA neutral, obwohl die Reichssportführung bestrebt war, den Weltverband auf die Ziele des Großdeutschen Reichs hin auszurichten, also gleichzuschalten.[1] Auch die Wiederaufnahme Deutschlands in die FIFA im Jahr 1950 war ganz maßgeblich von Budgetgründen geleitet.

In einem öffentlichen Abendvortrag gab HANS JOACHIM TEICHLER (Potsdam) einen Überblick zur Gleichschaltung des gesamten Sports unter den beiden deutschen Diktaturen. Dabei legte er den Schwerpunkt auf die erste Gleichschaltung des Sports in der NS-Zeit und strich zugleich heraus, dass das SED-Regime die wesentlichen organisatorischen Strukturen des nationalsozialistischen Sportsystems übernahm und deren Verwirklichung vollendete. Teichler bezeichnete die Anpassung der Sportbehörden an die nationalsozialistische Diktatur als „Selbstgleichschaltung“, weil sie nicht angeordnet gewesen sei. Allerdings betonte er in diesem Zusammenhang auch die Sonderrolle des Fußballs, dessen Repräsentanten in einem weitaus größeren Maß von einem gewissen Eigensinn gekennzeichnet waren als die Vertreter anderer Sportarten, insbesondere die des Turnens.

Die Vorträge in Sektion II über Fußballvereine in der NS-Zeit lieferten teilweise gänzlich neue Forschungsergebnisse. So standen im Zentrum des Konferenzbeitrags von ANTON LÖFFELMEIER (München) die kleinen bürgerlichen Vereine in München, die in vielen Fällen von der Liquidierung der marxistischen Arbeitersportorganisationen profitierten. Sie nahmen heimatlos gewordene Arbeitersportler auf, die ihren Immobilienbesitz gleichsam als Mitgift in den neuen Verein einbrachten. Mit der Geschichte der SpVgg Fürth setzte sich ANDREAS MAU (Halle) auseinander. Aufgrund seiner vorsichtigen, abwartend pragmatischen Haltung reagierte der Vereinsvorstand mehr, als dass er agierte. Verglichen mit anderen Vereinen vollzog die Spielvereinigung erst relativ spät, im August 1933, durch Beschluss der Mitgliederversammlung, bei der NSDAP-Funktionäre anwesend waren, die Gleichschaltung, führte das „Führerprinzip“ ein und schloss jüdische Mitglieder aus. BERNO BAHRO (Potsdam) untersuchte die in den Registerakten von 65 Berliner und Brandenburgischen Turn- und Sportvereinen dokumentierten „Arierparagrafen“. Dabei ergab sich ein vielschichtiges Bild, das letztlich in der Politik der Reichssportführung begründet war, die zunächst keinen generellen Ausschluss jüdischer Mitglieder vorgeschrieben hatte. Deshalb konnte die Deutsche Turnerschaft eine allumfassende „Arisierung“ anordnen, wohingegen der DFB sich auf einen Ausschluss jüdischer Funktionäre aus der Verwaltungsebene beschränkte. Diese Position spiegelte sich in der von Bahro untersuchten Stichprobe dahingehend, dass nicht mehr als ca. zehn Prozent der Fußballclubs „Arierparagrafen“ in ihren Satzungen eingeführt hatten. Zur südwestdeutschen Sportgeschichte zeichnete MARKWART HERZOG (Irsee) im Hinblick auf die „Arisierung“ ein ähnlich vielschichtiges Bild nach: Manche Vereine schlossen jüdische Mitglieder bereits im Frühjahr 1933 aus, andere wie der 1. FC Kaiserslautern boten ihnen zumindest bis 1936 eine sportliche Heimat. Darüber hinaus lassen sich als Folge der ersten Gleichschaltung vereinzelte, massive Konflikte nachweisen, in denen sich DFB-Funktionäre gegen den Widerstand der Deutschen Turnerschaft für den Verbleib nicht „arischer“ Mitglieder in den Fußballabteilungen von Turnvereinen einsetzten. Um den Sport in Kaiserslautern „auf Linie“ zu bringen, verfolgten zwei Oberbürgermeister und drei NSDAP-Kreisleiter seit 1935 mit wachsender Radikalisierung das Ziel, alle örtlichen Turn- und Sportvereine zu liquidieren und in einem einzigen kommunalen Großverein zusammenzufassen, der mit einer gigantischen Stadionanlage für 100.000 Besucher ausgestattet werden sollte. Dieser Plan scheiterte letztlich am Widerstand und Eigensinn der Vereine oder ist in den Kriegswirren versandet.

Mit dem Vortrag von STEFAN HEBENSTREIT (Marburg) wurde in Sektion III das Kapitel der konfessionellen, betrieblichen und politischen Fußballvereine in der NS-Zeit aufgeschlagen. Im Mittelpunkt der Ausführungen Hebenstreits stand der kommunistische Arbeiter-Sportverein Ueberau. Dessen Auflösung und Enteignung stellten ein exemplarisches Kapitel in der Phase der ersten Gleichschaltung der NS-Zeit dar, von der vor allem die kirchlichen und marxistischen Vereine betroffen waren. An Beispielen aus dem Rheinland und Ruhrgebiet untersuchte JÜRGEN MITTAG (Köln) die Initiativen der NSDAP, den Werksport ihrer Kontrolle zu unterwerfen. Diese Versuche scheiterten jedoch in vielen Fällen, insbesondere in großen Betrieben wie den Bayer-Werken oder den Vereinigten Stahlwerken am Eigensinn der jeweiligen „Werkfamilie“ und der Macht führender Industrieller. Weniger gut aufgestellt war die katholische Jugendarbeit. Die Gleichschaltung ihrer Fußballabteilungen dokumentierte am Beispiel Osnabrück HERMANN QUECKENSTEDT (Osnabrück). Die im Dachverband Deutsche Jugendkraft (DJK) organisierten, Sport treibenden Gruppierungen begannen sich anzupassen und ihre jüdischen Mitglieder auszuschließen, um ihren Fortbestand unter der Diktatur zu sichern. Doch am Ende eines von Konflikten und Repressionen geprägten Weges stand die vollständige Beseitigung dieser kirchlichen Sportkultur.

Die der Gleichschaltung des Fußballsports in den besetzten Gebieten gewidmete Sektion IV wurde von THOMAS URBAN (Madrid) mit einem Referat über Ostoberschlesien eröffnet. Anhand exemplarischer Biografien ging er darauf ein, wie die Kicker dieser Industrieregion in den dramatischen politischen Verwerfungen der Kriegs- und Nachkriegszeit als Spielball behandelt wurden. Die Auswirkungen der Eingliederung der Saar (1935) und des Département Moselle (1940) auf den Sport erläuterte BERND REICHELT (Kassel). Nach der Saarabstimmung entwickelte sich diese Region zu einer überaus „fusionsfreudigen Ecke“, in der die Zahl der Vereine drastisch reduziert wurde. Noch dramatischer gestalteten sich die Verhältnisse in dem von deutschen Truppen besetzten Moseldepartement, in dem nur noch eine Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) am Ort geduldet werden sollte. Dabei ist es eine Ironie der Geschichte, dass die französische Besatzung den Sport nach eben diesem Prinzip organisierte, um die Bevölkerung in der Saar zu kontrollieren und zu demokratisieren. Die Zeithistoriker WALTER IBER und HARALD KNOLL (Graz) analysierten den Fußball in der Steiermark und gingen auf Kontinuitäten und Unterschiede zwischen katholischem „Ständestaat“ (Österreich) und Nationalsozialismus ein. Dabei stießen sie auf eine Sonderentwicklung in der Jugendsportpolitik: Aufgrund der Rivalitäten zwischen den Grazer Vereinen Sturm und GAK erwies es sich in der Steiermark als aussichtslos, die zerstrittenen Jugendlichen entsprechend den geographischen Zuordnungen der Hitlerjugend für die Sportvereine zu rekrutieren. Ein derartiges „HJ-Arrangement“, das den Jugendlichen bei der Wahl des Vereins freie Hand ließ, ist bisher aus keiner anderen Region bekannt geworden.

Sektion V über die Gleichschaltung des Fußballsports im Staatssozialismus der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde eröffnet mit einem Vortrag von MICHAEL KUMMER (Erfurt). Am Beispiel Erfurt zeigte der Referent, dass sich der Fußball in der DDR nicht immer auf die von der SED vorgegebene Linie bringen ließ. So initiierte die Industriegewerkschaft Chemie im Jahr 1951 eine Intrige, die zur Folge hatte, dass die Erfurter Fußballmannschaft dem VEB Optima Reparaturwerk Clara Zetkin zugeschlagen wurde, obwohl es nicht in der Lage war, den Spielern die nötigen finanziellen, materiellen und sozialen Privilegien zu gewähren. Kollektivierung, und „Entbürgerlichung“, Sowjetisierung und Stalinisierung in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und frühen DDR waren Thema des Konferenzvortags von JUTTA BRAUN (Potsdam/Berlin). Obwohl es die offizielle Propaganda ganz anders darstellte, war der Weg zur Gleichschaltung des Sports von einem chaotischen Gegeneinander verschiedener politischer Kräfte geprägt. Um der politischen Gängelei zu entrinnen, flohen einzelne Spieler und ganze Spitzenmannschaften in den Westen. Von 1950 an wurde der Sport schließlich in Betriebssportgemeinschaften (BSGs) organisiert und der Kontrolle der Partei unterworfen. Vor allem der Vortrag von RENÉ WIESE (Berlin) über die Teilung des Berliner Fußballs in der Zeit von 1945 bis ca. 1950 verdeutlichte, wie sich die im Grundsatzvortrag von Sven Güldenpfennig skizzierte Zerstörung des Kulturguts Sport durch politische Pressionen geschichtlich konkretisieren kann. Die SED beeinflusste den Fußballspielbetrieb massiv, um den „Hauptstadtbonus“ der Berliner Mannschaften durchzusetzen. Dabei wurden die Prinzipien des sportlichen Wettbewerbs so nachhaltig zerstört wie niemals davor oder danach in der deutschen Sportgeschichte. Der Sporthistoriker MICHAEL BARSUHN (Potsdam/Berlin) gab einen Überblick zum Neubeginn im ostdeutschen Fußball. Ein Schlüsselereignis war im Jahr 1990 die Vereinigung der beiden Fußballverbände. Die bisher privilegierten BSGs wurden in die traditionelle Organisationsform des Vereins überführt. Zahlreiche BSGs lösten sich auf, da die finanziellen Mittel der Trägerbetriebe ausblieben und die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement unterentwickelt war. Dieser Umbruch machte deutlich, dass sich der in „bürgerlichen“ Vereinen organisierte Sport als leistungsfähiger erwies als der von den Betrieben getragene, von Einheitspartei und Gewerkschaften organisierte Leistungssport der DDR.

In der Schlussdiskussion der Konferenz wurden folgende Ergebnisse festgehalten: Beide Regime, das der NSDAP und das der SED, hatten zunächst ohne ein systematisch durchdachtes Konzept versucht, den Sport in den Griff zu bekommen. Beide waren darauf aus, das organisierte Fußballspiel für politische Zwecke zu vereinnahmen und gleichzuschalten. Jedoch waren die sechseinhalb Friedensjahre des Nationalsozialismus zu kurz bemessen, um die Gleichschaltung bis auf die Vereinsebene herunterzubrechen. Als zusätzliche Bremse wirkte sich die außenpolitisch bedingte Rücksichtnahme auf die Vorbereitung der Olympischen Spiele 1936 aus. Nach den Spielen forcierten die Behörden den Ausschluss jüdischer Sportler aus den Vereinen. Die Reichssportführung erließ aber erst 1940 eine Anordnung zum generellen Ausschluss nicht „arischer“ Sportler,[2] eine Anweisung, die schlecht recherchierte und dem Stand der Forschung hinterherhinkende Überblicksdarstellungen zur NS-Sportpolitik vor allem dann unterschlagen, wenn sie die Dynamik der zweiten Gleichschaltung vernachlässigen.[3] Die Pläne der Reichsorganisationsleitung der NSDAP von 1938, die eine Liquidierung der bürgerlichen Sportvereine auf die Agenda gesetzt hatten, wurden bis Kriegsende auf Eis gelegt. Unter anderen politischen Vorzeichen war es dem DDR-Sozialismus in den vier Jahrzehnten seines Bestehens vorbehalten, die Organisationsform des freiheitlichen, bürgerlichen Sports auszulöschen und durch einen von der Partei beherrschten gesellschaftlichen Bereich zu ersetzen, in dem es möglich war, im sportlichen Wettkampf erzielte Ergebnisse durch nachträglich getroffene politische Beschlüsse zu „korrigieren“.

Die Konferenz wurde von der Kulturstiftung des Deutschen Fußball-Bundes und der Deutschen Akademie für Fußballkultur unterstützt. Ein Tagungsband, der um weitere, noch einzuwerbende Beiträge erweitert und im Verlag W. Kohlhammer publiziert werden soll, ist geplant.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einleitung

Markwart Herzog, Schwabenakademie Irsee: Politische, organisatorische und rechtliche sowie ökonomische und soziokulturelle Aspekte der Gleichschaltung der Turn- und Sportvereine

Sven Güldenpfennig, Aachen: Fußball im Spannungsfeld von Gleichschaltung und Kollaboration, Widerständigkeit und Widerstand. Über die zerstörerische Illusion von der politischen Beherrschbarkeit kultureller Sinnfelder

Sektion I: Kontexte der Gleichschaltung

Nils Havemann, Universität Stuttgart: Die „zweite Gleichschaltung“ des deutschen Fußballsports 1935 bis 1938

Grégory Quin/Philippe Vonnard, Université de Lausanne: Regulations or politics influences? The „German question“ at the FIFA from 1933 to 1949

Hans Joachim Teichler, Universität Potsdam: Die Gleichschaltung des Sports im nationalsozialistischen und staatssozialistischen Deutschland

Sektion II: DFB-Vereine im nationalsozialistischen Deutschland

Anton Löffelmeier, Stadtarchiv München: Gleichschaltung im Münchner Fußballsport 1933–1936. Bei „Groß“ und „Klein“ alles gleich?

Andreas Mau, Universität Halle: Die Gleichschaltung der Spielvereinigung Fürth im Jahr 1933

Berno Bahro, Universität Potsdam: Die unterschiedliche Einführung des „Arierparagrafen“ in Berliner und Brandenburgischen Sport- und Turnvereinen

Markwart Herzog, Schwabenakademie Irsee: Die Gleichschaltung der Turn- und Sportvereine in Kaiserslautern und im regionalen Kontext 1933 bis 1939

Sektion III: Arbeitersport – Betriebssport – konfessionelle Vereine

Stefan Hebenstreit, Universität Marburg: Fußball und Politik im „roten Dorf“. Zur Geschichte der SG 1919 Ueberau während der NS-Zeit

Jürgen Mittag, Deutsche Sporthochschule Köln: Die Gleichschaltung des Sports in den Betrieben im Rheinland und Ruhrgebiet

Hermann Queckenstedt, Diözesanmuseum Osnabrück: „Mit sofortiger Wirkung verhänge ich für alle D.J.K.-Vereine vollständiges Spielverbot“. Gleichschaltung und Fusion katholischer Sportvereine im Bistum Osnabrück

Sektion IV: Gleichschaltung in besetzten Gebieten

Thomas Urban, Süddeutsche Zeitung, Madrid: Die Gleichschaltung Ostoberschlesiens 1939/40

Bernd Reichelt, Universität Kassel: Von Ortssportgemeinschaften und Omnisportvereinen. „Gleichschaltung“ und Verstaatlichung des Vereinssports in Lothringen und im Saargebiet vor und nach 1945

Walter M. Iber/Harald Knoll, Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung, Graz: Der steirische Fußball im „Ständestaat“ und im „Dritten Reich“. Brüche und Kontinuitäten 1933/34 – 1938 – 1945

Sektion V: Fallbeispiele aus dem staatssozialistischen Deutschland

Michael Kummer, Erfurt: Die unvollkommene Gleichschaltung. Wie die Erfurter Fußballer zum falschen Trägerbetrieb kamen

Jutta Braun, Universität Potsdam/Zentrum deutsche Sportgeschichte, Berlin: Gleichschaltung und Sowjetisierung im Fußball der frühen DDR

Michael Barsuhn, Universität Potsdam/Zentrum deutsche Sportgeschichte, Berlin: Neubeginn im ostdeutschen Fußball – zwischen Tradition und Sowjetisierung

René Wiese, Zentrum deutsche Sportgeschichte, Berlin: Renaissance und Einheit, Spaltung und Flucht – die Teilung des Berliner Fußballs 1945 bis ca. 1950

Anmerkungen
[1] Vgl. dazu insbesondere Hans Joachim Teichler, Internationale Sportpolitik im Dritten Reich, Schorndorf 1991, 291–295, 328–331, 343–366; Nils Havemann, Fußball unterm Hakenkreuz. Der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz, Frankfurt a.M./New York 2005, 237–244.
[2] Vgl. NS-Sport, 16.6.1940, 2 (zu § 4.6 der Einheitssatzung des NSRL).
[3] So beispielsweise Lorenz Peiffer/Dietrich Schulze-Marmeling, Der deutsche Fußball und die Politik 1900 bis 1954, in: dies. (Hrsg.), Hakenkreuz und rundes Leder. Fußball im Nationalsozialismus, Göttingen 2008, 16–44.

ZitierweiseTagungsbericht Die Gleichschaltung des Fußballsports im nationalsozialistischen und staatssozialistischen Deutschland. Internationale sporthistorische Konferenz. 01.02.2013-03.02.2013, Irsee, in: H-Soz-u-Kult, 11.06.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4851>.

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