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Heimat, Handwerk und die Utopie des Alltäglichen

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:ETH Zürich
Datum, Ort:14.02.2013-15.02.2013, Zürich

Bericht von:
Rainer Schmitz, Geschichte und Theorie der Architektur, Technische Universität Darmstadt
E-Mail: <r.schmitzgta.tu-darmstadt.de>

Unter dem Titel Heimat, Handwerk und die Utopie des Alltäglichen veranstaltete das Institut für Baugeschichte der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) zusammen mit dem Institut für Baugeschichte der Technischen Hochschule Dresden und der schweizerischen Gesellschaft für Ingenieurbaukunst an der ETHZ eine interdisziplinär angelegte Tagung zum Thema Heimat-Architektur. Gastgeberin Ute Hassler betonte in ihrer Einführung, dass es Ziel sei, die Heimatschutzarchitektur „über Stil- und Formfragen hinaus“ zu thematisieren. Dementsprechend vereinte das Referentenspektrum Historiker, Architekturhistoriker, Philosophen sowie praktizierende Architekten und Funktionäre der gegenwärtigen Heimatschutz-Bewegung. Die Tagung verdient jedoch nicht nur wegen ihres interdisziplinären Ansatzes Aufmerksamkeit: Der Heimat-Stil wurde nicht nur als historisches Phänomen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, sondern ebenso als Gegenwartserscheinung thematisiert. Über seine kritische Rekonstruktion hinaus sollten Möglichkeiten der behutsamen Erneuerung von Heimat und Heimat-Stil und ihrer (ideologischen) Transformation ins einundzwanzigste Jahrhundert ausgelotet werden.

Bei Revitalisierungsversuchen der Heimat ist die inter- bzw. transdisziplinäre Herangehensweise kein Luxus, sondern aufgrund ihres problematischen Erbes eine Notwendigkeit: Der Heimat-Stil ist eng mit dem Zeitalter des Nationalismus verbunden. Von der Heimatschutzbewegung wurde er zum National-Stil verklärt und mit volkserzieherischen Absichten verbreitet. Er ist untrennbar mit der Nationalisierung der Massen (George Mosse) im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert verknüpft. In Deutschland hat die Heimatschutzarchitektur mit ihrer landschaftsgebundenen und stammesorientierten Fundierung die Rassen-Utopie der völkischen Bewegung ins Alltägliche gehoben. Gründer der Heimatschutz-Bewegung wie Ernst Rudorff, Paul Schultze-Naumburg oder Robert Mielke vertraten die biologistische Auffassung, dass Menschen und Formen dem Heimatboden entwachsen wie heimische Gräser und Sträucher. Niedersachse, Pfälzer oder Tiroler und als Überkategorie der germanischstämmige Mensch fänden nur in ihrer natürlich gestalteten – das heißt landschaftsgebundenen – Umgebung einen gesunden Lebensraum vor. Die Hinwendung zu überliefertem Handwerk und einer vermeintlich traditionellen Formensprache war insofern im weltanschaulichen Dogma der Landschaftgebundenheit kultureller Äußerungen begründet. Im Gegenzug wurden die zur internationalistischen Gleichmacherei erklärten Formen des Historismus und der Bauhausmoderne als unnatürlich diskreditiert. Über Architektenkreise hinaus ist der Heimat-Stil unter dem Prädikat der Blut-und-Boden-Architektur bekannt geworden.

Programmatisch ist die Tagung im Kontext der sogenannten Revision der Moderne zu verorten, die in den 1980er-Jahren begann und eine Revision des Heimat-Stils einschloss. Ihr Protagonist Vittorio Magnago Lampugnani sah durch ein „Nazi-Verdikt“ die traditionalistische Architektur zu Unrecht diskreditiert und beabsichtigte, die „Tradition der Qualität und […] die Qualität der Tradition“[1] zu rehabilitieren. Ihre eigene Position zur Revision machten die Veranstalter in ihren Einführungen deutlich. UTA HASSLER favorisierte eine „Weiterentwicklung“ des Heimat-Stils. Mitveranstalter HANS GEORG LIPPERT von der Technischen Universität Dresden ist Mitkoordinator des Forschungsnetzwerks Neue Tradition, das ebenfalls fordert, mit Bezug auf Architekturhistoriker wie „Hartmut Frank, Vittorio Magnago Lampugnani und Wolfgang Voigt“[2] „,das progressive Potential der Tradition und das regressive Potential der Neuerung aufzuspüren‘“[3]. Dennoch wies er in seinem Einführungsvortrag nachhaltig darauf hin, dass Heimat eine Utopie sei, deren Geschichte auch zu „beunruhigenden Fragestellungen“ führen könne. Die Erfindung der Heimat definierte Lippert als utopisches Konstrukt zur Kontingenzbewältigung angesichts der Verlusterscheinungen der Moderne. Sie sei eine bürgerliche Strategie gewesen, eine neue Ordnung durch Anknüpfen an Vertrautes zu stiften. Sie habe sich jedoch nicht nur an das Bürgertum gewendet: Als „Transzendenz-Ressource“ sei sie als Gegen-Utopie zur sozialistischen Verheißung eingesetzt worden. Sie sollte Proletarier verbürgerlichen. Die „illiberale und exkludierende“ Ausrichtung dieser Utopie habe das DDR-Regime nach dem Zweiten Weltkrieg nicht davon abgehalten, im Rahmen der stalinistischen Doktrin von der Nationalen Tradition den Schutz der Heimat propagandistisch gegen den westlichen Imperialismus in Stellung zu bringen. Sie sei mit sozialistischen Inhalten gekapert worden, um Emotionen zur Verteidigung des gewonnenen Terrains zu erzeugen.

Lipperts Gegenüberstellung von bürgerlicher und DDR-Heimat zeigte eine enorme ideologische Bandbreite der Heimat von autoritär-rechts bis autoritär-links auf. Weiter lenkte er den Blick auf fünf formale Heimat-Elemente, die im Tagungsverlauf mehrfach angesprochen wurden: 1. Heimat formuliert einen Besitzanspruch. 2. Heimat emotionalisiert. Sie zielt über Emotionalisierungs- und Moralisierungsmechanismen auf das Gefühl. 3. Heimat operiert mit der Aura des Unerklärlichen. Mit Johann Gottfried Herder gesprochen, sei Heimat, „,da, wo man sich nicht erklären‘ müsse“. 4. Heimat ist schön. Sie sei konstitutiv mit dem Schönheitsdiskurs verknüpft und mache sich den Effekt zunutze, dass im Moment des Schönheitserlebnisses die Welt so geordnet erscheine, als ob alles sinnvoll sei. 5. Heimat beansprucht Authentizität. Auch hier stehe ein Sinnversprechen im Hintergrund: Ursprünglichkeit garantiere eine „unmittelbar zugängliche Seinswahrheit, die keiner Begründung“ bedürfe.

Der erste Vortragende der Sektion zur „Konstruktion von ,Heimat‘“, der Volkskundler MANFRED SEIFERT (Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Dresden), wies anhand einiger Beispiele aus der Haus- und Brauchtumsforschung nach, dass der idealistische Blick der bürgerlichen Heimatschützer zu systematischen Verzerrungen der Realität geführt habe. Die Konstruktion der Heimat als „Projekt der Moderne“ wäre eine kollektivierende Sehnsuchtsprojektion der bürgerlichen „Hochkultur“ auf die „Welt der kleinen Leute“ gewesen. Seit den 1970er-Jahren jedoch habe sich das Verständnis von Heimat geändert. Gegenwärtig wären drei Entwicklungen zu beobachten. „Heimat“ sei von einer Orts- zur Sozialkategorie geworden. Sie bleibe nach wie vor in die Konstruktion ortsbezogener, personaler Identität eingebunden; der Begriff sei jedoch partizipativer und pluralistischer geworden und habe an Dynamik gewonnen. Heute spräche man nicht mehr von Heimat, sondern von „Beheimatung“ als sozialem Prozess.

In der Diskussion stellte Seifert zwar klar, dass das nationalsozialistische Reich eine besondere Stufe des Heimatlichen gewesen sei, aber erst der Philosoph KAI BUCHHOLZ (Hochschule Darmstadt, Gestaltung) benannte die Ideologie-Stränge, die begründen, warum sich der Nationalsozialismus nahezu widerspruchslos aus der Heimat-Utopie entwickeln konnte. Auf Grundlage einer Auswertung verschiedener einschlägiger Zeitschriftenreihen stellte er eine multiple Heimatlosigkeit der Lebensreform-Bewegung um 1900 fest, die sich aufs politische, soziale, ästhetische und religiöse Feld erstreckte. Dieses Defizit sei durch die Hinwendung zur Natur kompensiert worden. Das Naturverständnis der Lebensreformer sei jedoch maßgeblich von der Evolutionstheorie Darwins geprägt gewesen, deren deutsche Rezeption durch Ernst Haeckel beeinflusst worden sei. Sie sei der Ausgangspunkt der weit verbreiteten, rassistischen und antisemitischen Tendenzen der neuen Bewegungen gewesen. Erst vor diesem Hintergrund wird die grundsätzliche Begeisterung der Heimatschützer, die in den Umkreis der Lebensreform gehören, für das neue Reich verständlich: Von einer biologistischen Grundlegung aus sind die ideologischen Übergänge zur nationalsozialistischen Ideologie bekanntlich fließend. Die Vorschläge des ausgebildeten Philosophen für eine mögliche Fortführung lebensreformerischer Vorhaben sahen demzufolge erhebliche Eingriffe in ihr ideologisches Fundament vor.

In der Praxis der zeitgenössischen Heimatvereine ist dieser Schritt – zumindest partiell – schon vollzogen. HANSJÖRG KÜSTER (Universität Hannover, Geobotanik), Professor für Pflanzenökologie und Präsident des Niedersächsischen Heimatbundes, wies darauf hin, dass „Landschaft“ immer eine Metapher der Natur sei. Diese Metaphernbildung umschließe „die Konstruktion einer Vergangenheit und ebenso einer Zukunft“. Den zeitgenössischen Heimat- und Landschaftsschutz sah er nicht dem biologistischen Naturbegriff des neunzehnten Jahrhunderts verpflichtet – wie ihn Kai Buchholz zuvor beschrieben hatte –, stattdessen griff er in seiner Genealogie der Heimat auf den humanistischeren des achtzehnten zurück. Dieser Kunstgriff ist zwar historisch nicht ganz korrekt, ermöglichte aber eine Metamorphose des Heimatbegriffs von einem ontologisierenden und exkludierenden Kampfbegriff zu einem konstruktivistischen Integrationsbegriff. In einem weiteren Schritt passte der Geobotaniker das Naturbild an die Bedingungen der globalisierten Welt an, indem er es als dynamisch und in ständigem Wandel begriffen darstellte. Vor dem Hintergrund dieser modernisierten Natur-Metapher stellte er die emotionalisierende Kraft der Heimat als Basis für eine gelingende Integration von Immigranten vor (der „Pass allein reiche nicht“ dazu).

Analog zu den Vorträgen, die sich mit der Heimat als ideellem Konstrukt beschäftigten, entwickelten auch die Beiträge, die sich vornehmlich ihrer architektonischen Realisierung widmeten, den Heimat-Stil nur unter Preisgabe des historischen Profils weiter. Stilistisch öffnete der Bauingenieur JÜRG CONZETT (Chur) in einem Vortrag über die Beton-Brückenbauwerke von Robert Maillart den alpinen Heimatstil rückwirkend der Beton-Moderne. Seine Entwurfsmethodik für einen aktualisierten Neo-Heimatstil, – „traditionelle Elemente in eine neue Aufgabe“ zu überführen –, visualisierte er mit Beispielen, die eher klassisch postmodern wirkten. Schon Jahrzehnte vor ihm verwandte der italienische Architekt Carlo Mollino – wie BRUNO REICHLIN (Universität Lugano, Architektur) zeigte – eine ähnlich abstrahierende Entwurfstechnik. Paradigmatisch stellte Reichlin ein Bauwerk vor, bei dem Mollino ein eher unbedeutendes „traditionelles“ Detail hervorhob und zur Basis eines Entwurfs erhob, der zu einer vollkommen neuen Interpretation des Typs führte. Auch die Entwurfsbegründungen Mollinos – so der Vortragende – seien nicht mehr traditionalistisch, sondern funktionalistisch gewesen. Das „Heimatliche“ ging damit bei der Weiterentwicklung nicht nur seiner Formensprache, sondern ebenso seiner argumentativen Zusammenhänge verlustig. Der Stadtarchitekt von Buchs und langjährige Präsident des Bündner Heimatschutzes JÜRG RAGETTLI stellte in dieser Hinsicht konsequenterweise fest, dass „der beste Landschaftsschutz gute Gestaltung sei“. Der Heimat-Stil sei nur ein historischer Baustil unter vielen gewesen – in seinem Kampf gegen das Neue Bauen habe er sogar bisweilen hochwertigere Lösungen verhindert.

Sowohl die Vorträge, die sich mit den geistesgeschichtlichen Grundlagen als auch die, die sich mit der stilistischen Entwicklung beschäftigten, zeigten deutlich, dass die gegenwärtige Weiterentwicklung von Heimat und Heimat-Begriff unter erheblichen Substanzverlusten erfolgt. Die völkischen Bedeutungsinhalte der modernen Heimat-Utopie schienen durch Hans-Georg Lipperts Gegenüberstellung mit Stalins Konzept der Nationalen Tradition aufgehoben. Heimat blieb zwar eine kollektivierende Identitätsmaschine, jedoch wurde sie zum scheinbar politisch bedeutungsoffenen Instrument. Hansjörg Küster reformierte die grundlegende Naturmetapher, Jürg Conzett und Jürg Ragettli das Entwurfsverständnis. Der Begriff des Handwerks als Medium landschaftsgebundener und stammesgeschichtlicher Überlieferung – mit anderen Worten: als Brücke zwischen Blut, Boden und Kultur – wurde in den Vorträgen von ROLAND MAY (Brandenburgische Technische Universität Cottbus, Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung) zum Bau der Reichsautobahnen und von KLAUS JAN PHILIPP (Universität Stuttgart, Architekturgeschichte) zu Curt Siegels Kollegiengebäude der Universität Stuttgart von seinem ontologisierenden Sinngehalt befreit. Stattdessen wurde er in ein allgemeineres Verständnis von Kunstfertigkeit – im Sinne von sein Handwerk verstehen – überführt. Einen Weg zu einem demokratischeren Heimat-Verständnis stellte Manfred Seifert vor, der Beheimatung als partizipativen Prozess zur postmodernen Konstruktion pluraler personaler Identitäten begreift. Es ist jedoch auffallend, dass diese konsequenteste Demokratisierung den eigentlichen Begriff mit der Umformung von Heimat zu Beheimatung bereits verlassen hat. Angesichts der teils sinnverkehrenden Begriffsänderungen stellte sich die Frage: Worin liegt das Spezifische von Heimat, Beheimatung und Heimat-Stil? Und: Sind die Begriffsverlagerungen ein Anzeichen dafür, dass die Heimat als kollektivistisches Identitäts-Projekt der Moderne, das Identität mit Raum und Volk oder Land und Leuten verbindet, gescheitert ist, oder besteht eine sinnvolle Möglichkeit, es weiterzuentwickeln oder gar zu vollenden?

Die Tagung hat gezeigt, dass drei Aspekte in Überlegungen dieser Art sicherlich einfließen sollten. Zunächst scheint es, dass die Diskussion um den Begriff nicht ohne das Bewusstsein geführt werden sollte, dass es sich bei der Konstruktion der modernen Heimat als Kollektivform (in Verbindung mit Stil hat Heimat immer ein Kollektiv-Moment) ursprünglich um eine biologisierende Legitimationsstrategie von innen- und außenpolitischen Besitzansprüchen gehandelt hat; der Heimat-Stil diente ihrer ästhetischen Legitimation. Zweitens ist die formale Konstruktion des Besitzanspruches grundsätzlich problematisch. Heimat als ideelle Konstruktion – die sie als Produkt des Intellekts notwendigerweise ist – ist eine Waffe des Geistes gegen sich selbst. Die Inbesitznahme von Heimat erfolgt über ihre Aufnahme in die personale Identität. Da sie mit dem identitären Status, den Charakter einer „unmittelbar zugänglichen Seinswahrheit, die keiner Begründung bedarf“ (Lippert), eines Gefühls einfordert, verleugnet sie ihre rationale Herkunft und verschließt sie sich jeder argumentativen Auseinandersetzung. Politische Ansprüche werden so umdeklariert und in den sogenannten nicht-verhandelbaren, vorpolitischen Bereich des Politischen verschoben. In der abschließenden Podiumsdiskussion mit den Gästen GION CAMINADA (ETHZ, Architektur), PIUS KNÜSEL (Kulturfunktionär, Zürich), EDGAR REITZ (Staatliche Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, Film) und RICHARD SAAGE (Philosoph, Berlin) wurde die Heimat als Nicht-Erklärungsbedürftige diskutiert. Pius Knüsel lokalisierte die Heimat in Anlehnung an Herders oben erwähnter Definition dort, „wo ich keine Fragen stellen muss.“ Auch Edgar Reitz betonte, dass Heimat nur einer ursprünglichen Form des Verstehens zugänglich sei, die verloren gehe, wenn man sie auf den Begriff brächte. Gegen dieses Allzu-Selbstverständliche der Heimat verwahrte sich der Philosoph Richard Saage entschieden. Heimat sei exkludierend, wenn sie selbstverständlich werde. Er verwies auf die deutsche Geschichte und damit auf den dritten wichtigen Aspekt: Die Geschichte der modernen Heimat-Utopien vom wilhelminischen Kaiserreich und dem NS-Regime bis zu Stalins Nationaler Tradition legt nahe, dass eine Heimat-zu-konstruieren und Recht-zu-haben nicht automatisch dasselbe sind.

Konferenzübersicht:

Einführungen
Uta Hassler, Heimat, Handwerk und die Utopie des Alltäglichen

Hans-Georg Lippert, Ein einfaches, tiefsinniges Bürgerkind – Heimatschutz und Architektur

Die Konstruktion von Heimat im 19. und 20.Jahrhundert

Hansjörg Küster, Natur, Landschaft, Heimatschutz

Manfred Seifert, Volkskultur und Brauch als Folien von Identitätskonstruktionen

Kai Buchholz, Lebensreform – Diesseitiges Glück in der Moderne?

Nationalstile?

Elisabeth Crettaz-Stürzel, Der Heimatstil in der Schweiz als Reformstil 1905–1914

Kai Krauskopf, Eine Heimat für die Märtyrer – Konstruierte Identitäten im Wiederaufbau nach dem Ersten Weltkrieg in Frankreich

Tilman Harlander, Regionalismen im Wohnungs- und Städtebau des Nationalsozialismus

Industriefolklore, Regionalstile und ‚Vernacular High-Tech‘

Maiken Umbach, Bürgerlichkeit und der Sinn für Heimat

Thomas Spohn, Bauernhaus und Heimat – Die ländliche Architektur Nordwestdeutschlands im 20. Jahrhundert zwischen Technisierung und Ideologie

Stephan Liebscher / Christoph Rauhut, Baufibeln – Oder der Versuch der Landschaftsgebundenen Normung

Bruno Reichlin, Alpenstile – Vorstellungen der Moderne für das Bauen in den Bergen

Peter Burman, Ruskin, England and Craftsmanship

Das Ideal Handwerklichen Bauens

Jürg Conzett, Brückenbau und Heimatstil – Robert Maillarts konservative Brücken

Jürg Ragettli, Die Wasserkraftwerke der Schweiz

Roland May, Einheit zwischen Bauwerk und Landschaft – Zur Rolle von Heimat und Handwerk bei den Reichsautobahnen

Klaus Jan Philipp, Curt Siegel und die Bauideale der Stuttgarter Schule

Podiumsdiskussion: Die Utopie des Alltäglichen
Gion A.Caminada
Pius Knüsel
Edgar Reitz
Richard Saage

Anmerkungen:
[1] Vittorio Magnago Lampugnani, Die Provokation des Alltäglichen, in: Gert Kähler (Hrsg.), Einfach schwierig. Eine deutsche Architekturdebatte, Braunschweig/Wiesbaden 1995, S. 13-19, hier S. 16.
[2] Roland May, Statt einer Einleitung: Neue Tradition, in: Kai Krauskopf/Hans-Georg Lippert/Kerstin Zaschke (Hrsg.), Neue Tradition. Konzepte einer antimodernen Moderne in Deutschland von 1920 bis 1960, Dresden 2009, S. 15-37, hier S. 31.
[3] May, Statt einer Einleitung, 2009, S. 16.

ZitierweiseTagungsbericht Heimat, Handwerk und die Utopie des Alltäglichen. 14.02.2013-15.02.2013, Zürich, in: H-Soz-u-Kult, 20.06.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4779>.

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