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Gendered Memories of War and Political Violence

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Ayşe Gül Altınay / Çıçek Ilengız, Sabancı-University Istanbul; Borbala Klacsmann / Andrea Petö, Central European University Budapest
Datum, Ort:07.12.2012–08.12.2012, Budapest

Bericht von:
Kerstin Bischl, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin
E-Mail: <kerstinbischlweb.de>

Die Erinnerungen an historische Ereignisse sind gesellschaftspolitisch ebenso wichtig wie die Ereignisse selbst. Dies zeigen nicht zuletzt die oftmals verbitterten Auseinandersetzungen um die Deutungen und Repräsentationen des Vergangenen sowie die politischen Forderungen, die an diese gerichtet werden. Der von Ayşe Gül Altınay, Çıçek Ilengız (beide Sabancı-University Istanbul) sowie Borbala Klacsmann und Andrea Petö (beide Central European University Budapest) organisierte Workshop formulierte eine solche geschichtspolitische Forderung: Es war die erklärte Absicht der Organisatorinnen, Frauen (wieder) in die Geschichte von Krieg und politische Gewalt einzuschreiben und aufzuzeigen, dass Gender als Erfahrungs- und Repräsentationskategorie auch in der Darstellung des Vergangenen bedeutsam ist. Dazu versammelten sie vom 07. bis 09. Dezember 2012 über vierzig Nachwuchswissenschaftler/innen an der Central European University in Budapest. Wie bereits der Vorgänger-Workshop im Mai diesen Jahres an der Sabancı-University in Istanbul konnte auch der jetzige das Etikett “international” für sich in Anspruch nehmen: Sowohl Vortragende als auch Themen deckten weite Teile der Welt ab, auch wenn Konflikte im (süd-ost-) europäischen Raum der letzten hundert Jahren vorrangig behandelt wurden.

Eröffnet wurde der Workshop durch einen abwechselnd von AYŞE GÜL ALTINAY (Istanbul) und ANDREA PETÖ (Budapest) gehaltenen Beitrag, der die Kernfragen des Workshops konzeptionalisierte und auf den Holocaust beziehungsweise den türkischen Genozid an der armenischen Bevölkerung 1914/1915 anwandte. Beide stellten sich der Frage, ob eine ‘gegenderte’ Erinnerung nicht das erfahrene Leid relativiere und Frauen aus dem Kreis der Opfer besonders hervorhebe. Ihre Antwort, wenig überraschend, war eine negative: Gewalt, die entlang der Kategorie Geschlecht erfahren und ausgeübt werde, müsse auch als solche erinnert werden. Erst die Analyse der zugrunde liegenden Kategorien sorge für ein profundes Verstehen sowie dafür, dass die Erinnerung der Erfahrung gerecht und die angestrebte Versöhnung in Europa nicht konterkariert werde.

Wie unterschiedlich die Forderung nach Gender als Analysekategorie in Bezug auf die Erinnerung an den Holocaust angegangen werden kann, zeigte eins der beiden ersten, parallel gelegenen Panels: Unter der Moderation von Andrea Petö ergründeten WHITNEY STARK (Utrecht/Budapest) und EDIT KOVÁCS (Budapest) die Stärken und Schwächen des Shoah Foundation's Visual History Archive. Während Stark mit starken Thesen auf die angeblich ignorante Art und Weise einging, mit der der Tatbestand der sexualisierten Gewalt in dem Archiv verschlagwortet wurde, verwies Kovács auf den Einfluss, den Interviewende und Interviewte im Verlauf des Interviews aufeinander haben, insbesondere wenn es um so sensible Themen wie sexualisierte Gewalt und „sexual collaboration“ geht. Sie plädierte dafür, den Begriff der „sexual collaboration“ durch „sex for survival“ zu ersetzen, um die betroffenen Frauen nicht weiter zu viktimisieren und um deutlich zu machen, wie stark die Intimsphäre der Frauen in das Überleben einbezogen war. Weiterhin analysierte SARAH MORRIS (Budapest) Bernhard Schlinks Novelle „Der Vorleser“ als Akt der literarischen Vergangenheitsbewältigung. Das Buch zeichne ihrer Meinung nach aber ein verworrenes Bild deutscher Täter, da es eine Täterin präsentiert, die die Taten, für die sie letztendlich verurteilt wird, nicht begangen hat. Dass Frauen trotz dieser vielen (neuen) Quellen in ihrem historischen Handeln vielfach unsichtbar bleiben, zeigte SHELLEY OBERER (Regensburg) in ihrem Vortrag über Rettungsaktionen für jüdische Kinder: Die Initiatorinnen und Aktivistinnen dieser Aktionen seien in der Regel namens- und damit geschlechtslos erinnert worden.

Das zweite Panel war literarischen Repräsentationen von Krieg, Erinnerung und Gender gewidmet und wurde von Jasmina Lukic (Budapest) moderiert. Während es KATA GYURIS (Budapest) in ihrer Analyse von J. M. Coetzees Roman "Waiting for the Barbarians" im Sinne postkolonialer Ansätze darum ging zu zeigen, wie sehr Machtstrukturen über Symboliken von Geschlecht repräsentiert werden, ergründeten DENIZ GUNDOGAN (Istanbul) und CEREN YARTAN (St. Louis) die Möglichkeiten, Gewalt literarisch darzustellen. Yartan zeigte, wie dies Virgina Woolf in ihrem Roman "Jakob’s room" über erzählte Geräusche gelinge. Gundogan ging auf den Roman “Yüzünde Bir Yer” der türkischen Autorin Sema Kaygusuz ein und erläuterte, wie die hier präsentierten vielschichtigen weiblichen Identitäten aus dem Erleben von Gewalt resultieren.

Sexuelle Gewalt gesellschaftlich sichtbar zu machen, war die Aufgabenstellung des folgenden Panels. Moderiert von Gaby Zipfel (Hamburg) berichtete Nena MOCNIK (Ljubljana) emphatisch von ihrer Arbeit als Theaterpädagogin und Wissenschaftlerin mit weiblichen Opfern sexualisierter Gewalt im Rahmen des Jugoslawienkriegs: Über Methoden des “Theaters der Unterdrückten” würden sie befähigt, sich über die erlebte Gewalt mitzuteilen. MONIKA STAFA (Tirana) sprach über Fälle sexualisierter Gewalt durch serbische Einheiten im Kosovo, die von kosovarischen Dokumentationen allein skandalisierend oder stark generalisierend thematisiert würden. Kulturelle Erinnerungsformen auch für homosexuelle Gewalt und deren männliche Opfer zu finden, war das Anliegen von JANNA ALJETS (Berlin). Sie führte ihre vielschichtigen Überlegungen in Bezug auf die Demokratische Republik Kongo aus und verwies auf die hohen Hürden, die die Betroffenen überwinden müssten, um über die erlittene Gewalt zu sprechen und Hilfe zu bekommen.

Wie relevant die Kategorien Nation, Religion, Privat- und Öffentlichkeit sowie Körper bei der Selbst-Konstruktion von Frauen in ihren literarischen Selbstzeugnissen sind, zeigte das folgende, von Anna Menyhert (Budapest) moderierte Panel: VERONIKA HELFERT (Wien) zeigte am Tagebuch von Bernhardine Alma aus dem österreichischen Bürgerkrieg eindrucksvoll auf, wie sehr sie sich im öffentlichen Raum verortete, während MARTA KÖRÖSI (Budapest) Alaine Polcz’s autobiographische Novelle "One Woman in the War" als Versuch deutete, den misshandelten Körper wiederzufinden und ethische Ansichten daraus abzuleiten. In einem Vergleich verschiedener Graphic Novels konnte ESZTER SZEP (Budapest) deutlich machen, wie sehr Präsenz von Frauen in diesen vom Geschlecht der/ des AutorIn abhängt. Als letzte Rednerin präsentierte YAEL HAZAN (Beersheva) den Roman "Can you see what I’m hearing" von Ayelet Shamir-Tulipman als einen gelungenen Versuch, den Bericht eines palästinensischen Folteropfers poetisch darzustellen und zu zeigen, dass Schmerz sowohl den Körper als auch die Sprache zerstört.

Im letzten Panel des ersten Konferenztages gingen SUSAN BENSON-SÖKMEN (Toronto) und DIETER REINISCH (Berlin) moderiert von Balazs Sipos (Budapest) auf die weiblichen Mitglieder bewaffneter Oppositionsgruppen ein. Reinisch fragte mit einem methodisch sehr engen Korsett danach, wie die IRA und ihre Unterabteilungen durch die Frauen in den eigenen Reihen wahrgenommen wurden. Benson-Sökmen hingegen stellte ihre Überlegungen darüber, welche Wirkung die Aufnahme von Kämpferinnen in die PKK auf die kurdische Gesellschaft hatte und wie der, oftmals im Namen von Frauenrechte geführte, war on terror von den Betroffenen wahrgenommen wurde, in sehr weite Zusammenhänge.

Der zweite Konferenztag begann mit zwei Panels zu cineastischen Darstellungen von Krieg und Gewalt, die jeweils von Teréz Vincze (Budapest) moderiert wurden. HELEN BUDD (Nottingham) und KERSTIN BISCHL (Berlin) beschrieben deutsche Filmproduktionen, die in den fünfziger Jahren versuchten, Männlichkeit zu rehabilitieren, beziehungsweise in der letzten Dekade vorrangig auf positiv besetzte Frauenfiguren abzielten und als “Bebilderungsmaterial” für das hoch fiktionale Familiengedächtnis zu bewerten seien. Dass auch im zeitgenössischen Russland die Erinnerung an vergangenes Unrecht über Frauenfiguren, die über der Geschichte zu stehen scheinen, transportiert werde, zeigte IRINA GRIN (Voronezh) in ihrer Filmanalyse. SÁNTA BALÁZS (Budapest) hingegen ging einige Jahrzehnte zurück und interpretierte mit gewagten Anleihen bei G. W. Schelling den ersten Teil der Rambo-Saga mit dem Ergebnis, dass auch die Figur des John Rambos ein tragischer Held sei. Als letzte Rednerin in diesem Doppelpanel verwies ANNA PARADOWSKA (Warschau) auf mediale Inszenierungen der sexuellen Gewalt, die 1914/1915 im Rahmen des türkischen Genozids an armenischen Frauen verübt worden war und nun gleichzeitig marginalisiert und künstlerisch aufgegriffen werde.

Ursula Mindler (Budapest) moderierte das vorletzte Panel, das sich mit den Wahrnehmungen von Frauen in (Bürger-)Kriegen beschäftigte. YIĞIT AKIN (Charleston) rekonstruierte aus mehrheitlich von Frauen überlieferter, ursprünglich mündlicher Folklore eine Wahrnehmung des Kriegsgeschehens im osmanischen Imperium 1914–18, die sich mit Leid und Verlust auseinandersetzte und so von der offiziellen Deutung unterschied. LINDA WROTZLAW (Essen) verwies in ihrer anschaulichen Analyse des Bildes von Frauen in dem deutschen Periodikum "Die Grenzboten" dass diese ursprünglich vor allem unter der Rubrik "Gesellschaftliches" thematisiert wurden, sich dann aber zu Akteurinnen eines nationalen Diskurses aufschwingen konnten. Als dritte Rednerin ging PINAR ENSARI (Istanbul) auf die unsicheren Subjektivitäten von Frauen ein, die die Kriegshandlungen des türkischen Militärs in den von Kurd/innen bewohnten Landstrichen der Türkei bewirkt hätten.

Das letzte, von Istvan Majoros (Budapest) moderierte Panel stand im Zeichen von Verlust und Vertreibung: GULEN GOKTURK (Ankara) und AYTEK ALPAN (San Diego) fokussierten die Rolle von griechischen Frauen in den ethnischen Säuberungen des Griechisch-Türkischen Krieges, die lange in ihrer Heimat ausgehalten hatten und nun symbolhaft in den Denkmahlen wieder aufscheinen. Anhand der Musealisierung des Fabiato-Anwesens in Istanbul zeigte ÇIÇEK ILENGIZ (Istanbul), wie der türkische Staat gleichzeitig die Geschichte der nicht-muslimischen Levantiner marginalisiere und in einem Narrativ des Multikulturalismus instrumentalisiere. Im letzten, sehr eindrucksvollen Vortrag machte JASNEET AULAKH (Los Angeles) dann deutlich, wie sehr der Streit über die Anti-Sikh-Progrome 1984 in Indien die Berichte der vergewaltigten Sikh-Frauen und ihrer entführten Töchter überdecke. Aulakh verwies darauf, dass die Gewalttaten auch als Praxis zu interpretieren seien, über die die misshandelten Frauen und Mädchen aus ihren kulturellen Gemeinschaften gelöst und in diejenigen der Täter inkorporiert werden sollten.

Der Workshop endete mit zusammenfassenden Bemerkungen von ANDREA PETÖ, die den Topos des Verlusts aufgriff, um zu zeigen, wie insbesondere die Kategorie Gender geeignet ist, um auf Auslassungen und auf implizite Normativitäten in den Mainstream-Narrativen hinzuweisen. Zudem impliziere der Fokus auf Frauen auch immer das politische Projekt, ihre Handlungsfähigkeit (“agency”) herauszustreichen. Trotz all dieser Intentionen könne Gender jedoch nie für sich alleine stehen, da es eine mehrfach relationale Kategorie sei, die vielfach an zu historisierende Gefühle geknüpft und über die Politik emotionalisiert werde. Petö schaffte es in ihren Abschlusskommentar, viele der Stärken und auch einige der Schwächen des eigens organisierten Workshops anzusprechen. Zu ersteren gehörten insbesondere die vielfältigen Themen und Ansätze der Beiträger/innen, die tatsächlich zeigten, dass sich Gender als Analysekategorie der Memory Studies nicht auf einen Nebenschauplatz abschieben lässt. Ebenso erfüllte der Workshop im Gegensatz zu vielen anderen die eigens formulierten Ansprüche an Interdisziplinarität und Internationalität. Die Schwächen einzelner Beiträge, die Petö in der gelegentlich unkritischen Haltung gegenüber den eigenen Methoden und Quellen zusammenfasste, war wohl auch der Tatsache geschuldet, dass viele Nachwuchswissenschaftler/innen zum ersten Mal mit ihren Masterarbeiten internationales Parkett betraten.

Petös Fazit lassen sich nur wenige Punkte hinzufügen. In seiner Vielfältigkeit und seinem Facettenreichtum war der Workshop tatsächlich inspirierend, auch wenn es an manchen Stellen wünschenswert gewesen wäre, wenn die vielen, sehr heterogenen Beiträge manches Mal mehr in das ‘große Ganze’ eingeordnet worden wären und in ihrer Spezifität nicht für sich gestanden hätten. Die transparente frauenpolitische Agenda der Organisator/innen mochte zwar aus westeuropäische Perspektive verwundern und anachronistisch wirken, wurde aber – insbesondere für die süd-osteuropäischen Kontexte – gut begründet. Leider bedeutete diese Aktzentsetzung im Gegenzug auch, dass erstens die vielen Beiträge, die die mediale Instrumentalisierung von Frauen in den unterschiedlichsten Kontexten im Sinne einer ganz bestimmten Vergangenheitsdeutung behandelten, nicht systematisiert wurden und ‘Stückwerk’ blieben. Die besondere Präsenz von Frauen, insbesondere in ‘Opfernarrativen’, wurde zwar immer wieder herausgestrichen – nach dem Verhältnis von Verschweigen und Inszenieren oder den Grundmustern in Letzterem wurde jedoch nicht gefragt. Zweitens legt eine solche Aktzentsetzung die implizite Annahme nahe, dass über Männer und Männlichkeit in der Erinnerung kein Forschungsbedarf bestehe – eine These, die bezweifelt werden darf. Es ist daher zu hoffen, dass der Budapester Workshop nicht nur die 'Frauenerinnerungsforschung' weiter vorantreibt, sondern auch die der Männer inspiriert.

Konferenzübersicht:

Andrea Petö (Budapest) / Ayşe Gul Altınay (Istanbul): Introductory remarks

Panel I A: Visualising War, Political Violence and Genocide

Boglárka Mácsai (Budapest): “We do our best to be like him”: Masculinization of Girl’s Patriotism Through the Memory of War Heroes in Contemporary Russia

Lucia Popa (Paris): The Women Artists During the Romanian Communism: The Mirrors of “Traumatic Silence”

Jasmina Gavrankapetanovic-Redzic (Belgrad): Uses and Abuses of Memory in Visual Arts: War against Bosnia and Srebrenica Genocide

_Panel I B: World War II: Methodological Challenges, New Historiographies

Whitney Stark (Budapest / Utrecht): Keywording Oppression: A Critical Perspective on The Shoah Foundation's Visual Archive

Edit Kovacs (Budapest): Jewish Women’s “Sexual Collaboration” in Poland and Hungary under the Nazi Occupation

Sarah Morris (Budapest): The Reader

Shelley Oberer (Regensburg): Humanitarian Aid for Children during the Second World War through Kindertransport and Its Impact on the Kinder’s Biography

Panel II: Literary Representations of War, Memory and Gender

Kata Gyuris (Budapest): Games of Power and Gender in J. M. Coetzee’s 'Waiting for the Barbarians'

Ceren Yartan (St. Louis): Ephemeral Sounds in 'Jacob’s Room'

Deniz Gundoğan (Istanbul): At the Ruins of a Disjointed Present: Dersim’s Abject and Spectral Female Heritage in Yüzünde Bir Yer by Sema Kaygusuz

Panel III A: Gender, Memory, Violence

Timea Baumann (Pécs): “Who should guard it if not me?”: Memories of the Yugoslav Wars in the Biographies of Women of Kopačevo (Croatia)

Katie Livingstone (Budapest): Atrocity Photography during the Bosnian War: Voyeurism or Call to Action?

Diana Labiris (Budapest): The Continuum of Violence: Remembering the “Comfort Women” System Anew

Panel III B: Making Sexual Violence Visible

Nena Mocnik (Ljubljana): Re-Act(ivat)ed Sexualities: Researching Women's Sexuality after the War Rapes in Bosnia-Hercegovina with Applied Drama Approach

Monika Stafa (Tirana): Violence Against Women in Kosovo: A Silent Trauma under the Pressure of Patriarchy

Janna Aljets: The Conspiracy of Silence around Sexual Violence Against Men: Implications for Cultural Memory

Panel IV A: Testimony and Literary Narrations of War

Veronika Helfert (Wien): Narrating Civil War?: On the Complex Relations of Violence, Gender and Politics in Bernhardine Alma’s Diary, 1934

Marta Körösi (Budapest): The Subject’s Imperative of Telling and Forgiving: Alaine Polcz’s Autobiographical Novel One Woman in the War

Eszter Szep (Budapest):Graphic Novel Memoirs of Women in War: Picturing Women, War and Identity in Maus, We are on our Own and Persepolis

Yael Hazan (Beersheva):“All that the body insists on remembering”: An Israeli Literary Testimony on Torture

Panel IV B: Gendering Genocide

Monika Magyar (Budapest): Gender Roles in the Cambodian Khmer Rouge Genocide

Sara Swerdlyk (London): A Feminist and Postcolonial Analysis of the Holocaust of Czech Roma

Michelle Wren Haskin (Istanbul): “Gay Genocide” Rhetoric: Emergence from and Appropriation of Gay Memories and Memorials of the Holocaust

Jamie Arntson-Kynn (Budapest): Reliving the Past: Women, Rape, and the Gacaca Courts in Post-Genocide Rwanda

Panel V A: Motherhood, War and Memory

Hanna Teichler (Frankfurt am Main): Memory, Motherhood and the Savages: Telling the Stories of the Stolen Generations

Esra Gedik (Ankara): Women’s Changing Life Perception after these Women lost their Sons in the War in Turkey

Can Zeynep Sungur (Istanbul): Peace Means Life: The Case of Peace Mothers of Turkey as an Anti-War Movement

Panel V B: Women’s Political Agency and Resistance

Susan Benson-Sokmen (Toronto): “Refusing to Stay Put”: The Feminist Legacies of the Women of the PKK

Dieter Reinisch (Berlin): Irish Republican Women and Remembrance

Panel VI: Gendered Memories in Cinema I

Helen Budd (Nottingham). “Softer” Soldiers?: Constructions of Child Soldiers in 1950s German Film and Literature

Irina Grin (Voronezh): Waiting for Return: Female Figures in Tomorrow Was The War (1987), Lenin’s Testament (2007), and Ellipsis (2006)

Balázs, Sánta (Budapest): Man of War: Rambo and Schelling’s Theory of Tragedy

Panel VII: Gendered Memories in Cinema II

Kerstin Bischl (Berlin): How ‘Anonyma’ are Memories?: Female Protagonists in German Movies on the End of the Third Reich

Anna Paradowska (Warsaw): Gender and Armenian Genocide in Visual Arts on the Example of Silent Film Ravished Armenia (1919) and Comic Book Prior to the Auction of Souls (2008)

Panel VIII: Gendered Memories of War

Yiğit Akın (Charleston):Gendered Memories of World War I in the Ottoman Empire

Linda Wotzlaw (Essen): Reporting and Remembering: Women’s and Men’s writing on Violence and World War I in the German magazine Die Grenzboten, 1914–1922

Pınar Ensari (Istanbul): Insecure Subjectivities, Fearful Memories: Kurdish Women Students Remembering the War in Eastern Turkey

Panel IX: Confronting Ethnicized Memories of State and Communal Violence

Gulen Gokturk (Ankara) / Aytek Alpan (San Diego): Gendering the Displacement: A Critical Perspective to the Greco-Turkish Experience of War and Displacement (1919–1923)

Çiçek Ilengiz (Istanbul): Aestheticization of a Loss: The Case of the Fabiato Mansion

Jasneet Aulakh (Los Angeles): Stolen Girls: Women and Sexual Violence in the 1984 Anti-Sikh Pogrom in India

Andrea Petö (Budapest): Closing remarks

ZitierweiseTagungsbericht Gendered Memories of War and Political Violence. 07.12.2012–08.12.2012, Budapest, in: H-Soz-u-Kult, 26.03.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4753>.

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