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An den Grenzen der Gemeinschaft. Zu Konzepten und kulturellen Praktiken der Exklusion

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Universität Vechta
Datum, Ort:18.01.2013-19.01.2013, Vechta

Bericht von:
Urte Stobbe, IGK Germanistik, Universität Vechta
E-Mail: <urte.stobbeuni-vechta.de>

Der interdisziplinäre Workshop „An den Grenzen der Gemeinschaft“ an der Universität Vechta widmete sich der Weiterentwicklung von bisherigen Forschungsansätzen zu Konzepten und kulturellen Praktiken der Exklusion. Organisiert wurde die Veranstaltung von Gabriele Dürbeck (Germanistik und Kulturwissenschaft), Claudia Garnier (Geschichte) und Norbert Lennartz (Anglistik, alle Vechta). Ziel der Veranstaltung war es, die Erforschung von gesellschaftlicher Exklusion durch die Einbeziehung der Dimensionen Erinnerung und Liminalität zu erweitern. Exemplarisch wurden dazu Exklusionsakte in Vormoderne, Romantik und Gegenwart analysiert, um anhand historischer und literarischer Quellen die Kontinuitäten und Umbrüche im Bereich der Grenzziehungspraktiken herauszustellen. Zudem widmete sich der Workshop den Fragen, welche Praktiken der Exklusion Verwendung finden, wie sie strategisch begründet und durchgesetzt werden und in welchem Verhältnis Exklusions- und Inklusionsbewegungen zueinander stehen.

Der erste Teil der Vorträge befasst sich mit dem Zusammenhang von Ex-/Inklusion und Erinnerung. THOMAS SCHARFF (Braunschweig) untersucht die Funktionen des ‚sermo generalis’ sowie bestimmter Körpermarkierungen (Schandzeichen) in mittelalterlichen Inquisitionsverfahren. In den Praktiken der Exklusion sieht Scharff eine Kippfigur aus Ausschluss und Reintegration. Der ‚sermo generalis’ markiere insofern eine Schnittstelle zwischen Exklusion und Inklusion, als ein Buße tragender Häretiker mit dem Kreuz signalisiert, dass er wieder in das ‚corpus christianum’ zurückgeführt werden soll. Wenn dies jedoch nicht gelingt, drohe die Todesstrafe. Scharff macht deutlich, dass durch die inquisitorische Symbolpolitik die Stigmatisierungszeichen in neue Gemeinschaftszeichen umcodiert werden können.

DANIEL LIZIUS (Vechta) widmet sich den Ausgrenzungspraktiken in Hinblick auf zwei ganz unterschiedliche Gruppen: den Leprosen und den Juden zu Zeiten der Merowinger und Karolinger. Während die Exklusion von Juden theologisch begründet werde, basiere die Ausgrenzung von Leprosen auf bestimmten Reinheits- und Körpervorstellungen, bei denen körperlich sichtbare Makel als Ausdruck eines sündigen Lebens gelten. Die Exklusion von Leprosen habe zum einen in Form einer Auflösung von institutionellen Verbindungen (Ehe und Arbeitsverhältnis), der physischen Separation und dem Verlust jeglicher Rechte und Besitzansprüche stattgefunden, was insgesamt einem sozialen Tod gleichkäme. Zum anderen werde die Exklusion von Momenten der Inklusion flankiert (Fürsorgegebot für Kleriker, Aufnahme in Spitäler und Erzählungen von Wunderheilungen). Was Juden betrifft, sei es sowohl zu Exklusions- als auch zu Inklusionsakten (z.B. durch judendiskriminierende Beschlüsse sowie Schutzbriefe) gekommen, wobei jedoch die dürftige Quellenlage keine allgemein gültigen Aussagen zulasse.

Der Beitrag von JOHANNES SUESSMANN (Paderborn) widmet sich der Ausgrenzung von Andersgläubigen während der Zeit von 1648 bis Mitte des 18. Jahrhunderts. Am Beispiel der konfessionell geprägten Baupolitik in Paderborn werden die Veränderungen im Bereich des Kirchenbaus (Schmuckfassade, Lage innerhalb des städtischen Bauensembles) als Ausdruck öffentlicher Kommunikation gewertet. Als Quellen dienen Bildzeugnisse, wie die Stadtansicht Paderborns aus dem Jahr 1647 von Matthäus Merian und eine Handskizze der Stadt von Johann Conrad Schlaun aus dem Jahr 1719. Katholische Kirchenbauten werden dabei aus Sicht Ferdinand von Fürstenbergs gerade in Gebieten, die von Protestanten umzingelt sind, als „Bollwerke gegen die Irrlehre“ verstanden, wodurch der öffentliche Raum gezielt erobert und besetzt werde, indem von denjenigen, die ausgegrenzt werden sollen, Zeichen und Orte überschrieben werden. Zudem sei auffällig, dass die Kirchen einen erhöhten und abgegrenzten Kirchenvorplatz aufweisen, der als Bühne performativ genutzt worden sein könnte. Hier bestünde jedoch noch Forschungsbedarf.

SONJA FIELITZ (Marburg) widmet sich dem Problem der Übertragung von Epochenbegriffen aus der Kunstgeschichte auf die Literatur Großbritanniens und moniert das Fehlen nationenspezifischer Begriffsdefinitionen, die den inhärenten Spannungslagen in der Frühen Neuzeit gerecht werden. Insbesondere Historienstücke (‚history plays’) können als literarischer Ausdruck nationaler Spannungen gewertet werden, wie sich anhand der Rosenkriege zwischen den Adelshäusern York und Lancaster zeigen lässt. Pointiert formuliert Fielitz Skepsis an dem Bild Englands unter Elizabeth als ‚golden age’, wie es sich lange in der Forschungsliteratur aufrecht gehalten habe. Auch erwägt sie mit Verweis auf Hamlet im Fegefeuer, ob man Shakespeare trotz vieler gemischt konfessioneller Bezüge nicht auch als Fürsprecher der Katholiken interpretieren könne.

Der Beitrag von CLAUDIA GARNIER (Vechta) widmet sich in systematischer Weise dem Verhältnis zwischen kultureller Exklusion und Erinnerung in der Vormoderne anhand verschiedener Beispiele (Acht, Exkommunikation, Ausschluss aus dem Totengedenken, Verweigerung einer christlichen Bestattung). Gezeigt werden die langen Kontinuitäten hinsichtlich der Formen und Medien der Exklusion sowie auch der Umsetzung des Gemeinschafts- und Erinnerungsverlusts. Der Entwurf des Grabmals für Herzog Ludwig den Bärtigen zeige zudem, dass Exklusion auch Gegenbewegungen beziehungsweise dass eine verweigerte Erinnerung ein gestärktes Gedächtnis provozieren könne. Für die Kulturwissenschaften könnten aus diesen Beispielen zentrale Parameter abgeleitet werden wie etwa, dass Exklusionspraktiken nicht losgelöst von Gesellschaftsformen und den Dynamiken zwischen verschiedenen Gruppen zu sehen seien, wobei den medialen Strategien sowie den symbolischen, kodierten und zeichenhaften Akten besondere Bedeutung zukomme. Exklusion und verweigerte Erinnerung seien in der Vormoderne noch reversibel gewesen und abhängig von denjenigen, die die Erinnerung verwalteten.

Die folgenden beiden Vorträge widmeten sich dem Zusammenhang von Exklusion und Liminialität in Texten der sogenannten Sattelzeit der Moderne. IULIA-KARIN PATRUT (Trier) untersucht die Darstellung von ‚Zigeunern‘ in der deutschsprachigen Literatur um 1800 im Hinblick darauf, inwiefern ihnen der Status als interne Fremde im Kontext der Nationenbildung zugeschrieben wird. Sie unterscheidet dazu drei Exklusionssemantiken von langer Dauer in der stratifizierten Gesellschaft: die religiöse, die soziographische und die ethnisierend-rassistische. Patrut führt ein breites Korpus an Texten an, von denen Herders „Die Zigeunerin“, Goethes „Wilhelm Meister“ mit der Figur Mignon und das Märchen von Hyazinth und Rosenblüthchen in den „Lehrlingen zu Sais“ von Novalis wohl die bekanntesten sind. Diese Texte setzen sich insofern vom zeitgenössischen Wissensdiskurs ab, als sie überhaupt Akte der Grenzziehung thematisieren und problematisieren: Außerhalb der Texte sei der Diskurs auf Exklusion gerichtet, in den literarischen Texten finde im Modus der Selbstexotisierung und Selbstinferiorisierung eine deutsche Selbstbegründung über „Zigeuner“-Figuren statt.

Mit einer ähnlichen Grenzfigur, wenn auch bezogen auf das nationale Selbstverständnis Englands, beschäftigt sich der Beitrag von DIETER KOCH (Vechta). Der Fokus seines Vortrags liegt auf der Figur des ‚Nabobs‘ in englischen Komödien des 18. Jahrhunderts. Mit Anklang an indische Fürstentitel werden mit Nabob diejenigen bezeichnet, die aufgrund ihres Reichtums, den sie in den Kolonien des ‚Empire’ erworben haben, als Neureiche in die britische Oberschicht aufzusteigen versuchen, was im ‚Mutterland‘ indes als gesellschaftlich destabilisierende innere Bedrohung empfunden worden sei. In den Theaterstücken, die sich nicht nur an die Oberschicht, sondern auch an die Mittelschicht gewandt haben, werden die mit sozialer Mobilität verbundenen Konflikte thematisiert: Auch wenn Nabobs über Landbesitz und familiäre Beziehungen verfügen und sie sich die entsprechende Etikette und Redewendungen angeeignet haben, weist der Akzent die Figuren meist weiterhin als ‚Fremde‘ aus. Zudem werde ‚Politeness’ zu einem zentralen Differenzkriterium, wobei es sich dabei, so Koch, um einen hybriden, keinesfalls rein adligen Kodex handele, der zugleich als Versuch gewertet werden könne, soziale Aufsteiger zu exkludieren.

Waren es in den von Koch untersuchten Theaterstücken Adlige, die bestimmen konnten, wer gesellschaftlich dazu gehören durfte, stellt sich die Situation um 1830 für schreibende Adlige in Deutschland anders dar. Wie URTE STOBBE (Vechta) zunächst am Beispiel Fürst Pückler-Muskaus zu zeigen vermag, haben adlige Autoren insofern an einer imaginären Grenze geschrieben, als sie gerade seitens nicht-adliger Verfasser des literarischen Feldes verwiesen werden, auf dem sie sich erfolgreich zu positionieren anschicken. Ausgehend von diesen und ähnlich gelagerten Konkurrenzverhältnissen lassen sich im Rekurs auf Pierre Bourdieus Feldtheorie spezifische Sonderbedingungen adliger Autorschaft bestimmen, etwa dass es sich vor dem Hintergrund sozialer und gesellschaftlicher Umbrüche als janusköpfig erweisen kann, als Schriftsteller mit adligem Namen in Erscheinung zu treten. Im Anschluss daran wird eine Typologie adliger Autorschaft entwickelt, die als Grundlage dafür dienen kann, den Grenzziehungs-, Grenzverschiebungs- und Überschreitungsstrategien seitens der einzelnen beteiligten Akteure nachzugehen.

Dass ursprünglich adlige Distinktionsstrategien wiederum von anderen sozialen Gruppen erfolgreich angeeignet werden können, zeigt der Vortrag von NORBERT LENNARTZ (Vechta) zur Figur des Dandys. Im urbanen Kontext der Metropole London werde gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Herausgehobenheit zum Identitätssignum, wobei Gelb als vormals typische Farbe der Exkludierten zu einer Farbe der Modernität werde. Dandys jonglieren als Meister der Improvisation mit verschiedenen Konzepten, um sie in ihr paradoxales Gegenteil zu verkehren. Während sich auch Beispiele dafür finden lassen, dass der Dandy proteushaft und teuflisch auftritt, scheint Oscar Wilde vom Dandy fasziniert und abgestoßen zugleich zu sein: Bei ihm sei das subversive Inszenieren von Liminalität mit dem Streben nach gesellschaftlicher Teilnahme und Akzeptanz ambivalent verschränkt. Deutlich wurde, dass die freiwillige Selbstexklusion als Exklusivität auch umkippen kann in eine tatsächliche Exklusion, wie Lennartz mit Blick auf Wildes „The Ballad of Reading Gaol“ veranschaulichte.

Um eine klassische Zuweisung in eine liminale Position seitens anderer handele es sich bei der Figur der unverheirateten Frau in Werken der viktorianischen Literatur. Laut ARIANE HIESSERICH (Bonn/Vechta) könne diese als Beispiel einer sozialen Grenzgängerin gedeutet werden. Mit Bezug auf Viktor Turners Liminalitätskonzept wird unverheirateten Frauen ein Ort außerhalb der normativen Gesellschaftsordnung zugewiesen, wobei zwei Typen zu unterscheiden seien: die statistisch überzählige ‚alte Jungfer‘ (‚the spinster‘) und der Typ junge Frau, die in einem bewussten Akt unverheiratet bleiben (‚new woman’). In Werken wie George Gissings „The Odd Woman“, Charlotte Brontës „Shirley“ oder Charles Dickens’ „David Copperfield“ werde die unverheiratete Frau häufig durch ein monströses, nicht-weibliches Äußeres charakterisiert und insgesamt als mangelhaftes und gefährliches Wesen konstruiert. Der Wert des Liminalitätskonzepts bei der Literaturanalyse bestehe darin, dass die damit verbundene Gefahr sowie das Potenzial dieser Position offen gelegt werden könne.

Hatten sich die vorangegangenen Vorträge mit expliziten Exklusionsakten und Strategien der Ausgrenzung beschäftigt, widmet sich GABRIELE DUERBECK (Vechta) mit mindestens ebenso wirksamen, jedoch verdeckten Exklusionsakten am Beispiel Elfriede Jelineks. Jelineks Theaterstücke würden in diskurskritischer Weise entlarven, wie Exklusionsakte in der Sprache funktionieren. So werde beispielsweise in „Das Werk“ mittels sich überlagernder Sprachflächen vorgeführt, dass beim Speicherkraftwerk von Kaprun (Bau von 1938-1955) sowohl die deutsche Urheberschaft ausgeblendet als auch der Tod von 160 Zwangsarbeitern meist aus Ländern Osteuropas beim Bau geleugnet wird. Letzteren, d. h. den Marginalisierten, gibt Jelinek insofern eine Stimme, als im Stück thematisiert wird, dass sie selbst keine Stimme mehr haben – und in der österreichischen Wahrnehmung lediglich durch Entschädigungsansprüche präsent sind. Durch die unheimliche Präsenz dieser fremden Stimmen würden diese, so Dürbeck, in das kulturelle Gedächtnis zurückgeführt.

Die Beiträge haben gezeigt, dass Exklusionsakte kulturell geprägte Handlungsmuster darstellen, die zur Konstruktion bzw. Aufrechterhaltung einer Gemeinschaft genutzt werden. Die Funktionen bestehen in der Disziplinierung einer Person oder Personengruppe, der Durchsetzung bestimmter Interessen oder der Identitätsstiftung und Stabilisierung einer bestimmten Gemeinschaft oder Trägergruppe, welche die Exklusion vollzieht. Exklusionsakte und Praktiken der (Nicht-)Erinnerung sind zwar jeweils an bestimmte Bedingungen geknüpft und unterliegen auch in ihrer medialen Darstellung einem historischen Wandel. Dennoch zeugen die Beispiele von einer langen Dauer und Kontinuität.

Exklusion wird, das kann als eines der Ergebnisse des Workshops festgehalten werden, häufig von Akten einer mehr oder weniger ausgeprägten Inklusion flankiert: sei es, dass die vormals Ausgegrenzten rückwirkend wieder in Erinnerung gerufen werden (Garnier, Dürbeck), dass sie im Nationenbildungsprozess als Teil des Eigenen konstruiert werden (Patrut), sei es, dass sie erst mit Verzögerung als Zugehörige zur Gesellschaft (Koch) oder im Kreis der Literaten akzeptiert werden (Stobbe). Als weiteres Ergebnis zeigte sich, dass Exklusion immer an Visualität bzw. sichtbare Zeichen und eine bestimmte Verortung im Raum gebunden ist (Scharff, Lizius, Süssmann). Insbesondere fiktionale Texte eignen sich durch die Konstruktion liminaler Figuren und Ausgrenzungssemantiken zur Analyse der jeweiligen Zwischenbereiche, Durchlässigkeiten, Dynamiken und Ambivalenzen (Fielitz, Lennartz, Hießerich).

Konferenzübersicht:

Gabriele Dürbeck/Claudia Garnier: Einführung

Thomas Scharff: Zwischen Ausschluss und Reintegration. Funktionen des sermo generalis im mittelalterlichen Inquisitionsverfahren

Daniel Lizius: Außenseiter im frühen Mittelalter. Der soziale Umgang mit Juden und Leprosen

Johannes Süßmann: Eroberung der Räume und der Seelen. Zur Ausgrenzung von Andersgläubigen im deutschen Kirchen- und Städtebau der Zeit nach dem Westfälischen Frieden.

Sonja Fielitz: „Mind the gap“: Mentale Grenzziehungen im England der Frühen Neuzeit

Claudia Garnier: „… ihre Namen und Gedächtnis ganz vernichtet…“ Zur kulturellen Praxis der Exklusion in der Vormoderne

Iulia-Karin Patrut: Aporetische Selbstbegründungen: Poetiken der Inklusion/Exklusion

Dieter Koch: Sozialer Aufstieg in der englischen Komödie des 18. Jahrhunderts. Inklusionsstrategien und Exklusionsversuche

Urte Stobbe: Schreiben an der Grenze – Zur Typologie adliger Autorschaft um 1830

Norbert Lennartz: Inszenierungen der Liminalität: Der Dandy im Zeichen der ‚Yellow Nineties’

Ariane Hießerich: Aspekte viktorianischer Liminalität: Die unverheiratete Frau als soziale Grenzgängerin in ausgewählten Werken der viktorianischen Literatur

Gabriele Dürbeck: Verdeckte Exklusionsakte: Sprachkritik in Elfriede Jelineks Theaterstücken

ZitierweiseTagungsbericht An den Grenzen der Gemeinschaft. Zu Konzepten und kulturellen Praktiken der Exklusion. 18.01.2013-19.01.2013, Vechta, in: H-Soz-u-Kult, 26.03.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4732>.

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