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„Tales about time“. Temporality, modernity and the order of time

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:German Historical Institute London
Datum, Ort:29.11.2012–30.11.2012, London

Bericht von:
Steffen Henne, Philipps-Universität Marburg
E-Mail: <Hennestudents.uni-marburg.de>

„Kann man die Zeit erzählen, diese selbst, als solche, an und für sich?“ Mit dieser Frage eröffnete Thomas Mann das abschließende Kapitel seines "Zauberbergs". Sie aus geschichtswissenschaftlicher, aber auch philosophischer und soziologischer Perspektive zu beantworten, das hatten sich die Teilnehmer des interdisziplinären Workshops „Tales about time. Temporality, modernity and the order of time“ am Deutschen Historischen Institut London vorgenommen. Im Mittelpunkt des Workshops standen der vielschichtige Zusammenhang von Zeit und Geschichte, die historische (Be-)Deutung temporaler Ordnungsmuster sowie chronopolitische Phänomene und Praktiken. Zu letzteren zählen etwa politisch kontextualisierte Geschichtsbilder und Ordnungsmodelle (chronopolitics), aber auch konkrete politische Praktiken (chronopolicy), die Zeit als gesellschafspolitische Ressource nutzen (etwa Arbeitszeit oder bestimmte Lebenszeitabschnitte wie das Rentenalter). Der Workshop thematisierte zudem Krisensymptome der modernen Temporalstruktur und die Entstehung neuer Ordnungsvorstellungen sowie den Wandel damit verbundener zeitthematischer Begrifflichkeiten (Geschichte, Fortschritt usw.). Schließlich reflektierte er die Historizität, die Zeit-Gebundenheit von Deutungsmustern und Narrativen und diskutierte die sich daraus ergebenden theoretisch-methodischen Implikationen für die Geschichtswissenschaft.

In seinem einleitenden Vortrag umriss FERNANDO ESPOSITO (Tübingen) die Prämissen und Ziele des von ihm organisierten Workshops. Zentral erschien es ihm klärungsbedürftig, warum die Auseinandersetzungen mit dem Thema „Zeit“ im Allgemeinen und dem Wandel temporaler Strukturen der Moderne im Speziellen in der Geschichtswissenschaft bisher eine eher untergeordnete Rolle spielen. Als Grund für die Zurückhaltung der Historiker vermutete Esposito einen gewissen Widerwillen, den disziplinären Referenzrahmen und die fachlichen Grundannahmen des Faches zu hinterfragen; so sei etwa das Modell einer universalen, homogenen und linear verlaufenden absoluten Zeit zu historisieren und kontextualisieren. Eine besondere disziplinäre Herausforderung bestehe vor diesem Hintergrund darin, mit der epistemologischen Ambivalenz geschichtstheoretischer Entwürfe umzugehen, die immer auch Produkte ihrer Zeit und je nach Fragestellung selbst als historische Quellen zu behandeln seien. Es stelle sich daher die Frage, ob bzw. wie Theorieangebote, die selbst im Strom der Zeit schwimmen, hinsichtlich empirischer Forschung festen Halt bieten können. Esposito wies darauf hin, dass aktuelle Theorieansätze, die einen fundamentalen Bruch innerhalb der modernen Temporalstrukturen annehmen, eine kritische Distanzierung von sozialwissenschaftlichen Diagnosen und historischen Quellen heute schwieriger denn je erscheinen lassen. Methodische Implikationen diskutierte Esposito abschließend mit Blick auf das eigene Forschungsprojekt zum europäischen Primitivismus-Diskurs 1860-1960. Hier vertrat er die Hypothese, dass die Ideen einer zivilisatorischen Fortschrittlichkeit bzw. Rückständigkeit gesellschaftliche Legitimations- und Transformationsprozesse formierten und legitimierten.

Die thematische Komplexität des Workshops verdeutlichte ein erster Schwerpunkt, der im weitesten Sinne Techniken und Medien der Zeiterfahrung und Zeitreflexion behandelte. Die betreffenden Vorträge waren an der Schnittstelle von historiographischer Methodik und einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Phänomenen „Zeit“ und „Geschichte“ angesiedelt. PETER TIETZE (Tübingen) thematisierte in seinem Vortrag, inwiefern die Idee der Historizität innerhalb der Geschichtswissenschaft problematisiert und zu einem Katalysator methodischer Innovation wurde. So folgte die Entstehung der Begriffsgeschichte laut Tietze konstitutiv auf die Krise des Denkmusters des Historismus. Diese hatte ihre Ursache in dem zunehmenden Bewusstsein der Kontingenz wissenschaftlicher wie alltäglicher Gewissheiten. Tietzes These lautete, dass sich in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft seit Beginn des 20. Jahrhunderts zwei begriffsgeschichtliche Typen der Krisenbewältigung ausformten. Demnach repräsentierten Wilhelm Bauer und Otto Brunner eine Strategie der „De-problematisierung“, indem sie Geschichte mit Hilfe statischer Schlüsselbegriffe mystifizierten und so das Kontingenzproblem gleichsam kaschierten. Dementgegen vertraten Richard Koebner und Reinhart Koselleck insofern eine „Re-Problematisierung“, als dass sie die „Krise“ als Möglichkeit ständiger Selbstvergewisserung, auch hinsichtlich disziplinärer Grundannahmen interpretierten.

FRANÇOIS HARTOG (Paris) widmete sich in seinem Vortrag dem Roman als Medium der Zeitreflexion. Auch die Belletristik versuche mit der neuzeitlichen Idee der Historizität der Welt umzugehen. Nach Hartog unterliegen die Arbeitsweisen des Historikers und des Literaten erkenntnistheoretisch und -praktisch jedoch grundsätzlich anderen Bedingungen. Während der Historiker in der Situation des Danach arbeitet, könne der Literat diese Zeitschwelle überwinden und dadurch Phänomene beschreiben, deren Bedeutung wissenschaftlich (noch) nicht artikulierbar sei. Beispielhaft für jüngere ‚tales about time‘, welche die zeitliche Architektur unserer Gegenwart reflektieren, nannte Hartog die Romane dreier Autoren (Cormac McCarthys "The Road", W.G. Sebalds "Austerlitz" und Olivier Rolins "Méroé"). Sie eint das Motiv eines in der Vergangenheit geschehenen katastrophischen Ereignisses, das den narrativen Hintergrund der Handlung darstellt. In den fiktionalen Ruinen-Welten erkannte Hartog „präsentistische“ Szenarien und referierte damit auf den von ihm geprägte Begriff des „Präsentismus“. Dieser bezeichnet laut Hartog das Zeitregime unserer Gegenwart, in dem die Zukunft ihre Funktion als geschichtliche Triebkraft verloren habe, während die Vergangenheit unklar als Last und zu tragende Bürde erscheine. Die Gegenwart schließlich expandiere als unendlich fortdauernde Omnipräsenz.

Als ein weiterer Schwerpunkt des Workshops erwies sich der Themenkomplex „Fortschritt und Zukunftserwartung“. Dieser konzentrierte sich auf zeitgenössische ‚tales about time‘ im Sinne historischer Topoi. ELKE SEEFRIED (München) setzte sich in ihrem Vortrag zum Wandel der Futurologie in den westlichen Industrienationen um 1970 mit einer Akteursgruppe auseinander, die selbst eine neue ‚tale about time‘ erzählte, genauer: ein neues Zukunftsnarrativ entwickelte. In den 1950er-Jahren von Think Tanks und universitären Forschungseinrichtungen inspiriert, formierten sich die future studies zunächst als transatlantisches Netzwerk. Die neue Wissenschaft hatte es sich zum Ziel gemacht, die Zukunft mit Hilfe mathematisch-empirischer Prognosen als technologisch klar umrissenen Möglichkeitshorizont zu entwerfen. In den 1960er-Jahren, so Seefried, herrschte noch Zuversicht hinsichtlich der Möglichkeit, die Zukunft kontrollieren, sie gewissermaßen selbst hervorbringen zu können. Diese Zuversicht beruhte auf der kybernetisch begründeten Annahme einer technisch-wissenschaftlich induzierten und zugleich steuerbaren sozialen Beschleunigung. Um 1970 geriet die bisherige Zeitvorstellung und mit ihr das Bild der Zukunft nach Seefried in die Krise. Die future studies reagierten auf sozioökonomischen Entwicklungen, indem sie das Paradigma eines rein materiell-quantitativen Wachstums in Frage stellten und verstärkt Elemente der Ökologie und Wachstumskritik integrierten. So rekonzipierten die Futurologen die Vorstellungen von „Fortschritt“, der nicht länger linear, sondern zyklisch erschien. Als Sinnbild dieser Entwicklung nannte Seefried den Club of Rome-Bericht „The Limits to Growth“ aus dem Jahr 1972.

Irritiert durch die regelmäßig rekurrierenden und einander widersprechenden Verabschiedungen des Fortschrittsbegriffs thematisierte RÜDIGER GRAF (Bochum) in seinem Vortrag die Langlebigkeit des Fortschrittsdenkens im 20. Jahrhundert. Durch einen enzyklopädischen Zugriff zeigte Graf, dass die Idee des Fortschritts immer dann besondere Beachtung fand, wenn sie zeitgleich Gegenstand der Kritik war. Zeitgenössische Perzeptionen sowie die begriffsgeschichtliche Fundierung durch Reinhart Koselleck zeigten, dass sich Fortschritt stets durch mehrdeutige bis widersprüchliche Bedeutungsgehalte ausgezeichnet habe. Graf vertrat die These, dass sämtliche bisherige Grabesreden auf den Fortschritt voreilig gehalten worden seien. Alternativ zu einer absolut wertenden Geschichte des Fortschritts plädierte er dafür, nach der jeweiligen Bedeutung zu fragen, die ‚zu Grabe getragen wurde‘. So werde deutlich, dass die Idee des Fortschritts nicht insgesamt an ein Ende gekommen sei, sondern sich lediglich aus bestimmten Bereichen des intellektuellen Diskurses zurückgezogen habe. Als fundamentales Element geschichtsphilosophischer Weltdeutungsversuche habe der Fortschritt zwar an Überzeugungskraft eingebüßt, insbesondere in der progressistischen Terminologie technisch-wissenschaftlicher Eliten bestehe er jedoch überaus wirkmächtig weiter. Abschließend zeigte sich Graf skeptisch, ob die Idee des Fortschritts sich als Referenzbegriff einer ‚zeit-historischen‘ Auseinandersetzung eigne.

Als dritten Schwerpunkt nahm der Workshop konkrete chronopolitische Praktiken und Objekte in den Blick. MATHIAS MUTZ (Aachen) stellte in seinem Vortrag die historisch variierenden Legitimationsweisen der Zeitumstellung in Deutschland und den USA im 20. Jahrhundert vor. Dabei präsentierte er die Einführung der Sommerzeit oder Daylight Saving Time (DST) als temporale Disziplinierung der Gesellschaft und somit als eine chronopolitische Praxis, die kulturell, sozioökonomisch und geographisch variierte. Mutz stellte fest, dass es sich um ein weitverbreitetes Missverständnis handele, die Einführung der Sommerzeit sei von Anfang an ökologisch motiviert gewesen (dies sei erst seit der Ölpreiskrise 1973 der Fall). Ausschlaggebend seien zunächst vielmehr nationalistische Motive und militärische Strategien gewesen. So haben das Deutsche Reich und die USA die DST während der Weltkriege eingeführt, um durch die zusätzliche Ausbeutung der Ressource „Zeit“ andere Rohstoffe wie Kohle und Energie einzusparen. Mutz zeigte weiter, dass die DST in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Transformation der westlichen Industriegesellschaften in Konsumgesellschaften begleitete. Dabei habe sich eine Verschiebung von der Vorstellung einer „productive time“ zu einer „time consumed“ vollzogen. Sei die Einführung der Sommerzeit zunächst vornehmlich mit Blick auf nationale, gesamtgesellschaftliche Vorteile legitimiert worden, so erkannte man den Mehrwert der Maßnahme zum Ende des Jahrhunderts vorrangig in der zusätzlichen Frei-Zeit, das heißt in den Erholungs- und Konsummöglichkeiten auf individueller Ebene. Mutz porträtierte mit der DST somit ein anschauliches Beispiel für eine überaus ambivalente chronopolitische Praktik und ein flexibles „tool of social engeneering“.

SANJA PEROVIC (London) bezog sich in ihrem Vortrag auf das chronopolitische Objekt des Republikanischen Kalenders. Dabei ging sie von der These aus, die Französische Revolution repräsentiere ein transformatives Ereignis, in dessen Folge sich nicht nur die Wahrnehmung der Zeit wandelte. Vielmehr sei der Wandel der Zeit und der Beginn einer neuen Zeit auch politisch-autoritativ instrumentalisiert worden. Als Legitimationsgrundlage der Revolution trieb der Kalender die (neue) Zeit voran und erlaubte kein zurück in das Acien Régime. Insofern übernahm der Revolutionskalender die Aufgabe, die Zeit selbst als Absicht der Geschichte darzustellen. Mit Hilfe des Kalenders versuchte das neue Regime einen absoluten zeitlichen Bruch zu manifestieren, indem es eine neue „imagined totality“ institutionalisierte, welche die Vergangenheit mitsamt der bisherigen kosmologisch-naturalen Zeitvorstellung ersetzte. Perovic beschäftigte insbesondere die Frage, warum dieses prominente Projekt einer per se modernen säkularisierten Repräsentation zeitlicher Ordnung scheiterte, ihm der Übergang in die Moderne also eben nicht gelang. Als Antwort präsentierte sie die These, der Kalender sei gescheitert, weil mit ihm verschiedene Zeitlichkeiten, ein rein säkulares Geschichtsbewusstsein einerseits und die Alltagserfahrung naturaler Zeitstrukturen andererseits in Konflikt gerieten. Auf methodisch-theoretischer Ebene warb Perovic dafür, dass Historiker die zeitliche Logik ihrer Gegenwart nicht vorbehaltlos auf die temporalen Ordnungsmuster des historischen Gegenstands übertragen dürften, sondern diese in ihrer Eigenlogik ernst nehmen sollten.

Als letzten Schwerpunkt behandelte der Workshop den Zusammenhang von Zeit und Raum, und hier insbesondere die Wechselwirkung der temporalen Strukturen der Moderne und des räumlich korrelierenden Phänomens der Globalisierung. Der Soziologe HARTMUT ROSA (Jena) ergänzte die historiographische Betrachtung um die sozialwissenschaftliche These, die Beschleunigung von Prozessen und Ereignissen sei das konstitutive Grundprinzip der modernen Gesellschaft. Dabei unterschied Rosa drei Arten der Beschleunigung: technische Beschleunigung, die Beschleunigung der sozialen und kulturellen Veränderungsraten sowie die Beschleunigung des Lebenstempos. Angetrieben durch den ökonomischen, den sozialstrukturellen und den kulturellen Motor verstärkten sich die Beschleunigungsmodi kontinuierlich. Nach Rosa habe die Beschleunigung in unserer spätmodernen Gegenwart einen kritischen Punkt erreicht, der in einem Bruch der Zeiterfahrung resultiere. In der globalisierten Welt erodiere das Ensemble klassisch-moderner Institutionen (Gesellschaft, Geschichte, Subjekt etc.) und werde ersetzt durch eine fragmentarisch-simultane Situation, in der die Geschichte im Kollektivsingular (wieder) im Plural von Geschichten aufginge.

Mit kritischen Zeitenschwellen und Erfahrungsbrüchen innerhalb der Moderne setzte sich auch der Philosoph PETER OSBORNE (London) auseinander. In seinem Vortrag vertrat er die These, contemporaneity (zu Deutsch etwa Gleichzeitigkeit, Gegenwärtigkeit aber auch Zeitgenossenschaft) bezeichne die Zeitlichkeit der Globalisierung. Dabei haben die englischen Begriffe contemporaneity und contemporary ihre heutige Bedeutung zunächst als Spezifizierung und dann in Abgrenzung von „modern“ entwickelt. Der Wandel der Zeitvorstellungen nach dem Zweiten Weltkrieg, so Osborne, sei insbesondere im Genre der zeitgenössischen Kunst (contemporary arts) zum Ausdruck gekommen. In den 1980er-Jahren habe sich dann der Begriff „postmodern“ als Alternativbegriff für contemporal/contemporary etabliert, dessen Langzeitwirkung sich allerdings noch erweisen müsse. Osborne vertrat zudem die These, dass contemporaneity heute einen Zustand bezeichne, der nicht auf eine Zusammenkunft in der Zeit, sondern eine Zusammenkunft von verschiedenen gleichzeitig präsenten Zeiten verweise („contemporaneity as a distributive unity of multiple temporalities“). In dieser Situation globaler Gleichzeitigkeit, so Osborne weiter, werde nicht nur die Krise, sondern die Krise der Krise (des Konzepts des Krise) selbst evident.

In der Schlussdiskussion wurde deutlich, dass sich die historiographische Auseinandersetzung mit dem Thema „Zeit“ der Herausforderung zu stellen hat, theoretische Überlegungen und Konzeption einerseits und empirische, historisierende Arbeit andererseits zu integrieren. Tatsächlich erscheint es geboten, die abstrakten metahistorischen Ideengebäude mit Hilfe konkreter Forschungsgegenstände und Quellenkorpora zu fundieren. Diese Herausforderung gilt es anzunehmen, um nicht nur das historiographisch bis vor kurzem wenig beachtete Gegenstandsfeld der „Zeit“ zu erschließen, sondern auch das theoretische und methodische Fundament der Geschichtswissenschaft selbst neu zu vermessen. Ansätze dazu lieferte der facettenreiche Workshop. Trotz seines sehr heterogenen Themenspektrums war am Ende durchaus Thomas Manns Erkenntnis am Ende des "Zauberberges" zuzustimmen: „so ist doch, von der Zeit erzählen zu wollen, offenbar kein ganz so absurdes Beginnen, wie es […] anfangs scheinen wollte“.

Konferenzübersicht:

Welcome by Andreas Gestrich

Section I
Chair: Kerstin Brückweh

Fernando Esposito: “Tales about time”. Introduction to and aims of the workshop

Peter Tietze: Concepts of time. Historicism, Begriffsgeschichte, and the quest for methodological innovation and self-reflection in German-speaking historiography, 1920-1970

Section II
Chair: Valeska Huber

Hartmut Rosa: The acceleration of social change and the transformation of history. A tale about the twofold break in modernity’s time

Mathias Mutz: ‘Summertime, and the livin’ is easy’. Daylight saving and the transformation of producer-time to consumer-time

Elke Seefried: Controlling the future, anticipating the crisis. Western futures studies and a perceived ‘crisis of time’ in the early 1970s

Rüdiger Graf: Tomorrow never dies. The longevity of “progress” in the 20th century

Section III
Chair: Gordon Blennemann

François Hartog: Literature and contemporary experiences of time

Peter Osborne: Globalization, Contemporaneity and Crisis

Section IV
Chair: Silke Strickrodt

Sanja Perovic: A brave new world or a perishable modernity? What the French revolutionary calendar can tell us about ‘modern time’

Fernando Esposito: Introduction to the concluding discussion

Concluding discussion

ZitierweiseTagungsbericht „Tales about time“. Temporality, modernity and the order of time. 29.11.2012–30.11.2012, London, in: H-Soz-Kult, 23.03.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4731>.

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