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Darmstädter Diskussionen. 4. interdisziplinäres Doktorandenkolloquium zu antiken Kulturen

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Marion Boos / Dominik Maschek, Klassische Archäologie, Technische Universität Darmstadt; Stefan Krmnicek; Klassische Archäologie/Numismatik Tübingen; Anabelle Thurn / Sven Page, Alte Geschichte TU Darmstadt
Datum, Ort:12.09.2012–15.09.2012, Darmstadt

Bericht von:
Robert Eydam, Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt
E-Mail: <r.eydamweb.de>

Vom 12.-15. September 2012 fanden an der TU Darmstadt die „Vierten Darmstädter Diskussionen“ statt. Das interdisziplinäre Doktorandenkolloquium zu antiken Kulturen, das jährlich stattfindet, war auch diesmal mit 27 Beiträgen aus 7 Ländern international besetzt und deckte ein breites Themenspektrum ab. Erneut wurde die Tagung logistisch und finanziell nicht nur vom Fachbereich Architektur, dem Fachgebiet Klassische Archäologie und dem Fachgebiet Alte Geschichte der TU Darmstadt unterstützt, sondern auch vom Philipp-von-Zabern-Verlag und der Stadt Darmstadt.

Die Eröffnungsvorträge am Abend des ersten Konferenztages wurden von Prof. Dr. Elke Hartmann (Darmstadt) und Prof. Dr. Peter Scholz (Stuttgart) gehalten.

Beide lobten nicht nur das Engagement der Organisator/innen, sondern hoben insbesondere die Bedeutung der Tagung für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Altertumswissenschaften insgesamt hervor. Frau Hartmann freute sich zudem darüber, dass die TU Darmstadt mit dem Konzept einer reinen Doktorandentagung, die ohne feste Fragestellung möglichst vielen Nachwuchswissenschaftlern Raum gibt, hier Vorreiter in der deutschen Forschungslandschaft ist. Herr Scholz rief die Teilnehmer dazu auf, ähnliche Projekte auch an ihren eigenen Heimatuniversitäten zu etablieren. Beide erklärten, dass knapp 150 Vorträge aus rund einem Dutzend verschiedener Länder, die seit 2009 im Rahmen der Darmstädter Diskussionen stattfanden, ein Indikator für die nationale und internationale Bedeutung der Tagung seien.

PETER SCHOLZ (Stuttgart) hielt auch den fachlichen Gastvortrag am ersten Abend. In diesem beschäftigte er sich mit der Erinnerungskultur der römischen Republik unter dem Gesichtspunkt der Darstellung von Popularen und Optimaten in den Quellen. Hier konstatierte er, dass der letztendliche Sieg der Popularen das Bild der Gegenseite nachhaltig veränderte. Häufig seien die Ursachen dafür im konkreten politischen Konflikt anzusiedeln, wie er am Beispiel des heute fast in Vergessenheit geratenen Lutatius Catulus, einem Gegner des Marius, nachzeichnete. Eine besonders starke Wandlung erlebte das Bild des Lucullus, der speziell im griechisch geprägten Osten des Reiches äußerst beliebt war. Im politischen Kampf wurde dann besonders das angebliche Luxusleben des von Sulla geförderten Feldherren hervorgehoben, was im Humanismus dann als quasi einzige Charaktereigenschaft des Lucullus übrig geblieben sei. Scholz machte damit deutlich, dass nicht nur in der Antike heftig um Deutungshoheit gerungen wurde, sondern dass sich speziell auch die Nachwelt bis heute in ihren Urteilen zu häufig auf einzelne Autoren wie Sallust oder Cicero stützt. Ebenso hob Scholz allerdings hervor, dass der antike Kampf um Deutungshoheit nicht mit bloßer Propaganda gleichzusetzen ist. Speziell in der Kaiserzeit, als viele der alten Optimaten einfach vergessen wurden, ist stattdessen eine typische Komplexitätsreduktion im Umgang mit der Vergangenheit zu konstatieren: Es galt vor allem die eigenen popularen Helden hervorzuheben.

Der 13. September begann mit der Sektion „Infrastruktur und Wirtschaft“. Im ersten Vortrag befasste sich CARLOS MARTÍN HERNÁNDEZ (Bochum) mit dem phönizischen Rohstoffhandel im Mittelmeerraum. Er zeigte anhand von Bleiisotopuntersuchungen, dass zunächst sporadische, später aber immer häufigere Kontakte bis an die Atlantikküste der iberischen Halbinsel bestanden, wo besonders die dortigen Eisenvorkommen genutzt wurden.

MARTA FANELLO (Leicester) untersuchte die Entwicklung des Münzwesens in Britannien in den beiden ersten vorchristlichen Jahrhunderten. Sie zeigte dabei, dass hier komplexe Entwicklungsstrukturen und -geschwindigkeiten sowie vielfältige Einflüsse zu beobachten sind.

ANDREAS MURGAN (Frankfurt am Main) zeichnete die Entwicklung des Münzwesens auf der italischen Halbinsel von ungeprägten Edelmetallstücken (aes rude) über münzförmige Stücke (aes grave) bis hin zu geschlagenen Münzen nach, wobei teilweise zeitgleich auch mehrere dieser Zahlungsmittel genutzt wurden, da der Wert des Zahlungsmittels im Edelmetallgehalt lag, nicht in der Form.

MAX BEIERSDORF (DAI Berlin) stellte die These auf, dass die ondulierte Lehmziegelarchitektur in Ägypten, wie sie beispielsweise am Amun-Re-Tempel in Karnak zu beobachten ist, möglicherweise keine kultische Bedeutung habe, sondern durch einen Wechsel von konvex und konkav gemauerten Elementen eine Schalenwirkung erzielt würde, die statische Vorteile bringe. Zudem wies er diese Mauertechnik auch in der Wohnarchitektur nach.

PATRICK REINARD (Marburg) zeigte anhand einiger Papyri die Vielfältigkeit des Briefverkehrs im hellenistischen Ägypten und die mannigfaltigen Verschränkungen von privaten und finanziellen Angelegenheiten. Es gelang ihm anhand dieser Briefe auch die Größe und Komplexität von Kommunikationsnetzwerken und Bekanntschaften aufzuzeigen, die bisweilen erreicht wurden.

In der zweiten Sektion „Krieg und Konflikt“ trug zunächst MARKO MÜLLER (Bremen) vor. Seiner Neuinterpretation der mykenischen sogenannten o-ka-Täfelchen nach, betreffen diese nicht zwingend, wie bisher angenommen, Einheiten der Küstenwache, sondern seien vielmehr zivil zu deuten.

ELENA FRANCHI (Freiburg im Breisgau) diskutierte in ihrem Beitrag die Interpretation eines Heiligtums in Kalapodi. Dieses mit einem sowohl bei Herodot als auch bei Plutarch und Pausanias beschriebenen Kriegszug in Zusammenhang stehende Heiligtum wurde in der Forschung, Pausanias und Plutarch folgend, mit einem Artemiskult erklärt. Franchi legte dar, dass es sich, gemäß Herodot, um ein Apollonheiligtum handeln müsse, und dass der Artemiskult nachträglich in die Erzählungen aufgenommen wurde.

Im dritten Vortrag dieser Sektion betrachtete MICHAEL ZERJADTKE (Hamburg) die germanische Kriegsführung und ihre Zusammenhänge mit der germanischen Sozialstruktur. Er konstatierte, dass aufgrund des germanischen Erbrechtes, welches den Erben häufig nicht genügend zum Leben ließ, und des auf Charisma aufbauenden Machtanspruchs von Fürsten, nur lose Verbände zueinanderfinden konnten, die zu häufigen Raubzügen fähig waren, aber nur in Ausnahmefällen zu groß angelegten strategischen Operationen. Dies behinderte auch die römische Bündnispolitik, die feste, verlässliche Partner benötigte.

Den Abschluss des zweiten Konferenztages bildete SIMON LENTZSCH (Köln), der sich mit der römischen Erinnerungskultur befasste, indem er den Umgang der Römer mit militärischen Niederlagen betrachtete. Er arbeitete heraus, dass hier verschiedene Strategien entwickelt wurden, um eine Niederlage zu verarbeiten. Beispielsweise wurden Heldengeschichten konstruiert, oder eine Niederlage als göttliche Strafe deklariert.

Die dritte Sektion „Recht und Gesellschaft“ begann am folgenden Tag mit dem Vortrag von MARTIN DEGAND (Louvain). Er untersuchte die athenischen Liturgien im Spiegel moderner sozialwissenschaftlicher Theorien und im Vergleich zu modernen Schenkungspraktiken.

CLAUDIA MACHO (Wien) betrachtete in ihrem Vortrag die Trierarchie des 5. Jahrhunderts. v. Chr. unter rechtshistorischer Perspektive, sie arbeitete anhand epigraphischer Zeugnisse die Verstrickung von staatlicher und privater Verwaltung innerhalb dieser Institution heraus.

MIRKO CANEVARO (Mannheim) untersuchte die Veränderungen in den Gesetzgebungsverfahren in Athen im 3. Jahrhundert v.h. v. Chr., indem er das Gremium der Nomotheten betrachtete. Dieses habe im Hellenismus ein grundsätzlich anderes Gesicht gehabt, als in den Jahrhunderten zuvor.

KARIN WIEDERGUT (Wien) beschäftigte sich mit der Institution des archeion und zeigte auf, dass dieses nicht nur Archiv war, wie es meistens verstanden wird, sondern darüber hinausgehend auch konkrete administrative Funktion hatte. Sie zog zu diesem Zweck epigraphische Zeugnisse heran, die sich mit Regelungen zu Grabstätten beschäftigten.

ASTRID ROCKENBAUER (Wien) untersuchte die Rolle der Frau als Euergetin anhand von Inschriften aus Aphrodisias. Dabei ging sie nicht nur auf die Frage ein, wann und wie Frauen mit eigenen Geldmitteln in Erscheinung traten, sondern auch, ob es Unterschiede zwischen Griechinnen und Römerinnen gab und inwiefern sich die Praxis von den rechtlichen Normen unterschied.

SUSANNE HÄRTEL (Dresden/Stuttgart) beschäftigte sich ebenfalls mit einem Thema der Gendergeschichte. Sie untersuchte anhand von literarischen Quellen die Sanktionen und gesellschaftlichen Normen, die für den Alkoholkonsum bei Frauen in Rom galten. Sie zeigte, wie sich diese von der Republik in die Kaiserzeit änderten und sich der gesellschaftlichen Realität anpassten.

„Kontaktzonen”, die vierte Sektion, begann mit einem Vortrag von SERENA TORELLO DI NINO (Chieti). Sie gab einen Einblick in die Geschichte und Kultur Zyperns in den so genannten Dark Ages und zeigte, wie sich Kultur und Kulturtechniken in Zypern um diese Zeit entwickelten, und inwiefern vielfältige Einflüsse von außen (beispielsweise durch Handelsbeziehungen) dabei wirksam wurden.

GERRIE VAN ROOIJEN (Leiden) untersuchte die Entwicklung eigener Identitäten griechischer Kolonien auf Sizilien anhand von weiblichen Statuetten mit kultischer Funktion. Diese zumeist als Demeter oder Kore interpretierten Terrakotten könnten dementsprechend möglicherweise keine individuellen Götterdarstellungen sein, sondern eher übergreifende Ideen symbolisieren.

Anschließend trug RAFFAELLA DA VELA (Florenz/Bonn) zum Thema Kulturtransfer nach Nordetrurien im späten Hellenismus vor. Sie wendete statistische Methoden aus Nachbarwissenschaften an, um Dependenzen und Interdependenzen bei der Verbreitung von Kulturtechniken, aber auch Moden in der Antike abzubilden.

Am Ende des dritten Konferenztages betrachtete LISA STRATMANN (Münster) die vielfältigen Beziehungsstrukturen zwischen den einzelnen am Bataveraufstand beteiligten Parteien. Sie arbeitete heraus, dass ein Bündnis zwischen keltischen und germanischen Stämmen innerhalb und außerhalb des Imperium Romanum aufgebaut werden konnte, das dann allerdings beim römischen Gegenangriff bald wieder zerfiel.

Der vierte Konferenztag begann mit der Sektion „Religion und Mythos“. AHMED EBIED ALI HAMED (Fayoum), dessen Vortrag eigentlich den Tag eröffnen sollte, konnte leider nicht persönlich erscheinen, doch konnte seine Arbeit zum Land Punt den Konferenzteilnehmern dennoch zugänglich gemacht werden. Im anschließenden Vortrag von ELIZABETH BARTLETT (Charlottesville) wurden attische Vasenbilder untersucht und interpretiert, die entweder Theseus oder Herakles mit dem Stier darstellten, der dem Mythos zufolge der Vater des Minotaurus war. Da das Tier in beiden Heldensagen eine Rolle spielt, sei es oft nicht einfach zu klären, welcher der beiden Heroen konkret dargestellt sei, wenngleich verschiedene Attribute (Nacktheit, Bart und Ähnliches), sowie das unterschiedliche Ende der Mythen eine Einordnung möglich machen. Wahrscheinlich sei zudem Theseus als athenischer Nationalheld speziell im Verlaufe des 5. Jahrhunderts v.Chr. immer stärker bevorzugt worden.

VALERIA RIEDEMANN (Oxford) beschäftigte sich mit der Verwendung und Rezeption griechischer Sagenstoffe in Etrurien. Speziell der Troiamythos sei häufig dargestellt worden, wobei sich eine starke Identifikation mit der griechischen Seite beobachten lässt, entsprechend der römischen Tradition, sich auf troianische Flüchtlinge zurückzuführen.

Die sechste und letzte Sektion, „Erinnerungskulturen“, begann mit dem Vortrag von LILAH-GRACE CANEVARO (Durham). Sie untersuchte die Rolle von männlichen und weiblichen Figuren aus den homerischen Mythen für die Erinnerungskultur. Hierbei arbeitete sie einen grundlegenden geschlechterspezifischen Unterschied heraus. Während Männer (wie zum Beispiel Hektor) primär dazu dienten an die Vergangenheit in der Gegenwart zu erinnern, sollten Frauen (wie Andromache) diese für die Zukunft bewahren. Sie hätten dies beispielsweise dadurch erreicht, dass sie nicht bloß Objekte der Erinnerungskultur waren, sondern diese (z.B. als Weberinnen) auch erschufen.

KATHARINA KOSTOPOULOS (Köln) betrachtete in ihrem Vortrag die Rolle von Orten und visuellen Bezugspunkten in attischen Reden. Sie arbeitete heraus, dass bestimmte Bezugspunkte (z.B. Stadtmauern) Träger von Erinnerung sein konnten. Ihr zufolge war damit nicht der Bürgerverband Träger des Polisgedankens, sondern durchaus auch das Stadtgebiet selbst, was sich in der Verwendung von Vokabeln wie „Tod“ widerspiegelt, die beispielsweise Lykurg für die Zerstörung der Stadt verwendet.

BRUNO LANGMEIER (Bonn) beschäftigte sich mit dem Verhältnis des Aristoteles zum makedonischen Königreich. Im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung, er habe den Makedonen eher ablehnend gegenübergestanden, postulierte Langmeier eine prinzipielle Unterstützung der makedonischen und gleichzeitig panhellenischen Seite durch den Philosophen und stützte sich dabei auf verschiedene Äußerungen – auch zum Thema Monarchie im Allgemeinen -– an mehreren Stellen im Werk des Aristoteles.

Anschließend referierte CHRISTIAN SIGMUND (Tübingen) über das uneinheitliche Bild von Königsherrschaft in der Römischen Republik. So war Monarchie, wie er an einer Vielzahl unterschiedlicher Beispiele herausarbeitete, nicht grundsätzlich negativ konnotiert. Viele Könige dienten sogar als Vorbild und wurden als Stammväter einer Familie dargestellt. Lediglich in der späten Republik sei das Bild zunehmend negativer geworden, allerdings habe selbst Cicero mit der Namensgleichheit seines Gentilnomen mit dem römischen König Servius Tullius kokettiert. Negative Darstellungen von Königen seien daher vielmehr als Kritik an einzelnen Personen zu verstehen.

LAURA DIEGEL (Basel) untersuchte römische Autobiographien und andere Selbstzeugnisse mit dem theoretischen Ansatz des selfing. Sie zeigte diesen als das Selbst konstituierenden Prozess, der immer in Interaktion mit dem sozialen Umfeld geschieht. Daher, schloss sie, kann man nicht von zwei verschiedenen Persönlichkeiten sprechen, einer „privaten“ und einer „öffentlichen“, sondern muss immer beide zusammendenken.

Im letzten Vortrag problematisierte DAVID LINDSCHINGER (Innsbruck) den Versuch, antike Historiographie zu rekonstruieren. Dies sei nicht nur deswegen schwierig, weil die entsprechenden Texte meist nur fragmentiert überliefert ist, sondern vor allem auch deswegen, weil die Antike selbst nur selten ein Interesse daran hatte, solche Quellen vollständig zu transportieren. Sie dienten zwar als Bezugspunkt und wurden zitiert, jedoch immer zu einem bestimmten Zweck. Solche sekundär verwendete Historiographie kann also nur zeigen, was dem Zweitverwender wichtig war, spiegelt aber nicht unbedingt den Tenor des ursprünglichen Werkes wider.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Vielfalt der auf der Tagung vertretenen Themen einen weiten Blick in die derzeitige altertumswissenschaftliche Forschung ermöglichte. Trotz der großen Unterschiede innerhalb der einzelnen Frage- und Problemstellungen kamen dabei immer auch weiterführende Diskussionen in Gang. Diese, wie auch die Vorträge selbst, waren für die Referenten und das anwesende Publikum gleichermaßen interessant und informativ.

Konferenzübersicht:

Eröffnung

Abendvortrag
Peter Scholz (Stuttgart): Lucullus und andere „vergessene“ Aristokraten

Sektion I: Infrastruktur und Wirtschaft
Sektionsleitung: Marion Boos

Carlos Martín Hernández (Bochum): Rohstoffhandel und Metallverarbeitung der Phönizier im äußersten Westen

Marta Fanello (Leicester): Reception and Rejection. A Study of Later Iron Age Coinage in Britain

Andreas Murgan (Frankfurt am Main): Barren und Münze. Wertkonzepte auf der italischen Halbinsel im 1. Jt. v. Chr.

Max Beiersdorf (DAI Berlin): Schein oder Sein? Aspekte ondulierender Lehmziegelarchitektur im spätzeitlichen Ägypten

Patrick Reinard (Marburg): Brief- und Geldverkehr im kaiserzeitlichen Ägypten

Sektion II: Krieg und Konflikt
Sektionsleitung: Dominik Maschek

Marko Müller (Bremen): Die pylischen o-ka-Tafeln. Argumente für eine zivile Interpretation der „Küstenwache“

Elena Franchi (Freiburg im Breisgau): Apollon oder Artemis Elaphebolos? Kult und Krieg in den thessalisch-phokischen Konflikten im Lichte der historischen Quellen und der archäologischen Funde in Kalapodi

Michael Zerjadtke (Hamburg): Germanische Kriegsführung des ersten Jahrhunderts im Rahmen von Gesellschaft und Politik

Simon Lentzsch (Köln): Militärische Niederlagen und ihre Verarbeitung in der römischen Erinnerungskultur

Sektion III: Recht und Gesellschaft
Sektionsleitung: Dominik Maschek

Martin Degand (Louvain): Antiquity in the Light of Social Sciences: the Athenian Liturgies

Claudia Macho (Wien): Die voreuklidische Trierarchie und ihre rechtliche Struktur anhand der epigraphischen Quellen

Mirko Canevaro (Mannheim): The Twilight of Nomothesia. Legislation in Early Hellenistic Athens

Karin Wiedergut (Wien): Die kleinasiatischen archeia. Verbreitung, Funktion und Nutzung in Hellenismus und Kaiserzeit

Astrid Rockenbauer (Wien): Die rechtliche und soziale Stellung der Frauen in Aphrodisias im Spiegel der epigraphischen Quellen

Susanne Härtel (Dresden/Stuttgart): Frauen und Wein im alten Rom. Eine Untersuchung zu normkonformem und normabweichendem weiblichen Verhalten

Sektion IV: Kontaktzonen
Sektionsleitung: Anabelle Thurn

Serena Torello di Nino (Chieti): Cyprus. Mycenaean Contribution and Local Issues for the Formation of the poleis of the Iron Age

Gerrie van Rooijen (Leiden): The Enthroned Goddess. Terracotta Votives from Akragas

Raffaella Da Vela (Florenz/Bonn): Kulturtransfer nach Nordetrurien im späten Hellenismus: Clusteranalyse und „Multivariate Transmission System“

Lisa Stratmann (Münster): Beziehungs- und Bindungsstrukturen im römisch-germanischen Grenzgebiet zur Zeit des Bataveraufstandes (69/70 n. Chr.)

Sektion V: Religion und Mythos
Sektionsleitung: Sven Page

Ahmed Ebied Ali Hamed (Fayoum): The Land of Punt. New Highlights from New Kingdom Temples

Elizabeth Bartlett (Charlottesville): Battle of the Bull. Which Hero Tops the Greek Opinion Poll

Valeria Riedemann (Oxford): Greek Mythological Narratives in Etruria: Two Case Studies from Tarquinia

Sektion VI: Erinnerungskulturen
Sektionsleitung: Anabelle Thurn

Lilah-Grace Canevaro (Durham): Homeric Women, Objects and Memory

Katharina Kostopoulos (Köln): Sichtbare Vergangenheit. Erinnerungsräume bei den attischen Rednern

Bruno Langmeier (Bonn): Aristoteles und das Makedonenproblem

Christian Sigmund (Tübingen): Das uneinheitliche Bild königlicher Herrschaft in lateinischer Literatur und politischer Kultur des spätrepublikanischen Rom

Laura Diegel (Basel): Hidden Self vs. Social Self? Überlegungen zum römischen „Selbst“

David Lindschinger (Innsbruck): Überlegungen zum Umgang mit Überresten. Die Rekonstruktion der frühen römischen Historiographie als Fallbeispiel eines intertextuell-narratologischen Modells

Schlussworte

ZitierweiseTagungsbericht Darmstädter Diskussionen. 4. interdisziplinäres Doktorandenkolloquium zu antiken Kulturen. 12.09.2012–15.09.2012, Darmstadt, in: H-Soz-Kult, 11.03.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4693>.

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