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Abschlusstagung des DigiPEER-Kooperationsprojektes von vier Archiven der Leibniz-Gemeinschaft

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Deutsches Museum, Archiv
Datum, Ort:27.11.2012–28.11.2012, München

Bericht von:
Matthias Pühl, München
E-Mail: <m.puehldeutsches-museum.de>

Das Projekt DigiPEER (Digitalisierung wertvoller Pläne und technischer Zeichnungen zur Erfassung und Erschließung des Raums im 20. Jahrhundert) wurde 2010 in einem Wettbewerbsverfahren von der Leibniz-Gemeinschaft bewilligt. Das strategische Ziel war es, am Beispiel der Quellengattung „Pläne und technische Zeichnungen“ die Potenziale einer kooperativen Digitalisierung und des „Sammelns im Verbund“ unterschiedlich ausgerichteter Archiveinrichtungen in der Leibniz-Gemeinschaft exemplarisch zu demonstrieren. Projektpartner waren die Archive des Deutschen Museums, München (als federführende Einrichtung), des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Bremerhaven, des Deutschen Bergbau-Museums Bochum sowie des Leibniz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Erkner bei Berlin.

Im dreijährigen Projektzeitraum wurden rund 20.000 großformatige technische Zeichnungen und Pläne aus dem 20. Jahrhundert inhaltlich erfasst und digitalisiert.[1]

Im Rahmen einer Abschlusstagung wurde das Gemeinschaftsprojekt DigiPEER in seinen inhaltlichen und technischen Aspekten vorgestellt sowie seine Einbindung in die nationale und internationale Archivlandschaft erörtert.

Die Tagung umfasste einen thematisch weit gespannten Rahmen aus Beiträgen der DigiPEER-Projektpartner und externer Gäste. Neben den im Projektverlauf gewonnenen Erkenntnissen zu verschiedenen technischen Gesichtspunkten der Digitalisierung ging es auch um Fragen zur Präsentation von digitalisiertem Archivgut im Internet und um die Ermittlung geeigneter Parameter für künftige Digitalisierungsvorhaben in einem von der DFG geförderten Großprojekt deutscher Archive.

Ein weiteres Anliegen der Tagung war es, den Quellenwert der digitalisierten technischen Zeichnungen und Pläne zu verdeutlichen. Dabei spielten neben den technikhistorischen Fragestellungen insbesondere auch mögliche Zusammenhänge von raumbezogener wissenschaftlicher Forschung und Quellenerschließung sowie -bereitstellung eine wichtige Rolle.

HELMUTH TRISCHLER (München) hob in seiner Begrüßung die Forschungsintensität der Arbeit des Archivs des Deutschen Museums vor allem auch im Rahmen von Drittmittelprojekten hervor. Das Deutsche Museum insgesamt arbeite derzeit im Rahmen der Zukunftsinitiative mit Nachdruck an der koordinierten Erschließung und parallelen Digitalisierung von Archivalien, Bibliotheksgut und Exponaten mit dem Ziel einer vernetzten Präsentation im „Deutschen Museum Digital“.

Eine wichtige Voraussetzung für die weitere allgemeine Vernetzung sei insbesondere die Überwindung der institutionellen Barrieren zwischen verschiedenen Museen sowie zwischen Museen und anderen Forschungseinrichtungen. Diese Vernetzung entspreche auch einer zentralen Forderung des Wissenschaftsrates in seinen "Empfehlungen zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur in Deutschland bis 2020" vom Juli 2012.

In ihrem Grußwort wies MARGIT KSOLL-MARCON (München) auf die besondere Rolle des Archivs des Deutschen Museums als Spezialarchiv zur Geschichte der Naturwissenschaft und Technik hin. Die Reihe von erfolgreich durchgeführten Drittmittel- und Kooperationsprojekten, wie das DFG-Projekt zur Erschließung des Nachlasses von Konrad Zuse oder die Leibniz-Projekte DigiPEER und DigiPortA, seien wegweisend auch für andere Archive.

WILHELM FÜSSL (München) betonte in seinem Vortrag die Wichtigkeit einer aktiven Sammlungspolitik von Archiven und deren schriftlicher Fixierung sowie der Fokussierung auf einen oder mehrere Sammlungsschwerpunkt(e). Nur so ließen sich langfristige Strategien durchsetzen.

Aus Füßls Sicht ist es an der Zeit, eine umfassende Strategie zum verteilten Sammeln zu entwickeln. Die im „Arbeitskreis Archive“ zusammengeschlossenen Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft seien dabei besonders geeignet, eine Vorreiterrolle einzunehmen, da sie als Teile außeruniversitärer Einrichtungen eine gesamtstaatliche Funktion erfüllen.

Füßl kann sich grundsätzlich auch die Bildung eines nationalen Zentrums vorstellen, das als Dienstleister zentrale Aufgaben wie z.B. die archivgerechte Umlagerung von Archivgut sowie die Erfassung und Erstellung von Findbüchern für alle Mitgliedseinrichtungen übernehmen könnte. Ein entsprechendes Beispiel gebe es bereits in England.

MATTHIAS RÖSCHNER (München) unterstrich einführend die „Pionierrolle“ des Digitalisierungsprojektes DigiPEER. Es handele sich dabei um das erste gemeinsame Vorhaben, das aus dem Arbeitskreis Archive der Leibniz-Gemeinschaft heraus initiiert worden sei.

In seiner anschließenden Schilderung des Projektverlaufs ging Röschner auf die Notwendigkeit einer koordinierten Erschließungspraxis in den Partnerarchiven ein. Ziel sei es dabei auch gewesen, die Aufnahme der Datenbestände in nationale und internationale Portale zu gewährleisten.

Für die Ausschreibung einer externen Digitalisierung sei ein umfangreiches Pflichtenheft entwickelt worden. Das Scannen der großformatigen Archivalien durch ein Berliner Dienstleistungsunternehmen erfolgte für alle Projektpartner an dessen Standort in München, betreut vom Deutschen Museum.

In der gemeinsamen Internetdatenbank der Bestände aller Projektpartner ist neben der Volltext- und Expertensuche über einzelne Felder eine strukturierte Recherche mit Hilfe verlinkter Suchtexte und listen möglich.

Röschner ging dann auf den DigiPEER-Bestand des Deutschen Museums ein, der zu den Materialien gehörte, die bei Kriegsende 1945 zusammen mit dem Raketen-Entwicklungsteam um Wernher von Braun in die USA gelangten. Ab den 1960er-Jahren seien große Teile dieser Unterlagen zur A4-/V2-Rakete zurück nach Deutschland gekommen und zwischen dem Bundesarchiv/Militärarchiv in Freiburg und dem Deutschen Museum aufgeteilt worden. Die digitale Erfassung und Digitalisierung der Konstruktionszeichnungen lasse künftig eine virtuelle Wiederherstellung des Bestandes denkbar werden.

Bereits jetzt werde das Projekt DigiPEER von der bundesweiten Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) als beispielgebend für interdisziplinäre Kooperationen von Leibniz-Forschungsmuseen bewertet, so das „Bund-Länder-Eckpunktepapier zu den Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft vom Juni 2012“. Auch für künftige Digitalisierungsprojekte im Museum seien die entwickelten Methoden, Abläufe und technischen Werkzeuge richtungweisend.

LUDWIG SCHLETZBAUM (München) erläuterte in seinem Beitrag zunächst die einzelnen Arbeitsschritte der im Projekt DigiPEER entwickelten Software-Suite. Das Kernelement sind einheitlich formulierte Datenobjekte, deren Attribute mit Mitteln der objektorientierten Programmierung gelesen, geschrieben oder für spezielle Zwecke (Erzeugung von Internetseiten, Befüllen des Suchindexes etc.) zusammengestellt werden können.

Schletzbaum betonte, dass eine konsequente Qualitätssicherung und überwachung vom eigentlichen Scanvorgang bis zur Archivierung sowie ein professionelles Farbmanagement bei der Verarbeitung der Masterdateien für die Internet-Publikation von elementarer Bedeutung für das DigiPEER-Projekt gewesen seien. Da die Digitalisierung großer Vorlagenmengen schon aus finanziellen Gründen keine manuelle, individuelle Bearbeitung der Daten erlaube, sei die möglichst weitgehende automatisierte Verarbeitung und Kontrolle der Digitalisierungsergebnisse eine grundsätzliche Anforderung gewesen. Die angelieferten Datensätze seien zusätzlich einer Sichtprüfung unterzogen worden.

Mit dem verwendeten Cruse-Tischscanner können Pläne bis zum Format Doppel-DIN A0 berührungsfrei und hoch auflösend bearbeitet werden. Zusätzlich zu den Farb-Targets auf jedem durchlaufenden Tisch wurde einmal pro Tag ein in seinen opto-physikalischen Eigenschaften exakt definiertes Universal Test Target (UTT) gescannt, um mögliche Farbfehler und graduelle Änderungen der physikalischen Eigenschaften des Cruse-Scanners exakt bestimmen zu können.

Als innovativ kennzeichnete Schletzbaum für das DigiPEER-Projekt auch die erstmalige Verwendung eines individuellen Data-Matrix-Codes für jede Zeichnung, der das spätere automatisierte Auslesen der Metadaten zu jeder Bilddatei ermöglicht habe.

CHRISTINA WOLF (Stuttgart) betonte in ihrem Vortrag, dass die Präsentation von digitalisiertem Kulturgut in institutionen- und spartenübergreifenden Online-Informationssystemen zunehmend an Bedeutung gewinnen würde.

Mit der Europeana entstehe auf europäischer Ebene eine Plattform für das digitale Kulturerbe Europas mit derzeit 22,3 Millionen digitaler Objekte von 2.200 Einrichtungen aus 34 Ländern.

National werde in einem von Bund, Ländern und Kommunen getragenen Vorhaben die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) errichtet, um einen direkten und zentralen Zugang zu den digitalen Angeboten deutscher Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen zu bieten. Eine Beta-Version des DDB-Portals ging zeitgleich mit der DigiPEER-Abschlusstagung online; der Regelbetrieb der DDB wird im Verlauf des Jahres 2013 beginnen.

Wolf beschrieb anschließend die Arbeit in dem seit Oktober laufenden DFG-Projekt zum Aufbau des „Archivportal-D“, das im Rahmen der DDB die spartenspezifische Recherche und Präsentation von digitaler Information in bzw. aus Archiven in Deutschland ermöglichen und den Archiven bei Bedarf auch Unterstützung im Vorfeld der Integration von Datenbeständen in das Portal bieten werde.

FRANK M. BISCHOFF (Düsseldorf) berichtete über das von der DFG 2012 bewilligte Pilotprojekt „Produktivpilot Digitalisierung von archivalischen Quellen“. Beteiligt seien das Landesarchiv NRW und das Westfälische Archivamt als Koordinatoren der Antragsphase sowie als gleichberechtigte Partner die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, das Landesarchiv Baden-Württemberg, das Sächsische Staatsarchiv, das Stadtarchiv Mannheim und die Archivschule Marburg.

Bischoff stellte dieses Projekt in den Kontext eines veränderten Förderschwerpunkts der DFG, der sich sukzessive hin zur Digitalisierung geschlossener Bestände auch an Massenschriftgut und gedruckten Materialien verlagere. Daher solle das Pilotprojekt vorrangig der Entwicklung und Erprobung von standardisierten Verfahren der Digitalisierung von Archivgut dienen, belastbare Parameter für die Digitalisierung verschiedener archivalischer Quellengattungen ermitteln und darüber hinaus archivfachliche und technische Fragen in Bezug auf die Speicherung und Präsentation der Digitalisate klären. Zugleich sollten Eckwerte für das Gesamtvolumen der Digitalisierung in deutschen Archiven erhoben und eine ‚Road Map’ für eine langfristige Digitalisierungsstrategie in Deutschland vorgelegt werden.

In Bezug auf die Inhalte solle das Pilotprojekt auch tragfähige Priorisierungsmerkmale für die künftige Digitalisierung ermitteln, wobei die Wünsche der Forschung eine zwar wichtige, aber nicht die einzige Rolle spielen würden.

STEFAN PRZIGODA (Bochum) befasste sich am Beispiel des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok), das als Forschungsarchiv in das Deutsche Bergbau-Museum eingebunden ist, mit der im DigiPEER-Projekt angestrebten Wechselwirkung zwischen archivischer Servicefunktion und Forschung. Przigoda analysierte darüber hinaus die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der im DigiPEER-Projekt miteinander verknüpften Pläne von Raketen, Schiffen, Bergbaueinrichtungen und Architektur. Diese würden nicht nur Quellen im klassischen Sinne darstellen, sondern zugleich Sachzeugnisse spezifischer materieller und Materialisierungen spezifischer virtueller Kulturen. Diesem „Doppelcharakter“ der Zeichnungen, Pläne und Karten müsse sowohl durch eine Objekt- bzw. Dinganalyse zu Dokumentationszwecken als auch durch eine Analyse der (möglichen) Bedeutungsschichten in den jeweiligen Entstehungs- und Nutzungskontexten Rechnung getragen werden.

CHRISTOPH BERNHARDT (Erkner) konstatierte in seinem Vortrag, dass die Raumforschung derzeit sehr stark theoretisch-konzeptionell ausgerichtet sei und vielfach noch keine praktische „Unterfütterung“ aufweise. Dies habe auch für die am DigiPEER-Projekt beteiligten Wissenschaftler eine Herausforderung bedeutet. Ebenso stelle die Verbindung der in der Technikgeschichte seit längerer Zeit bestimmenden Narrative mit den Artefakten weiterhin ein Desiderat dar.

Bernhardt beschrieb als einen „Lerneffekt“ aus dem DigiPEER-Projekt, dass die Zusammenführung von Forschung und Quellenerschließung tatsächlich nicht ganz leicht sei. Als generellen Eindruck formulierte er, dass die Archivare sich heute sehr stark vorwärts bewegen und in digitale Räume aufbrechen.

SUSANNE RAU (Erfurt) stellte verschiedene Ansätze der gegenwärtigen kulturwissenschaftlichen Raumforschung vor und ging auch dezidiert auf deren Leerstellen und Probleme ein.

Wesentlich war es für Rau, auf die existierende „Pluralität von Räumlichkeiten“ hinzuweisen, auf die Vielzahl der Standpunkte und Perspektiven in der Raumforschung, die sich nicht zu einem einheitlichen Raumbild vereinigen lassen. Dazu würden naturgemäß auch deviante oder individuelle Aneignungen des Raumes gehören, da Raumkonzepte immer auch soziale Konstrukte seien. Zudem stelle die Raumforschung zunehmend fest, dass es DEN Raum gar nicht gebe. Es sei daher immer zu fragen, ob damit ein Konzept oder eine räumliche Praxis gemeint sei.

Aus dem Kontext der Tendenzen in der aktuellen raumwissenschaftlichen Forschung heraus analysierte Rau anschließend die Ziele des DigiPEER-Projekts, wie sie sich aus einer Außenperspektive bei einer Betrachtung der Internet-Plattform ergeben. Sie ermutigte die beteiligten Institutionen, bei solchen Projekten noch stärker auf die (potentiellen) Nutzer zuzugehen und ihnen entsprechende Interaktionsangebote zu unterbreiten.

CHRISTIAN KEHRT (Hamburg) analysierte den historischen Prozess der Verfügbarmachung und Aneignung des Polarraumes und die Rolle, die Technik und Raum dabei gespielt haben. Kehrt ging dabei von der Annahme aus, dass die bislang meist nicht explizit betrachteten technischen Infrastrukturen die wissenschaftliche Erschließung der Polarregionen ermöglichten und einen spezifischen Wissensraum eröffneten.

In der Diskussion beschrieb Kehrt, dass die Archivsituation für die Polarforschung in Deutschland schwierig sei, da die Bestände verstreut lagerten; vor diesem Hintergrund wäre eine digitale Erfassung der Bestände – wie übrigens auch von einschlägigen Zeitschriften in Bibliotheken – sehr hilfreich.

Die engagierten Diskussionen im Anschluss an die Vorträge zeigten, dass die enge Verzahnung von (künftigen) archivischen Erschließungs- und Forschungsvorhaben von den beteiligten Institutionen als zwar unbedingt wünschenswert, aber zugleich als schwierig angesehen wird, nicht zuletzt auch auf Grund der bestehenden disziplinären Abgrenzungsstrategien und daraus folgender „Rasterprobleme“ bei der DFG. Generell sahen die Teilnehmer der bei der Tagung vertretenen Archive das Problem, ihre bereits in digitaler Form vorliegenden Ressourcen umfassend in Forschungseinrichtungen zu bewerben; hier wären beispielsweise entsprechende Portale und Kommunikationsmedien gefragt.

Eine wichtige Rolle spielte in den Diskussionen die Frage eines pragmatischen, aber juristisch einwandfreien Umgangs mit dem Urheberrecht bei der Präsentation von unikalen und gedruckten Archivmaterialien im Internet. Besonders in Bezug auf die jüngere Überlieferung sei die Situation weiterhin problematisch, berichteten Archivare, und es entstünden daher bereits jetzt bei Archiv-Portalen, bei den Internetauftritten einzelner Institutionen und bei Projekten wie DigiPEER vielfach große Lücken. Eine Verbesserung der Situation, nicht zuletzt auch in Bezug auf verwaiste Werke, sei nur durch die schon länger diskutierte Neuregelung des Urheberrechtsgesetzes zu erwarten.

Zum Abschluss der Tagung bot ALEXANDER CORDES (Bremerhaven) im Archiv des Deutschen Museums einen Überblick über die Entstehung von Konstruktionsplänen im Schiffbau seit der frühen Neuzeit bis zur heutigen CAD-Zeichnung, während KLAUS-PETER KIEDEL (Bremerhaven) in unterhaltsamer Manier auf die vielfältigen und breit gefächerten Forschungsthemen im Kontext unterschiedlicher historischer Schiffszeichnungen hinwies.

Insgesamt bot die Tagung einen thematisch vielfältigen und für die Teilnehmer sehr interessanten Überblick über den derzeitigen Stand und die möglichen künftigen Entwicklungslinien von archivischen Digitalisierungs- und Internetprojekten. Die virtuelle Vernetzung zwischen ganz unterschiedlichen Einrichtungen schreitet dabei erkennbar voran; die Präsentation von Archivbeständen im Internet ist – von urheberrechtlichen Fragen abgesehen – inzwischen mehr eine Frage des „Wie“ als des „Ob“.

Die Publikation der Tagungsbeiträge in der Reihe „Deutsches Museum PREPRINT“ ist geplant.

Konferenzübersicht:

Einführung

Helmuth Trischler (Deutsches Museum, Bereichsleitung Forschung): Begrüßung

Margit Ksoll-Marcon (Staatliche Archive Bayerns, Generaldirektion): Grußwort

Wilhelm Füßl (Deutsches Museum, Archiv): Sammeln im Verbund – Grundlagen und Perspektiven

Matthias Röschner (Deutsches Museum, Archiv): DigiPEER – Ein Gemeinschaftsprojekt zieht Bilanz

1. Sitzung: DigiPEER und Archive

Moderation: Klaus-Peter Kiedel (Deutsches Schiffahrtsmuseum, Archiv)

Ludwig Schletzbaum (Deutsches Museum, Digitalisierungsprojekte): Technische Aspekte der Digitalisierung und Internetpräsentation im Projekt DigiPEER

Christina Wolf (Landesarchiv Baden-Württemberg, Koordinierungsstelle Digitalisierung): Digitalisiertes Archivgut im Internet – Sachstand und Perspektiven von Deutscher Digitaler Bibliothek, Archivportal-D, Europeana und die Einbindung archivischer Inhalte

Frank Bischoff (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Rheinland): Digitalisierung von archivalischen Quellen – Aufgaben und Ziele eines DFG-geförderten Großprojekts deutscher Archive

Stefan Przigoda (Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Montanhistorisches Dokumentationszentrum): Technische Zeichnungen in einem Forschungsarchiv – Quellen (nicht nur) für die raumhistorische Forschung

2. Sitzung: Raumhistorische Forschung und Digitalisierung

Moderation: Wilhelm Füßl (Deutsches Museum, Archiv)

Christoph Bernhardt (Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Erkner): Die neuere raumhistorische Forschung und ihre Quellen

Susanne Rau (Universität Erfurt): Der digitale Raum - Raumzeitliche Konzepte und Praktiken in Plänen und Zeichnungen

Christian Kehrt (Helmut-Schmidt Universität der Bundeswehr Hamburg): Raumdimensionen der technikgeschichtlichen Forschung am Beispiel der Polarforschung

Hans-Dieter Nägelke (Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin): Forschungsinteressen und Nutzerverhalten bei einer Online-Präsentation von Quellenbeständen zur Architekturgeschichte – Vortrag fiel krankheitsbedingt aus

Matthias Röschner (Deutsches Museum, Archiv): Einführung in die Plansammlung des Archivs des Deutschen Museums

Alexander Cordes (Deutsches Schiffahrtsmuseum, Archiv): Konstruktionszeichnungen im Schiffbau von der frühen Neuzeit bis zur CAD-Zeichnung der Jetztzeit

Klaus-Peter Kiedel (Deutsches Schiffahrtsmuseum, Archiv): Schifffahrtspläne als Forschungsquelle im Archiv

Anmerkung:
[1] Die Archivalien stehen nun auf der Internetseite <www.digipeer.de> (08.02.2013) der Forschung und interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.

ZitierweiseTagungsbericht Abschlusstagung des DigiPEER-Kooperationsprojektes von vier Archiven der Leibniz-Gemeinschaft. 27.11.2012–28.11.2012, München, in: H-Soz-u-Kult, 09.03.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4691>.

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