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Das Globale lokal – Historische Perspektiven auf das Verhältnis von Stadt und Globalisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Christiane Reinecke / Christoph Strupp, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Datum, Ort:16.11.2012–17.11.2012, Hamburg

Bericht von:
Alexander Simmeth, Universität Hamburg
E-Mail: <alexander.simmethgmail.com>

Am 16. und 17. November 2012 fand an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) der Workshop “Das Globale lokal – Historische Perspektiven auf das Verhältnis von Stadt und Globalisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ statt. In ihrer Einleitung wiesen Christiane Reinecke und Christoph Strupp (beide FZH) darauf hin, dass die Stadt als Akteur in der ersten Phase der Globalisierung vor dem Ersten Weltkrieg ein intensiv beforschtes historisches Untersuchungsfeld geworden, für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts jedoch bisher wenig thematisiert worden sei. Der Workshop sollte zum einen auf diese Forschungslücke aufmerksam machen und zum anderen Anregungen bieten, diese Lücke zu schließen. Als Ansatzpunkte für die Diskussionen wurden zu Beginn einige Leitfragen formuliert: Kann in Bezug auf das Verhältnis von Stadt und Globalisierung von einem fortlaufenden „Mehr an Verflochtenheit“ gesprochen werden? Inwiefern ist Globalisierung auf städtischer Ebene empirisch fassbar? Wer sind auf städtischer Ebene die Akteure der Globalisierung, sind unterschiedliche soziale Gruppen in unterschiedlicher Weise einbezogen?

In der ersten Sektion ging es um Fragen städtischer Ökonomie im globalen Kontext. CHRISTOPH STRUPP (Hamburg) skizzierte in seinem Vortrag die Entwicklung des Hamburger Hafens seit den 1960er-Jahren im Spannungsfeld lokaler Traditionen und globaler ökonomischer Herausforderungen. Hamburgs Selbstverständnis war auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wesentlich durch die Funktion als nationaler Seehafen geprägt, obwohl sich die Rahmenbedingungen durch den Verlust des traditionellen Hinterlandes im Osten und die Randlage in der neu entstehenden EWG verschlechtert hatten. Die Wirtschaftspolitik der Senate war seit den späten 1940er-Jahren parteiübergreifend darauf gerichtet, diese Nachteile auszugleichen. Nach einer kurzen Phase des Zögerns stellte sich Hamburg, auch mit Blick auf die Konkurrenz, Mitte der 1960er-Jahre der wirtschaftspolitischen Herausforderung, die die von den USA ausgehende Container-Revolution im Seegüterverkehr mit sich brachte. Wirtschaftlich stellten die Container für Hamburg bald eine Erfolgsgeschichte mit exponentiellen Zuwachsraten im Güterumschlag dar. Die von außen an die Stadt herangetragenen finanziellen und organisatorischen Anforderungen schränkten einerseits lokale Handlungsspielräume ein und führten zu weltweit immer homogeneren Abläufen in den Seehäfen; andererseits ließ sich aber am Beispiel Hamburgs zeigen, wie lokale Traditionen auch unter diesen Bedingungen bis heute fortwirken – etwa in der ungebrochen starken Mitsprache der Stadt in Hafenangelegenheiten oder allgemein im städtischen Selbstverständnis.

Im zweiten Beitrag stellte JÖRG ARNOLD (Freiburg) seine Forschungen zum sozioökonomischen Wandel in der britischen Hafen- und Industriestadt Liverpool vor. Ausgangspunkt des Vortrags war das Jahr 1981, als Premierministerin Margaret Thatcher die Förderpolitik für die von einem tiefgreifenden Strukturwandel betroffene Region Merseyside grundsätzlich in Frage stellte. Zwischen dem konservativen und dem neoliberalen Flügel der Tories kam es zu Auseinandersetzungen um die Frage, ob die Region mit ihrer veralteten Schwerindustrie einem subventionierten Strukturwandel unterzogen ("positive Strategie") oder einem geplanten Niedergang zugeführt ("negative Strategie") werden sollte. Die "positive Strategie" setzte sich letztendlich durch, was in den 1990er-Jahren zu einem erfolgreichen Strukturwandel der Region führte, als die Folgen der De-Industrialisierung durch eine Förderung von Tourismus, Kultur und Freizeit aufgefangen werden konnten. Die "negative Strategie" des geplanten Niedergangs von Merseyside scheiterte, so Arnold zusammenfassend, letztendlich aus zwei Gründen: zum einen waren die Positionen innerhalb des Kabinetts weniger homogen, als es verallgemeinernde Label zur "Ära Thatcher" nahelegen, und zum anderen hatten schwere Krawallen in Liverpool im Sommer 1981 ahnen lassen, welch soziale Sprengkraft einem ungebremsten Niedergang der Region innewohnte.

Die zweite Sektion war dem Wandel städtischer Images gewidmet. SIMONE EGGER (München) beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit der "Weltstadt mit Herz" München. Sie zeichnete den Aufstieg Münchens vom Ende der 1950er-Jahre zur „spätmodernen Metropole“ Anfang der 1970er-Jahre nach und stellte dabei besonders die Auswirkungen dieser Transformation für die Einwohnerinnen und Einwohner heraus. Der Slogan "Weltstadt mit Herz", der zu Beginn der 1960er-Jahre in einem Wettbewerb von einer Münchnerin ersonnen und vom Verkehrsamt prämiert wurde, trug entscheidend zum Image Münchens bei. Der Slogan sei dabei für diesen Zeitraum, in dem München zunehmend in „transnationale Netzwerke“ eingebunden wurde, sowohl programmatisch als auch identitätsstiftend zu verstehen. In München waren Wandel und Modernisierung von Anfang an stärker als in vergleichbaren Fällen mit der Angst vor dem Verlust von Vertrautem verbunden. Besonders sichtbar wurde die Verbindung bei den Olympischen Spielen 1972, die als „Modernisierungsmotor“ in der Entwicklung der Stadt zur Metropole eine entscheidende Wirkung entfalteten, zugleich aber mit Dirndl und Lederhose vermarktet und "lokalisiert" wurden. Bis heute versuche die Stadt, so Egger, sich mit „internationaler Folklore“ zu vermarkten, wobei Homogenität und Heterogenität als zentrales Spannungsfeld eine entscheidende Rolle spielten.

DIRK SCHUBERT (Hamburg) stellte in seinem Vortrag städtebauliche Großprojekte und lokale "Leuchttürme" vor, die weltweit in Seehafenstädten zu beobachten sind, seit globale Transformationsprozesse für veränderte räumliche Anforderungen in Häfen gesorgt haben. Innenstadtnahe Flächen am Wasser wurden seit den 1980er-Jahren durch Verlagerung von Hafenanlagen und hafennahen Industrien zunehmend frei für neue Nutzungskonzepte. Der globale Städtewettbewerb habe dabei zu einer zunehmenden Ähnlichkeit besonders der wassernahen Neubebauungen geführt. Urbanität sei zur globalen Ware gemacht worden, die in einem konfliktreichen Zusammenspiel von globalen „Akteursnetzwerken“ und lokalen Akteuren produziert und konsumiert werde. Anhand einer Reihe von Beispielen europäischer Seehafenstädte illustrierte Schubert eindrücklich die sich ständig wiederholenden städtebaulichen und architektonischen Grundmuster. Divergenten Entwicklungen wie unterschiedlichen Standortbedingungen stünden konvergente Entwicklungen wie "Leuchtturmprojekte" und eine symbolisch aufgeladene Stadtpolitik gegenüber. Dabei sei, so Schubert abschließend, die Stadtplanung der Imagebildung generell untergeordnet und im globalen Vergleich kaum mehr unterscheidbar.

MARC SCHALENBERG (Berlin) stellte in seinem Vortrag über die Imageproduktion der "Weltstadt Berlin" in den 1980er- und 1990er-Jahren zunächst fest, dass der Begriff "Weltstadt" normativ und bereits wesentlicher Teil einer Imageproduktion sei, die sich im Falle Berlins bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lasse. Auf den Überresten der Quartiere der Industrialisierung, der „Protzarchitektur“ aus wilhelminischer Zeit und der "Welthauptstadt Germania" verfügte die zweigeteilte "Frontstadt des Kalten Krieges" ab den 1950er-Jahren über günstige Voraussetzungen für eine ausgeprägte (Sub)Kulturproduktion, die im Westteil der Stadt mit Hausbesetzungen und einer außerordentlich vielfältigen, global beachteten Popkultur ihre schillerndsten Ausprägungen fand. In den 1980er-Jahren lasse sich dazu parallel, so Schalenberg, eine zunehmende Rückbesinnung auf traditionelle Stadtstrukturen erkennen; Berlin sei aber weiterhin eine „Metropole im Wartestand“ gewesen. 1989/90 kam mit der Wiedervereinigung der Stadt ein radikaler Schnitt, der Berlins Aufstieg und die Herausbildung des Images einer liberalen, hedonistischen und kulturaffinen Weltstadt in den 1990er-Jahren ermöglichte. Die Galerieszenen, Clubkulturen, zahlreiche expat-communities sowie die schnell einsetzende Entwicklung zu einem Standort der Kulturindustrien trugen zu einer globalen Ausstrahlung bei, der das Stadtmarketing zunächst hinterher hinkte. Diese einzigartige Tatsache, dass der Nimbus der Stadt dem Marketing vorauseilte, vervollständigt, so Schalenbergs Fazit, das ambivalente Bild der "Weltstadt Berlin".

Die dritte Sektion widmete sich lokalen Musikszenen im transnationalen Zusammenhang. MICHEL ABEßER (Freiburg) beschäftigte sich zunächst mit der Jazzszene Leningrads in den 1950er- und 1960er-Jahren. Jazz war auch in der Sowjetunion bis Anfang der 1960er-Jahre zu einer etablierten Kulturform geworden. Für das als "Kulturstadt" geltende Leningrad hatte eine lebendige Jazzszene unter anderem die Funktion, sich gegenüber dem übermächtig gewordenen Moskau zu profilieren. Leningrad wurde im Laufe der beiden Nachkriegsjahrzehnte zum Zentrum einer „Sowjetisierung“ des Jazz, wobei die Aneignung des von den USA ausgehenden und zunehmend globalisierten Idioms dabei im musikalischen Rahmen des leicht verdaulichen Dixieland und damit ein schichtenübergreifendes Phänomen geblieben sei. Auch die Verankerung der Musik in anderen kulturellen Zusammenhängen habe entscheidenden Anteil daran gehabt, dass Jazz unter realsozialistischen Bedingungen tolerabel bleiben konnte. In seinem Fazit stellte Abeßer heraus, inwiefern Jazz für die Tradition Leningrads als Ort westlicher Einflüsse stand und das Selbstverständnis der Stadt bis in die postsowjetische Gegenwart davon geprägt wird.

Einen Zusammenhang „zwischen lokalem und globalen Ghetto“ stellte DANIEL TÖDT (Berlin) mit seinem Vortrag über Rapmusik in den französischen Banlieues her. Ausgehend von dem Entstehungsmythos des Hip Hop in der New Yorker Bronx am Ende der 1970er-Jahre und der dort begründeten Verflechtung von Migration, urbanen Problemzonen und einer "eigenen" Musik berichtete Tödt über die transnationalen Netzwerke der Rap-Szene und die lokale Aneignungen des "Ghettos" als Repräsentationsmetapher der Marginalisierung. Das „Narrativ und die Symbolik des Ghettos“ diene der Repräsentation von ethnischer, räumlicher, sozialer und kultureller Marginalisierung und besitze gleichzeitig eine zentrale Rolle für die scheinbar "authentische" Lokalisierung des globalisierten Musikstils. Anhand seiner Fallbeispiele Marseille und Paris legte Tödt dar, wie globale Stile der Popkultur und die lokale Suche nach Authentizität miteinander verschmelzen können; in Marseille etwa geben sich Rapper aus wohlhabenden Verhältnissen als Bewohner "verrufener" Stadtviertel aus, um die nötige street credibility zu erhalten. Durch die Imitation des US-Vorbilds soll das "Ghetto" die Rolle des Ausgestoßenen bzw. des „bildungsfernen Bürgerschrecks mit Migrationshintergrund“ untermauern, so Tödt. Die transnationalen Musikszenen spiegelten so das Lokale sowie das Globale wider.

In der vierten und letzten Sektion ging es um Migration und urbanen Wandel. BETTINA SEVERIN-BARBOUTIE (Gießen) referierte über (post)koloniale Migration und Dekolonisierung in Lyon. Sie stellte heraus, dass die Weichen für Ghettobildungen in französischen Großstädten im Allgemeinen und Lyon im Besonderen bereits vor dem Bau der ersten Großsiedlungen gestellt wurden. Als Hauptgrund hierfür benannte sie Versäumnisse der Politik, die lange davon ausging, dass es sich um temporäre Wanderungsbewegungen handele, auch als die Dauerhaftigkeit der Zuwanderung längst klar war. Generell begann die Migration aus Nordafrika in französische Städte schon früh im 20. Jahrhundert; in Lyon etwa lebten Mitte der 1960er-Jahre bereits etwa 30.000 Algerier. Um dem Wohnungsmangel zu begegnen, errichtete man zunächst Provisorien, die aufgrund verfehlter Politik und dem viel zu lange vermuteten temporären Charakter der Zuwanderung zu Dauereinrichtungen wurden. Die später so genannte Ghettoisierung habe, so Severin-Barbouties Fazit, eine verfehlte Stadtpolitik zu Beginn der postkolonialen Einwanderungsbewegungen als Ursache.

CHRISTIANE REINECKE (Hamburg) diskutierte im letzten Vortrag die veränderte Nomenklatur des urbanen Raums in Westdeutschland und Frankreich seit den 1960er-Jahren und ging dabei vor allem der Frage nach der Bedeutungsverschiebung und globalen Verbreitung des Begriffs "Ghetto" nach. Sie stellte ihrem Vortrag die These voran, dass mediale, wissenschaftliche und politische Diskurse über städtische Orte, Klassen und Schichten zur Konstruktion von urbanen Problemzonen und dem Umgang mit ihnen beigetragen hätten. Das ließe sich unter anderem an Begriffsbildungen und Benennungen festmachen, wofür die inhaltliche Verschiebung des Ghettobegriffs ein interessantes Beispiel sei. Das "Ghetto" wurde zwischen den 1950er- und den frühen 1970er-Jahren von einem jüdischen Ort zu einem globalen Synonym für urbane Problemzonen, die einen „Zustand des Ausgeschlossen-Seins bzw. der Marginalität“ beschrieben. Zu dieser Bedeutungsverschiebung kam es länderübergreifend. Bezüge zu den USA dienten als zentrale Referenzpunkte zum einen für die sich wandelnde Bedeutung des Begriffs "Ghetto", zum anderen aber auch als Beispiel für urbane Probleme, deren Wahrnehmung und eventuelle Lösungsansätze. Die Globalisierung des Ghettobegriffs sei, so Reinecke abschließend, wesentlich auf drei Aspekte zurückzuführen: auf den starken Anstieg der Migrationsbewegungen, auf die Orientierung der bundesdeutschen wie französischen Soziologie an US-amerikanischen Referenzpunkten, und auf die USA als positives wie negatives Abziehbild der Zukunft.

In der ABSCHLUSSDISKUSSION wie bereits in den Diskussionen und Kommentaren zuvor wurden zunächst die begrifflichen Unschärfen hervorgehoben, wie sie mit aktuellen Schlagworten wie "Globalisierung" und "Transnationalisierung" verbunden sind. Die vier thematisch sehr unterschiedlich ausgerichteten Panels boten dazu eine gute Grundlage. Auffällig war, dass der Begriff der "Amerikanisierung" in den Beiträgen ausgeblendet blieb, obwohl es eine ganze Reihe direkter Bezugnahmen zu transatlantischen Transfers gegeben hatte.

Mit Blick auf das im Titel des Workshops benutzte Begriffspaar global-lokal wurde eine Vielzahl von Aspekten diskutiert. Es ging etwa um die Frage, ob der Begriff "Globalisierung" eine Zustands- oder eine Prozessbeschreibung sei; ob er zu "wirtschaftslastig" oder breit genug, ja sogar außerordentlich vielschichtig angelegt sei; ob sich diese Breite als entscheidender Vorteil erweisen könne, oder ob damit letztendlich eine "Auflösung" des Begriffs drohe. Einigkeit herrschte darüber, Globalisierung nicht als linearen Prozess betrachten zu wollen, sondern auch Vorläufe oder Gegentendenzen zu berücksichtigen; es stelle sich gar die Frage, ob nicht besser von GlobalisierungEN zu sprechen sei, um damit das Globale im Sinne einer Summe translokaler Verflechtungen und ihrer Ungleichzeitigkeiten herauszustreichen. Auf die Problematik der Rezeption transkultureller Übertragungen (Hybridisierungen) und auf damit zusammenhängende Authentifizierungsstrategien wurde in diesem Zusammenhang ebenso hingewiesen wie auf die Frage, warum (scheinbare) Authentizität innerhalb der Globalisierungsprozesse von so herausragender Wichtigkeit zu sein scheint.

Die gängigen Bilder des Lokalen als Ort der Reaktion und des Globalen als Ort des Einflusses wurden als nicht zutreffend bezeichnet; das Verhältnis der beiden Ebenen global-lokal sei vielmehr ein fortdauernder Prozess der Verflechtungen und „keine Top-Down-Veranstaltung“ (Angelika Epple). Globalisierung sei kein anonymer, teleologischer Prozess, sondern werde "gemacht". Dabei müsse die Bedeutung nationaler Ebenen als Vermittlungsinstanzen ebenso berücksichtigt werden wie lokale Pfadabhängigkeiten und Traditionen. Auch die Bedeutung von persönlichen oder institutionellen Netzwerken bei der jeweiligen Vermittlung sei von entscheidender Bedeutung. Letztendlich komme es darauf an, das Wechselspiel globaler und lokaler Akteure zu beleuchten, den Blick auf die Handlungsspielräume lokaler Akteure zu richten und (im vorliegenden Fall) Städte weniger als Spielball, sondern vielmehr als Akteure der Globalisierung wahrzunehmen.

Konferenzübersicht

Christiane Reinecke und Christoph Strupp (FZH, Hamburg): Begrüßung und Einleitung

Sektion I: "Städtische Ökonomien im globalen Kontext"

Christoph Strupp (FZH, Hamburg): Der Hamburger Hafen im Spannungsfeld lokaler Traditionen und globaler ökonomischer Herausforderungen seit den späten 1960er-Jahren

Jörg Arnold (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Historisches Seminar): „Managed rundown?“ Sozioökonomischer Wandel in Liverpool. Merseyside und die Strukturpolitik der Regierung Thatcher (1979-1990)

Moderation / Kommentar: Martina Heßler (Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr, Hamburg)

Sektion II: Städtische Imageproduktion im Wandel

Simone Egger (LMU München, Institut für Volkskunde / Europäische Ethnologie): „Weltstadt mit Herz“. München in den langen 1960er-Jahren

Dirk Schubert (HafenCity Universität Hamburg, Fachbereich Wohnen und Stadtteilentwicklung): Städtebauliche Großprojekte und Imageproduktion – Globale Transformationsprozesse und lokale „Leuchttürme“ in Seehafenstädten

Marc Schalenberg (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin): Weltstadt Berlin? Imageproduktion der 1980er- und 1990er-Jahre

Moderation / Kommentar: Axel Schildt (FZH, Hamburg, Universität Hamburg, Historisches Seminar)

Sektion III: Lokale Musikszenen im transnationalen Zusammenhang

Michel Abeßer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Historisches Seminar): Das New Orleans an der Newa – Leningrad und die Sowjetisierung des Jazz in den 50er und 60er-Jahren

Daniel Tödt (HU Berlin, SFB 640: Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel, Teilprojekt: Politische Repräsentation in transnationalen Räumen afrikanischer Moderne): Globales Ghetto – lokale Banlieue. Transnationale Netzwerke und städtische Verortung in der französischen Rapmusik

Moderation / Kommentar: Thomas Mergel (HU Berlin, Philosophische Fakultät I, Institut für Geschichtswissenschaften)

Sektion IV: Migration, Segregation und urbaner Wandel

Bettina Severin-Barboutie (Justus-Liebig-Universität Gießen, Historisches Institut): „Les colonies ont planté leurs tentes en métropole“. (Post)koloniale Migration und Dekolonisierung in Lyon

Christiane Reinecke (FZH, Hamburg): „Globale Ghettoisierung? Zur veränderten Nomenklatur des urbanen Raums in Westdeutschland und Frankreich seit den 1960er-Jahren

Moderation / Kommentar: Angelika Epple (Universität Bielefeld, Fakultät für Geschichtswissenschaft)

Abschlussdiskussion

ZitierweiseTagungsbericht Das Globale lokal – Historische Perspektiven auf das Verhältnis von Stadt und Globalisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 16.11.2012–17.11.2012, Hamburg, in: H-Soz-Kult, 01.03.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4676>.

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