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Das Geschlecht der Transzendenz – Bilder, Narrative, Werte

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Sonderforschungsbereich 804 „Transzendenz und Gemeinsinn“, Technische Universität Dresden
Datum, Ort:29.11.2012-30.11.2012, Dresden

Bericht von:
Annette Scherer, Teilprojekt F „Gottlosigkeit und Eigensinn. Religiöse Devianz in der Frühen Neuzeit“, Sonderforschungsbereich 804, Technische Universität Dresden
E-Mail: <Annette.Scherertu-dresden.de>

Vom 29. bis 30. November 2012 veranstaltete der Dresdner Sonderforschungsbereich (SFB) 804 den interdisziplinären Workshop „Das Geschlecht der Transzendenz – Bilder, Narrative, Werte“. Es beteiligten sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus neun Teilprojekten des SFB sowie Genderexpertinnen der Technischen Universität Dresden, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und der Universität Bremen. Vor dem Hintergrund der SFB-Leitfrage nach der Bedeutung von Transzendenz für die Konstitution sozialer und politischer Ordnungen und auf der Grundlage eines Verständnisses von Transzendenz, das nicht nur Religion umfasst, sondern auch andere Formen der transzendenten Rückbindung oder Überhöhung von Ordnungen miteinschließt, fragte die Veranstaltung nach der Verknüpfung von Transzendenz und Geschlecht. Die Relation von Geschlecht und Transzendenz könne, wie MARIA HÄUSL und SYLKA SCHOLZ (beide Dresden) in ihrer Einführung zum Workshop ausführten, dabei aus zwei Perspektiven thematisiert werden: So sei zum einen aufzuschlüsseln, inwiefern Transzendenzkonstruktionen mit Geschlecht verbunden seien, inwieweit also Transzendenz selbst vergeschlechtlicht sei. Zum anderen sei zu hinterfragen, inwieweit Geschlecht – zumindest ausgehend vom Prozess der diskursiven Neuverhandlung und der Naturalisierung von Geschlecht um 1800 – selbst als eine Transzendenz zu begreifen sei. Orientiert an diesen Frageperspektiven diskutierte der Workshop konkret Bilder, Narrative und Werte in Hinsicht auf ihre inhärenten Geschlechterkonstruktionen.

Im ersten Workshop wurden Weiblichkeits- und Männlichkeitskonstruktionen anhand der Bildungs- und Berufsperspektiven von Architektinnen und am Beispiel von Ingenieursdarstellungen in Film und Literatur vergleichend diskutiert. Der Fokus lag auf personengebundenen Konstruktionen von Geschlecht, welches hier vor allem als relationale Kategorie in den Blick geriet. Diskutiert wurde die Bedeutung des jeweils anderen Geschlechts für die Zeichnung verschiedener Männer- bzw. Frauenbilder. So verwies MARY PEPCHINSKI (Dresden) auf die Bedeutung geschlechtsspezifischer Rollenbilder in Bezug auf den Architekturberuf, indem sie auf Grundlage der Betrachtung von Biographien von Architektinnen der Jahrgänge 1869 bis 1964 Parallelen in den Lebensentwürfen der betrachteten Frauen herausstellte, wie zum Beispiel einen Zusammenhang zwischen dem Verzicht auf Familienleben und der beruflichen Karriere. Am Beispiel zweier Filme, „F. P. 1 antwortet nicht“ (1932) und „Der Tunnel“ (1933), fragte ANKE WOSCHECH (Dresden) nach unterschiedlichen Männlichkeitskonstruktionen. Sie merkte an, dass in beiden Filmen Männlichkeit vorrangig über Arbeit verhandelt werde. Die auftauchenden Frauenrollen seien vor allem zur Konturierung der jeweiligen Männlichkeitsbilder bzw. als Gegenpart zu diesen eingesetzt. GUDRUN LOSTER-SCHNEIDER (Dresden) kennzeichnete anhand des Romans „Berufstragik“ (1899) die Risikothematik als klassisch auf Männlichkeitsdebatten fixiert. Die weibliche Hauptfigur sei hier vor allem als zusätzlicher stereotyper Risikofaktor gezeichnet.

Der anschließende zweite Workshop fokussierte das Gendering auf der Ebene von Symbolsystemen. Im Mittelpunkt der Diskussion um die konkreten Vortragsbeispiele stand die Frage nach der Verflechtung zwischen Transzendenz, Religion und Geschlecht. MARIA HÄUSL und JOHANNA RAUTENBERG (beide Dresden) befassten sich mit der weiblichen Personifizierung Jerusalems im Alten Testament, beginnend mit der Zerstörung der Stadt und der späteren Verwendung Jerusalems als Zeichen für die Stadt, für eine weibliche Figur im Sinne einer Heilsgestalt oder Mittlerin, für das eschatologische Jerusalem und für eine kollektive Größe etwa im Sinne jüdischer Gemeinden. Als auffällig kennzeichnete Häusl, dass Jerusalem in den alttestamentlichen Texten weibliche soziale Rollen (wie die der beklagten Tochter oder der Klagefrau) zugewiesen seien. Eine Zuschreibung eines weiblichen Körpers, ausgedeutet als (einnehmbares) Territorium, sei hingegen nicht zu beobachten. Sie verwies diesbezüglich auf altorientalische und alttestamentliche Körperkonzepte, die eine solche Ausdeutung nicht nahelegen würden, und damit darauf, dass Vergeschlechtlichung in anderen Kulturen durchaus different zu den Stereotypen von Zweigeschlechtlichkeit und der Zuschreibung von Geschlecht über Körperbilder zu sehen sei. Die weibliche Personifikation Jerusalems, der transzendente Qualität zuzusprechen sei, sei insofern als konkurrierende religiöse Transzendenz zu sehen, als dass sie keiner Legitimation durch die Gottheit bedürfe. Mit der Personifizierung der Kirche in der vorreformatorischen Kunst setzte sich in seinem anschließenden Vortrag JAN-DAVID MENTZEL (Dresden) auseinander. Er legte dar, dass die Kirche in der Regel weiblich personifiziert worden sei. Häufig seien beispielsweise Darstellungen der Kirche als Mutter mit einer missionarischen Zielrichtung, als Spenderin der Sakramente oder als Fürbittende zu finden. Eine mögliche Ausdeutung der personifizierten Kirche als eigenständige (höchste?) weibliche Transzendenz sei jedoch zurückzuweisen, da diese als Braut Christi Christus als untergeordnet und eher als Mittlerin dargestellt werde. TOBIAS TANNEBERGER (Dresden) hinterfragte die spätmittelalterliche „Genealogia principum Tungro-Brabantinorum“ bezüglich der dortigen graphischen und textlichen Darstellung von Männern und Frauen und in Hinblick auf deren jeweils angenommene Befähigung zur Herrschaft. Werde theoretisch die Befähigung der Frau zur Herrschaft zwar nicht negiert, so zeige sich auf graphischer und/oder textlicher Ebene eine Unterordnung der Frauen. Hervorzuheben sei lediglich die Person der Maria von Burgund, die als einzige Frau (gleichwertig zu den gezeichneten Herrscherbildern) als Herrscherin gekennzeichnet werde, wobei der Grund hierfür in der Zielsetzung der Legitimation ihres Sohnes als Nachfolger zu suchen sei. In Bezug auf die genealogische Ordnung stellte Tanneberger heraus, dass diese als solche transzendent gestellt sei und sie keiner religiösen Legitimation bedürfe.

Im Abendvortrag warf GRITT KLINKHAMMER (Bremen) auf Grundlage empirisch-statistischen Materials zur Kirchgangshäufigkeit, Aktivität innerhalb der Kirche und zum Gottesglauben von evangelischen Frauen und Männern die Frage nach einer möglicherweise zu konstatierenden Geschlechterdifferenz in Bezug auf Religion und Religiosität auf. Anhand der momentanen Forschungslage sei jedoch die Frage nach einem Gendering von Religiosität nicht hinreichend zu beantworten. Verschiedene Tendenzen wie eine geschlechtsunabhängig zunehmende Säkularisierung, eine zunehmend größere Bedeutung der Kategorie Alter in Bezug auf Religion oder eine weiterhin bestehen bleibende Geschlechterdifferenz bei gleichzeitiger Nachfrage nach entkirchlichten Formen von Religiosität seien aufgrund des Datenmaterials vorstellbar.

Mit dem Gendering von Werten befasste sich am folgenden Tag der dritte Workshop. Übergreifend wurde die Frage nach der Ambiguität von Werten als geschlechtsneutral zu verstehende Werte und als in einen bestimmten Kontext eingebundene, geschlechtlich codierte Werte aufgeworfen. Mit der Vergeschlechtlichung von Freundschaft und Herrschaft in mittelalterlichen Erzählungen befassten sich in ihrem Vortrag DENISE THEßELING und MATTHIAS STANDKE (beide Dresden). Sie stellten anhand der Amelius und Amicus-Legende und des höfischen Romans „Iwein“ dar, dass in diesen Erzählungen weibliche Herrschaft zwar verhandelt werde, diese aber in den Hintergrund gerückt bzw. durch die männlich codierte Freundschaft überblendet werde. Finde die weibliche Herrschaft eine größere Beachtung in den Erzählungen, so werde sie als Störung der Ordnung gekennzeichnet. GERD SCHWERHOFF (Dresden) thematisierte im Anschluss daran in Bezug auf die Frühe Neuzeit die Ehre. Diese erweise sich als fast immer geschlechtsspezifisch gedacht. Die männliche Ehre sei dabei oft implizit konstruiert, die weibliche Ehre explizit als das Besondere herausgestellt. Am Beispiel des 1865 gegründeten Allgemeinen Deutschen Frauenvereins untersuchte SUSANNE SCHÖTZ (Dresden) konkrete inhaltliche Ausprägungen des feministischen Anspruchs auf Gleichberechtigung der Geschlechter und diesbezügliche weibliche Argumentationsstrategien. Als wesentlich kennzeichnete sie die Forderung nach der weiblichen Teilhabe an Arbeit. Auf argumentativer Ebene zeige sich eine Anknüpfung an zeitgenössische Diskurse und Geschlechterbilder, wobei zum Beispiel Geschlechterdifferenzen positiv besetzt worden seien. In der Anknüpfung an weibliche Eigenschaften, wie der einer angeborenen Mütterlichkeit, seien Geschlechtscharakteristika zugleich zu einer neuen Symbolwelt transzendiert worden. NELE SCHNEIDEREIT (Dresden) setzte sich daraufhin mit der wissenschaftlichen Debatte um die vermeintliche Differenz zwischen einer weiblichen und männlichen Moral auseinander. Die Behauptung einer ‚weiblichen Fürsorgemoral‘ und einer ‚männlichen Gerechtigkeitsmoral‘ habe sich als empirisch nicht haltbar erwiesen. Zu betonen sei hingegen eine Differenz zwischen einer universellen Moral und einer Alltagsmoral im Sinne des kritischen Anspruchs einer Berücksichtigung der Kontexte moralischen Urteilens.

Der vierte Workshop beschäftigte sich schließlich mit Liebessemantiken auf textlicher und filmischer Ebene. Thematisiert wurde übergreifend das Verhältnis von Geschlecht und Liebe. So wurde in der gemeinsamen Diskussion anhand der vorgestellten Beispiele auch die Frage nach einer möglicherweise zu beobachtenden Feminisierung romantischer Liebe aufgeworfen. STEFAN DORNHEIM und SWEN STEINBERG (beide Dresden) zeigten anhand der literarischen Verarbeitung der Geschehnisse um Oswald Barthel in der populären Literatur um 1800, wie die Geschichte des 1507 verschütteten Bergmanns, dessen Körper 60 Jahre später nahezu unversehrt geborgen wurde, über die Verknüpfung mit dem Motiv der romantischen Liebe – gegenüber der bis dahin dominierenden theologischen Ausdeutung der Ereignisse – mit einem neuen Bedeutungshorizont belegt wurde. Mit der literarischen Einführung der Figur der mit Barthel verlobten bzw. verheirateten, dem verschütteten Bergmann über den Tod hinaus die Treue haltenden Anna habe die romantische Liebe – statt wie zuvor das religiöse Moment – der Erzählung eine transzendente Dimension verliehen. Zudem seien bürgerliche Werte und geschlechtsspezifische Rollenmodelle in den Fokus der Erzählung gerückt. Das Aufgreifen des Motivs der romantischen Liebe und der Verweis auf den bürgerlichen Wertehorizont seien auch an weiteren zeitgenössischen Erzählstoffen nachvollziehbar. SABINE DREßLER (Dresden) untersuchte in ihrem anschließenden Vortrag ost- und westdeutsche Eheratgeber der 1950er- und 1960er-Jahre hinsichtlich ihres Verständnisses von Gleichberechtigung als (de)stabilisierend für die eheliche Gemeinschaft sowie betreffs des in ihnen behaupteten Verhältnisses von Gleichberechtigung und Liebe. Sie legte dar, dass die Liebe in den betreffenden Texten einheitlich als Stifterin der Ehe verhandelt, Gleichberechtigung hingegen sowohl als zerstörend sowie als Fundament für Ehe und Liebe gesehen werde. Der Gleichberechtigungsdiskurs sei in der Ratgeberliteratur demnach durchaus plural geführt worden, wenngleich eine konservative Prägung überwogen habe. SYLKA SCHOLZ (Dresden) analysierte die jüngste Verfilmung des knapp einhundertfünfzig Jahre alten Stoffes der „Geier-Wally“ (2004) in Hinblick auf die Frage nach verschiedenen Geschlechterkonstruktionen und deren Verknüpfung zum Ideal der romantischen Liebe. Einem positiv besetzten „pluralisierten Männerbild“, das über die Zeichnung der männlichen Hauptfigur als berufstätig, alleinerziehend, der Jagd genauso wie der Hausarbeit frönend vermittelt werde, sei in der Verfilmung mit der weiblichen Hauptakteurin ein „moderat-konservatives Frauenbild“ gegenübergestellt. Hierüber sowie über die Behauptung, weibliches Glück sei nur in der heterosexuellen, auf Liebe gründenden Paarbeziehung, nicht in der beruflichen Selbstverwirklichung zu finden, positioniere sich der Film auch zur Reichweite der weiblichen Emanzipation und rekurriere eher auf traditionelle Rollenbilder.

Die Abschlussdiskussion führte auf die zu Beginn der Veranstaltung aufgeworfenen Fragen nach dem ‚Geschlecht als Transzendenz‘ und dem ‚Geschlecht der Transzendenz‘ zurück. Verbunden wurde gerade ersterer Aspekt mit der Frage nach der ordnungsstiftenden Bedeutung von Transzendenz. In Hinblick auf die Erträge des Workshops fassten Scholz und Schneidereit diesbezüglich zusammen, dass festgehalten werden könne, dass Geschlecht als eine transzendente Sinnwelt zu begreifen sei. Geschlecht könne so soziale oder politische Ordnung herstellen oder reproduzieren und könne insofern als „transzendente Ordnungsressource“ verstanden werden. Hinsichtlich der Frage nach dem ‚Geschlecht der Transzendenz‘ sei hingegen zu konstatieren, dass Transzendenz im Sinne der Unverfügbarstellung an sich nicht mit Geschlecht verbunden sei. Über Diskurse könne einzelnen Transzendenzfiguren jedoch ein Geschlecht zugeschrieben werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es der Veranstaltung gelungen ist, den Blick auf den Wert einer systematischen Betrachtung von Modi der Vergeschlechtlichung konkreter Transzendenzen zu lenken. Gleichzeitig verwies der Workshop allgemein auf die Notwendigkeit einer stärkeren Einbeziehung der interkulturellen Perspektive in Hinblick auf möglicherweise kulturell different erscheinende Mechanismen und Modelle der Vergeschlechtlichung.

Konferenzübersicht

Maria Häusl/Sylka Scholz (Dresden): Einführung

Workshop 1: Akteur_innen der Technik: Ingenieure und Architekten

Mary Pepchinski (Dresden): Arbeit und der schwierige Weg zum Herstellen und Handeln: Architektinnen und ihre Strategien zur Professionalisierung im 20. Jahrhundert

Anke Woschech (Dresden): „Von tollem Wikingertum und ... halb weltabgewandtem Mannesfleiß“ – Ingenieure im deutschen Science Fiction-Film der 1930er Jahre

Gudrun Loster-Schneider (Dresden): ‚Risiko‘ als gendersensible Analysekategorie für Literatur? Das Beispiel von Max Eyths ‚Ingenieursroman‘ Berufstragik (1899)

Workshop 2: Gendering von Symbolsystemen

Maria Häusl/Johanna Rautenberg (Dresden): Die weibliche Personifizierung der Stadt Jerusalem

Jan-David Mentzel (Dresden): Weibliche Personifizierung der Kirche

Tobias Tanneberger (Dresden): Die Befähigung der Frau zur Herrschaft: Maria von Burgund als souveräne Herrscherin

Gastvortrag

Gritt Klinkhammer (Bremen): Religion, Gender und Gemeinschaft – Versuch einer religionssoziologischen Verhältnisbestimmung

Workshop 3: Gendering von Werten

Denise Theßeling/Matthias Standke (Dresden): Genderspezifische Codierung von Freundschaft in höfischen Erzählungen des Mittelalters

Gerd Schwerhoff (Dresden): Ehre und Geschlecht in der Frühen Neuzeit

Susanne Schötz (Dresden): Arbeit, Selbsthilfe und Humanität. Sinngebungen in der ersten deutschen Frauenbewegung

Nele Schneidereit (Dresden): Die Debatte um ‚männliche‘ und ‚weibliche‘ Moral

Workshop 4: Narrative der (romantischen) Liebe als transzendente und gemeinschaftsstiftende Konstruktion

Stefan Dornheim/Swen Steinberg (Dresden): Rückverzauberung? Zur Entstehung und Tradierung von Narrativen romantischer Liebe in der sächsischen Erinnerungskultur zwischen Spätaufklärung und Nationalsozialismus

Sabine Dreßler (Dresden): Liebe und Gleichberechtigung in Eheratgebern der 1950er Jahre

Sylka Scholz (Dresden): ‚Die Geier-Wally‘ – Romantische Liebe und weibliche Emanzipation im Wandel der Zeit

ZitierweiseTagungsbericht Das Geschlecht der Transzendenz – Bilder, Narrative, Werte. 29.11.2012-30.11.2012, Dresden, in: H-Soz-u-Kult, 19.02.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4651>.

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