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Wenn Chronisten singen und Sänger Geschichte schreiben: Texte des Mittelalters zwischen zeitgenössischer Performativität und moderner Performanz

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Arbeitskreis mediävistischer NachwuchswissenschaftlerInnen, Universität Rostock
Datum, Ort:08.11.2012–10.11.2012, Rostock

Bericht von:
Annika Bostelmann / Doreen Brandt, Institut für Germanistik, Universität Rostock; Hellmut Braun, Universität Rostock; Silke Hoklas, Graduiertenkolleg "Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs", Universität Rostock; Stefan Hynek, Historisches Seminar, Universität Münster; Lisa Kranig, Interdisziplinäre Fakultät, Universität Rostock; Kristin Skottki, Lehrstuhl für Kirchengeschichte, Universität Rostock
Email: <annika.bostelmannuni-rostock.de>; <doreen.brandtuni-rostock.de>; <hellmut.braun2uni-rostock.de>; <silke.hoklasuni-rostock.de>; <stefan.hynekuni-muenster.de>; <lisa.kraniguni-rostock.de>; <kristin.skottkiuni-rostock.de>

Vom 08.–10.11.2012 fand an der Universität Rostock die durch den Arbeitskreis mediävistischer NachwuchswissenschaftlerInnen organisierte Tagung „Wenn Chronisten singen und Sänger Geschichte schreiben: Texte des Mittelalters zwischen zeitgenössischer Performativität und moderner Performanz“ statt. Diese hatte sich zum Ziel gesetzt, interdisziplinär die Anwendbarkeit des Konzeptes von Performativität auf den Gegenstandsbereich verschiedener Texte und Textsorten des Mittelalters – von Epik und Lyrik über Geschichtsschreibung bis zu Urkunden und liturgischen Texten – zu überprüfen. Dabei wurde der Frage nachgegangen, in welcher Weise sich performative Äußerungen in Texten des Mittelalters manifestieren, was dies über ihre Entstehungsbedingungen aussagt und wie sie sich im weiteren auf die außertextuelle Welt auswirken und in ihrer Nutzung durch Handlung konkretisiert und in einer speziellen Situation aktualisiert werden.

Den Eröffnungsvortrag hielt JOE RICKE (Upland, Indiana, USA). Er problematisierte anhand der „Canterbury Tales“ von Geoffrey Chaucer die Frage nach der Aufführungspraxis des Textes und wies darauf hin, dass die Forschung bislang zu stark auf den Autor fokussiert gewesen sei. Ricke zeigte, dass Chaucers Text vor allem als ein Reflex auf die damalige zumeist kritische Debatte um die religiöse Bedeutung der Pilgerfahrt verstanden werden kann. Zur Performativität des Textes stellte Ricke fest, dass nicht nur die Figuren darin ihre eigene Geschichte erzählten, sondern dass die Erzählerfigur immer wieder explizite Hinweise auf den Umgang mit dem Text bzw. mit dem überliefernden Medium („wenn dir dies nicht gefällt, schlage einfach die nächste Seite auf“) gibt. Darüber hinaus wies Ricke auf regelrechte Regieanweisungen hin, die sich im Text verbergen (wenn zum Beispiel der Müller in der Stimme des Pilatus spricht), die möglicherweise als Hinweise zur Aufführungspraxis verstanden werden könnten.

HELLMUT BRAUN (Rostock) widmete sich in seinem Vortrag der Rezeption des Mittelalters in Liedtexten der Gothic- und Metal-Musikszene. Anhand der Analyse vierer Lieder konnte er ganz unterschiedliche Strategien der performativen Umsetzung von Mittelaltermotiven aufzeigen: „Satyr" der Band Letzte Instanz gelingt über die Amalgamierung verschiedener Epochen, bei der das Mittelalterbild lediglich als vormoderne, beziehungsweise vorindustrielle Zeit konturiert wird, eine szeneinterne Vermittlung von Humor. Hingegen zeigen die zwei Interpretationen von Klageliedern Christine de Pisans, „Je chante par couverture“ (von Helium Vola) und „Dueil Angoisseus“ (von Peste Noire), eine jeweils eigene Form des Ausdrucks allgemein negativ bewerteter Gefühle: Das lyrische Subjekt verwendet eine gruppenkonstituierende Kommunikationsstrategie, indem die nicht zur Gruppe gehörenden ‚Anderen‘ als nicht fähig spezifiziert werden, am skizzierten Diskurs teilzunehmen.

Mit der Funktion von Paratexten und Holzschnitten sowohl hinsichtlich des Entstehungskontextes also auch der Bedingung des Rezeptionsaktes von Texten beschäftigten sich die zwei folgenden Tagungsbeiträge. SABINA TSAPAEVA (Rostock) untersuchte die Glossen in dem Druck des niederdeutschen Tierepos „Reynke Vosz de olde“ von 1539. Die sogenannte ‚protestantische Glosse‘, die sich zuerst in dieser Fassung des Druckes findet, kommentierte das spätmittelalterliche Tierepos im Kontext veränderter Glaubensvorstellungen nach bzw. während der Reformation. Die älteren Randglossen dienten dagegen der Orientierung und Erleichterung der Recherche vor dem Hintergrund einer sich ausbildenden ‚Nachlesekultur‘. Besonders stark wies die Referentin auf die Rolle der Verfasser von Tierepos und Glossen hin. Demnach handelte es sich bei der lesenden Rezeption um eine durch die Intention der Textproduzenten gelenkte Schöpfungstätigkeit.

DOREEN BRANDT (Rostock) griff den Begriff der ‚strukturellen Performativität‘ [1] auf. Dieser wurde von dem Sonderforschungsbereich „Kulturen des Performativen“ eingeführt und umfasst die Strategien, mit denen sich „der Text metaphorisch in eine Bühne [verwandelt], auf der sein eigener Diskurs zur Aufführung kommt“[2]. Die Referentin erweiterte nun dieses Konzept um die Berücksichtigung der Struktur des überliefernden Mediums, das heißt seiner Anlage und Ausstattung. Gegenstand ihrer Untersuchung war das Titelblatt einer Flugschrift aus dem Jahr 1500 zur Schlacht bei Hemmingstedt, das mit Überschrift, Holzschnitt und Motto ausgestattet worden ist. Durch diese Elemente werde die Aufführung des Textes, welche sich im Akt des Lesens selbst manifestierte, in spezifischer Weise beeinflusst. So diente die Überschrift des Textes vor allem dazu, den Text anzukündigen und seinen Wahrheitsanspruch zu formulieren, wohingegen der Holzschnitt – ein Bildzitat aus der Druckausgabe des niederdeutschen Narrenschiffs von 1497 – und das Motto den Text in einen übergeordneten zeitkritischen Diskurs über Hochmut und Gier einbetteten.

Die Möglichkeiten, die das Konzept von Performativität bietet, um geschichtswissenschaftliche Quellen auszuwerten, wurden in den drei folgenden Vorträgen genauer untersucht, wobei unterschiedliche Quellengattungen ausgewertet wurden. Neben Universitätsstatuten ging es um Urkunden sowie Gebetsrollen.

STEFAN HYNEK (Münster) zeigte anhand der jüngeren Artistenstatuten der Universität Rostock zum einen, wie im Statutentext selbst mehrfach die Produktionssituation thematisiert wird – besonders eindrücklich zu erkennen gleich zu Beginn des Textes im ersten Kapitel „De modo et forma faciendi statuta“ –, zum anderen anhand der Eide, wie wiederum Inhalte nur durch ihre Aktualisierung in der konkreten Performanzsituation Gültigkeit erhalten. Darüber hinaus konnte er anhand der Statuten belegen, dass es in Situationen, in denen mündliche Performative nachträglich scheitern, zu einer Anforderung von schriftlichen Belegen kommt.

CHRISTOPH DARTMANN (Münster) konnte in seinem Vortrag über mittelalterliche Urkunden in der öffentlichen Kommunikation deutlich herausstellen, dass die Einschätzung, diese seien als ein Produkt eines formalisiert arbeitenden Verwaltungsapparats anzusehen und wie modernes administratives Schriftgut zu interpretieren, von einem unzureichenden Kenntnisstand über das mittelalterliche Urkundenwesen zeugt. Im Zentrum seiner Betrachtungen standen daher die performativen Akte, in deren Zusammenhang Urkunden angefertigt oder gebraucht wurden. Das Einbeziehen der performativen Dimension bei der Bearbeitung der mittelalterlichen Urkunden erschließt, so Dartmann, eine Bedeutungsebene, die neben einer sonst suggerierten historischen Faktizität auch die symbolische Anerkennung von Machtansprüchen sowie die Artikulation von Idealvorstellungen einbezieht. Dabei seien vor allem die Arengen gegenüber den Dispositionen mehr in den Blick zu nehmen.

MARIE-LUISE HECKMANN (Potsdam) beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit Kirche und Welt in den Exultet-Rollen des Hochmittelalters. Im Hinblick auf den Entstehungszeitraum der meisten überlieferten Exemplare zwischen dem 11. und dem 12. Jahrhundert, sollten die Rollen, so Heckmann, nicht nur in ihrer Funktion als Gegenstand der Liturgie der Osternacht gesehen werden. Auch in Bezug auf die sich in dieser Zeit vollziehenden Veränderungen der Kirchenverfassung und des Verhältnisses zwischen Kaiser und Papst lieferten sie in ihrem vielfältigen Bildprogramm Anknüpfungspunkte für eine Interpretation, die über bloße heilsgeschichtliche Zuweisungen weit hinausgehen. So eröffnet die Kontextualisierung der Darstellungen Möglichkeiten, historisch oder politisch konnotierte Personifikationen zu ermitteln und damit die Bedeutungsebene von einem Erinnerungs- hin zu einem Verkündigungscharakter zu verschieben.

Die darauf folgenden Vorträge konzentrierten sich auf eine literatur- oder textwissenschaftliche Analyse performativer Textstrukturen. Der „Herzmahner“, ein um 1497 in Nürnberg gedrucktes Gebetbuch, stand im Zentrum des Vortrags von HEDWIG SUWELACK (Leipzig). Ausgehend von der Sprechakttheorie [3] stellte die Referentin zunächst fest, dass es sich bei einem Gebet um einen performativen Sprechakt handelte. Das schriftlich fixierte Gespräch mit Gott vollzöge sich allerdings erst im Akt des leisen oder lauten Lesens, wobei die Referentin von der privaten Lektüre ausging, die in den frömmigkeitsgeschichtlichen Kontext der Devotio Moderna im Spätmittelalter einzuordnen sei. Die Performativität der Lektüre erläuterte die Referentin anhand der zahlreichen Perspektivwechsel im „Herzmahner“; außerdem zeigte sie, wie die Passionsgeschichte über die performative Lektüre dem/der Betenden präsent gemacht wurde. Weiter stützte sie sich auf die Überlegungen von Thomas Lentes, wonach spätmittelalterlichen Gebet- und Andachtsbüchern eine Anweisungsstruktur eigen sei [4], die den Leser/die Leserin gezielt bis hin zu einer physischen Begegnung mit dem sterbenden Christus anleite.

Einen anderen Zugang zum Tagungsthema wählte RONJA FLICK (Greifswald). Ihr Interesse an dem Versepos „Salman und Morolf“, das in wenigen Handschriften und Drucken des 15. und frühen 16. Jahrhunderts überliefert ist, galt nicht so sehr der Struktur und dem Gebrauch des Textes als vielmehr dem Agieren der Figur des Morolfs. Zum einen sah sie in dessen grotesken und komischen, in jedem Fall listigen Strategien des Identitätswechsels durch Verwandlung, Rollenspiel und den Einsatz nicht normgerechter Gestikulationen einen Reflex schauspielerischer Praxis. Zum anderen unterstrich sie die komplexe Struktur der Figur in seinem Wandel zwischen dem schönen, höfischen Ritter einerseits und dem grotesk-leiblichen, die höfische Norm übertretenden Akteur andererseits. Die Fortsetzung, mit der das Epos in der Druckfassung versehen wurde, nahm die Ambivalenz der Figur allerdings kritisch auf und verurteilte das beim Rezipienten Lachen provozierende Verhalten Morolfs schließlich. Auf diese Weise werde das vormals überwiegend mündlich tradierte Epos christlich überformt und könne auch als Mahnung zu Reue und Buße interpretiert werden.

HEINRICH SIEMENS (Bonn) untersuchte in seinem Beitrag niederdeutsch-russische Gesprächsbücher. Diese wurden von Hansekaufleuten für den Handel in Russland angefertigt und können mit Blick auf ihre Funktion und ihren Gebrauch mit modernen Sprachführern verglichen werden. Von den wenigen überlieferten Exemplaren datieren die ältesten in das 16., die jüngsten in das 18. Jahrhundert. Gestützt auf die Sprechakttheorie [5] zeigte Siemens, dass die Gesprächsbücher neben allgemein lexikographischen und grammatikalischen Elementen auch Übertragungen explizit performativer sprachlicher Äußerungen beinhalten.

Im letzten Vortrag der Tagung stellte MIRIAM WEISS (Trier) ihre Untersuchungsergebnisse zu den Selbstbezeichnungen innerhalb der „Chronica maiora“ des Matthaeus Parisiensis vor. Weiss konnte verschiedene Funktionen dieser Autoreferenzen aufzeigen, etwa die Erschaffung einer Identifikationsfolie, den Hinweis auf die Kompilation des Werkes und schließlich den Verweis auf die Zeugenschaft. Ab 1247 veränderte sich die Art und Weise der Bezugnahme, nachdem der Chronist mit König Heinrich III. zusammengetroffen war und seine Arbeit danach vom König besonders protegiert wurde. Matthaeus wurde, so Weiss, nun zu einer bestimmenden Person innerhalb der erzählten Handlung. Zugleich könne eine Objektivierung durch Distanzierung beobachtet werden, denn Matthaeus referiere nun häufig unter Verwendung der dritten Person auf sich selbst. Die Referentin konnte damit überzeugend ihre These vertreten, dass für das Verständnis mittelalterlicher Geschichtsschreibung die Beachtung der sozio-politischen Funktion des Chronisten hilfreich sein dürfte.

Ein Besuch in den Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Rostock rundete das Tagungsprogramm ab. HEIKE TRÖGER (Rostock) präsentierte dazu abgestimmt auf die Vorträge ausgewählte Objekte aus der Handschriftensammlung der Bibliothek – darunter eine Papsturkunde, eine Gebetsrolle sowie eine Bibelhandschrift aus dem 13. Jahrhundert.

Die Anwendbarkeit der Konzepte von Performanz und Performativität im Hinblick auf mittelalterliche Texte erwies sich als unterschiedlich fruchtbar für die Beiträge der Tagung: Alle Referenten beschäftigten sich zunächst mit der performativen Struktur der von ihnen vorgestellten Texte, dabei konnte Performativität, verstanden als Konkretisierung von Handlung auf unterschiedliche Weise beschrieben werden: Als schriftliche Reproduktion kann ein Text die sprachliche Handlung bzw. die Aufführung, die seiner Produktion vorangegangen ist, reflektieren, wie es von Stefan Hynek anhand der Statuten der Universität Rostock deutlich gemacht wurde. Im umgekehrten Fall kann ein Text die Anleitung zu seinem Gebrauch implizieren wie etwa Joe Ricke und Hedwig Suwelack gezeigt haben. Darüber hinaus können Texte auch für die Aufführung, die sich mit dem Akt des Lesens vollzieht, konzipiert sein. Sabina Tsapaeva und Doreen Brandt haben darauf aufmerksam gemacht, dass in dieser Hinsicht neben der Struktur des Textes auch die Ausstattung des überliefernden Mediums einbezogen werden muss.

Eine zweite Möglichkeit mittelalterliche Schriftzeugnisse hinsichtlich ihres performativen Gehalts zu untersuchen, eröffnet die Frage nach ihrem ganz konkreten Gebrauch, die sich wie ein roter Faden durch sämtliche Vorträge der Tagung zog. Hier ist hervorzuheben, dass die Referenten/innen jeweils das überliefernde Medium und dabei vor allem seine technisch-materielle Konzeption und Ausstattung einerseits sowie seine Handhabung und seinen Gebrauch andererseits berücksichtigten. Christoph Dartmann wies zum Beispiel auf die Größe und das repräsentative Layout mittelalterlicher Urkunden hin und stellte aufgrund dessen heraus, dass Urkunden auch Schaustücke gewesen seien und ihre Wirkung entfalteten, indem sie gezeigt wurden. Abschließend zeigte sich, dass insbesondere in geschichtswissenschaftlicher Perspektive eine Untersuchung von Quellen hinsichtlich ihrer Performativität sowie der kommunikativen Absichten, die sie mit der außertextuellen Welt verbinden, fruchtbar sein konnte. Berücksichtigt man die Entstehungsbedingungen und die mediale Organisation der Überlieferungsträger und befragt diese nach den ihnen inhärenten performativen Strukturen, kann fächerübergreifend eine tiefergehende Analyse von Texten erreicht werden.

Konferenzübersicht:

Joe Ricke (Taylor University, Upland, Indiana, USA): "Baggepipes, wanton songes, and sorrow für synne": Performing Pilgrimage as Practice and Problem in Late Medieval England

I Die Performanz mittelalterlicher Texte in der Gegenwart

Hellmut Braun (Rostock): "A touch of medieval darkness": Zur Mittelalterrezeption in den Liedtexten der Gothic- und Metal-Musik

Stephanie Wodianka (Rostock): Chrétien de Troyes – Eric Rohmer - Adolf Muschg: Performanz und kulturelle Relevanz des Erzählens von "Perceval" (krankheitsbedingt entfallen)

II Die Performativität der Textproduktion

Sabina Tsapaeva (Rostock): Umsetzung didaktischer Intention des Verfassers des mittelniederdeutschen Tierepos "Reynke Vosz de olde" (Rostock, 1539) auf der Text- und Metatextebene

Doreen Brandt (Rostock): Van den detmerschen is dyt ghedicht - Eine gedruckte Predigt mit Bezug auf die Schlacht bei Hemmingstedt im Jahr 1500 und die Bedingungen ihrer Entstehung

Stefan Hynek (Münster): Primo statuimus et ordinavismus quod … – zu Entstehung und Gebrauch der Statuten der Artistenfakultät der Universität Rostock

III Die Performanz des Textes

Christoph Dartmann (Münster): Mittelalterliche Urkunden in der öffentlichen Kommunikation

Marie-Luise Heckmann (Potsdam): Kirche und Welt in Exultet-Rollen des Hochmittelalters. Mit einigen Bemerkungen zum Begriff der Performanz

IV Die Inszenierte Performanz im Text und die Performativität des Textes

Hedwig Suwelack (Leipzig): Performativität spätmittelalterlicher Gebetstexte am Beispiel des Herzmahners

Ronja Flick (Greifswald): Morolfs Verwandlungen

Heinrich Siemens (Bonn): Performanz und Performativität in den niederdeutsch-russischen Gesprächsbüchern

Miriam Weiss (Trier): Mathaeus Parisiensis, hujus scriptor libelli. Selbstbezeichnungen in den Chronica maiora des Matthaeus Parisiensis

Anmerkungen:
[1] Erika Fischer-Lichte, Performativität. Eine Einführung, S.135ff.
[2] Fischer-Lichte, Performativität, S. 140.
[3] John L. Austin, How To Do Things With Words. Zur Theorie der Sprechakte, Stuttgart 1979.
[4] Thomas Lentes, Gebetbuch und Gebärde. Religiöses Ausdrucksverhalten in Gebetbüchern aus dem Dominikanerinnen-Kloster St. Nikolaus in undis zu Straßburg (1350-1550), Münster 1996, S. 18.
[5] Austin, Sprechakte.

ZitierweiseTagungsbericht Wenn Chronisten singen und Sänger Geschichte schreiben: Texte des Mittelalters zwischen zeitgenössischer Performativität und moderner Performanz. 08.11.2012–10.11.2012, Rostock, in: H-Soz-u-Kult, 11.02.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4636>.

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