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Interkulturelle Ritualpraxis in der Vormoderne: Europa und der Osten

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Universität Vechta
Datum, Ort:05.09.2012–07.09.2012, Vechta

Bericht von:
Daniel Lizius, Abteilung für Kulturgeschichte, Universität Vechta
E-Mail: <daniel.liziusuni-vechta.de>

Seit einigen Jahren schon wird die Bedeutung symbolischer Kommunikation für vormoderne Gesellschaften hervorgehoben und diskutiert. Während dabei jedoch vor allem binneneuropäische Phänomene untersucht wurden, bei denen ein vergleichsweise homogener Zeichenbestand angenommen und bestätigt wurde, rückte in jüngster Zeit die interkulturelle Ritualpraxis vermehrt in den Blickpunkt. Die an der Universität Vechta veranstaltete Tagung trug diesem Umstand Rechnung und versammelte Forscher, um der Frage nachzugehen, welche Rolle Rituale im interkulturellen Austausch spielten. Im Zentrum stand dabei vor allem das Verhalten von Gesandten und Diplomaten, die an fremden Höfen zu Gast waren und sich in das dortige fremde Zeremoniell integrieren mussten. Um die Möglichkeit zu einer vergleichenden Bestandsaufnahme zu nutzen, wurden zwei geographische „Experimentierfelder“ vorgegeben. Einerseits das Moskauer Reich, andererseits das Osmanische Reich sollten als Partner des diplomatischen Austauschs mit west- und mitteleuropäischen Gesandten betrachtet werden.

REINHARD FRÖTSCHNER (München / Regensburg) beschäftige sich im ersten Vortrag mit einer Schlüsselquelle für die Geschichte der Herrschaft Zar Ivans IV. Groznyj, dem Licevoj letopisnyj svod, einer zwischen 1568-1576 entstandenen Weltchronik. Da eine große Zahl der ungefähr 17.000 Miniaturen des Monumentalwerks diplomatische Kontakte darstellt, verspräche eine Analyse dieser Darstellungen Aufschluss über das Verhältnis von Texten und Bildern bezüglich der diplomatischen Praxis des Moskauer Reichs. Das Ergebnis jedoch zeige, dass keine konsequent durchgehaltene Bildsprache existiere und keine klare Aussageintention bei der Illustration erkennbar sei. Daher sei auch nur ein allgemeines Bild erkennbar, das in der Chronik von der diplomatischen Praxis am Hof Ivans IV. vermittelt worden sollte. Dieses könnte Frötschner zufolge für die Darstellung der Zeit vor Ivan IV. auf Gleichrangigkeit der russischen Großfürsten mit den Khanen der Goldenen und Großen Horde abzielen, für die Zeit unter Ivan IV. auf ein heilsgeschichtliches Sendungsbewusstsein des Zartums hinweisen.

LILYA BEREZHNAYA (Münster) wählte das 17. Jahrhundert als Untersuchungszeitraum, um die symbolische Praxis in diplomatischen Beziehungen zwischen dem Moskauer Reich und Polen-Litauen zu analysieren. Dabei nahm sie sich insbesondere derjenigen Konflikte an, die um das Abziehen und Aufbehalten von Hüten kreisten, und die schließlich ab 1686 gleichzeitig mit dem russisch-polnischen Friedensvertrag in der sogenannten „Hutrevolution“ ihr Ende fanden. Die Auseinandersetzungen um das Zeremoniell hätten sich dabei als Fortsetzung der Realpolitik dargestellt und umgekehrt auch Auswirkungen auf das wechselseitige Verhältnis gehabt. So erscheint das Zeremoniell ambivalent: Zum einen hätte es durchaus eine Vertrauen stiftende Wirkung besessen, auf der anderen Seite aber bot es die Grundlage für vielfältige Auseinandersetzungen. Dabei konnte Berezhnaya zeigen, in welchem Ausmaß Rituale dynamischen Verformungsprozessen unterliegen.

JAN HENNINGS (Oxford) untersuchte in seinem Vortrag vergleichend die Höfe in England und Russland hinsichtlich der Dokumentation ihrer rituellen Praxis. Dabei ging Hennings aus von der These, dass weder im Zeremoniell noch in dessen zeitgenössischer Beschreibung ein kategorialer Unterschied zwischen Russland und England gemacht wurde. Zunächst arbeitete Hennings die großen Unterschiede der Organisationsformen heraus, indem er das erbliche Amt des englischen Master of Ceremony den russischen Strukturen gegenüberstellte, bei denen das Wissen nicht in einer Person zusammenlief. Dabei zeigte Hennings auf, wie sehr die oft kolportierte Ritualstrenge des russischen Hofs den Herausforderungen geschuldet war, über weite Entfernungen Verhandlungen führen zu müssen, ohne dass der Zar in Zeremonialkonflikte eingreifen konnte. Die Unterschiede seien daher keineswegs als Ausdruck verschiedener Kulturen, sondern vielmehr eines transkulturellen Kontinuums aufzufassen. So hätten die Zeitgenossen nicht zwischen West und Ost, sondern vielmehr zwischen Nord und Süd unterschieden. Die in Deutschland auch institutionell gefestigte Trennung zwischen West und Ost verstelle daher den Blick auf transkulturelle Austauschprozesse zwischen den europäischen Höfen, zu denen auch der Moskauer gehöre.

CLAUDIA GARNIER (Vechta) widmete sich in ihrem Beitrag dem Alltag westlicher Gesandter am Moskauer Hof, den sie vor allem aus dem Blickwinkel der Praxis der symbolischen Kommunikation betrachtete. Sie stützte ihren Vortrag dabei auf zwei wichtige Quellen für das 16. und 17. Jahrhundert, die Rerum Moscoviticarum Commentarii Siegmunds von Herberstein und die Reiseberichte Adam Olearius’, und beschränkte sich auf Begegnungen der jeweiligen Gesandten. Zentrales Element bei diesen Situationen sei das kompetitive Markieren zeremonieller Dominanz gewesen, die einen bedeutenden Aspekt des diplomatischen Alltagsgeschäfts dargestellt habe. Die Berichte würden dabei Elemente einer gemeinsamen Ritualsprache aufzeigen, die von den westlichen Gesandten ebenso wie von den Gesandten des Moskauer Reichs sehr wohl verstanden worden sei und somit einen gemeinsamen, allgemein verständlichen Kommunikationsrahmen gebildet hätte. Dadurch, dass die Rituale Macht und Einfluss generiert hätten, seien die kompetitiven Elemente nicht als bloße Spielerei, sondern vielmehr als Ausdruck ernsthaften Ringens um Macht zu verstehen.

Im Abendvortrag kontrastierte GERD ALTHOFF (Münster) die frühneuzeitliche Ausrichtung der Tagung mit der Frage, ob es nicht auch schon im Hochmittelalter eine gemeinsame Ritualsprache zwischen dem ostfränkisch-deutschen Reich und den östlichen Nachbarn Polen und Böhmen gegeben habe. Dabei stützte er sich auf die Berichte von Widukind von Corvey, Thietmar von Merseburg, Gallus Anonymus und Cosmas von Prag. Der Befund zeige, dass die slawischen Herrscher spätestens seit den 970er-Jahren mit der ottonischen Ritualsprache vertraut gewesen seien und Rituale in der Tat die Rolle einer Lingua franca eingenommen hätten. Dazu hätten zum einen der Charakter der Ritualsprache als eine unterkomplexe Kommunikationsform, zum anderen zahlreiche auch durch Heirats- und Verwandtschaftsbeziehungen bestehende Kulturkontakte beigetragen.

Den nächsten Tag eröffnete der Vortrag von ALEKSANDR LAVROV (Paris VIII – Saint Denis), der die Beziehungen zwischen dem Krimkhanat und dem Moskauer Reich im 17. Jahrhundert untersuchte. Dabei analysierte er diplomatische Techniken und Mittel beider Seiten, die sich im Spannungsfeld eines auch durch zahlreiche stereotype Vorstellungen belasteten Verhältnisses bewegten. Drei wichtige Neuerungen im Zeremoniell fallen Lavrov zufolge in diese Zeit: So sei nun die freie Verbeugung vor dem Khan ohne Zwang üblich geworden, es sei verstärkt auf Beziehungen mit Dritten referiert worden und die von Moskau als tributär empfundene Geschenkpraxis sei beendet worden. Letztere Neuerung sei jedoch keineswegs geschickt gewählt gewesen, da die Aufgabe der „archaischen Praxis“ Moskau der Einflussmöglichkeiten innerhalb der diffusen Struktur des Krimkhanats beraubt hätte.

Der zweite Vortrag des Tages markierte die Schwerpunktverlagerung der Tagung auf das andere „Experimentierfeld“, die Beziehungen zwischen den westlichen Mächten und dem Osmanischen Reich. FLORIAN KÜHNEL (Berlin) lenkte den Blick eher auf Unterschiede denn Gemeinsamkeiten in der diplomatischen Kultur, indem er sich der Geschenkpraxis beim Herrschaftsantritt des Osmanischen Sultans widmete. Am Beispiel des deutlich verspäteten Geschenks der englischen Königin Elizabeth I. an den Sultan Mehmed III. im Jahr 1599 analysierte Kühnel die unterschiedlichen Bewertungen und Erwartungen, die mit dem Ritual der Geschenkübergabe verbunden waren. Während der Sultan das Geschenk als Tribut und England somit als abhängigen Staat betrachtet habe, hätten die Engländer Hoffnungen auf realpolitische Auswirkungen wie Handelsprivilegien an das Geschenk geknüpft, das sie als freiwillige Ehrengabe interpretierten. Dabei sei den Engländern die osmanische Sicht durchaus bewusst gewesen, sie hätten jedoch mit verschiedenen Mitteln versucht, den Eindruck der Abhängigkeit zu widerlegen und sich als technologisch und zivilisatorisch überlegene Macht zu inszenieren. Das Funktionieren dieses kulturellen Austauschs habe Kühnel zufolge darauf beruht, dass gegenseitiges Verstehen nur bedingt notwendig gewesen sei, ja dass vielmehr die Unschärfe der Bedeutung des Rituals dank der inhärenten offeneren Zeichenhaftigkeit zum Gelingen beigetragen habe.

Danach wandte sich DENNIS DIERKS (Jena) Ritualpraktiken in der habsburgisch-osmanischen Diplomatie des 17. und 18. Jahrhunderts zu. Am Beispiel von Friedensverhandlungen und Friedensverträgen ging er der Frage nach, wie die Inszenierung von Gleichrangigkeit entgegen der jeweils vorherrschenden Ordnungsvorstellungen und unabhängig vom tatsächlichen Machtgefälle möglich war. Als Untersuchungsfeld widmete sich Dierks dabei besonders dem Problem gemeinsamer Vertragsbegründungen sowie Titulaturfragen. Als Strategie, um das Problem zu lösen, sei dabei eine begriffliche Offenheit zugelassen worden. Beispielsweise sei aus der „Sorge um die Ruhe der Christenheit“ die offenere „Sorge um die Ruhe der Untertanen“ gemacht worden. Während sich im direkten diplomatischen Austausch Suprematieansprüche nicht hätten durchsetzen lassen und Gleichrangigkeit akzeptiert worden sei, hätten auch nachträgliche Umdeutungen von symbolischen Handlungen den jeweiligen Ordnungsvorstellungen Rechnung getragen. So sei die Inszenierung von Gleichrangigkeit im Zeremoniell immer wieder unterwandert worden, beispielweise indem Titel der anderen Partei in weniger eindeutig auf Suprematie abzielende Form oder Geschenke als Tribute übersetzt wurden.

Über einen etwas ungewöhnlicheren Zugang näherte sich ARNO STROHMEYER (Salzburg) der Thematik, indem er den interkulturellen Kaffeegenuss als Teil des diplomatischen Zeremoniells zwischen Habsburg und dem Osmanischen Reich in das Blickfeld rückte. Das gegenseitige Anbieten von Kaffee und der demonstrative gemeinsame Genuss seien Bestandteil des Protokolls gewesen, wie Strohmeyer vor allem anhand der Großbotschaft des Grafen Damian Hugo von Virmont der Jahre 1719/20 demonstrierte. Verschiedene Verwendungsformen des Kaffees im diplomatischen Kontakt konnten dabei ermittelt werden, wobei zwei Bereiche im Besonderen analysiert wurden, namentlich als Teil des Friedensprozesses sowie als Gegenstand des Geschenkwesens. Der Erfolg, dem der Kaffee in diesen diplomatischen Austauschprozessen beschieden war, hätte sich dabei auf mehrere Faktoren gegründet: Der Kaffeegenuss sei auf beiden Seiten bekannt gewesen, ihm sei ein kommunikativer Charakter zugeschrieben worden und bei beiden Parteien symbolisch ähnlich besetzt gewesen.

Nachdem bisher vor allem die Beziehungen der großen Reiche zur Hohen Pforte im Mittelpunkt des zweiten Teils der Tagung standen, lenkte GÁBOR KÁRMÁN (Leipzig) in seinem Vortrag die Aufmerksamkeit auf die osmanischen Tributärstaaten. Als Ausgangspunkt nahm er Siebenbürgen, das er wie die übrigen Tributärstaaten hinsichtlich des Rangs im Vergleich zu anderen Staaten im zeremoniellen System der Hohen Pforte verortete. Dabei ging Kármán von vier Analysekategorien aus: dem strukturellen Aufbau der Botschaften und Titulaturfragen, der topographischen Lage der Vertretungen, zeremoniellen Aspekten sowie der Be(- oder Miss-)handlung von Diplomaten. Der Befund stellt sich dabei als differenziert heraus. Während anhand der ersten Kategorien keine klaren Trennlinien zwischen Tributär- und anderen Staaten zu ziehen seien, trete unterschiedliches Prestige vor allem beim Ablauf des Zeremoniells zutage, wobei hier vor allem innerhalb der Gruppe der Tributärstaaten differenziert würde. Am augenfälligsten würde der Kontrast aber in den Misshandlungen, die siebenbürgische Gesandte erfahren mussten und die analog zur Minderung des Prestiges zugenommen hätten.

Den letzten Vortrag der Tagung widmete CHRISTINE VOGEL (Vechta) der Untersuchung ritueller Formen der Herrschaftsrepräsentation an fremden Höfen, indem sie die Vertretung des französischen Königs an der Hohen Pforte ins Blickfeld rückte. Sie analysierte dazu die Feierlichkeiten anlässlich des Festtags zu Ehren Ludwigs des Heiligen 1676 am Palais de France hinsichtlich ihrer narrativen Struktur und Wirkungsabsichten. Dabei konnte sie verschiedene vom veranstaltenden Botschafter intendierte Ebenen freilegen. Als primärer Adressat erscheint zunächst der (ferngebliebene) Sultan, dem die Vorrangstellung Ludwigs XIV. in Europa und die Gleichrangigkeit mit dem Sultan kommuniziert werden sollte. Als zweite Gruppe konnte Vogel die anderen europäischen Mächte sowie christliche Gruppen im Osmanischen Reich identifizieren, denen ebenfalls die Vormachtstellung des Sonnenkönigs als Beschützer und Verteidiger der Christenheit vor Augen geführt werden sollte. Der dritte Adressat sei hingegen der französische König selbst gewesen, von dem sich der Botschafter aufgrund seines Einsatzes Vorteile für seine persönliche Karriere erhoffte. Auch in diesem Vortrag zeigte sich die Notwendigkeit des gezielten Missverständnisses, indem die verwendeten Symbole und Handlungen nur für Eingeweihte zu entschlüsseln waren. Der Herrschaftsanspruch sei in symbolischen Formen verschleiert gewesen und habe so einen breiten Interpretationsspielraum gelassen. Die Nichteindeutigkeit erscheint somit als Grundlage der interkulturellen Ritualpraxis.

In der Schlussdiskussion wurden verschiedene übergreifende Konzepte und Fragestellungen aufgegriffen, die sich in einigen Vorträgen manifestiert hatten. Während einerseits die Rolle der Rituale als Lingua franca betont wurde, zeigten viele Beiträge auch, dass die vormoderne symbolische Kommunikation eine entscheidende Leistungskraft gerade in ihrer Mehrdeutigkeit besaß, die einen breiten Interpretationsspielraum ließ und auf diese Weise manche gelungenen Kommunikationsakte erst ermöglichte. Das Potential der Mehrdeutigkeit erscheint dabei im inter- und transkulturellen Austausch noch wesentlich größer. Auf die dynamische Verformbarkeit von Ritualen wurde ebenso hingewiesen wie auf die Schwierigkeiten der definitorischen Abgrenzung von Ritual und Zeremoniell sowie die Gefahren der Vermischung von zeitgenössischen Bezeichnungen und solchen der Metaebene. Auf breitere Kritik stieß die Reproduktion der West-Ost-Konstruktion im Titel der Tagung, die dem Befund vieler Vorträge zuwiderlief, die eine solche Trennung zwischen Europa und Russland gerade nicht verifizieren konnten.

Mit der interkulturellen Ritualpraxis griffen die Organisatoren und Teilnehmer einen Aspekt auf, der in der bisherigen Forschung zur symbolischen Kommunikation nur unzureichend beleuchtet worden war. Die Tagung bot die Gelegenheit, dieses Themenfeld an zwei geographischen Räumen vergleichend zu untersuchen. Eine weitere Stärke der Tagung war, Frühneuzeithistoriker zusammenzubringen, die aufgrund der unterschiedlichen Regionen, die sie untersuchen, leider zu häufig getrennt agieren. Sie zeigten einen vielfältigen und spannenden Themenkomplex auf, der unbedingt weiterverfolgt werden sollte. Um die auf der Tagung erzielten Ideen weiterzuführen, wäre es gewinnbringend, vor allem die Bedeutung der symbolischen Kommunikation als Lingua franca und ihre Eigenschaft der Mehrdeutigkeit als Instrument für Gelingen von Kommunikation ausführlicher zu erforschen.

Konferenzübersicht:

Claudia Garnier / Christine Vogel (Universität Vechta): Einführung

Reinhard Frötschner (Osteuropa-Institut Regensburg / Universität München): Das diplomatische Zeremoniell des Moskauer Reiches unter Zar Ivan IV. Groznyj im Spiegel der Miniaturen des Licevoj Letopisnyj svod (1568-76)

Liliya Berezhnaya (Universität Münster): Wann ziehen die Diplomaten die Hüte? Symbolische Praxis in diplomatischen Beziehungen zwischen Polen-Litauen und dem Moskauer Reich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts

Jan Hennings (Universität Oxford): Ritual und Dokumentation am englischen und russischen Hof im Vergleich

Claudia Garnier (Universität Vechta): Das Ringen um Macht und Ehre: Der Alltag westlicher Gesandter am Moskauer Hof im Spiegel der Symbolpraxis

Gerd Althoff (Universität Münster): Rituale als Lingua franca. Kommunikation zwischen West und Ost im Hochmittelalter (Abendvortrag)

Aleksandr Lavrov (Universität Paris VIII - Saint-Denis): Die Beziehungen zwischen dem Krimkhanat und dem Moskauer Reich im 17. Jahrhundert als ein Fall von kulturellem Transfer

Florian Kühnel (Humboldt-Universität Berlin): Englische Gesandte am osmanischen Hof

Dennis Dierks (Universität Jena): Inszenierungen von Gleichordnung und ihre Unterwanderung im Zeremoniell. Ritualpraktiken in der europäisch-osmanischen Diplomatie des 17. und 18. Jahrhunderts

Arno Strohmeyer (Universität Salzburg): Bei Kaffee und Kuchen: Gastmähler im diplomatischen Zeremoniell an der Hohen Pforte

Gábor Kármán (Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas, Universität Leipzig): Die osmanischen Tributärstaaten im zeremoniellen System der Hohen Pforte

Christine Vogel (Universität Vechta): Die Inszenierung des Sonnenkönigs an der Hohen Pforte: Herrschaftsrituale im Palais de France

Schlussdiskussion

ZitierweiseTagungsbericht Interkulturelle Ritualpraxis in der Vormoderne: Europa und der Osten. 05.09.2012–07.09.2012, Vechta, in: H-Soz-u-Kult, 09.02.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4630>.

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