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’Eine einzigartige Bibliothek der Weltliteratur‘ Reclams Universal-Bibliothek im Leipziger Reclam-Verlag 1945–1990

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Buchwissenschaft, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Universität Leipzig
Datum, Ort:25.10.2012–26.10.2012, Leipzig

Bericht von:
Ingrid Sonntag, Universität Leipzig
E-Mail: <ingrid-sonntaggmx.de>

Der Reclam Verlag gehört zu den führenden Verlagen in Deutschland. 1828 in Leipzig gegründet, kam es nach der deutschen Teilung im April 1947 zu einer Parallelexistenz von zwei gleichnamigen Unternehmen in Leipzig und Stuttgart. 1992 konnten die Verlage wieder zusammengeführt werden.

Kernstück des Verlages ist die seit 1867 existierende, weltweit älteste Taschenbuchreihe „Reclams Universal-Bibliothek“ (RUB). Sie stand im Mittelpunkt der Konferenz. Der Reihe liegt ein klassisches bürgerliches Bildungsprogramm zugrunde, wonach dem Leser durch Aufklärung, Wissen und Bildung wichtige Instrumente für die soziale und politische Partizipation an der Gesellschaft in die Hand gegeben werden. Dieses Konzept, das auch im Leipziger Nachkriegsverlag beibehalten wurde, war unter den Bedingungen der Diktatur ein wichtiger Baustein für die Herausbildung kritischen Denkens in Ostdeutschland.

Seit der temporären Rückführung des Firmenarchivs des Leipziger Nachkriegsverlages an die Buchwissenschaft ist es erstmals möglich, die Firmengeschichte und die „geheime“ Editions-, Zensur- und Rezeptionsgeschichte über einen Zeitraum von 45 Jahren (1945–1990) zu bewerten. Außerdem können nun die Überlieferungen mit den Beständen anderer Archive abgeglichen und relevante Auskünfte von Zeitzeugen (Fachlektoren, Mitarbeiter, Herausgeber, Autoren, Übersetzer und Leser) eingeholt werden.

An der öffentlichen Tagung nahmen mehr als 30 Wissenschaftler, Herausgeber, Lektoren und Zeitzeugen teil.

Die Konferenz als Teil des Pilotprojekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ der Buchwissenschaft und des Programms „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung“ des Freistaates Sachsen wurde in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Künste (SAK), der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW) und dem Literaturhaus Leipzig durchgeführt und vom Verlag Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart unterstützt.

SIEGFRIED LOKATIS (Leipzig) dankte dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst für die Förderung und den Kooperationspartnern für ihre Unterstützung. Dann gab er bekannt, dass das Pilotprojekt in vier Tagen am 31. Oktober auslaufe und somit ein „bemerkenswert erfolgreiches, für die Buchstadt Leipzig in vieler Hinsicht zentrales und von breiter öffentlicher Anerkennung getragenes Projekt mitten in der Arbeit unterbrochen“ werde. GUNDULA SELL (Dresden), PIRMIN STEKELER-WEITHOFER (Leipzig) und WILFRIED KRÄTZSCHMAR (Dresden) bedauerten dies. Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Institutionen an der Konferenz funkele gleich einem Edelstein „in vielen Facetten und ein neues gemeinsames Ganzes entsteht.“ (Sell) Das Projekt könne weder zum Abschluss geführt, noch die Ergebnisse in angemessener Form veröffentlicht werden. Das bedeute „im Ganzen eine Beschädigung für den Verlags- und Wissenschaftsstandort Leipzig mit nicht abzuschätzenden Auswirkungen.“ (Krätzschmar) Es sei zu hoffen, dass das Reclam-Projekt über das „Mittel-Ende“ hinaus zu einem Abschluss geführt werden könne. (Stekeler-Weithofer) Inzwischen konnte eine Fortsetzung des Projekts in Aussicht gestellt werden.

Am Vorabend der Konferenz moderierte MICHAEL HAMETNER (Leipzig) eine Veranstaltung der Reihe „Bücher, Mythen und Verlage“ über REINER KUNZEs (Obernzell-Erlau) Gedichtsammlung „Mein Wort – ein weißer Vogel“, die im Dezember 1961 im Reclam-Verlag (RUB 8988/89) erschienen ist. Das Gespräch zwischen Reiner Kunze, INGRID SONNTAG (Leipzig) und Lektor HUBERT WITT (Leipzig) über die Entstehungsgeschichte der in Vergessenheit geratenen Anthologie und ihre Rolle im kulturpolitischen System der DDR führte auch zu eindrucksvollen persönlichen Auskünften des Autors.

In welch vorzüglicher Weise die RUB und der Reclam-Verlag geeignet sind, die kulturelle, politische und wirtschaftliche Teilung, die besondere Entwicklung in Ost- und Westdeutschland im Kalten Krieg und die Überwindung von deren Folgen wissenschaftlich zu untersuchen und in einen interdisziplinären Forschungsverbund mit anderen geistes-, kunst- und sozialwissenschaftlichen Fächern zu stellen, spiegelten zwei Referate, diverse Vorträge und das Panel über den Musikwissenschaftler Eberhardt Klemm wider.

WOLFGANG EMMERICH (Bremen) setzte sich in seinem Eröffnungsreferat mit der Frage auseinander, wie „sich eine traditionsreiche Taschenbuchreihe aus einem ebensolchen Verlag unter den Bedingungen der deutschen Teilung im Verlauf von vier Jahrzehnten auf dem Feld einer einzelnen Gattung, nämlich der Lyrik verändert“. Emmerich führte aus, dass die „offen deklarierten oder auch unausgesprochenen Gründungsmythen“ zu „zwei recht unterschiedlichen Programmen“ in Leipzig und Stuttgart geführt hätten. 1964 sei die Leipziger RUB zum Zentrum des „Leselands“ DDR erklärt und unter die Parole „Kunst ist Waffe“ von Friedrich Wolf gestellt worden. Der Leipziger Verlag habe diesen dogmatischen Anspruch stets auch unterlaufen. Emmerich kommt zu dem Schluss, dass sowohl die Leipziger als auch die Stuttgarter RUB „entscheidend zu Prozessen der Etablierung, Popularisierung und schließlich auch Kanonisierung bestimmter Lyriklinien der Moderne und der jeweiligen Gegenwart“ beigetragen hätten. Das Lyrikprogramm von Reclam Leipzig mit seinem „klaren Schwerpunkt auf der landeseigenen, der DDR-Lyrik“ würde sich seit den 1970er Jahren besonders deutlich von den Stuttgarter Editionen unterscheiden. Differenzen ließen sich zuvor schon „bezüglich einiger Lyriker der Jahrhundertwende 1900, der Klassischen Moderne und der Avantgardebewegungen“ verzeichnen. Während die Moderne-Akzeptanz bei Reclam Stuttgart insgesamt eher zögernd, den Marktbedingungen entsprechend und „ohne Vorreiterfunktion“ verlaufen sei, wäre Reclam Leipzig zu einem Initiator einer Etablierung der literarischen Moderne (einschließlich links orientierter Avantgarden aus Russland resp. der frühen Sowjetunion, aus Frankreich und dem revolutionären Deutschland) geworden.

Während Wolfgang Emmerich in dem Referat Methoden der Verlagsgeschichtsschreibung und der Literaturgeschichte zusammenführte, nahm BALA VANKAT MANI (Wisconsin) eine neue Definition des Begriffs Weltliteratur vor. Weltliteratur sei ein „geistiges Ideal, literarischer Ansatz, Klassifizierungssystem, interaktiver Denkraum, kosmopolitische Behauptung und bildungspolitische Institution“. Er bezog sich auf 13 Werke aus dem indischen Sprachraum, die seit 1961 in der Leipziger RUB erschienen sind: von der klassischen Tradition im Sanskrit bis zur soziopolitischen Moderne in Hindi, von Kalidasa bis Premtschand, dem wichtigsten Literaten der indischen Moderne. Eher als „Zufallspublikationen“ entstanden, hätten sich die indischen Titel als ausgesprochen verdienstvoll erwiesen. Besonders herausgestellt wurde die von Margot Gatzlaff (Frohburg) übersetzte Sammlung „Vom Blumenlager der Prinzessin Tschandrawati. Indische Volksmärchen aus Mauritius“ (1979, RUB 810). Eine solche Anthologie gebe es in keiner anderen europäischen Sprache. Die Einzigartigkeit der RUB liege für den Leser darin, „mit der Andersheit der Anderen zurechtzukommen und die kulturelle Vielfalt der Menschheit zu erfahren.“

In den Vorträgen und Statements der Fachlektoren – Hubert Witt, HELGA BERGMANN (Leipzig), BARBARA FLEISCHHAUER (Halle/Sa.), LEONHARD KOSSUTH (Berlin) – und Herausgeber und Autoren – Reiner Kunze, JAN-GERRIT BERENDSE (Cardiff), MATTHIAS BRAUN (Berlin), FRITZ MIERAU (Berlin), JENS KIRSTEN (Weimar) und STEFFEN DIETZSCH (Berlin) – wurde in Einzelanalysen der Kanon der (Welt-)Literaturen in der RUB beleuchtet. Die besondere Qualität der Vorträge bestand darin, dass Peritexte der nicht mehr auf dem Markt vorrätigen Reihe bereitgestellt wurden.

WILHELM G. JACOBS (Eichenau) gab zu bedenken, dass in Diktaturen unter Ausnutzung offizieller Strukturen viel unternommen und gesagt werden konnte, ohne „das verordnete sakrosankte System“ in Frage zu stellen. Wenn die Autoren daran etwas ändern wollten, hätten sie nachweisen müssen, „dass die Klassiker des Systems falsch verstanden sind“. Das sei klug und wenig gefahrvoll zu erreichen, wenn auf die Geschichte des Systems eingegangen und der Nachweis erbracht wird, „dass der unantastbare Autor an dieser oder jener Stelle sich auf einen oder mehrere andere Autoren bezogen hat, folglich diese Stelle anders als bislang angenommen zu interpretieren“ sei. Mit einer „geschickten“ Inszenierung könne das System verändert werden, ohne dessen „zeitlose Geltung in Frage zu stellen“.

Archivgestützte Forschungen und neue Fakten über Verlagsleiter, Prokuristen und Fachlektoren wurden von CARMEN LAUX (Leipzig) insbesondere über die Prokuristin Hildegard Böttcher und den Treuhänder Hermann Obluda und von Ingrid Sonntag über den Cheflektor und langjährigen Verlagsleiter Hans Marquardt präsentiert.

Die Panels – moderiert von Michael Hametner, THORSTEN AHREND (Göttingen), CHRISTOPH LINKS (Berlin), ELI FRANCO (Leipzig) und Siegfried Lokatis – befassten sich mit den Auswahlpraktiken – „Nicht immer von der Zensur gelenkt, sondern oft genug dem Zufall unterworfen“ (Witt) –, der Rolle von Anthologien als „Türöffner“ (Witt), den Gestaltungsräumen der Fachlektoren – „Der althergebrachte Auftrag Reclams erschien uns zu eingeengt“ (Bergmann) – sowie mit der Konkurrenz unter den ostdeutschen Verlagen – „Volk und Welt musste in nationalliterarischen Aspekten, Reihen und Gesamtausgaben denken, Reclam konnte lockerer etwas zwischenschieben“ (Kossuth) – und mit Fragen nach Impulsgebern für neue Titel und der Auswahl von Gutachtern.

Der methodische Ansatz von Fritz Mierau, wonach die „Attraktion des Seriellen“ bei Reclam ihn als Slawisten zur „beherzten Grenzgängerei“ über Gattungsgrenzen, Grenzen zwischen Gegenstand und Person und den Philologien hinweg geführt habe,[1] wurde am Beispiel des Musikwissenschaftlers Eberhardt Klemm wieder aufgenommen. In der Abschlussveranstaltung über den „Kreis um Eberhardt Klemm und Uwe Johnson“ (ursprünglich geplant als Teil des Kolloquiums „Musik im geteilten Deutschland. Die musikästhetischen Schriften im Leipziger Reclam-Verlag“ im Juni 2012) verwies MANFRED BIERWISCH (Berlin) auf Klemms „Lust des Vermittelns“ außerhalb der Universitäten. Im Panel diskutierten Bierwisch und die Musikwissenschaftler DETLEF ALTENBURG (Weimar) und FRANK SCHNEIDER (Berlin), Lektorin Barbara Fleischhauer und der Komponist STEFFEN SCHLEIERMACHER (Leipzig) darüber, wie es gelingen konnte, unter den kulturpolitischen Verhältnissen der DDR und „zur Unliebe der Kulturfunktionäre“ der neuen Musik „aus dem Gebot der Vernunft“ zu Sprache zu verhelfen. Diskutiert wurde auch das Verhältnis von Autonomie und Heteronomie in der Musik Ost- und Westdeutschlands sowie Fragen nach den unterschiedlichen ästhetischen Konzepten von Schönberg und Eisler und zur Blochschen Theorie von der „Ungleichzeitzeitigkeit verschiedener Avantgarden“.

Die Konferenz hat die kultur- und wissenschaftspolitische Bedeutung der Überlieferungen des Leipziger Reclam-Verlages für die historische Aufarbeitung bekräftigt.

Ein Forschungsdesiderat stellt, neben Untersuchungen zum englischsprachigen Programm und zu den Altertumswissenschaften, vor allem die kritische Untersuchung der siebenbändigen Reihe “Kunst und Literatur im antifaschistischen Exil 1933–1945“ dar. Diese Forschungen sind unverzichtbarer Teil der Verlagsgeschichte, handelt es sich doch bei der „Exilreihe“ um eine Gemeinschaftsarbeit zwischen Akademie der Wissenschaften der DDR/Zentralinstitut für Literaturgeschichte und der Akademie der Künste der DDR und damit um ein Gemeinschaftsprojekt des Verlages mit den führenden Wissenschafts- und Kultureinrichtungen Ostdeutschlands. Die Fokussierung auf die Umbruchs- und Krisenpunkte in der NS-Herrschaft und im 2. Weltkrieg verspricht neue Erkenntnisse über den Umgang maßgeblicher Akteure im literarischen Feld beim kollektiven Umbau des Kanons.

Das universelle Verlagsprogramm empfiehlt sich für weiterführende Forschungen in den wissenschaftsgeschichtlichen Bereichen der Musikwissenschaft, Philosophie, Pädagogik, Religion, Kunstwissenschaft sowie für Forschungen zur Sächsischen Wirtschaftsgeschichte. Felder und Potenzial für künftige interdisziplinäre Forschung liegen unter anderem in Untersuchungen zum Lektürefundus in Schulen und Hochschulen und der Rolle des Buches im multimedialen Zeitalter.

Konferenzübersicht:

1. Gespräche und Lesungen „Bücher, Mythen und Verlage“
Wiedergefunden: Mein Wort – ein weißer Vogel. Junge deutsche Lyrik
Panel - Michael Hametner: Reiner Kunze, Hubert Witt, Ingrid Sonntag

2. Begrüßungen
Siegfried Lokatis
Gundula Sell (Referentin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst)
Pirmin Stekeler-Weithofer (Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig)
Wilfried Krätzschmar (Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste)

3. „Deutsche Literatur auf getrennten Wegen“

Wolfgang Emmerich: Deutsche Lyrik auf getrennten Wegen

Gerrit-Jan Berendse: Ein Wolf im Schafspelz. Über Akte Endler

Matthias Braun: Erwin Strittmatters Bücher bei Reclam

Panel - Thorsten Ahrend: Gerrit-Jan Berendse, Matthias Braun, Wolfgang Emmerich, Peter Geist, Eyk Henze, Hubert Witt

4. „Literatur aus der Alten und der Neuen Welt“

Fritz Mierau: Russen in der RUB

Helga Bergmann: Frankreich und Spanien in der RUB

Jens Kirsten: Lateinamerika in der RUB

Panel - Christoph Links: Helga Bergmann, Jens Kirsten, Leonhard Kossuth, Carlos Marroquin, Fritz Mierau

Bala Venkat Mani: Indien in der RUB

Panel - Eli Franco: Margot Gatzlaff, Bala Venkat Mani, Horst Möller

5. „Philosophie im Kalten Krieg“

Steffen Dietzsch: Als Herausgeber bei Reclam in Leipzig – im „Freihafen der Philosophie“

Wilhelm G. Jacobs: Philosophie im kalten Krieg oder über Bomben und Bücher

Panel - Siegfried Lokatis: Steffen Dietzsch, Wilhelm G. Jacobs

6. „Personalia“

Carmen Laux: Über Hermann Obluda, Hildegard Böttcher, Fritz Lessig, Gerhard Keil und Kurt Bessiger

Ingrid Sonntag: Suchbild Hans Marquardt

Hubert Witt: Über Jürgen Teller

Panel - Siegfried Lokatis: Carmen Laux, Ingrid Sonntag, Hubert Witt

7. „Der Kreis um Eberhardt Klemm und Uwe Johnson“

Manfred Bierwisch: Eberhardt Klemm und sein Kreis

Panel - Frank Schneider: Detlef Altenburg, Manfred Bierwisch, Barbara Fleischhauer, Steffen Schleiermacher

Anmerkung:
[1] Mierau weiter: Unter dieser Voraussetzung seien Bücher wie Erweckung des Wortes (1987) und Russen in Berlin (1987) zustande gekommen, nur so sei es für einen Slawisten möglich gewesen, „mit der Franz-Jung-Auswahl Der tolle Nikolaus (gemeinsam mit Cläre Jung, 1980) in das germanistische Gebiet einzubrechen.“

ZitierweiseTagungsbericht ’Eine einzigartige Bibliothek der Weltliteratur‘ Reclams Universal-Bibliothek im Leipziger Reclam-Verlag 1945–1990. 25.10.2012–26.10.2012, Leipzig, in: H-Soz-Kult, 04.01.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4594>.

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