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8. Workshop Historische Spanienforschung

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Martin Baumeister / Arndt Brendecke, LMU München; Christian Windler, Universität Bern
Datum, Ort:14.09.2012–16.09.2012, Kochel am See

Bericht von:
Linda Erker, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
E-Mail: <linda.erkerunivie.ac.at>

Der achte Workshop zur Historischen Spanienforschung fand vom 14. bis 16. September 2012 in Kochel am See statt. Er wurde von Martin Baumeister (München), Arndt Brendecke (München) und Christian Windler (Bern) organisiert. Ohne die finanzielle Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung und der Ludwig-Maximilians-Universität München, wäre es nicht möglich gewesen, die Veranstaltung auch erfolgreich durchzuführen, ihnen gebührt ein besonderer Dank.

Wie bereits 2005, im ersten Workshop dieser nun bereits gut etablierten Reihe, war es auch dieses Jahr das Ziel, Nachwuchswissenschaftler/innen und bereits etablierte deutschsprachige und spanische Wissenschaftler/innen aus dem Bereich der Spanienforschung zu einem fachlichen Austausch in die Georg-von-Vollmar-Akademie einzuladen. Die Präsentationsthemen erstreckten sich von der mittelalterlichen Forschung bis in die aktuellste Zeitgeschichte Spaniens. Sie zeigten die enorme Bandbreite, die unterschiedlichen Perspektiven und Tendenzen der aktuellen Projekte in Deutschland, der Schweiz und erstmals auch in Österreich auf.

Die erste Sektion drehte sich um „Selbst- und Fremdwahrnehmung“ auf der Iberischen Halbinsel. In ihrem Eröffnungsvortrag widmete sich die Mediävistin CLAUDIA VALENZUELA (Hamburg) der Frage nach dem konkreten Wissen von Christ/innen über den Islam, ihren Fokus legte sie hier auf den Norden der Halbinsel zur Zeit des Hohen Mittelalters. Ihre Untersuchungen richtete sie vor allem auf die Rezeption und Verbreitung dieses Wissens. Vor dem Hintergrund zweier hagiografischer Textquellen zeigte sie die methodische Problematik der heutigen Deutung von mittelalterlicher Wahrnehmung auf. Valenzuelas Arbeit möchte einen Beitrag zur Erforschung der Vorstellungen, der Konzepte und Deutungsmuster des Islams in den christlichen Reichen leisten und kommt zum Schluss, dass es eine minimale Verbreitung von klaren Vorstellungen über den Islam gab und Christ/innen eine ambivalente Haltung ihm gegenüber einnahmen. Eine sich durch weite Teile des Workshops ziehende Diskussion nahm hier ihren Anfang und drehte sich um die Begrifflichkeiten und Konzepte der „Wahrnehmung“ und des „Wissens“. Eine Überlegung in jeder Forschung sollte es sein, so der Tenor der Diskussion, verstärkt der Frage nach der „Deutung“ und dem „Diskurs“ nachzugehen, da „Wahrnehmung“ doch eine schwer zu untersuchende Kategorie sei.

Auch im zweiten Vortrag ging es um die Frage nach dem „Anderen“. PEDRO MARTÍNEZ GARCÍA (Bayreuth / Valladolid) widmet sich in seinem Projekt Berichten von Reisenden in die „Neue Welt“. Sein Ziel ist es, die Entwicklung des Blickes auf das „Fremde“ anhand der Schriften von Ruy González de Clavijo, Hieronymus Münzer, Christoph Kolumbus, Amerigo Verspucci und Giovanni da Verrazzano zu dokumentieren. Martínez García reflektierte in seinem Vortrag zunächst das theoretische Konzept der Alterität bei Emmanuel Lévinas. Ausgehend davon unterschied er das Motiv des „bekannten Fremden“. Als Beispiel hierfür nannte er Erzählungen über fremde Städte, die der Leserschaft aber durchaus bekannt vorkommen, obwohl sie die Orte nie bereist hat. Dem gegenüberstehend sieht Martínez García das „unbekannte Fremde“, etwas radikal Neues für die Reisenden, ohne jeden Bezugspunkt, weder für sie noch für ihre Leser/innen. An diese Überlegungen knüpfte er in seinem Referat die Frage nach den Unterschieden zwischen Beschreibungen mittelalterlicher Reisen und den Erzählungen jener, die erstmals den Atlantik überquerten, an.

Die zweite Sektion des Workshops trug den Titel „Kirche und Gesellschaft“. MONIKA FROHNAPFEL (Mainz) präsentierte ihre Studie zur Wahrnehmung von heterodoxen religiösen Frauen im frühneuzeitlichen Spanien. Sie stellte dar, dass nach dem Konzil von Trient der Fokus der Inquisitoren auf Abweichler/innen aus den eigenen Reihen lag, auf den „alten Christen“. Das vermeintlich religiös-deviante Verhalten von Frauen wurde oftmals durch ihre Nachbar/innen oder die eigene Familie denunziert, somit war die soziale Kontrolle von Seiten der Kirche allgegenwärtig. Die Gesellschaft selber legte die Kategorie „abweichend“ sehr unterschiedlich aus. Anhand von Akten von Glaubensprozessen aus Murcia und den Kanarischen Inseln geht Frohnapfel auch der Frage nach, ob die Sozialdisziplinierung, diese enorme Sozialkontrolle, ab einem gewissen Zeitpunkt mehrheitlich „von unten“ und weniger „von oben“ ausging. Mit der Beobachtung dieser Entwicklung lässt sich, so die Referentin, vor allem ein neues Bild der sozialen Netzwerke innerhalb der Inquisition zeichnen.

JULIAN KATZ (Marburg) und JONAS SCHIRRMACHER (München) blieben in ihrer Sektion der Frühen Neuzeit verschrieben. Katz eröffnete das Panel und referierte zu „Recht und Religion als Kriegs- und Interventionsbegründung“. Er zeigte auf, dass das Beginnen eines Krieges bereits in der Frühen Neuzeit eine öffentliche Rechtfertigung verlangte. Als Beispiele nannte er das Argumentationsmuster Elisabeths I. von England und ihres Gegenspielers Philipp II. im anglo-spanischen Krieg (1585-1604). Beide rekurrierten in öffentlichen oder für Veröffentlichung gedachten Erklärungen auf politische und religiöse Begründungen für den Krieg, wobei die interne Hierarchie dieser Leitkategorien unterschiedlich ausfiel. Jenseits der Differenzen arbeitete Katz heraus, dass die Idee des Schutzes fremder Untertanen und der Wiederherstellung einer althergebrachten „guten“ Ordnung Grundlage der von ihm verglichenen Argumentationsmuster war.

Im Mittelpunkt des Referates von Jonas Schirrmacher standen die Demandas de Libertat, Freiheitsgesuche von Sklav/innen vor valenzianischen Gerichten in den Jahren 1425 bis 1520. Schirrmacher zielt in seiner Arbeit darauf ab, den frühneuzeitlichen Freiheitsbegriff über die Quelle der Freiheitsgesuche in der „Alten Welt“ zu analysieren. Hierfür schilderte er Verfahren der Versklavung, den Alltag der Sklav/innen und fragte, auf welche Grundsätze und Vorstellungen die Sklav/innen rekurrierten, um gerichtlich ihre Freiheit einzufordern.

Die vierte Sektion war der spanischen Zeitgeschichte und Konstruktionen nationaler Identität gewidmet. OLIVER HOCHADEL (Barcelona) präsentierte seine Forschungen zu Atapuerca, dem „Zauberberg“. Hier wurden in den 1990er Jahren nahe Burgos die ältesten hominiden Fossilien Europas gefunden. Die Ausgrabungen verleiteten Wissenschaftler/innen wie Journalist/innen und große Teile der spanischen Öffentlichkeit zu Höhenflügen und kühnsten Vermarktungsstrategien. Hochadel zeichnete die rasante Entwicklung der Instrumentalisierung der Funde nach und reflektierte diese Ereignisse vor dem Hintergrund der aktuellen spanischen Erinnerungskultur. Schnell wurden die 1,2 Millionen alten Fossilien als der neue gemeinsame Ursprung und der Beginn der spanischen Geschichte dargestellt. Die angeblich neue Spezies, der Homo antecessor, zierte seitdem etliche Covers (populär-)wissenschaftlicher Publikationen. Im liberalen Modernisierungsdiskurs gilt Atapuerca dagegen als Beispiel für die nationalen Wissenschaftserfolge. Trotz dieser unterschiedlichen Lesarten kann das tief gespaltene Land durch die Indienstnahme der Ausgrabungen, so Hochadel, einen nationalen Konsens finden. Gerade das fehlende Konfliktpotenzial des „Unternehmens Atapuerca“ macht bis heute seinen Erfolg aus.

Im zweiten Vortrag der Sektion präsentierte MARTINA CLEMEN (Göttingen) erste Forschungsergebnisse ihres kulturgeschichtlichen Promotionsprojektes. Sie setzt sich mit den literarischen Kanonisierungs- sowie Dekanonisierungsprozessen im spanischen Bildungssystem seit 1931 auseinander. Clemen versteht Literatur als instrumentalisierbares und vor allem politisierbares kulturelles Erbe. Sie untersucht, zu welchem Zeitpunkt Werke aus dem Schulunterricht ausgeschlossen wurden bzw. wann Werke in den Lektürekanon aufgenommen wurden. In welcher Korrelation stand diese Entwicklung mit den politisch instabilen Zeiten in Spanien? Stark geprägt sieht Clemen diesen Prozess durch das Konzept der „politischen Generationen“, der Generación del 98, der Generación del 14 und der Generación del 36, die innerhalb ihrer Identitätsbildung als generationelle Einheit jeweils bestimmte soziale und moralische Werte mit dem literarischen Kanon verbanden.

Gewalt und Gewalterfahrung im Spanischen Bürgerkrieg standen im Mittelpunkt der fünften Sektion des Workshops. In einem Doppelvortrag stellten GIANMARIA ZAMAGNI (Münster) und TONI MORANT I ARIÑO (Münster) das im Exzellenzcluster der Westfälischen Wilhelms-Universität angesiedelte Projekt „Der Vatikan und die Legitimation der physischen Gewalt“ vor. Anhand bisher unzugänglicher vatikanischer Quellen untersuchen die beiden Referenten die Rolle des Heiligen Stuhls im Spanischen Bürgerkrieg. Sie betonten die religiösen Faktoren und Motivationen, die den Einfluss des Vatikans auf die Entwicklung des Krieges maßgeblich bestimmten. So befassen sie sich mit den Deutungsmöglichkeiten und Reaktionen auf die Castelgandolfo-Rede Papst Pius XI. vom 14. September 1936 und arbeiten heraus, dass die Haltung des Vatikans im Bürgerkrieg durch dessen ‚Angst‘ vor einer ‚Nazifizierung‘ des Neuen Spaniens auch nach 1939 zu begründen ist.

CARLOS COLLADO SEIDEL (Marburg) gewehrte anschließend einen Einblick in sein laufendes Projekt über die Biografie General Francos.[1] Seine aktuelle Analyse des Kampfes um die Erinnerung[2], die Untersuchung des nostalgischen Gedenkens an Franco sowie ein Überblick über die sehr unterschiedlichen Biografien über den Caudillo werden auch in seinem bald erscheinenden Buch ausführlich Raum finden. Collado Seidel zeigte auf, dass Franco nach wie vor als strenger Herrscher, nicht aber von allen als Diktator gesehen wird. Noch lebendig in Erinnerung sind die hitzigen Debatten um die Skizze Francos im monumentalen biografischen Lexikon der Königlich Spanischen Akademie. Bis in die deutschsprachigen Medien hinein wurde dieser Eintrag kritisch besprochen. Als eine der wichtigsten Gegenstimmen zu dieser Hagiografie sieht Collado Seidel die Veröffentlichung En el combate por la historia[3], ein kürzlich erschienener Sammelband renommierter Wissenschaftler/innen. Es kann nur gespannt auf Collado Seidels weitere Ausführungen zur Rolle des Spanischen Bürgerkriegs als permanenter Referenzpunkt in der Befassung mit Francos Wirkungsgeschichte und zur Nationalisierung der spanischen Historiografie gewartet werden.

BIRGIT ASCHMANN (Berlin) führte den Workshop zeitlich gesehen wieder zurück zur Schnittstelle zwischen Ancien Régime und Moderne. Goyas Schaffensperioden und sein Werk verortete Aschmann im historischen Kontext der Sattelzeit. Vor dem Hintergrund von Absolutismus und Aufklärung zeichnete sie Goya als philosophischen, aber vor allem, und das betonte sie, als ersten politischen Maler. Anhand der druckgrafischen Serie Los Caprichos und anderer ausgewählter Werke zeigte sie die kritischen aber durchaus auch opportunistischen Perspektiven Goyas, in denen sich, das 19. und 20. Jahrhundert bereits vorwegnehmend, die Ambivalenz der Moderne spiegele.

FLORIAN EITEL (Fribourg) führte seine Forschungen im Panel „Soziale Bewegungen und Protest” zum Cantón de Cádiz näher aus. Mit dem Einmarsch der Truppen Generals Pavía war der Aufstand in Cádiz im August 1873 nach nur 16 Tagen niedergeschlagen und das föderale Experiment gescheitert. Eitel beurteilt diese Aufstände gegen den Strom der traditionellen Historiografie und sieht in ihnen durchaus eine repräsentative Erscheinung der ersten Phase des europäischen Anarchismus. Neben Cádiz erhoben sich auch anderen Städte Südspaniens und der Levante. Der angestrebte Föderalismus war hier ein verbindendes Element der sozialistischen, republikanischen und anarchistischen Kultur und so plädierte Eitel dafür, deren gemeinsame Erfahrungsräume bereits in den Jahren vor den Aufständen auch in der Forschung verstärkt zu beachten.

Wer waren die Akteur/innen in der demokratischen Zivilgesellschaft in Barcelona zur Zeit des Spätfranquismus? FLORIAN MUSIL (Wien) versucht in seinem Dissertationsprojekt mit Hilfe von Zeitzeug/inneninterviews, Akten der Geheimpolizei und anderer Zeugnisse der antifranquistischen sozialen Bewegungen in Katalonien, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Die mannigfaltigen katalanischen Opfernarrative unter Franco sieht er als das verbindende Element der Aktivist/innen. Sie kamen aus sehr unterschiedlichen politischen Lagern und bildeten nichtsdestotrotz gemeinsam die antifranquistische Bewegung Barcelonas. Die transición, die neue Zivilgesellschaft und das demokratische Bewusstsein Spaniens, speziell Kataloniens, wurde mehrheitlich durch die gesellschaftliche Basis und nicht von den demokratischen Oppositionsparteien oder den gemäßigten Franquisten vorangetrieben, so Musils Kernthese des Vortrages.

Zum Abschluss der Tagung referierte ANNA PELKA (München) zu ihrem jüngsten Projekt. Sie untersucht die Strategien und Logik der Stadtentwicklung in Spanien in den Jahren 1950 bis 1980. Pelka geht von einem Typus der „europäischen Stadt“ aus und verfolgt das Ziel, die Spezifika der „südeuropäischen Stadt“ herauszuarbeiten. Vergleichend erforscht sie die informellen Siedlungen von Arbeitsmigrant/innen, sogenannte barracas oder chabolas, der beiden Metropolen Barcelona und Madrid. In Folge der Agrarkrise erlebten die beiden Städte nach dem Bürgerkrieg einen immensen Zuwachs durch Landarbeiter/innen, die sich an der städtischen Peripherie ansiedelten. Die Phasen und Formen dieses informellen urbanen Wachstums sowie die Reaktionen vom Staat und anderer Akteure (wie Architekten und Stadtplaner) und deren Motive stehen im Zentrum der komparativen Studie, die darauf abzielt, unterschiedliche und gemeinsame Urbanisierungstraditionen herauszuarbeiten.

Die Bandbereite der präsentierten Themen, die Intensität des Austausches und die Möglichkeit, das eigene Forschungsprojekt in einer Runde von Fachkolleg/innen auf Augenhöhe und über Epochen- und Disziplingrenzen hinaus zu diskutieren, wurde in der Abschlussdiskussion von allen Teilnehmer/innen als einzigartig und vor allem als ein must-have auch für die kommenden Jahre betont. Deshalb gilt es zu hoffen, dass auch in den nächsten Jahren Geldgeber/innen gefunden werden, die diesen Austausch weiter ermöglichen.

Konferenzübersicht:

Christian Windler (Bern)/ Arndt Brendecke (München): Begrüßung

Sektion 1: Identitäten und Alteritäten
Moderation: Arndt Brendecke (München)

Claudia Valenzuela (Hamburg): Wahrnehmungen vom Islam: fides saracenorum - Das Wissen über den Islam im Norden der Iberischen Halbinsel

Pedro Martínez García (Bayreuth/ Valladolid): Reisebeschreibungen und die Wahrnehmung des Fremden vom Spätmittelalter bis in die Frühe Neuzeit

Sektion 2: Kirche und Gesellschaft
Moderation: Diego Navarro Bonilla (Madrid)

Monika Frohnapfel (Mainz): Die Nachbarn wachen über den Glauben - Wahrnehmung von heterodoxen religiösen Frauen im frühneuzeitlichen Spanien

Sektion 3: Recht und Herrschaft
Moderation: Christian Windler (Bern)

Julian Andreas Katz (Marburg): Recht und Religion als Kriegs- und Interventionsbegründung während des anglo-spanischen Krieges (1585-1604)

Jonas Schirrmacher (München): Demandas de Libertat. Sklavenbefreiung als Praxis der Frühen Neuzeit

Sektion 4: Konstruktionen nationaler Identität
Moderation: Sören Brinkmann (Erlangen-Nürnberg)

Oliver Hochadel (Barcelona): Der Zauberberg. Atapuerca und der neue Beginn der spanischen Geschichte

Martina Clemen (Göttingen): Literarische Kanonisierung und Nation-Building in Spanien. Politische Generationen im Spiegel ihrer Schullehrwerke

Sektion 5: Gewalt und Gewalterfahrung im Spanischen Bürgerkrieg
Moderation: Birgit Aschmann (Berlin)

Gianmaria Zamagni/ Toni Morant i Ariño (Münster): Der Vatikan und die Legitimation physischer Gewalt im Spanischen Bürgerkrieg, 1936-1939

Carlos Collado Seidel (Marburg): Der Bürgerkrieg als Referenz. Zur Konstruktion und historiographischen Deutung der Biographie General Francos

Vortrag: Birgit Aschmann (Berlin): Goyas Perspektiven auf das 19. Jahrhundert

Sektion 6: Soziale Bewegungen und Protest
Moderation: Till Kössler (Bochum)

Florian Eitel (Fribourg): Der Cantón de Cádiz (Jul.-Aug. 1873) im Zusammenhang mit der entstehenden Anarchismusbewegung in Europa

Florian Musil (Wien): Die antifranquistischen Bewegungen in Barcelona während des Spätfranquismus: von einer politischen und sozialen Opferidentität zu den Begründern einer neuen demokratischen Zivilgesellschaft

Sektion 7: Modernisierungskräfte und politische Erneuerung im Franco-Regime
Moderation: Till Kössler (Bochum)

Anna Pelka (München): Strategien und Logik der Stadtentwicklung in Spanien am Beispiel Madrids und Barcelonas 1950-1975

Abschlussdiskussion: Neue Perspektiven der Historischen Spanienforschung im deutschsprachigen Raum
Moderation: Christian Windler (Bern)/ Arndt Brendecke (München)

Anmerkungen:
[1] Seine Forschungsergebnisse sollen noch 2012 im Kohlhammer Verlag erscheinen.
[2] Walther L. Bernecker/ Sören Brinkmann, Kampf der Erinnerungen, Der Spanische Bürgerkrieg in Politik und Gesellschaft 1936-2006, Nettersheim 2006.
[3] Ángel Viñas (Hrsg.), En el combate por la historia, La República, la Guerra Civil, el Franquismo, Barcelona 2012.

ZitierweiseTagungsbericht 8. Workshop Historische Spanienforschung. 14.09.2012–16.09.2012, Kochel am See, in: H-Soz-Kult, 12.11.2012, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4461>.

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