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HT 2012: Gab es den Wertewandel?

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD); Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD)
Datum, Ort:25.09.2012–28.09.2012, Mainz

Bericht von:
Anna Kranzdorf, Historisches Seminar, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
E-Mail: <kranzdorfuni-mainz.de>

„Gab es den Wertewandel?“ lautete der leicht provokante Titel der von Bernhard Dietz, Christopher Neumaier und Andreas Rödder organisierten Sektion, der zugleich die Leitfrage derselben benannte. Nicht zuletzt vermutlich wegen einer in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte geführten Debatte über die Tragfähigkeit sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse für die Geschichtswissenschaft[1] stieß die Sektion auf großes Interesse, so dass zu Beginn der Raum gewechselt werden musste, um die gut 200 Besucher unterzubringen.

ANDREAS RÖDDER (Mainz) begann seine Einführung mit einer Vorstellung der soziologischen Wertewandelsforschung in den 1970er-Jahren. Ausgangspunkt war das Buch „The silent revolution“ des US-amerikanischen Politologen Ronald Inglehart. Darin proklamierte dieser, dass in allen westlichen Ländern eine Verschiebung von materialistischen zu post-materialistischen Werten stattgefunden habe. Der Speyerer Soziologe Helmut Klages kam zu einem ähnlichen, wenn auch etwas differenzierteren Befund als Inglehart. Nach Klages hätten sich Werte von Pflicht- und Akzeptanz- zu Freiheit- und Selbstentfaltungswerten verschoben. Einig sei man sich bis heute im Befund, dass von den mittleren 1960er- bis in die mittleren 70er-Jahre ein Wertewandlungsschub zu Lasten sogenannter „bürgerlichen Werte“ stattgefunden habe.

Anschließend widmete sich Rödder der Frage, wie der Historiker mit solchen sozialwissenschaftlichen Befunden umgehen solle. Dabei gebe es zwei Extreme: zum einen die unkritische Übernahme, zum anderen die Entlarvung als narrative Konstrukte und die daran anschließende Nichtbeachtung. Rödder plädierte dafür bei der historischen Analyse zwei Ebenen zu unterscheiden: Die Beobachtung erster Ordnung, die die Befunde der Sozialwissenschaft in den Blick nimmt, und die Beobachtung zweiter Ordnung, die die Befunde der Sozialwissenschaft als zeitgenössische Selbstzuschreibung betrachtet. Dabei könne die Beobachtung zweiter Ordnung die Beobachtung erster Ordnung nicht ersetzen, aber stets dazu anstiften, sie kritisch zu reflektieren. Ein Beispiel für einen solchen Umgang mit sozialwissenschaftlichen Befunden ist die Mainzer Historische Wertewandelsforschung, deren Konzeption Rödder im Folgenden vorstellte. Werte sind dabei eine streng wertfreie Analysekategorie, die als „allgemeine und grundlegende normative Ordnungsvorstellungen, die für das Denken, Reden und Handeln auf individueller und kollektiver Ebene Vorgaben machen und die explizit artikuliert oder implizit angenommen werden“, definiert werden. Dabei machen Widerspruch und Kontroversen Grenzverschiebungen sichtbar, so dass sich Wertewandel bestimmt „durch die Differenz zwischen dem zu zwei Zeitpunkten Sagbaren bzw. Sanktionierten“. Die Historische Wertewandelsforschung gehe dabei verschiedenen Leifragen nach, beispielsweise wann, wie, wodurch und warum sich kollektive Wertsysteme ändern. Darüber hinaus soll auch der Leitfrage der Sektion nachgegangen werden, ob es den Wertewandel um 1970 gab oder ob alternative Entwicklungsmuster zu erkennen sind. Hierfür sei eine diachrone Langzeitperspektive von Bedeutung. Eine der Hauptaufgaben des Projekts sei es zu untersuchen, wie sich (kulturelle) Werte, soziale Praxis und institutionelle Strukturen in Wertewandelsprozessen zueinander verhalten. Hierfür wurde mit diskursanalystischen und qualifizierend hermeneutischen Verfahren eine genuin historisch-methodische Herangehensweise gewählt. Methodische Anknüpfungspunkte finde die Historische Wertewandelsforschung neben der sozialwissenschaftlichen Wertewandelsforschung unter anderem auch in der sozialpsychologischen Rahmenanalyse, im Habituskonzept, der Mentalitätsgeschichte, der Historischen Semantik, dem Konzept der öffentlichen Meinung der Kommunikationswissenschaften und nicht zuletzt in der historischen Bürgertumsforschung.

Dieser thematischen und methodischen Einführung folgten vier empirische „Probebohrungen“, zwei zum Thema Werte und Familie in transnationaler Perspektive (USA und BRD), zwei zum Thema Werte und Arbeit in Sozialgruppen spezifischer Perspektive (Arbeiter und leitende Angestellte).

ISABEL HEINEMANN (Münster) stellte ihren Beitrag zu Familienwerten in den USA auch unter die Leitfrage der Sektion: Gab es in den USA überhaupt einen schubartigen Wertewandel oder war es eher ein langer Wandel während des gesamten 19. und 20. Jahrhunderts? Dafür untersuchte sie öffentliche Debatten in den 1960er- und 70er-Jahren zu den Themen Scheidung und Reproduktion. Ihr erstes Fallbeispiel war die Einführung der „no-fault divorce“ 1969. Dadurch wurden die Scheidungsprozesse deutlich beschleunigt, da kein Schuldiger am Scheitern der Ehe durch lange Prozesse gefunden werden musste. Dies wurde häufig als Ausdruck eines fundamentalen Wertewandels gedeutet hin zu Individualisierung und Pluralisierung. Heinemann relativierte diese Deutung, da eine Betrachtung in der Langzeitperspektive zeige, dass die „no-fault divorce“ in einen langfristigen Prozess der Säkularisierung und konstant steigenden Scheidungsraten eingebettet sei. Im zweiten Fallbeispiel widmete sich Heinemann den Debatten um reproduktive Kontrolle und das Recht auf Abtreibung. Trotz einer gewissen Liberalisierung sei das Thema Abtreibung umstritten geblieben, weswegen man nicht von einem generellen Wandel sprechen könne. Allerdings gebe es starke Unterschiede im Diskurs um Reproduktion bei weißen und nicht-weißen Frauen. Die Reproduktion weißer Frauen lag im nationalen Interesse und sollte gefördert werden, wohingegen bei nicht-weißen Frauen bis in die 1970er-Jahre Zwangssterilisationen durchgeführt wurden. Dass dieses Gesetz schließlich zurückgenommen und sich bei den betroffenen Frauen entschuldigt wurde, zeige jedoch, dass in Bezug auf „race“ ein Wandel stattgefunden habe. Ihre anfangs aufgestellte Frage beantwortete Heinemann zusammenfassend damit, dass ein Blick auf das gesamte 20. Jahrhundert dem Phänomen Wertewandel seine Dramatik und Singularität nehme. Es ließen sich vielmehr Wellenbewegungen des Wandels feststellen, so dass die Jahrhundertwende, die 1920er-/30er-Jahren und die 1960er-/70er-Jahre als Phasen eines verdichteten Norm- und Wertewandels beschrieben werden können. Debatten um Ehescheidung und Abtreibung als auch Familienwerte insgesamt seien in den USA stark ethnisch und sozial differenziert. Die Fragen nach Wertewandelsprozessen könnten also dazu beitragen soziale und ethnische Differenzierungen offenzulegen.

CHRISTOPHER NEUMAIER (Potsdam) ging in seinem Beitrag der Frage nach, inwiefern und in welchen Bereichen sich die Idealvorstellung von Familie in Westdeutschland in den 1960er-/70er-Jahren änderte und ob und in welcher Weise die Wandlungsprozesse mit sozialer Praxis und institutionellen Rahmenbedingungen korrelierten. Im politischen Diskurs zur Familie herrschte in den 1960er-Jahren noch ein statisches Verständnis von Familie vor. In den 1970er-Jahren aber nahmen „alternative Lebensformen“ zu und ein neues Verständnis von Familie prägte sich aus. Es verbreitete sich ein weiter gefasster Familienbegriff, bei dem die Eltern-Kind-Beziehung zum zentralen Merkmal wurde. Sozialwissenschaftler und Politiker nahmen beispielsweise Abstand von normativen Familienbegriffen wie „Halbfamilie“ für alleinerziehende Mütter. In einem nächsten Schritt überprüfte Neumaier, ob die Pluralität familialer Lebensformen ein Massenphänomen oder eine Randerscheinung war. Es gebe zwar zahlreiche Quellenfunde, die die neue Pluralität belegten, aber diese hätten keine Repräsentativität. Es handele sich nicht um eine radikale Pluralität, sondern um eine „Pluralität in Grenzen“. Dennoch habe das Thema Wandel der Familienwerte eine hohe Bedeutsamkeit und Reichweite, da diskursive Verhandlungen über den Wandel der Familienwerte in allen Milieus geführt wurden. Die „neuen Lebensformen“ bestimmten dabei den Diskurs. Insgesamt arbeitete Neumaier als Charakteristikum der 1970er-Jahre heraus, dass sich weniger die Sozialstruktur der Familie änderte als vielmehr der Diskurs über Familie. Bezüglich der Rolle der Frau brachte das neue Modell der „Doppelverdienerehe“ einiges in Bewegung. Veränderungen habe es vor allem bei jungen Leuten, Akademikern und Städtern gegeben, wohingegen Ehen auf dem Land und im katholischen Milieu eher traditionell ausgerichtet waren. Neumaier problematisierte und differenzierte allerdings diese Ergebnisse, da die Daten bereits in den 1950er-Jahren erhoben wurden. Das hieße aber, dass sich das Rollenverständnis bereits früher als von Inglehart und Klages behauptet änderte. Der Wandel des Sprechens über Familie, so resümierte Neumaier, sei also der zentrale Seismograph für sich anbahnende gesellschaftlich-kulturelle Veränderungsprozesse.

JÖRG NEUHEISER (Tübingen) begann seinen Vortrag mit der Einordnung des Wertewandels in der Arbeitswelt und seiner Wahrnehmung in der Forschung zur Geschichte der Arbeit. Es habe sich eine gängige Erzählung herausgebildet, dass Arbeit nicht mehr als Sicherung von Grundlagen und individueller Sinnstiftung in Verbindung gebracht würde, sondern nur noch die Möglichkeit darstelle, um emanzipatorische Forderungen zu erfüllen, also seine Freizeit zu finanzieren. In der Geschichtswissenschaft dominiere die pointierte Aussage von Andreas Wirsching „Konsum statt Arbeit“, die einen grundlegenden Wandel der Mentalität beschreibt. In einem zweiten Schritt zeigte Neuheiser die enge Verflechtung zwischen sozialwissenschaftlicher Demoskopie und politischen Institutionen bzw. Parteien auf. Die Umfragen selber waren, so Neuheisers These, Teil des Wandels, sie beeinflussten ihn und beschrieben teilweise etwas, das es nicht gab. Politische Debatten, Umfragen und Wertwandlungsprozesse standen somit in einer engen Wechselbeziehung. Als empirisches Beispiel zog Neuheiser schließlich die Plakat-Gruppe, eine oppositionelle IG Metall-Gruppe, aus dem Daimler-Benz-Werk in Stuttgart-Untertürkheim heran. Die Plakat-Gruppe setzte sich für Mitbestimmung und humane Arbeitsbedingungen ein. Dabei protestierte sie z.B. gegen die Rationalisierung von Arbeit, also gegen monotone Fließbandarbeit. Neuheiser arbeitete heraus, dass die Arbeiter im Daimler-Werk ein gewisses Facharbeiterethos vertraten, welches sich durch gute Qualifikation, Würde der Arbeit, Eigensinn des Arbeitens und Stolz auf Geleistetes auszeichnete. Das traditionelle Arbeitsethos änderte sich also durch die betrieblichen Umbrüche nicht, sondern es wurde durch sie herausgefordert und somit verändert. Neuheiser resümierte, dass die Analyse der historischen Praxis Einblicke auch in implizite und fest verankerte Wertvorstellungen erlaube, die in Umfragen nicht erfasst werden können. Dadurch scheine eine langlebige Logik der „guten Arbeit“ auf, die in Verbindung mit Analysen zur Entstehung der Wertewandelsstudien die Einordnung des Wandels der Arbeitseinstellungen in einen Wertewandlungsschubs zwischen 1965 und 1975 problematisch mache. Es handle sich im Bereich der Arbeit mehr um langlebige Wertvorstellungen und ein Wechselspiel zwischen semantischen Verschiebungen und „gelebten Arbeitsvorstellungen“.

BERNHARD DIETZ (Mainz) nahm in seinem Beitrag die leitenden Angestellten in den Fokus, eine Gruppe die von der Forschung bisher kaum untersucht worden ist. Die Zahl dieser Gruppe hatte in den 1970er-Jahren deutlich zugenommen und die Frage, wer die leitenden Angestellten seien, den öffentlichen Diskurs bestimmt. Für Dietz bietet die Debatte um die leitenden Angestellten einen Schlüssel zur empirischen Erforschung des Wertewandlungsschubes. Und so fragte er überspitzt: „Leitende Angestellte: Leistungselite oder Postmaterialisten?“ Durch Tertiärisierung und Bildungsexpansion, durch Internationalisierung und Auflösung traditioneller Unternehmensstrukturen war die Zahl der leitenden Angestellten in den 1970er-Jahren deutlich gestiegen. Die Universität wurde das neue Rekrutierungsfeld der Unternehmen für ihre leitenden Angestellten. Bei den Debatten um das Betriebsverfassungsgesetz und dem Mitbestimmungsgesetz traten die leitenden Angestellten ins öffentliche Interesse. Da sie Verantwortung wie Unternehmer inne hatten, rechtlich aber Angestellte waren, kam der „dritten Kraft“ eine Sonderstellung zu. Ihre Sonderstellung rechtfertigten sie mit einem spezifischen Leistungsethos, das Werte wie Selbstständigkeit, Leistung und Verantwortung beinhaltete. Parallel kam es zu einem Umbruch im Führungsstil: der Wirtschaftswundermanager, der das Unternehmen in militärischem Stil leitete, hatte ausgedient. Der neue Manager musste differenziertere Talente aufweisen wie soziale Anpassungsfähigkeit und vor allem Kreativität. Zusammenfassend hielt Dietz fest, dass es keinen linearen Wandel von materialistischen zu postmaterialistischen Werten gebe. Die leitenden Angestellten seien stolz auf ihre Identifikation mit dem Betrieb, ihre hohe Arbeitsmoral und ihren Individualismus gewesen. Dieses traditionelle Arbeitsethos hätte sich mit neuen Arbeitswerten wie Flexibilität, Mobilität und Kreativität verbunden. Für Dietz gilt es die Frage nach dem Wertewandel mit dem Formwandel des Kapitalismus in den 1970er-Jahren zu verbinden.

Nachdem LUTZ RAPHAEL (Trier) die einzelnen Beiträge noch einmal pointiert zusammengefasst hatte, stellte er zwei Grundtendenzen in den Beiträgen heraus: Wertewandel werde unterschiedlich konstruiert und dekonstruiert. Für Heinemann und Neuheiser stünden die Rhythmen des Wandels nicht zwingend in Verbindung mit dem Wertewandel. Neumaier und Dietz stünden dem Wertewandel zwar auch skeptisch gegenüber, versuchten aber ihn produktiv weiter zu denken und verwendeten das statistische Material, bewerten es aber historisch neu. Allerdings seien sich alle einig – und dies fand auch die Zustimmung des Kommentators –, dass die 1960er/70er-Jahre eine Zeit des verdichteten „Culture War“ sei. Vor allem im Bereich der Familienwerte könne man den verdeckten Akteur, das „religiöse Feld“, noch stärker in den Blick nehmen, welches nämlich eine bewusste Bekämpfung des Wertewandels betrieb. Seinen Kommentar schloss Raphael mit fünf Präzisierungen, die im Rahmen einer Historischen Wertewandelsforschung geleistet werden können bzw. noch zu leisten seien: Da es keine zeithistorische Familien- bzw. Arbeitsgeschichte gäbe, begrüße er die Forschungsvorhaben sehr, da sie sozialhistorische Präzisierung brächten. Des Weiteren sprach sich Raphael für eine politikhistorische Präzisierung aus, weil der Wertewandel ein zeithistorisch wichtiges Argument in Politik und Forschung sei. Auch eine ideengeschichtliche Präzisierung könne die Wertewandelsforschung leisten, da sie sich Begriffe wie Demokratie oder Liberalismus genauer ansehen könne. Werte können, so Raphael, seit Weber nicht mehr von den Sozialwissenschaften getrennt werden. Die Sozialwissenschaften präformieren das, was wir tun und wollen. Dies bedürfe einer wissenschaftsgeschichtlichen Präzisierung und erschwere die Historische Wertewandelsforschung. Seine letzte Bemerkung bezog sich auf das streng wertfreie Reden über Werte. Hier müsse man bedenken, dass jedes Reden über Werte auch ein Reden über Menschenbilder sei, was das neutrale Reden gerade bei Werten so schwierig mache. Deswegen bedürfe es auch einer zeitgeschichtlichen Präzisierung.

Die Diskussion behandelte unter anderem die Frage, ob Mediatisierung den Wandel angetrieben haben könnte oder ob die Analysekategorie „Wert“ einen Mehrwert biete. Ebenfalls wurde erörtert, ob eine Vermischung zwischen Diskurs- und Sozialgeschichte legitim sei oder ob eine scharfe Trennung angebracht wäre. Insgesamt verdeutlichten die einzelnen Projekte, dass gesellschaftlicher Wandel vielschichtiger und mehrdimensionaler ist, als die eingängige These Ingleharts vom Materialismus zum Postmaterialismus suggeriert, und dass der Wertewandel kein geschichtlich einmaliges Ereignis war. Die Sektion zeigte darüber hinaus, dass das Nutzen sozialwissenschaftlicher Forschung durchaus Potential für weitergehende historische Erkenntnisse bietet, sei es durch ihre Historisierung oder ihre historische Präzisierung.

Sektionsübersicht:

Andreas Rödder (Mainz): Einführung: Wertewandel als Gegenstand historischer Forschung

Isabel Heinemann (Münster): "Inventing the modern American family": Gab es einen Wertewandel in den USA?

Christopher Neumaier (Potsdam): Von der bürgerlichen Kernfamilie zur Pluralität familialer Lebensformen? Zum Wandel der Familienwerte in Deutschland

Jörg Neuheiser (Tübingen): Wo ist der Wertewandel? Kontinuität und Wandel in den deutschen Einstellungen zur Arbeit und Arbeitslosigkeit seit 1945

Bernhard Dietz (Mainz): Postmaterialisten oder Leistungselite? Die Leitenden Angestellten in den siebziger Jahren

Lutz Raphael (Trier): Kommentar

Podiumsdiskussion: Gab es den Wertewandel? Zum Verhältnis von sozialwissenschaftlichen und historiographischen Analysekategorien

Anmerkung:
[1] Vgl. Rüdiger Graf / Kim Christian Priemel, Zeitgeschichte in der Welt der Sozialwissenschaften. Legitimität und Originalität einer Disziplin, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 59 (2011), S. 479-508; Bernhard Dietz /Christopher Neumaier, Vom Nutzen der Sozialwissenschaften für die Zeitgeschichte. Werte und Wertewandel als Gegenstand historischer Forschung, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 60 (2012), S. 293-304.

ZitierweiseTagungsbericht HT 2012: Gab es den Wertewandel? 25.09.2012–28.09.2012, Mainz, in: H-Soz-u-Kult, 18.10.2012, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4423>.

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