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Der Staat: Akteure, Praktiken, Wissen, 16. bis 19. Jahrhundert

 

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Veranstalter:Deutsches Historisches Institut Paris
Datum, Ort:11.06.2012–13.06.2012, Paris

Bericht von:
Petra Overath, Historisches Institut, Universität zu Köln
E-Mail: <poverathuni-koeln.de>

Der „Staat“ und seine Geschichte sind in den letzten zwei Jahrzehnten wieder verstärkt in den Fokus des Interesses von Historikern und Sozialwissenschaftlern gerückt. Mit innovativen Methoden und Fragestellungen haben sie sich diesem als „gut fundierte[r] Illusion“ genähert, also als einem Ort, der – so Bourdieu – „vor allem deshalb existiert, weil man glaubt, dass er existiert“. [1] Nicht mehr der „Staat“ als administrative Maschine steht deshalb im Mittelpunkt des Forschungsinteresses, sondern vielmehr die Praktiken seiner Evidenzerzeugung sowie seine politische Ausformung: In den Blick genommen wurden in den letzten Jahren Aushandlungsprozesse zwischen verschiedenen Akteuren zur Etablierung von staatlichen Strukturen, Netzwerke von Staat und Gesellschaft oder symbolische Repräsentationen des Staates.

Trotz der innovativen Impulse, historiographischen Akzentverschiebungen und breiten Verankerung neuer Forschungen in der Kultur- und Sozialgeschichte erweist sich die Frage, wie man im jeweils konkreten Fall eine Geschichte des Staates schreiben kann, für jedes Forschungsprojekt aufs Neue als eine große Herausforderung. Das Abenteuer gewinnt noch an Spannung, wenn die bislang in der Forschung nur wenig beachteten Fragen der jüngeren Wissensgeschichte aufgegriffen werden, die sich auf Status, Institutionalisierung und Zirkulation von „staatbezogenem Wissen“ (Savoirs d’État) beziehen:[2] Denn diese Herangehensweise eröffnet neue Perspektiven.

Wie man eine histoire complexe des „Staates“ für die Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung der neueren von der Wissensgeschichte entwickelten Zugänge verfassen kann, haben rund 30 Forscher, Studierende, Doktoranden und Postdocs während der Sommeruniversität am Deutschen Historischen Institut in Paris zusammen mit senior scholars diskutiert. Die Sommeruniversität beruhte auf einem breiten Spektrum von Fragen, etwa nach der Konstituierung von Wissen, das für oder über den Staat entworfen wurde, nach Formulierung und Formalisierung von Regierungs- oder Verwaltungswissen und nach Praktiken von Kabinetten oder Salons. Es ging um Karrierewege und Ausbildungsverläufe, um die Konstruktion von Experten- oder praktischem Wissen ebenso wie um den Aufbau von Wissenssammlungen sowie die unterschiedlichen Formen des sozialen Gebrauchs von Wissen in der staatlichen Praxis. Die in enger Kooperation mit GUDRUN GERSMANN und RAINER BABEL (beide DHI Paris) erarbeitete Konzeption der Sommeruniversität entsprang dem internationalen DFG-ANR-Projekt „Euroscientia. Die Verräumlichung und Zirkulation von Staatswissen in Europa, 1750-1850“, das CHRISTINE LEBEAU und JAKOB VOGEL (beide Paris) seit Frühjahr 2011 leiten.[3]

Die Veranstalter der Sommeruniversität hatten für die Vormittage senior scholars als Referenten eingeladen, die dann am Nachmittag an der Diskussion über die Projekte der Studierenden, Doktoranden (und Postdocs) teilnahmen. Den Auftakt am ersten Vormittag machte JEAN-PHILIPPE GENET (Paris), der ausgehend von dem Projekt „La genèse de l’Etat moderne“ Maßstäbe in der Erforschung der Geschichte des Staates setzte und zentrale Überlegungen seiner langjährigen Forschungsarbeit zu dem Thema vortrug. Als eines der entscheidenden Kriterien zur Abgrenzung des modernen Staats von früheren sozio-politischen Strukturen brachte Genet die Etablierung eines öffentlichen, von der „politischen Gesellschaft“ akzeptierten Steuerwesens in die Diskussion ein und verortete die Entstehung des modernen Staates der abendländischen europäischen Monarchien im Mittelalter. Ausführlich ging Genet in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit ein, Staat und Kirche als osmotische Systeme zu begreifen, die sich nicht diametral entgegenstanden, sondern einander dringend benötigten. Darüber hinaus betonte er die Bedeutung der Untersuchung von Status und Produktion der Legitimität „des Staates“, die einen Konsens zwischen der Macht und der politischen Gesellschaft erforderlich macht und nur dann effizient ist, wenn sie eine transzendente Dimension hat.

KOEN STAPELBROEK (Rotterdam) konzentrierte sich vor allem auf die Zeit des 18. Jahrhunderts in Europa und plädierte für eine konsequente Historisierung der Ideen über den Staat, um sich gegen normative zeitgenössische Vorstellungen wirkungsvoll wappnen zu können. Er plädierte dafür, internationale Handelsinteressen als formative Kategorien für die Entwicklung von Staatsformen und –aktivitäten in der Forschung anzuerkennen: Die von Rivalität geprägten Zukunftsszenarien über zwischenstaatlichen Handel sowie politische Beziehungen zirkulierten im Europa des 18. Jahrhunderts und initiierten oder verbanden sich mit zahlreichen Debatten, wie etwa mit jenen über das Gesetz der Neutralität, über Handelsverträge, agrarische Entwicklungen sowie Fiskal- und Finanzreformen. Mit dem Aufzeigen dieser Verbindungen sowie der Rekonstruktion der Netzwerke von Akteuren vermögen historische Forschungen, so Stapelbroek, auch theoretisch relevante Einsichten hervorzubringen.

Beide Vorträge boten übergreifende Impulse und Fragestellungen für die fünf Sektionen der Sommeruniversität, in denen jüngere Forscher ihre Arbeiten vorstellten und diskutierten. Im Folgenden werden die senior-Vorträge sowie die fünf Sektionen kurz beschrieben; aus den einzelnen Sektionen wird ferner jeweils ein Vortrag exemplarisch herausgegriffen.

In der ersten Sektion mit dem Titel „L’affirmation de l’État“ ging es zum einen um Spannungen, Brüche und Innovationen an den Schnittstellen von Staat und Kirche, zum anderen um Bereiche, in denen explizit kein „state-building“ im Zeitalter der Herausbildung des modernen Staats stattfand, obwohl auf der Ebene der Historiographie sehr wohl „die Behauptung des Staates“ für bestimmte Zeiträume im Allgemeinen reklamiert worden ist. In diesem Sinne rückte zum Beispiel MATTHIEU GELLARD (Paris) die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen in Prozessen der Herausbildung moderner Staatlichkeit in den Fokus. Im Frankreich der Renaissance, so Gellard, bildete sich eine zunehmend effiziente Fiskal-, Justiz- und Militärverwaltung aus. Seit dem frühen 16. Jahrhundert breitete sich ebenso rasch wie intensiv ein Netzwerk fest institutionalisierter französischer Botschaften aus, allerdings in diesem Fall – beinahe überraschend – ohne Ausbildung einer eigens für diesen Bereich spezialisierten Verwaltung. Die auswärtigen Beziehungen blieben vielmehr bis ins 19. Jahrhundert hinein eine Prärogative des Monarchen. Die zweite Sektion widmete sich den „Jeux d’acteurs“, also dem Zusammenspiel von sozialen Akteuren. Übergreifend ging es dabei um die Frage, wie mikro- und makrogeschichtliche Ebenen der Staatsbildung (zusammen)gedacht werden können, wenn es darum geht, die Geschichte des Staates zu schreiben. MAIKE BARTSCH (Kassel) lotete zum Beispiel anhand ihrer Forschungen zur Hohen Polizei im Königreich Westfalen (1807-1813) die Ambivalenzen des neuen und kurzlebigen napoleonischen Modellstaates aus. Auf der einen Seite trug die Geheimpolizei dazu bei, dass der Staat – durch Spitzelei – bis in die private Sphäre des Individuums vordrang, auf der anderen Seite blieb die Macht desselben durch die Eigeninteressen und den „Eigensinn“ der sozialen Akteure immer auch begrenzt.

Ebenfalls eine mikrogeschichtliche Perspektive nahm ANDRE WAKEFIELD (Claremont) ein, der am Vormittag des zweiten Konferenztages auf der Basis seiner Studie von 2009 „The Disordered Police State: German Cameralism as Science and Practice“ (Univ. of Chicago Press) einige anekdotenhafte Episoden aus dem Leben bekannter Kameralwissenschaftler des 18. Jahrhunderts in Göttingen schilderte, die von Trinkgelagen, Streitereien, misslungener Kommunikation und von Scheitern handelten. Wakefield vertrat in seinen Ausführungen die Ansicht, dass die kameralwissenschaftlichen Entwürfe zu Ordnung und Gemeinwohl der Zeit kaum etwas mit der Realität zu tun gehabt, sondern in erster Linie dazu gedient hätten, der fürstlichen Finanzverwaltung ein positives Image sowie den Kameralwissenschaftlern ein Auskommen zu verschaffen. Verbunden mit dem nachdrücklichen Appell, kameralwissenschaftliche Bücher nicht als Evidenz aufzufassen, konstatierte er den Tod des Kameralismus für die Zeit um 1800. Die zugespitzten und provokanten Thesen Wakefields griff PASCALE LABORIER (Paris) in ihrem Kommentar auf. Sie betonte die starken Seiten des Vortrags, übte aber auch grundlegende Kritik: Die Reduzierung des Kameralismus auf eine pure Erfindung und ein Werbemittel potentieller Galgenvögel, die sich lediglich um ihren Status und ihre persönliche Bereicherung sorgten, greife zu kurz. Es sei notwendig zwischen Kameralismus als Profession und als staatsbezogenem Wissen (Savoirs d’État) zu unterscheiden. Nur dann werde ausreichend deutlich, dass sich kameralistische Konzepte sehr wohl auch in der Realität, etwa im Kampf gegen Privilegien, in den Visionen von Staatsbeamten oder in der Transformation von Verwaltungen, niedergeschlagen hätten. Das zeigten auch die Ergebnisse jüngerer Forschungen.[4]

Die Vorträge der ersten Sektion des Nachmittags diskutierten unterschiedliche methodische und theoretische Zugänge, die der spezifischen Situation, der politischen Organisation sowie der Ausübung von Herrschaft in „Empires“ Rechnung trugen, sie beschäftigten sich mit „L’État des Empires“. Am Beispiel von Französisch-Indien untersuchte etwa GAURI PARASHER (Heidelberg) „state building“ als transkulturelles Phänomen im 18. Jahrhundert. Sie zeigte, wie in der Hauptstadt Pondichéry die neue soziale Gruppe der zum Christentum konvertierten Tamilen die Forderung erhob, nicht mehr – wie üblich – nach tamilischem Gewohnheitsrecht, sondern nach französischem Recht behandelt zu werden. Diesen Impuls „von unten“ wertete Parasher als Kreuzung und Überdehnung zweier Rechtstraditionen, der zugleich eine katalysatorische Wirkung für die Entwicklung indisch-französischen Rechts im 19. Jahrhundert haben sollte. Die zweite Sektion des Nachmittags stellte „Le métier de l’Etat“ in den Mittelpunkt und damit Professionalisierungstendenzen unter Staatsdienern und in der Verwaltungspraxis. Ein Fall von Modernisierung als „Nebenprodukt“ stellte zum Beispiel MANUEL MANHARD (Augsburg) vor: Nach dem Herrschaftswechsel von 1737 und unter dem Eindruck der anvisierten Integration Lothringens in den französischen Herrschaftsbereich vermochten sich „alte“ Amtsträger der Chambres des Comptes zur Zeit Stanislas Leszczynkis (1737-1766) durch ihr empirisch-genaues Wissen über das Herrschaftsgebiet einen gewichtigen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, in diesem Fall der Verwaltung des Kanzlers, zu verschaffen. Die zunehmende Modernisierung der Argumente der „alten“ Amtsträger im Streit um die neu erhobene Steuer, die Vingtième, wertete Manhard als Ergebnis einer Behauptungsstrategie, die keinesfalls auf „Fortschritt“ ausgerichtet war, aber dennoch eine solche Wirkung entfalten konnte.

Grundlegende Überlegungen zum Begriff der „Savoirs d’État“ trug DOMINIQUE MARGAIRAZ (Paris) am Vormittag des dritten Konferenztages vor. Seitdem sich die Wissenschaftsgeschichte vor mehr als 10 Jahren der Wissensgeschichte geöffnet habe, sei der Terminus vermehrt in Gebrauch, wenn auch oft mit unscharfen Grenzen zu den Begriffen „sciences de gouvernement“ oder „sciences de l’administration“. Margairaz plädierte dafür, in Forschungsarbeiten exakt zu definieren, was jeweils mit Wissen – etwa in Abgrenzung zum wissenschaftlichen Wissen, das sich durch eine spezifische Formalisierung auszeichne – gemeint sei. Geklärt werde müsse ferner die genaue Verbindung zwischen Wissen/Wissenschaft auf der einen und Staat auf der anderen Seite. In jedem Falle dürften die „Savoirs d’État“ nicht als ein zeitungebundenes Konstrukt gedacht werden, vielmehr bedürften ihre Zirkulationen, Dynamiken und Ebenen an den Schnittstellen auch zwischen Staat und Gesellschaft der sorgfältigen Kontextualisierung, um kognitive Dimensionen privaten oder öffentlichen Handelns greifen zu können. Zentral sei es, nicht nur aus dem „Inneren des Staates“ heraus zu argumentieren, sondern den Kontakt mit „Außen“ sowie den Status der „Savoirs d’État“ genau zu bestimmen bzw. deren exakte Qualifizierung vorzunehmen.

Dem Plädoyer von Margairaz trug die letzte und abschließende Sektion „État et savoirs“ Rechnung, in der unter anderem nicht nur die Akteure aus dem „Innern des Staates“, sondern auch gerade jene eine Rolle spielten, die keine Staatsdiener waren und dennoch wichtige Impulse in den Staat einzubringen vermochten. ALEXANDER VAN WICKEREN (Köln) zielte in seinem Vortrag darauf, die immer noch weit verbreitete These von der Ablösung der europaweit kommunizierenden kosmopolitischen Gelehrtenrepublik des 18. Jahrhunderts durch nationale Wissensräume im frühen 19. Jahrhundert zu differenzieren, indem er den Fokus auf die Verbindung von Wissen und Region legte. Er zeigte am Beispiel des Tabakanbaus, wie die Gelehrten der 1802 gegründeten Société des Sciences, Agriculture et Arts du Bas-Rhin landwirtschaftliches Wissen und Anbaupraktiken im Spannungsfeld regionaler und nationaler Prozesse ausbildeten, und warf die Frage auf, ob sich hier von einem „elsässischen Wissensraum“ sprechen lasse.

Während der Sommeruniversität tauchten zentrale Fragen wiederholt auf: etwa ab wann man die Unterscheidung zwischen Staat und Gesellschaft sinnvollerweise denken könne, und ob und inwieweit der Begriff „Staat“ nicht allzu leicht dazu verführe, anachronistisch zu argumentieren. Offen blieb darüber hinaus die bereits von REGINA DAUSER und LOTHAR SCHILLING aufgeworfene Frage nach der Übersetzung des französischen Begriffs der „Savoirs d’État“ ins Deutsche[5] ebenso wie die Frage, wie weit oder eng dieses Konzept dabei gefasst werden sollte. Deutlich wurde hingegen, dass wissensgeschichtliche Zugänge Forschungsperspektiven erneuern, indem sie etwa den Status und die Bedeutung von „praktischem Wissen“ zu betonen vermögen sowie den Blick für die Verbindungen zwischen Raum, Wissen, Staat schärfen.

Freilich, nicht alle während der Sommeruniversität aufgeworfenen Fragen konnten oder sollten gar abschließend geklärt werden. Anregend und weiterführend für weitere Forschungen war die Sommeruniversität jedoch allemal.

Konferenzübersicht:

Jean-Philippe Genet: La genèse de l’État moderne et le concept weberien de bureaucratie: gouverner par l’écrit

Koen Stapelbroek: From War and Peace to Trade and Government: Circulation of Knowledge and Ideas of Europe in the Eighteenth Century

Section: L’affirmation de l’État

Dora de Lima, François-Xavier Petit: Éditer le mouvement d’un texte pour y saisir une vision de l’État / Commentaire: Irène Plasman-Labrune

Béla Vilmos Mihalik: The Chamber of Szepes and the Recatholisation in Upper-Hungary (1670–1690). Cooperation of the Government and the Catholic Church / Commentaire: Teresa Sandner

Commentair: Lothar Schilling

Matthieu Gellard: Ni métier, ni administration, mais fait du prince. La diplomatie au coeur de l’État en France dans la seconde moitié du XVIe siècle / Commentaire: François-Xavier Petit

Irène Plasman-Labrune: L’État et les gens d’églises étrangers. Invention d’une norme et enjeux de son application, XVIe–XVIIe siècle / Commentaire: Gauri Parasher

Commentaire: Moritz Isenmann

Section: Jeux d’acteurs

Cathleen Sarti: Diskussion und Praxis von Herrscher-Absetzungen im 16. und 17. Jh. im protestantischen Nordeuropa (England, Schottland, Schweden und den Niederlanden) /

Commentaire: Maike Bartsch

Teresa Sandner: Altlandkreis Dinkelsbühl – Raum der offenen und strittigen Herrschaftssituation / Commentaire: Antoine Fersing

Commentaire: Andre Wakefield

Maike Bartsch: Macht und Ohnmacht. Hohe Polizei und lokale Herrschaftspraxis im Königreich Westphalen (1807–1813) / Commentaire: Alexander van Wickeren

Thomas Cubillas: The Local Origins of the State: The Case of Social Assistance in the Belle Époque. / Commentaire: Marion Aballéa

Commentaire: Petra Overath

Andre Wakefield: The Conflict of the Faculties: German Cameralism as a
Profession

Commentaire: Pascale Laborier

Section: L’État des Empires

Oliver Krause: Die Provinzen der Sieben Vereinigten Niederlande im 17. Jh. – Reflexionen asiatischer Erfahrungen als Schubkraft des europäischen »Staatsbildungsprozesses« /

Commentaire: Tanja Metzger

Gauri Parasher: State Building as a Transcultural Phenomenon: The Case of French Territories in India during the Eighteenth Century / Commentaire: Caroline Seveno et Dora De Lima

Commentaire: Bruno Belhoste

Tanja Metzger: Hugenottische Publizistik und politischer Meinungsbildungsprozess in Europa im 18. Jh. – Russland unter Katharina II. im Spiegel der »Gazette de Berne« (1698–1798) /

Commentaire: Pierre Herrmann

Juliette Désveaux: Les hauts fonctionnaires et les ministres polonais dans l’Empire habsbourgeois, 1881–1914 / Commentaire: Béla Vilmos Mihalik

Commentaire: Jean-Luc Chappey

Programme: L’État: acteurs, pratiques, savoirs (XVIe–XIXe siècle)

Section: Le métier de l’État

Antoine Fersing: Une approche quantitative des savoirs d’État: le cas de la Lorraine ducale aux XVIe et XVIIe siècles. / Commentaire: Maurice-Olivier Dorffer

Manuel Manhard: Herrschaftswechsel und Landeskenntnis. Wissen als Behauptungsstrategie Lothringer Verwaltungseliten zur Zeit Stanislas Leszczynskis (1737–1766) / Commentaire: Cathleen Sarti

Commentaire: Christine Lebeau

Caroline Seveno: Acteur, promoteur et conservateur des cartographies coloniales antillaises : les États européens XVIIe–XVIIIe siècle / Commentaire: Oliver Krause

Cécile Robin: Les dépôts littéraires parisiens et la formation des bibliothèques du ministère de l’Intérieur (an IV – 1815) / Commentaire: Manuel Manhard

Commentaire: Jakob Vogel

Dominique Margairaz: Savoirs d'État, savoirs savants, savoirs administratifs: échelles, circuits, dynamiques

État et savoirs

Maurice-Olivier Dorffer: Du savoir d’État au secret d’État – le secret du roi, détenteur d’un savoir exclusif? / Commentaire: Matthieu Gellard

Marion Aballéa: La diplomatie française à Berlin à la fin du XIXe siècle ou la confrontation de deux cultures de l’État (1871–1896) / Commentaire: Thomas Cubillas

Commentaire: Koen Stapelbroek

Pierre Herrmann: La géographie française et l’espace allemand au XIXe siècle (vers 1820–1880) / Commentaire: Cécile Robin

Alexander van Wickeren: Eine Region des Wissens. Die Formierung eines elsässischen Wissensraums (1800–1870) / Commentaire: Julie Désveaux

Commentaire: Bernhard Struck

Anmerkungen:
[1] Pierre Bourdieu, Sur l’État, Cours au Collège de France 1989-1992, Paris 2012, S. 25. Übersetzung von der Autorin.
[2] Regina Dauser / Lothar Schilling, Einleitung: Raumbezüge staatsrelevanten Wissens, in: Dies. (Hrsg.), Grenzen und Kontaktzonen von Wissensräumen zwischen Frankreich und den deutschen Ländern, 1700-1850, discussions 7 (2012), Online bei perspectivia.net <www.perspectivia.net/content/publikationen/discussions/7-2012/dauser-schilling_einleitung> (04.10.2012).
[3] <euroscientia.univ-paris1.fr> (04.10.2012). Finanziert wurde die Sommeruniversität von der Deutsch-Französischen Hochschule, von der Deutschen-Forschungsgemeinschaft, vom Deutschen Historischen Institut, Paris, sowie von der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne.
[4] Vgl. etwa Pascale Laborier u.a. (Hrsg.), Les sciences camérales: activités pratiques et histoires des dispositifs publiques, Paris 2011.
[5] Dauser/Schilling, Einleitung.

ZitierweiseTagungsbericht Der Staat: Akteure, Praktiken, Wissen, 16. bis 19. Jahrhundert. 11.06.2012–13.06.2012, Paris, in: H-Soz-u-Kult, 06.10.2012, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4406>.

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