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Transnationale Museumsgeschichte 1750-1940

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Bénédicte Savoy/Andrea Meyer, Fachgebiet Kunstgeschichte, Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik, Technische Universität Berlin
Datum, Ort:17.02.2012–18.02.2012, Berlin

Bericht von:
Kristina Kratz-Kessemeier, Berlin
E-Mail: <k-kessemeiergmx.de>

Die zweitägige internationale Tagung im Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin wurde von den Berliner Kunsthistorikerinnen Bénédicte Savoy und Andrea Meyer veranstaltet, die an der Technischen Universität seit einigen Jahren intensiv museumshistorisch forschen, lehren und publizieren. Anliegen des DFG-geförderten Symposiums war es, die inzwischen international als eigenständiges Forschungsfeld etablierte Museumsgeschichte um eine bisher meist vernachlässigte transnationale Perspektive zu erweitern. Die Institution Museum soll danach nicht mehr nur in ihrem jeweiligen nationalen Kontext begriffen werden, wie es in der Museumshistoriografie in Europa und in den USA lange vorherrschende Tendenz war. Angeregt durch jüngere Studien, die den engeren nationalen Blick hinter sich lassen, suchte die Tagung statt dessen anhand von Fallbeispielen – und durch die Adaption des Konzepts des „Transnationalen“ aus den Geschichts-, Sozial- und Kulturwissenschaften – eine gezielte Annäherung an das (Kunst-)Museum als Ort und Produkt grenzüberschreitender Austausch- und Transferprozesse zu initiieren. Die Veranstaltung spannte dabei bewusst einen großen zeitlichen Bogen über nahezu zweihundert Jahre hinweg. Und auch der geographische Rahmen war – von Europa bis nach Nordamerika, Asien und Afrika reichend – absichtsvoll weit gesteckt. Im Mittelpunkt standen Kunst-, Kunstgewerbe-, archäologische und kulturhistorische Museen, aber auch Universalmuseen. In fünf thematischen Sektionen bemühten sich Wissenschaftler/innen aus zehn verschiedenen Ländern, erste Schneisen in die komplexe Thematik einer transnationalen Museumsgeschichte zu schlagen.

Die erste Tagungssektion setzte beim weltweiten Austausch von Museumsobjekten an. Die Historikerin WALTRAUD BEYER (Graz) informierte über die umfangreichen Kunstveräußerungen aus der Petersburger Eremitage an europäische und US-amerikanische Sammlungen nach den russischen Umbrüchen von 1917. Bayer stellte Träger und Netzwerke des seit 1924 strategischen marxistischen Museumsexports vor: von Anatolij Lunačarskij und Maxim Gorki über die Berliner Galerie Lepke und Calouste Gulbenkian bis hin zu amerikanischen Akteuren wie Marjorie Merriweather Post und Andrew Mellon, die mit Eremitage-Erwerbungen Washingtoner Museen prägten. Ausgehend von seit den 1920er-Jahren geführten Rückgabeprozessen und aktuellen Restitutionsforderungen rekonstruierte sie zugleich den Weg einzelner Werke, etwa von Rubens, Rembrandt, Watteau oder Raffael, aus der Eremitage. Die Archäologin CHARLOTTE SCHREITER (Berlin) griff mit Gipsabgusssammlungen antiker und moderner Skulpturen einen Museumstyp heraus, bei dem nationale und transnationale Aspekte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unmittelbar aufeinanderprallten: Zum einen stellten sich, so Schreiter, diese Sammlungen, gerade angesichts ihres homogenen Inhalts, als Orte internationaler Konkurrenz dar. Zum anderen habe es hier spezielle Erfordernisse transnationalen Austausches gegeben, weil die Abgüsse weltweit nur von privilegierten Werkstätten wie dem Atelier de moulage des Louvre oder der Berliner Gipsformerei vertrieben wurden. Schreiter schilderte aus dieser Perspektive Genese und Rezeption öffentlicher wie kommerzieller Abgusssammlungen im Londoner British Museum, im Crystal Palace Sydenham, im Louvre und im Neuen Museum Berlin. Die Kulturwissenschaftlerin MIRJAM BRUSIUS (Berlin) lenkte am Beispiel der schwierigen Integration assyrischer Skulpturen und Keilschrifttafeln aus den Expeditionen Henry Layards in die Sammlungen des British Museum um 1850 das Augenmerk auf den Moment des Eingangs „fremder“ Objekte ins Museum. Unsicherheiten bei der Auswahl, Interpretation und Sammlungseinordnung von Layards Funden seien mit nationalen Erwartungshaltungen kollidiert, die sich für das Viktorianische England an die biblisch gedeuteten mesopotamischen Objekte knüpften. Brusius machte so auf das oft sperrige Wandern musealer Objekte zwischen den Kulturen wie auf sich verändernde semantische Bedeutungen dieser Objekte durch den Eingang in neue nationale Museumskontexte aufmerksam.

Im Zentrum der zweiten Sektion stand der internationale Transfer von Museumsgestaltungen. Die Kunsthistorikerin STEFANIE HERAEUS (Frankfurt) wies auf den entscheidenden Einfluss von Pariser Vorbildern hin, als sich Landgraf Wilhelm VIII. beim Bau der Kasseler Gemäldegalerie um 1750 statt für den damals üblichen Galerietypus mit seitlichem Lichteinfall durch große Fenster für eine unkonventionelle, für die Entwicklung des modernen Kunstmuseums gleichwohl wegweisende Präsentationsvariante mit Oberlicht durch hoch angebrachte schmale Fensterreihen entschied. Als transnationale Mittler machte Heraeus dabei den Sammler Marquis Voyer d’Argenson oder den in Paris studierenden Kasseler Architektensohn Simon du Ry aus. Dem frühen Beispiel Kassel ließ der Museologe MIKLÓS SZÉKELY (Budapest) einen weitgespannten Vergleich von Außenarchitekturen europäischer Museen zwischen 1800 und 1940 folgen. Für verschiedene Zeitphasen gab Székely anhand von Beispielen aus Berlin, München, Wien, Dresden, London, Stockholm, Budapest und dem litauischen Kaunas einen ersten Eindruck von oft homogen wirkenden, meist klassizistischen Architekturlösungen, die aber doch in Abhängigkeit von Sammlungsinhalten und nationalen Repräsentationsbedürfnissen erheblich variieren konnten. Die folgende Diskussion betonte zu Recht ein erhebliches Desiderat an weiteren Einzelfallstudien zu konkreten Transferleistungen in diesem Bereich. Die Kulturhistorikerin ALESSANDRA GALIZZI KROEGEL (Trient) machte zudem mit Guglielmo Pacchioni auf einen wenig bekannten Protagonisten der im europäischen Vergleich späten italienischen Museumsreformbewegung der 1930er-Jahre aufmerksam, dessen reduziert-ästhetische Museumsgestaltungen beispielsweise in der Galleria Sabauda in Turin sich wesentlich dem internationalen Austausch im Umfeld der 1927 in Paris gegründeten Fachzeitschrift „Mouseion“ verdankten.

Die dritte Sektion war der bewussten Orientierung an ausländischen Museen gewidmet. Der Historiker THOMAS ADAM (Arlington) legte dar, wie intensiv die gegenseitige Anregung nordamerikanischer und deutscher Kunstmuseen in Museumsorganisationsfragen zwischen 1840 und 1910 war. So hätten, initiiert durch Reiseberichte von William Cullen Bryant und George Fisk Comfort, bei der Gründung des New Yorker Metropolitan Museum 1869 bürgerliche Kunstvereine aus Sachsen als Orientierungsgröße gedient. Um 1900 habe das New Yorker Modell seinerseits neben dem Vorbild Dresden Strahlkraft bis nach Toronto entwickelt – während gleichzeitig durch Adolf Bernhard Meyer, Woldemar von Seidlitz oder Henry Montgomery eine Professionalisierung des interkontinentalen Transfers in Museumsorganisationsfragen eingesetzt habe, bei dem nun die USA Leitbild waren und man sich des originär deutschen Einflusses oft nicht mehr bewusst gewesen sei. Der Kunsthistoriker ARNAUD BERTINET (Tours) gab in seinem Beitrag, der aufgrund krankheitsbedingter Abwesenheit nur verlesen werden konnte, Einblick in die vielschichtigen internationalen Museumsbeziehungen des offiziellen Frankreich unter Napoleon III. und dessen Museumsfunktionär Alfred-Émilien de Nieuwerkerke zwischen 1852 und 1870. Ausgehend vom Vorbildcharakter des Louvre, der bereits zahlreiche europäische Kontakte nach sich zog, berichtete Bertinet von einer erst mit dem Krieg 1870/71 endenden, kontinuierlichen Reisetätigkeit französischer Museumsbeamter durch Europa und besonders durch Deutschland, in deren Folge etwa die nationale Antikensammlung in Saint-Germain-en-Laye umgestaltet wurde. Die Kunsthistorikern LIESKE TIBBE (Nimwegen) vermittelte einen Eindruck von den kritischen Berichten des Kunsthistorikers Marius Vachon, der von 1881 bis 1889 ebenfalls für die französische Regierung durch Europa reiste, um vor der Einrichtung eines entsprechenden Pariser Museums Informationen über Organisation, Präsentation und Wirkung auswärtiger Kunstgewerbemuseen einzuholen. Vachon habe, so Tibbe, vor der Negativfolie des Musée de Cluny und unter dem Eindruck der Pariser Weltausstellung von 1878, klar für modernere, technischere Museen wie in Wien votiert, sei damit allerdings, wie das 1905 eröffnete Pariser Musée des Arts décoratifs belege, letztlich nicht durchgedrungen.

Nach internationalen Vernetzungen der Museumsreformbewegung wurde in der vierten Sektion gefragt. SUSANNA AVERY-QUASH und der Archivar ALAN CROOKHAM, beide von der National Gallery London, machten hier auf den europäischen Kontext der von 1853 bis 1855 vor allem von Sir Charles Eastlake vorangetriebenen Reorganisation der National Gallery aufmerksam. In den seit den 1840er-Jahren äußerst kontrovers geführten öffentlichen Debatten um die Galerieneugestaltung habe sich unter dem Einfluss des späteren Galeriedirektors Eastlake, aber auch von William Dyce schließlich die Orientierung an deutschen Museen und speziell am Berliner Gemäldegalerieleiter Gustav Friedrich Waagen als Reformmaßstab durchgesetzt. Der Museumshistoriker XAVIER-POL TILLIETTE (Paris) sprach über die für den deutschen Reformtransfer in die USA wichtige Kuratorentätigkeit Wilhelm R. Valentiners am New Yorker Metropolitan Museum von 1908 bis 1914, die auf Vermittlung Wilhelm von Bodes zustande kam und für die Bode wichtige Konstituente blieb. Anhand des Briefwechsels zwischen Bode und Valentiner rekonstruierte Tilliette ein intensives Networking zwischen Berlin und New York, in dessen Folge nicht nur Erwerbungen abgestimmt wurden, sondern auch Bodes Stilraumkonzept Eingang ins Metropolitan Museum fand. Die Kulturhistorikerin CHRISTINA KOTT (Paris) ging überdies für die Jahre 1926 bis 1940 dem Verhältnis deutscher Museumsakteure zum französisch geprägten Office Internationale des Musées (OIM) nach, das, 1926 als Unterorganisation des Völkerbundes gegründet, durch die Veranstaltung des internationalen Museologenkongresses 1934 in Madrid die professionelle Vernetzung der Museumswelt entscheidend vorantrieb. Gestützt auf bisher unbeachtete OIM-Quellen, analysierte Kott drei Phasen eines zunehmenden Auseinanderdriftens beider Seiten bis hin zur nur noch inoffiziellen deutschen Teilnahme an der Madrider Tagung, durch die die deutsche Führungsrolle in der internationalen Museumsreformbewegung zugunsten Frankreichs und der USA aufgebrochen wurde.

Die fünfte Sektion beschäftigte sich mit der transnationalen Entstehung nationaler Identitätsmuster im Museum, unter anderem im kolonialgeschichtlichen Kontext. Die Kunsthistorikerin EMÍLIA FERREIRA (Lissabon) berichtete über eine 1881 im Londoner South Kensington Museum präsentierte Ausstellung spanischer und portugiesischer Ornamentalkunst, die den entscheidenden Anstoß zur Eröffnung des ersten nationalen Kunstmuseums 1884 in Lissabon gab. Mit der Beschickung der britischen Schau und der Veranstaltung einer über London hinausweisenden eigenen portugiesischen Kunstausstellung 1882 rekonstruierte Ferreira wichtige Etappen auf diesem Weg. Sie gab so Einblick in ein im Austausch mit London trotz schlechter Infrastrukturbedingungen äußerst professionelles portugiesisches Engagement, für das Männer wie Delfim Guedes, Alfredo d‘Andrade und Tomás da Fonseca verantwortlich zeichneten. Die Kunsthistorikerin AYŞE H. KÖKSAL (Istanbul) informierte über die nationalen und zugleich internationalen Interessen, die sich seit Gründung des ersten staatlichen Kunstmuseums in Istanbul 1869 zunächst für das Osmanische Reich und seit 1923 für die türkische Republik mit der Institution Kunstmuseum verknüpften. Die osmanische Anlehnung an europäische Museumsmaßstäbe, für die der Neubau des Istanbuler Kunstmuseums von 1891 stehe, interpretierte sie dabei als Strategie im Bemühen um nationale Distinktion und Konkurrenzfähigkeit. Nach 1923 habe sich die Orientierung am Louvre und an europäischen Kunsttendenzen, die im 1937 eröffneten Istanbuler Museum für Malerei und Skulptur deutlich geworden sei, hingegen gezielt in die westliche Modernisierungspolitik der Republik eingefügt. Der Journalist und Museumshistoriker NIKOLAUS BERNAU (Berlin) machte auf die Rolle aufmerksam, die indische Museen während des britisch-indischen Kaiserreichs von den 1870er- bis in die 1930er-Jahre hinein als Instrumente der Emanzipation gegenüber der Kolonialmacht spielten. Bernau zeichnete ein Bild prächtiger indischer Museen, die, orientiert an Londoner wie an Berliner Sammlungen indischer Kunst, an britischem Bildungsethos wie an Interessen der Wirtschaftsförderung, nicht zuletzt aber etwa auch im Kontext einer eigenständigen indischen Modernisierungspolitik von Maharadscha Gaekwad III., eine bis heute gültige hochästhetische Indienvorstellung geprägt haben. Die Kunsthistorikerin BÄRBEL KÜSTER (Stuttgart) stellte abschließend am Beispiel des 1912 auf La Réunion eingerichteten Kunstmuseums und des 1930 in Algir eröffneten Nationalmuseums zwei unterschiedlich akzentuierte nationale Zielrichtungen von Museumsgründungen der französischen Kolonialzeit in Afrika vor. Während das algerische Nationalmuseum die konservative Linie der offiziellen französischen Politik gespiegelt habe, sei im Sonderfall Réunion unter der Ägide von Ary und Marius Leblond – im Transfer französischer Kulturkontroversen auf die Museen der Kolonialgebiete – ein Gegenmodell zum Tragen gekommen, bei dem sich rassistische Vorstellungen mit einem äußerst modernen Kunstverständnis verknüpft hätten. Jenseits afrikanischer Eigenständigkeit und in einem von der Pariser Kolonialausstellung von 1931 konturierten Umfeld seien beide Museen einem profranzösischen Propagandakurs gefolgt.

Mit ihrem weiten Blick auf ganz unterschiedliche Fallstudien machte die Berliner Tagung vor allem auf eines aufmerksam: nämlich darauf, wie intensiv der interkulturelle Austausch zwischen Museen verschiedener Länder und Kontinente seit Mitte des 18. Jahrhunderts gewesen ist, wie vielschichtig und fruchtbar also der neue Forschungszweig transnationale Museumsgeschichte sein kann, welch enormer Raum für künftige Studien hier gegeben sein dürfte. Überdies wies die Tagung bereits auf für eine transnationale Museumshistoriografie elementare Strukturen und Fragestellungen hin. Als grundlegend kristallisierte sich dabei eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Akteuren, den „Agenten“, des jeweiligen Kulturtransfers, mit den politisch-institutionellen Rahmenbedingungen, nicht zuletzt aber auch mit den Mechanismen des Austausches sowie mit Prozessen der spezifischen Modellbildung, der internationalen Homogenisierung und der kulturellen Transformation heraus. Konkret wurde das oft simultane Nebeneinander von nationaler Distinktion, internationalem Konkurrenzdenken und interkulturellem Transfer betont, das es bei transnationalen Studien zur Museumsgeschichte zu bedenken gelte. Als weiteres wesentliches Tagungsergebnis lässt sich zudem festhalten, dass der museale Transfer in der Regel keineswegs einseitig verlief, sondern die Richtungen des Austausches oder der Orientierung gerade auch in weiterer Zeitperspektive im Sinne eines „Bumerang-Effektes“ durchaus wechseln konnten. Wie die Tagung unterstrich, konkurrierten dabei vom 19. bis weit ins 20. Jahrhundert hinein vor allem Frankreich und Deutschland, später auch Großbritannien und die USA um die Rolle der führenden und innovativsten Museumsnation. Gerade diese Länder sind so, das wurde in Berlin deutlich, als zentrale Bezugsgrößen einer transnationalen Museumsgeschichte zu sehen.

Konferenzübersicht:

Bénédicte Savoy (Berlin) und Andrea Meyer (Berlin): Einführung: Transnationale Museumsgeschichte

Sektion 1: Collecting Points for Displaced Objects. Museums and the Transnational Circuits of Artefacts
Moderation: Elsa von Wezel (Berlin)

Waltraud Bayer (Graz): The Imperial Hermitage under Revolutionary Rule

Charlotte Schreiter (Berlin): Konkurrenz, Austausch, Vergleich. Abguss-Museen im 19. Jahrhundert in transnationaler Perspektive

Mirjam Brusius (Berlin): Der Nahe Osten im Depot. Assyrische Museumsobjekte als kulturelle Herausforderung im Viktorianischen England

Sektion 2: Constructing des Museum. Cross-Border Transfers of Architectural and Display Principles
Moderation: Sven Kuhrau (Berlin)

Stefanie Heraeus (Frankfurt am Main): Oberlicht aus Paris: der Baustop der Kasseler Gemäldegalerie im Jahr 1750

Miklós Székely (Budapest): Architecture – Collection – Representation. Paradigm Shift in Museum Architecture 1830-1930 or the Shape of the Ideal Museum

Alessandra Galizzi Kroegel (Trient): Guglielmo Pacchioni, his International Network and the Dawn of the “Modern Museum” in Italy circa 1930

Sektion 3: Inspiring Spying? Close Inspections of the ‘Other’: Commissions and Experts on Tour
Moderation: Sabine Beneke (Berlin)

Thomas Adam (Arlington): Cultural Excursions. The Transnational Transfer of Museums in the Transatlantic World 1840-1910

Arnaud Bertinet (Paris): Du musée-modèle à la peur du Uhlan: relations muséales entre l’Allemagne et la France sous le Second Empire

Lieske Tibbe (Nimwegen): Admiration and Fear: The Reports of Marius Vachon (1850-1928) on Museums of Industrial Arts in Europe

Sektion 4: Reforming the Museum: A Supranational Project
Moderation: Dorothee Wimmer (Berlin)

Alan Crookham (London) und Susanna Avery-Quash (London): Art Beyond the Nation: Eastlake’s European Vision for the National Gallery

Xavier-Paul Tilliette (Paris): Entre Museumsinsel et Manhattan: Wilhelm R. Valentiner, ambassadeur et agent de Wilhelm von Bode au Metropolitan Museum 1908-1914

Christina Kott (Paris): Die deutschen Museumskuratoren und das Internationale Museumsamt des Völkerbunds, zwischen Zurückhaltung, Ablehnung und Engagement

Sektion 5: The Museum as a Transnational Site for National Identities
Moderation: Susan Kamel (Berlin)

Emília Ferreira (Lissabon): Building up from the London 1881 Pretext: The Birth of the Portuguese National Fine Arts Museum

Ayşe H. Köksal (Istanbul): Public Art Museum as a Transnational Space for National Identities. A Case Study on Turkish Experience

Nikolaus Bernau (Berlin): Was ist Indien? Die Konstruktion einer Nation im Museum

Bärbel Küster (Karlsruhe): Koloniale (Kunst-)Museumsgründungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Afrika

ZitierweiseTagungsbericht Transnationale Museumsgeschichte 1750-1940. 17.02.2012–18.02.2012, Berlin, in: H-Soz-u-Kult, 27.04.2012, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4202>.

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