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geschichtsdidaktik empirisch 12

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik der Fachhochschule Nordwestschweiz am Zentrum für Demokratie Aarau
Datum, Ort:16.02.2012-17.02.2012, Basel

Bericht von:
Karin Fuchs, Pädagogische Hochschule Luzern/Universität Fribourg; Nadine Ritzer, Pädagogische Hochschule Bern
Email: <karin.fuchsphz.ch; <nadine.ritzerphbern.ch>

Wie in den Jahren 2007 und 2009 organisierte das Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik der Fachhochschule Nordwestschweiz am 16./17. Februar 2012 die Tagung „geschichtsdidaktik empirisch“. Diese stellt eine Plattform für laufende und abgeschlossene Forschungsprojekte der Geschichtsdidaktik aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dar. Der Anlass bietet die Möglichkeit, sich einen Überblick über verschiedene Forschungsvorhaben im Bereich der Geschichtsdidaktik zu verschaffen und den wissenschaftlichen Austausch unter den Beteiligten zu pflegen. Auch der Kontakt zu Forschenden außerhalb des deutschsprachigen Raums wird gefördert. Das Ziel der Tagung, eine Bühne sowohl für Qualifikationsarbeiten (Dissertationen und Habilitationen in unterschiedlichen Stadien) als auch für große, mit Drittmitteln geförderte Forschungsprojekte und kleinere, explorative Forschungsvorhaben zu sein, wurde auch in diesem Jahr erfüllt. Es kamen Novizinnen und Novizen ebenso zu Worte wie erfahrene Expertinnen und Experten.

Begrüßt hat Hermann Forneck, der Direktor der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz. Dass Empirie keine Einheitlichkeit, sondern „Varianz“ bewirke, war der zentrale Fokus seiner einführenden Worte. Anhand verschiedener Beispiele zeigte er dies auf und lieferte damit eine ideale Diskussionsgrundlage zum Tagungsauftakt. Vielseitigkeit zeigte sich auch in den Forschungsprojekten, welche an der Tagung vorgestellt wurden.

Ein bereichernder Impuls kam von den Gästen aus Holland. Die renommierten Kolleginnen MARIA GREVER (Rotterdam) und CARLA VAN BOXTEL (Rotterdam) konnten für die Keynote gewonnen werden. Außerdem wurden in zwei Sektionen der Tagung Projekte aus den Niederlanden präsentiert. Maria Grever stellte in ihrem Beitrag Überlegungen zur Bedeutung von historischer Distanz und Nähe im Kontext außerschulischer Lernorte in den Niederlanden vor, welche die Vermittlung „historischen Kulturerbes“ an Schulklassen anbieten. Die sogenannte „Heritage Education“ gibt in den Niederlanden Anlass zu spannenden Diskussionen rund um den Stellenwert nationaler Geschichtsvermittlung und das öffentliche Bedürfnis nach historischem Wissen, wie auch PIETER DE BRUJIN (Rotterdam) und STEFAN KLEIN (Rotterdam) in ihren Projekten zeigten. In beiden Forschungsvorhaben geht es um die Frage, wie mit historischen Themen, z.B. dem Holocaust oder der Erinnerung an die Sklaverei, durch außerschulische Vermittlungsinstanzen umgegangen wird. Die Inszenierung von Geschichte im öffentlichen Raum ignoriert oft das, was Historikerinnen und Historiker für wichtig erachten: Die Distanz zum Untersuchungsgegenstand. De Brujin eruiert in seiner Studie, wie bestimmte (affektive) Quellen und Lernmaterialien die Kompetenz zur Perspektivenübernahme allenfalls hindern oder fördern können, während Klein anhand der Gedenkstätte beim ehemaligen Durchgangslagers „Westerbork“ analysiert, ob „heritage educators“ und Geschichtslehrpersonen tatsächlich unterschiedliche Konzepte im Umgang mit der Vergangenheit verfolgen – und falls ja, in welchen Bereichen.

CARLA VAN BOXTEL (Amsterdam) widmete sich in ihrem Keynote-Beitrag dem „historischen Denken“ in und außerhalb des Schulzimmers. Sie stellte das von ihr und Jannet van Drie entwickelte Modell zum „historical reasoning“ vor und diskutierte Instruktionsmaßnahmen zu dessen Förderung, die in empirischen Forschungsprojekten weiter untersucht werden. Zwei dieser Projekte wurden an der Tagung präsentiert. ALBERT LOGTENBERG (Leiden) sprach über seine Untersuchung, in der die Wirkung des Fragestellens von Lernenden auf das „historische Denken“ im Fokus steht. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Schülerfragen in Vorwissensprozesse einzubetten sind – also entweder auf Wissensdefizite reagieren, Verständniskonflikte zum Ursprung oder assoziative Wurzeln haben. Neben den kognitiven Prozessen spielen affektive eine große Rolle. Schülerfragen können laut Logtenberg sowohl aus der Schülerperspektive, als auch aus einer fachdidaktischen Lehrplanperspektive als für das historische Denken relevant beurteilt werden. JANNET VAN DRIE (Amsterdam) stellte eine Studie vor, die sie gemeinsam mit Carla van Boxtel durchgeführt hatte. Eine Lektionsreihe wurde darauf hin untersucht, inwiefern sie „historisches Denken“ in einer Plenumsdiskussion und im Schreiben eines Aufsatzes anregen konnte. Eine positive Bilanz der Untersuchung belegt, dass in beiden Bereichen Elemente „historischen Denkens“ auftraten und diese Kompetenz somit durch die gewählte Intervention hatte gefördert werden können.

Dem historischen Denken von Schülern mit Lernschwierigkeiten in Förder- und inklusiven Schulen widmet sich SEBASTIAN BARSCH (Köln). Dass bei sogenannt „lernbehinderten“ Lernenden in Förderschulen ein „Stereotype-Threat-Effekt“ wirken könne, dass ihre Leistungen also im Sinne einer „selffulfilling prophecy“ schlechter seien als jene der „Lernbehinderten“ im inklusiven Unterricht, gilt als eine Problematik, die zu berechtigten Fragen und Diskussionen Anlass gibt. Auch das methodische Vorgehen über die Zuordnung von nachgezeichneten Bildquellen hat eine lebhafte Debatte ausgelöst.

Dem Lernen der Schülerinnen und Schüler widmeten sich weitere Referate. ARNE BORSTELMANN (Hannover) hat in seiner empirischen Studie das Mittelalterbild von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I untersucht. Er hat dies in Form einer quasi-Längsschnittstudie in den 5., 7. und 9. Klassen erhoben. Auch bei diesem Beitrag entfachte eine heftige Diskussion sowohl über das methodische Vorgehen als auch über die vorgestellte Interpretation der Ergebnisse.

Ein Panel befasste sich mit dem Umgang von Lernenden mit Texten, Quellen und Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. MANUEL KÖSTER (Münster) geht in seinem Dissertationsprojekt der Frage nach, ob und wie die Selbstwahrnehmung, zu einer bestimmten Gruppe (z.B. „wir Deutschen“) zu gehören, das Leseverstehen von historischen Texten (im Projekt zum Thema „Holocaust“) beeinflusst. Die präsentierten Ergebnisse zeigen, dass das Textverstehen ein „individueller Konstruktionsprozess“ ist, der auch von textexternen Faktoren, wie etwa der genannten Identifikation mit einer bestimmten Gruppe, beeinflusst wird. CHRISTIAN SPIESS (Göttingen) untersucht anhand von videographierten Geschichtslektionen die Kompetenzförderung im Umgang mit Quellen. Ins Zentrum der Präsentation stellte er die „Perspektivenübernahme“, die, wie Spiess aufzeigte, in zahlreichen Lektionen nicht gefördert wird, weil beispielsweise von den Lehrpersonen eine reine Informationsentnahme aus den Quellen statt eine aktive Auseinandersetzung mit ihnen angeregt wird. Begünstigt wird die Perspektivenübernahme laut Spiess durch interaktive Lernarrangements, z.B. durch das Simulationsspiel. CHRISTIANE BERTRAM (Tübingen) präsentierte eine Interventionsstudie, welche den Mehrwert des Einsatzes von Zeitzeugen im Geschichtsunterricht in Bezug auf das Interesse, die Förderung der Methodenkompetenz sowie das Faktenwissen der Lernenden untersucht. Das präsentierte Design der Studie stieß auf reges Interesse.

Den Geschichtsvorstellungen von Lernenden widmeten sich CHRISTIAN BUNNENBERG (Essen). Er wertete Schülerbeiträge eines Online-Threads zur schriftlichen Abiturprüfung im Fach Geschichte (NRW 2010) aus und präsentierte das Vorgehen und die Möglichkeiten der qualitativen Inhaltsanalyse aus diesem neuen, spannenden Datenbestand. STEFANIE SERWUSCHOK (Eichstätt) berichtete über Auswertungsmethoden und erste Ergebnisse ihres Dissertationsvorhaben, in dem sie Ausprägungen historischen Denkens bei Kindern vor dem schulischen Geschichtsunterricht untersucht. Ein interessanter Aspekt der Studie befasst sich damit, wie die Kinder „weiße Flecken“ bei der sinnbildenden Kontextualisierung mit den Erfahrungen der eigenen Lebenswelt füllen. Dass die Probanden vor allem Vorstellungen innerhalb der Kategorie Politik mitbringen, z.B. zum Thema Nationalsozialismus, zur römischen Antike oder zur Steinzeit, erstaunt und zeigt, welch wichtige Erkenntnisse solche Untersuchungen für das historische Lernen liefern können.

Ein Panel unterschied sich von allen übrigen, da die Referierenden eine Institution vertreten, die sich nicht primär mit geschichtsdidaktischen Belangen befasst, das Institut für Wissensmedien in Tübingen. MANUELA GLASER untersuchte zusammen mit Bärbel Garsoffky und Stephan Schwan, inwieweit die Kontextinformationen – einmal narrativ und einmal expositorisch konzipiert – den Wissenserwerbsprozess bei der Begehung einer 3D-Rekonstruktion eines Renaissance-Schlosses beeinflusst. Die Auswertung der methodisch eindrücklichen und aufwendigen Studie ergab keine signifikanten Unterschiede. Sechs Studien von MARTIN MERKT und Stephan Schwan beschäftigen sich in Feld und Labor mit der Frage, inwiefern das Potential von Videos – am Beispiel des spezifischen Genre des Lehrfilms – als Grundlage für einen erfolgreichen Lernprozess durch das Angebot interaktiver Steuerungsmöglichkeiten verbessert werden kann. Die positiven Auswirkungen interaktiver Funktionen, wie die eines Registers oder einer Spulfunktion, ließen sich in den Ergebnissen nachweisen.

Nicht nur das historische Lernen der Schülerinnen und Schüler, sondern auch jenes der Lehramts-Studierenden ist für die geschichtsdidaktische Forschung von Interesse. BODO VON BORRIES (Hamburg) re-analysierte in seinem Beitrag bereits erhobene Daten aus eigenen Lehrveranstaltungen bezüglich der Performanz von Orientierungskompetenz bei Lehramtsstudierenden. Ein Anstieg dieser Kompetenz bei Lehramtsstudierenden im Vergleich zu Schülerinnen und Schülern sei feststellbar, aber der Zuwachs sei nicht in allen Bereichen signifikant. Lehramtsstudierende wissen zwar, dass man „historisch denken“ müsse, viele argumentierten indes (noch) nicht wie „Experten“.

Wie Studierende am wirksamsten auf die Praxis vorbereitet werden können, ist eine Kardinalfrage der Geschichtsdidaktik. Eine Möglichkeit untersucht MONIKA FENN (München). Sie berichtete über erste Resultate ihrer Interventionsstudie, die eine Modifikation studentischen Unterrichtshandelns von einem „instruktionalen“ zu einem „stärker konstruktivistischen“ Unterrichtsarrangement zum Ziel hat. Im Widerspruch zur Zustimmung einer Mehrheit der Probanden der Kontroll- und der Experimentalgruppe zu konstruktivistischen Unterrichtsformen in Pre- und Posttest steht deren tatsächliches Unterrichtshandeln im Pretest. Im Posttest dagegen zeigte die Experimentalgruppe ein deutlich konstruktivistisch orientiertes Unterrichten, während dies der Kontrollgruppe kaum gelang. Auch NICOLE BRAUCH (Freiburg) stellte ein interessantes Untersuchungsdesign vor, welches wertvolle Ergebnisse für die Ausbildung der Lehrpersonen verspricht. Mittels einer Interventionsstudie untersucht sie die Entwicklung der historischen Fragekompetenz von Lehramtsstudierenden. Im Zentrum steht die Analyse von „prompted learning journals“, von Tagebuch-Beiträgen, welche von den Studierenden nach dem Lesen von wissenschaftlichen Texten mittels verschiedener Impulse verfasst wurden. Eine erste Vorstudie zeigt, dass die Entwicklung eines Kodiersystems zur Messung der Fragekompetenz eine besondere Herausforderung darstellt.

Um die Wirkung der Lehrerbildung zu untersuchen, sind Langzeitstudien notwendig. Auch hierzu lieferte die Tagung Ansätze. GEORG KANERT (Heidelberg) und KRISTINA LANGE (Recklinghausen) stellten zwei „Langzeit-Studien“ vor, welche Lehrpersonen in den Berufseinstieg begleiten. Georg Kanert fokussiert dabei auf die Wirksamkeit der Lehrerbildung, wobei er die subjektive Einschätzung der Lehrpersonen zum Erreichen unterrichtsrelevanter Standards erfasst. Kristina Lange versucht die subjektiven Theorien über „guten Geschichtsunterricht“ zu Beginn der Ausbildung sowie nach 12 und 18 Monaten mit Hilfe von „Concept-Maps“ zu erfassen. Die Diskussion im Plenum zeigte, dass solche Untersuchungen noch an Gewicht gewännen, wenn neben subjektiven Einschätzungen und epistemologischen Überzeugungen auch die Wirkung von nur schwer veränderbaren subjektiven Theorien auf die Unterrichtspraxis empirisch erfasst werden könnten.

Weitere Projekte widmen sich praktizierenden Lehrpersonen. CHRISTIAN MEHR (Frankfurt) zeigte in einem unterhaltsamen Referat auf, welche Fragen Lehrpersonen und Lernende im Geschichtsunterricht aufwerfen. Mehr analysierte dafür videographierte Lektionen und interpretierte sie mittels Objektiver Hermeneutik. Er kam zum Schluss, dass problemorientierte, normative und multiperspektivische Fragen eine zentrale Rolle spielen, dass aber die Unterrichtspragmatik (etwa der Zeitdruck oder der Anspruch, dass alle „drankommen“) die Förderung der Fragekompetenz und die Möglichkeit, historischen Fragen tatsächlich nachgehen zu können, nicht selten einengt. MONIKA WALDIS (Aarau) präsentierte ein Projekt zum Einsatz von Unterrichtsvideos in der Lehrerfortbildung, welches sie zusammen mit Jan Hodel und Corinne Wyss durchgeführt hatte. Lehrpersonen wurden vor und nach einer Fortbildung, in der die Vermittlung eines historischen Kompetenzmodells im Zentrum stand, in ihrem Geschichtsunterricht gefilmt. Obschon sie im Interview angaben, das Modell verstanden zu haben und ihre Lernmaterialien nach den Möglichkeiten der Kompetenzförderung auszuwählen, zeigte sich im realen Unterrichtsgeschehen, dass Wissensrezeption und Erschließungsaktivitäten (weiterhin) überwogen. MARKUS DAUMÜLLER (Heidelberg) untersucht die Rekonstruktion von berufsbiographischem Lernen tätiger Geschichtslehrpersonen mittels Interviews und einer Fragebogenerhebung. Das Vorgehen bietet die Möglichkeit, Selbstaussagen in Fragebögen mit den Aussagen in Interviews zu kontrastieren. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Rollenkonzept von Lehrpersonen, unabhängig von (neuen) Ansprüchen von außen, relativ stabil bleibt.

Das zusammenfassende Podiumsgespräch wurde von den Moderierenden der deutschsprachigen Sektionen (MICHELE BARICELLI, WOLFGANG HASBERG, CHRISTINE PFLÜGER, MICHAEL SAUER und WALTRAUD SCHREIBER) bestritten und von BEATRICE ZIEGLER geleitet. Als Fazit der Tagung unterstrich Michael Sauer die positive Entwicklung der geschichtsdidaktischen Forschung, die durch die Ausweitung der Methoden und durch neue Untersuchungsperspektiven viel gewonnen habe. Gleich mehrere Podiumsteilnehmende mahnten indes an, dass die geschichtsdidaktische Forschung die spezifisch historischen Inhalte nicht vergessen dürfe. Dazu gehörten nicht nur die Verwendung eines fachspezifischen Vokabulars und die Anwendung geschichtsdidaktischer Konzepte, sondern auch die Beachtung qualitativer Studien.

Insgesamt bot die Tagung den Teilnehmenden interessante Einblicke in die vielseitige geschichtsdidaktische Forschung, die großmehrheitlich auf die Lernenden im Schulzimmer fokussiert. Die Lehrpersonen-Forschung, die prozessorientierte Unterrichtsforschung oder interkulturelle Untersuchungen sollten, so die Schlussbetrachtung der Moderierenden, vermehrt angeregt werden. Forschungsprojekte, welche das Lernen der Lehramtskandidatinnen und -kandidaten sowie die Auswirkung von Aus- und Weiterbildung auf die Unterrichtspraxis untersuchen, versprechen interessante Erkenntnisse für die Geschichtsdidaktik. Wertvoll wären hierfür vermehrte Langzeitstudien, wie sie an der Tagung zur Sprache kamen. Desiderate sind Projekte, welche die Geschichtskultur in den Blick nehmen. Diesbezüglich bekam die deutschsprachige Fachdidaktik an dieser Tagung wertvolle Anregungen von den Präsentationen der Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden zur „Heritage Education“. Auch die angekündigte Fortsetzung der Tagungsreihe „geschichtsdidaktik empirisch“ im Jahr 2013, in der kulturwissenschaftlich-empirische Ansätze und kulturgeschichtliche Themen stärker in den Fokus rücken werden, verspricht weitere spannende Impulse.

Konferenzübersicht:

Research in the Netherlands

Keynote - Maria Grever (Rotterdam) und Carla van Boxtel (Amsterdam): Empirical Research in History Didactics in the Netherlands.

Research in the Netherlands (I) – “Heritage Education“

Pieter de Brujin, Rotterdam: Moral and emotional frictions. Tensions of historical distance in educational resources on Holocaust heritage.

Stefan Klein, Rotterdam: Holocaust and locality. Imagining the Holocaust in your own environment. A heritage educator and history teacher perspective.

Research in the Netherlands (II) – Historical Reasoning

Albert Logtenberg, Leiden: Students asking historical questions. The role of historical reasoning, prior knowledge and affect.

Jannet van Drie/Carla van Boxtel, Amsterdam: Discussing historical significance in the classroom.

Lehrpersonen (I) Lehramts-Studierende

Bodo von Borries, Hamburg: Historische und geschichtsdidaktische Kompetenzen von Lehramtsstudent(inn)en - Explorative Befunde.

Monika Fenn, München: Modifikation des studentischen Unterrichtshandelns von einer instruktionalen in eine stärker konstruktivistische Form.

Lehrpersonen (II) Berufseinsteiger/innen

Georg Kanert, Heidelberg: Notwendigkeit, Grenzen und Herausforderungen von Längsschnittuntersuchungen für die Untersuchung der Geschichtslehrerbildung.

Kristina Lange, Recklinghausen: Was ist guter Geschichtsunterricht? Vorstellungen von lernenden Lehrenden nach Abschluss des Studiums und zu Beginn des Referendariats.

Lehrpersonen (III) Berufstätige

Monika Waldis, Aarau: Fachdidaktische Theorie und Praktiker/-innenwissen - zwei (un-)vereinbare Welten? Empirische Ergebnisse zur Wirksamkeit einer videobasierten Weiterbildung von Geschichtslehrpersonen.

Markus Daumüller, Pädagogische Hochschule Heidelberg: „Berufsbiographisches Lernen“ als Erfahrungsorganisation von Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrern.

Unterricht (I): Umgang von Schüler/innen mit Texten, Quellen, Zeitzeug/innen

Manuel Köster, Münster: Identität und historisches Textverstehen in der multiethnischen Gesellschaft.

Christian Spiess, Göttingen: Quellenarbeit und historisches Lernen. Kompetenzerwerb im Geschichtsunterricht.

Christiane Bertram, Tübingen: Chancen und Risiken von Zeitzeugenbefragungen – Entwicklung eines Messinstruments für die Interventionsstudie.

Unterricht (II): Medienunterstützung bei historischen Lernprozessen

Manuela Glaser, Tübingen: Narratisierung von historischen Rekonstruktionen.

Martin Merkt, Tübingen: Sechs Studien zur Optimierung des Videoeinsatzes im Geschichtsunterricht.

Unterricht (III): Historisch Fragen

Christian Mehr, Goethe-Universität Frankfurt: Fragen im Geschichtsunterricht.

Nicola Brauch, Katholische Universität Eichstätt: Lerntagebücher als Mess- und Förderinstrument historischer Fragestellungskompetenz zu Beginn des Geschichtsstudiums.

Geschichtsvorstellungen (I)

Sebastian Barsch, Köln: Historisches Denken und Conceptual-Change von Schülern mit Lernschwierigkeiten in Förder- und inklusiven Schulen.

Arne Borstelmann, Hannover: „Bunte Bilder – dunkle Zeiten“. Das Mittelalterbild bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I.

Geschichtsvorstellungen (II)

Christian Bunnenberg, Universität Duisburg-Essen: „Geschichte, das einzige Fach vor dem ich richtig Bammel habe.“ – Auswertung von Schülerbeiträgen eines Online-Threads zur schriftlichen Abiturprüfung im Fach Geschichte (NRW 2010).

Stefanie Serwuschok, Katholische Universität Eichstätt: Auswertungsmethoden und erste Ergebnisse aus der Studie „Ausprägungen historischen Denkens vor dem Geschichtsunterricht“.

ZitierweiseTagungsbericht geschichtsdidaktik empirisch 12. 16.02.2012-17.02.2012, Basel, in: H-Soz-u-Kult, 14.04.2012, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4194>.

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