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Fürst Pückler und Frankreich. Ein bedeutendes Kapitel des deutsch-französischen Kulturtransfers

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM), Cottbus; „Groupe de recherche sur les transferts culturels“ (UMR 8547), Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), Paris; Napoleonmuseum Thurgau Schloss und Park Arenenberg; Universität Potsdam
Datum, Ort:21.10.2011–22.10.2011, Cottbus-Branitz

Bericht von:
Ulf Jacob, Berlin
E-Mail: <Ulf.Jacobalumni.tu-berlin.de>

Etwa seit dem Ende der 1990er-Jahre lässt sich eine empirische, interpretatorische und organisatorische Erneuerung der Pücklerforschung beobachten. Mit der Tagung an historischer Stätte wurde ein weiterer Knoten im Netzwerk dieser lebendigen, um Person und Werk des Fürsten Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau (1785-1871) zentrierten Forschungsszene geflochten. Auf der gut besuchten Veranstaltung referierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz erstmalig im Zusammenhang über die „französische Seite“ des Lausitzer Standesherrn, Landschaftsgärtners, Erfolgsschriftstellers, Weltreisenden, Gesellschaftsmenschen und schillernden Selbstdarstellers, der als ein „Superzeichen“ (Lars Clausen) seiner Epoche angesehen werden kann. Im Ergebnis der Branitzer Zusammenkunft darf schon jetzt festgehalten werden, dass künftig gleichauf mit (und in mancherlei Hinsicht sogar noch vor) den anglophilen und orientalischen Neigungen des „grünen Fürsten“ (Heinz Ohff) auch der Frankreich-Bezug seines Lebens und Schaffens in Rechnung zu stellen ist.

Das thematische Novum bot zugleich Gelegenheit, einen Impuls aufzunehmen, der nur zwei Jahre zuvor von gleicher Stelle ausging: Anlässlich einer viel beachteten Konferenz war damals der Versuch unternommen worden, den Stand der Forschung zu bilanzieren und aktuelle Perspektiven aufzuzeigen.[1] Mit der Orientierung auf Quellenkunde, methodologische Innovation, transdisziplinäres Denken und Internationalität verband sich die Forderung nach einer dauerhaften Institutionalisierung und koordinierten Ausgestaltung des Forschungsprozesses. An die seinerzeit formulierten Grundsätze und Zielstellungen knüpfte nunmehr auch die Frankreich-Tagung an. Wie hochgespannt die Erwartungen waren, kam schon in den Geleit- und Grußworten von Gert Streidt (Cottbus), Michel Espagne (Paris), Walther Ch. Zimmerli (Cottbus) und Hermann Graf von Pückler (München) zum Ausdruck. Dabei wurde insbesondere die europäische Dimension des Gegenstandes hervorgehoben. Mit besonderer Aufmerksamkeit nahm das Auditorium überdies die von Hajo Cornel (Potsdam) überbrachte Botschaft der Brandenburgischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Sabine Kunst (Potsdam) zur Kenntnis, dass sich die Landesregierung ausdrücklich dazu bekenne, die Profilierung der Branitzer Pückler-Stiftung als Ort einer systematischen und zielgerichteten Forschungsarbeit ungeachtet aller Sparzwänge auch in Zukunft nach Kräften zu unterstützen.

Den Auftakt im Reigen der 18 Fachvorträge bildete das Hauptreferat der Germanistin MARIE-ANGE MAILLET (Paris). Maillet, die gegenwärtig an einer Habilitationsschrift über Pückler und den Kulturtransfer arbeitet, hatte den entscheidenden Anstoß zur Tagung gegeben und das gemeinsam mit der Branitzer Stiftung entwickelte Programm in wichtigen Zügen vorgezeichnet. In ihrem Beitrag entwarf sie zunächst ein Panorama der vielfältigen Frankreich-Beziehungen des Fürsten. In Anbetracht einer vergleichsweise dürftigen Forschungslage arbeitete sie vier wesentliche Fragehorizonte heraus: Wie wurde Pückler durch seine Erlebnisse der französischen Gesellschaft und Kunst geprägt? Welchen Beitrag leistete er, um die Deutschen mit Frankreich vertraut zu machen? Wie wurde er in Frankreich wahrgenommen? Und welchen Einfluss nahm er auf die französische Kultur? Im Anschluss daran rekonstruierte sie auf der Basis einer akribischen Auswertung zeitgenössischer Rezensionen die französische Rezeption seiner Werke. Gemessen an der Fülle der persönlichen Kontakte des Fürsten war ihr Befund ernüchternd: Zwar lässt sich für den Zeitraum von 1832 bis 1836 eine recht intensive, zwischen Lob und Kritik changierende Auseinandersetzung mit Pücklers Schriften belegen, doch flaute dieses Interesse schnell wieder ab. Seine Veröffentlichungen der 1840er-Jahre blieben weitestgehend unbeachtet und wurden nur noch in wenigen Auszügen übersetzt. Als Literat bald vergessen, beschränkte sich Pücklers Präsenz im Bewusstsein des französischen Publikums auf seinen Ruf als großer Gartenkünstler. Außer einer von Auguste Ehrhard verfassten Biographie (1927/28) ist auf Seiten der französischen Wissenschaft und Publizistik kaum noch etwas in Sachen ‚Pückler’ geschehen. Vor diesem Hintergrund verband sich für Maillet mit der Tagung die Hoffnung, auch in Frankreich eine neue Pücklerforschung anregen und etablieren zu können.

Das breite Spektrum der Pücklerschen Frankreich-Affinitäten wurde in den nachfolgenden Sektionen detailliert entfaltet. Zunächst rückte der Aspekt der Familiengeschichte in den Mittelpunkt. Dabei ging es, wie ULF JACOB (Berlin) in seiner Moderation hervorhob, nicht allein um genealogische Betrachtungen, sondern vor allem auch darum, das singuläre Phänomen ‚Pückler‘ in Anlehnung an die sozio-biografischen Studien von Bettina und Lars Clausen als Ergebnis eines sich über mindestens drei Generationen fortspinnenden Interaktionszusammenhanges zu begreifen. Mit ihrem Beitrag über Pücklers französische Vorfahren – seine Großmutter mütterlicherseits entstammte dem Geschlecht La Tour du Pin – nahm die vor allem auf dem Feld der Aufklärungs- und Hugenottenforschung bewanderte Germanistin VIVIANE ROSEN-PREST (Paris) einen Faden dieses Verwandtschaftsgeflechtes auf, über den bislang nur wenig bekannt war. Dass Pückler sich ungeachtet der ansonsten ausgelebten und freimütig bekundeten Frankophilie in Bezug auf seine eigenen französischen Wurzeln eher bedeckt hielt, könnte, wie Rosen-Prest zu bedenken gab, unter anderem daran gelegen haben, dass die Heirat mit einer Französin in deutschen Adelskreisen als nicht standesgemäß galt und im Falle ihres Bekanntwerdens eine Abwertung des Adelsranges zur Folge gehabt hätte. Einen zweiten Strang der familiären Verstrickungen verfolgten die beiden Historiker und langjährigen Mitarbeiter der Branitzer Pückler-Stiftung CHRISTIAN FRIEDRICH (Cottbus) und VOLKMAR HEROLD (Cottbus). In ihrem Referat über die Ahnenreihe derer von Callenberg werteten sie namentlich Pücklers zeitlebens verehrten, den Künsten und Wissenschaften zugeneigten Großvater Hermann Reichsgraf von Callenberg als eine wichtige Brückenfigur zum Sozial- und Kulturraum Frankreichs.

Nach dieser doppelten familiengeschichtlichen Rückbindung der Thematik verdeutlichten die Beiträge der nächsten Sektion, wie das Frankreichbild des Fürsten zwischen Erfahrung und Fiktion oszillierte. Am Beispiel der Pücklerschen Paris-Impressionen beschrieb der Germanist und Kulturwissenschaftler MICHEL ESPAGNE (Paris) den Autor der „Briefe eines Verstorbenen“ (1830/31) als einen Flaneur, der sich das Stadtbild der Metropole mit wachen Sinnen und einer großen Empfänglichkeit für Details angeeignet hat. Nicht nur die traditionellen Bildungsgüter Kunst, Architektur, Theater, Musik und Politik stießen auf das Interesse des aristokratischen Touristen, sondern auch Errungenschaften der Moderne wie die öffentlichen Verkehrsmittel und die neuen Massenmedien in Gestalt von Dioramen, Panoramen usw. Über das bloße Faszinosum hinaus lieferte die Bildtechnik der letzteren auch ein Strukturmodell für Pücklers literarische Darstellungen. Espagne sprach in diesem Zusammenhang von einer „filmischen Wahrnehmung“ und einer Art von „Fotografie vor Erfindung der Fotografie“. Der Fürst habe auf diese Weise einen originären Beitrag zum Mythos ‚Paris‘ geleistet. Auch die Germanistin ANDREA MICKE-SERIN (Angers) unterstrich die empirischen Qualitäten seiner Schilderungen von Land und Leuten, warf jedoch zugleich die Frage nach deren spezifischem Verhältnis zur Realität auf. Eigenständige Beobachtungen gingen demnach mit der Übernahme sozialer Typisierungen und nationaler Stereotypen in eins. Auch in Pücklers Frankreich-Reminiszenzen sah Micke-Serin das Prinzip einer „fingierten Authentizität“ (Sebastian Böhmer) am Werk.

Damit war ein Akzent gesetzt, der auch die weiteren Ausführungen zum lesenden und schriftstellernden Pückler beherrschte. Der Fürst integrierte in seine literarischen Schöpfungen eine Fülle intertextueller und intermedialer Verweisungen. Wesentliche Versatzstücke seines höchst artifiziellen, zur Quellensuche herausfordernden (Vexier-)Spiels entstammten dem französischen Kulturkreis. Während der Romanist ERNSTPETER RUHE (Würzburg) exemplarisch aufzeigen konnte, wie Pückler, alias Semilasso, für die Darstellung einer Bordellszene in Algier die Komposition eines Gemäldes von Eugene Delacroix anverwandelte, wies die Germanistin JANA KITTELMANN (Berlin) auf die Briefliteratur des 18. Jahrhunderts als einer wichtigen Inspirationsquelle hin. Insbesondere die seinerzeit in Deutschland stark rezipierten Schriften der Madame Sévigné dienten dem Fürsten als Vorlage. Von ihr leitete er nach Kittelmann nicht nur sein literarisches Konzept und Schreibsystem ab, sondern übernahm auch das Verfahren einer kunstvollen „Als-ob-Natürlichkeit“. Einen anderen Orientierungs- und Anknüpfungspunkt seiner Textproduktion markierte die Komparatistin LESLIE BRÜCKNER (Paris/Freiburg), indem sie Pücklers Auseinandersetzung mit den orientalischen Werken der Romantiker Chateaubriand und Lamartine genauer beleuchtete, die er als „Reiseführer“ nutzte. Schätzte er den Einen, empfand er den Stil des Anderen als aufgesetzt und frömmlerisch.

Seinem synästhetischen, zum Gesamtkunstwerk tendierenden Weltverhältnis entsprechend, schloss Pücklers Dialog mit der französischen Kultursphäre neben der Literatur und dem Theater auch die bildende Kunst sowie die Raumgestaltung in all ihren Spielarten mit ein. Wie die Kunsthistorikerin FRANCE NERLICH (Tours) nachweisen konnte, fußten die Pücklerschen Kunsturteile oftmals auf medialen Vermittlungsprozessen und standen in Abhängigkeit von der zeitgenössischen deutschen Kunstkritik. Manches moderne Werk, das der „Verstorbene“ selbst in Augenschein genommen haben wollte, wurde am angegebenen Ort gar nicht ausgestellt. So, wie er nach Michel Espagne das Theater als einen „Gradmesser anthropologischer Unterschiede zwischen Franzosen und Deutschen“ benutzte, war auch seine Rezeption der bildenden Künste Frankreichs mit nationalen Klischees unterlegt. Ein gefühlsmäßiger, auf Sympathie und Empathie beruhender Zugang zu den dargestellten Sujets überwog, wobei Szenen aus dem Leben Napoleons und Louis Philippes seine besondere Wertschätzung fanden. Dem zentralen Kompetenzbereich des Fürsten näherte sich STÉPHANIE DE COURTOIS (Versailles) in ihrem Beitrag über „Pückler und die französische Gartenkunst“. Ungeachtet seiner vordergründigen Fixierung auf die englische Landschaftsgärtnerei, besichtigte der Reisende auch zahlreiche französische Anlagen, deren Eigenqualitäten er durchaus (kritisch) zu würdigen wusste. Im Gegenzug genoss Pücklers Muskauer Park in Frankeich einen fast mythischen Ruf, seit 1847 lag auch eine Übersetzung seiner „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ (1834) vor. Der Fürst galt als eine der besten Referenzen für den „gemischten Stil“, also für die Verbindung von regelmäßig-architektonischen und freien landschaftlichen Elementen. Noch im fortgeschrittenen Alter war er zumindest beratend an der Umgestaltung des Pariser Bois de Boulogne beteiligt. Darüber, dass dem einschlägigen Gedankenaustausch mit Napoleon III. womöglich ein längerer Annäherungsprozess im Schweizer Schloss und Park Arenenberg vorausging, berichtete der Historiker und Direktor des Napoleon-Museums DOMINIK GÜGEL (Thurgau). Auch wenn bisher kein sicherer Beleg für einen Aufenthalt Pücklers vor Ort gefunden werden konnte, sprechen die mit detektivischer Schlüssigkeit zusammengestellten Indizien doch für sich: Schon in den 1830er-Jahren begann Charles Louis Napoleon Bonaparte, der nachmalige Kaiser der Franzosen, am Ufer des Bodensees einen Park nach Pücklerschen Grundsätzen anzulegen, den er Gügel zu Folge später in den Bois de Boulogne „hineinkopieren“ ließ. Handsignierte Exemplare der „Briefe eines Verstorbenen“ und der „Andeutungen“ gehörten zum Bestand der Arenenberger Bibliothek. Und noch heute findet sich in einem der Gästebücher eine Karikatur Pücklers mit Fez. Abschließend lenkte die Sammlungsleiterin BEATE SCHNEIDER (Cottbus) den Blick des Publikums ins Branitzer Schloss. Französische Wohnkultur wurde hier an Hand der hochwertigen Lithografien des Pariser Design-Magazins „Le Garde-meuble, ancien et moderne“, das Pückler abonniert hatte, nachempfunden.

In enger Verbindung mit den literarischen und künstlerischen Dimensionen des Verhältnisses Pückler-Frankreich fokussierte die letzte Sektion auf den sozialen, politischen und ideologisch-weltanschaulichen Aspekt dieser Beziehung. Noch einmal kam dabei die interdisziplinäre, Fächergrenzen im Interesse eines thematischen Miteinanders überwindende Herangehensweise der Tagung zum Tragen. So sprach der Literaturwissenschaftler GERHARD R. KAISER (Jena) über den Napoleon-Kult des Fürsten, der Historiker WERNER GREILING (Jena) über das Verhältnis zum kosmopolitisch-liberalen Zirkel um Karl August und Rahel Varnhagen von Ense, der Kultursoziologe und Kunstwissenschaftler ULF JACOB (Berlin) über den Einfluss des Saint-Simonismus auf Identität, Weltbild und Kunst, die Germanistin NINA BODENHEIMER (Paris) und ihr Fachkollege NIKOLAUS GATTER (Köln) über die persönlichen Kontakte zur saint-simonistischen Szene Frankreichs bzw. über die französische Sicht auf den Varnhagen-Kreis sowie die Germanistin und Ägyptologin SYLVIA PEUCKERT (Berlin) über Pücklers – auch politisch konnotierte – Beschäftigung mit der französischen Ägyptologie. In der Zusammenschau ergab sich das Bild eines weltaufgeschlossenen, bestens vernetzten und vielfältig interessierten Aristokraten, der als ein wacher Zeitgenosse am europäischen Aufbruch in die Moderne partizipierte und sich zentrale Elemente seines Selbst- und Weltverständnisses im interkulturellen Dialog zu eigen machte. Dabei war er hin- und hergerissen zwischen einem Grundgefühl des Verlustes und der Hoffnung auf ein kommendes Goldenes Zeitalter, dem er mit seinen Werken aktiv entgegen arbeiten wollte. Gerade dieser vorwärtstreibende, dem Fortschritt zugewandte Impetus verdankte sich in starkem Maße Pücklers Liaison mit der französischen Geisteswelt.

Im Rückblick kann festgestellt werden, dass das Projekt einer „neuen Pücklerforschung“ durch die Tagung ein großes Stück vorangekommen ist. Eine für den Herbst 2012 als Band 7 der „edition branitz“ avisierte Buchpublikation der Beiträge wird davon Zeugnis ablegen. Zugleich hat sich aber auch gezeigt, dass noch viel Arbeit zu leisten ist. Wünschenswert wäre es beispielsweise, die neuesten Erkenntnisse der Quellenkritik und die methodologische Erneuerung der Pückler-Interpretationen künftig noch enger miteinander zu verknüpfen, so wie es etwa Jana Kittelmann in ihrer Dissertation (2010) über die Literarisierung der Pücklerschen Reisebriefe vorgeführt hat. Deutlich wurde zudem, dass es nicht reicht, Tagung auf Tagung folgen zu lassen. Die sprunghaft gewachsene und sich stetig weiter diversifizierende Forschungscommunity bedarf eines gemeinsamen, auf Dauer eingerichteten Forums, in dem die Akteure sich begegnen, austauschen und organisieren, miteinander kooperieren sowie problemlos auf Quellen und relevante Informationen aller Art zugreifen können. Zu diesem Zweck engagiert sich die Branitzer Pückler-Stiftung gemeinsam mit ihren Partnern für den Aufbau einer im realen wie im virtuellen Raum verankerten „Pückler-Plattform“. Im Zuge dessen wird das Thema „Pückler und Frankreich“ auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Konferenzübersicht:

Begrüßung durch Gert Streidt (Cottbus), Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Begrüßung durch Michel Espagne (Paris), Forschungsdirektor am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), Leiter der „Groupe de recherche sur les transferts culturels“ (UMR 8547)

Grußwort von Sabine Kunst (Potsdam), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, vorgetragen von Abteilungsleiter Hajo Cornel (Potsdam)

Grußwort von Walther Ch. Zimmerli (Cottbus), Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus

Grußwort von Hermann Graf von Pückler (München)

Hauptreferat
Marie-Ange Maillet (Paris): Fürst Pückler und Frankreich. Fürst Pückler in Frankreich

1. Sektion: Familiengeschichte
Moderation: Ulf Jacob (Berlin)

Viviane Rosen-Prest (Paris): Fürst Pückler und seine Vorfahren La Tour du Pin. Familiengeschichte und persönliche Beziehungen

Christian Friedrich (Cottbus) und Volkmar Herold (Cottbus): Die Familie Callenberg und Frankreich

2. Sektion: Frankreichbild zwischen Erfahrung und Fiktion
Moderation: Marie-Ange Maillet (Paris)

Michel Espagne (Paris): Pücklers Wahrnehmung von Paris

Andrea Micke-Serin (Angers): Pückler und die Franzosen – Erlebtes, Erfundenes oder Klischees?

3. Sektion: Literatur
Moderation: Helmut Peitsch (Potsdam)

Ernstpeter Ruhe (Würzburg): Unholde Bilder. Fürst Pücklers interkulturelle Schattenspiele

Jana Kittelmann (Berlin): „Mit Madame Sévigné zu Tisch“. Pücklers Rezeption französischer Brief- und Reiseliteratur des 18. Jahrhunderts

Leslie Brückner (Paris/Freiburg): Fürst Pückler und die Orientreisen der französischen Romantiker

4. Sektion: Bildende Kunst, Architektur, Gartenkunst
Moderation: Michel Espagne (Paris)

France Nerlich (Tours): Theatralische Verzerrung vs. gewinnende Gemüthlichkeit. Pücklers Ansichten zur französischen Kunst seiner Zeit

Stéphanie de Courtois (Versailles): Pückler und die französische Gartenkunst

Dominik Gügel (Thurgau): Fürst Pückler, Napoleon III. und der Park von Schloss Arenenberg

Beate Schneider (Cottbus): Pücklers Rezeption französischer Wohnkultur im Schloss Branitz

5. Sektion: Gesellschaft, Politik, Weltanschauung
Moderation: Iwan-Michelangelo D’Aprile (Potsdam)

Gerhard R. Kaiser (Jena): Pücklers Beitrag zum Napoleon-Mythos

Werner Greiling (Jena): Pückler und Varnhagen von Ense – Blicke nach Frankreich

Ulf Jacob (Berlin): „Apropos, ich bin St. Simonianer geworden, …“. Der Einfluss des saint-simonistischen Diskurses auf Pücklers Weltbild, Identität und Kunst

Nina Bodenheimer (Paris): „Je ne vois pas pourquoi je ne dirai pas qu’il est St Simonien“. Fürst Pückler-Muskau und die Saint-Simonisten

Nikolaus Gatter (Köln): „… en témoignage contre la Prusse des hobereaux“. Varnhagen und sein Kreis aus französischer Sicht

Sylvia Peuckert (Berlin): Pücklers Champollion-Lektüre als Akt der Parteinahme für die französische Ägyptologie

Schlussdiskussion
Moderation: Marie-Ange Maillet (Paris) und Ulf Jacob (Berlin)

Rahmenprogramm

Branitzer Impressionen. Führungen durch Park und Schloss Branitz mit Anne Schäfer, Gert Streidt und Claudius Wecke (Cottbus)

Eröffnung der Ausstellungen „Fürst Pücklers französische Reisen“ und „Carl Blechens Reise nach Paris 1835“ im Schloss Branitz durch Christian Friedrich und Beate Schneider (Cottbus)

Anmerkung:
[1] Christian Friedrich und Ulf Jacob (Hrsg.), „… ein Kind meiner Zeit, ein ächtes, bin ich …“ Stand und Perspektiven der Forschung zu Fürst Pückler, Berlin 2010 (edition branitz; 6); siehe auch den Tagungsbericht in: kunsttexte.de, Nr. 1, 2010, unter <edoc.hu-berlin.de/kunsttexte/2010-1/jakob-ulf-20/PDF/jakob.pdf> (12.01.2012).

ZitierweiseTagungsbericht Fürst Pückler und Frankreich. Ein bedeutendes Kapitel des deutsch-französischen Kulturtransfers. 21.10.2011–22.10.2011, Cottbus-Branitz, in: H-Soz-Kult, 04.02.2012, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4041>.

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