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Transzendenz und Gemeinsinn

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Sonderforschungsbereich (SFB) 804 „Transzendenz und Gemeinsinn“
Datum, Ort:21.10.2010-23.10.2010, Dresden

Bericht von:
Stephan Dreischer / Christoph Lundgreen / Daniel Schulz, Sonderforschungsbereich 804, Technische Universität Dresden
E-Mail: <Stephan.Dreischertu-dresden.de>; <Christoph.Lundgreentu-dresden.de>; <Daniel.Schulztu-dresden.de>

Vom 21. bis zum 23. Oktober des vergangenen Jahres präsentierte der seit 2009 an der Technischen Universität Dresden bestehende Sonderforschungsbereich (SFB) „Transzendenz und Gemeinsinn“ im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung die Perspektiven seines Forschungsprogramms. Die Vorträge aus dem interdisziplinären, geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsverbund orientierten sich dabei an einer zentralen Leitfrage: Welche Voraussetzungen, Bedingungen und Ressourcen sind notwendig für die Konstituierung und Stabilität von sozialen und politischen Ordnungen? Mit dem Transzendenzbegriff wurde dabei eine neue Konzeptualisierung vorgestellt, die in unterschiedlichen empirischen Feldern und historischen Kontexten nach Mechanismen der Herstellung und Behauptung von Unverfügbarkeit sucht.

Im ersten Panel wurden die Themen und Grundlagen des SFB diskutiert. Nach dem Grußwort des Vorsitzenden des deutschen Wissenschaftsrates, PETER STROHSCHNEIDER (München), der die Tradition der geistes- und sozialwissenschaftlichen Exzellenzforschung in Dresden betonte, stellte der Sprecher HANS VORLÄNDER (Dresden) den theoretischen und konzeptionellen Ansatz des neuen Sonderforschungsbereiches vor. Vorländer grenzte den Transzendenzbegriff dabei zunächst gegen die Verkürzung auf die religiöse Transzendenz ab: Der kulturwissenschaftlich-analytisch gefasste Transzendenzbegriff sei weiter als der Religionsbegriff. Er impliziere ebenso wenig eine normative Theorie der „politischen Theologie“, in der die Grenze zwischen religiöser und nicht-religiöser Transzendenz verwischt werde, noch einen rationalistischen Säkularismus – vielmehr eröffne der Begriff die Möglichkeit, analytisch und empirisch die Mechanismen zu erforschen, mit denen politische und soziale Ordnungen ihre Grundprinzipien der unmittelbaren Verfügung durch Akteure entziehen. Dabei müsse „Transzendenz“ stets in Form von Transzendenzbehauptungen untersucht werden – als spezifische Geltungsannahme, die gegen konkurrierende Geltungsbehauptungen durchgesetzt und stabilisiert werde. Untersucht werden müssten also Diskurse und Praktiken der Unverfügbarstellung, mit denen zugleich, so die Hypothese, für die entsprechende Ordnung Gemeinsinn generiert werde.

THOMAS RENTSCH (Dresden) vertiefte diese Überlegungen und explizierte den Transzendenzbegriff in seinen philosophisch-anthropologischen Dimensionen. Auch Rentsch wandte sich gegen eine vorschnelle Verbindung von Transzendenz und Religion. Vielmehr ließen sich darunter zunächst fundamentale Aspekte menschlicher Existenz und Weltbezogenheit fassen: Dimensionen wie Unerkennbarkeit, Unverfügbarkeit, Unsagbarkeit oder Entzogenheit sind nach Rentsch konstitutiv für die Sinnbezüge menschlicher Lebenswelt, die jedoch nicht nur in einer einzigen authentischen Form reflektiert werden können. Unter den verschiedenen kulturellen Modi des Transzendenzbezuges sei die Religion mithin nur eine, spezifische Form der Transzendenzauslegung. Daneben gebe es aber mit der mythischen, der philosophischen oder der ästhetischen Transzendenzauslegung noch weitere, nicht auf den religiösen Modus reduzierbare Formen der Reflexion auf das Unverfügbare.

Der anschließende Beitrag von HANS-GEORG LIPPERT (Dresden) bediente sich dann wie die meisten folgenden Vorträge vornehmlich einer kulturwissenschaftlichen Theorieperspektive. Lippert zeigte, wie verschiedene Transzendenzsemantiken in der Architekturgeschichte zur symbolischen Aufladung von Bautypen eingesetzt wurden: Das amerikanische Hochhaus und der moderne Städtebau wurden so von zeitgenössischen Architekten und Kritikern immer wieder in Bezug zum Turmbau zu Babel gesetzt, wobei die ursprünglich negativ konnotierte biblische Erzählung nun zur säkularen Legitimitätserzeugung affirmativ gewendet wurde.

In seinem Abendvortrag in der Frauenkirche präsentierte HANS JOAS (Erfurt) eine Revision der traditionellen Säkularisierungstheorien, die einen linearen Rückzug der Religion behaupten. Stattdessen schlug Joas vor, lieber von „Wellen der Säkularisierung“ zu sprechen. Ähnlich wie schon Rentsch kritisierte Joas die vorherrschenden Säkularisierungstheorien damit als zu statisch. Insbesondere gegen Charles Taylor betonte Joas, dass die Genese und die Möglichkeit einer „säkularen Option“ in den jeweiligen sozialstrukturellen Kontexten betrachtet werden müsse. Erst so werde klar, wie sich diese Option gegen Widerstände habe durchsetzen und auf Dauer stellen lassen und welche Gegenbewegung und religiösen Kontinuitäten sich trotz alledem auffinden ließen.

Die Konferenz wurde am zweiten Tag mit einem Panel zur Frage nach „Religion als Transzendierungsform“ fortgesetzt. MARIA HÄUSL (Dresden) begann ihren Vortrag mit dem Jesaja-Zitat „Mit wem wollt ihr mich vergleichen, wem soll ich ähnlich sein?“ (Jes. 40,25), um ausgehend von dieser Textstelle die zentrale Bedeutung von Deuterojesaja für die Entwicklung hin zu einer monotheistischen Transzendenzvorstellung exemplarisch und quellenorientiert deutlich zu machen. Dabei unterstrich sie, dass diese – laut Elisabeth Gräb-Schmidt für die Religionsentwicklung zentrale – Passage des Alten Testaments Gott zwar sinnstiftende Qualität zuschreibe, aber noch keine jenseitigen Versprechen wie ein Leben nach dem Tod in Aussicht stelle. Auch handele es sich eben nicht um den Entwurf einer Weltvergewisserung oder gar Weltordnung, sondern primär um eine Weltbewältigungsdarstellung. Im anschließenden Beitrag ging WERNER PATZELT (Dresden) der Frage nach, ob Religiosität, die er als die Fähigkeit zur Frömmigkeit definierte, ein im innersten Kern vollständig unverfügbares menschliches Evolutionsprodukt sei. Dabei skizzierte er den – in der Diskussion durchaus strittigen – Evolutionsprozess von Religion dahingehend, dass diese sich als ein „Nebenprodukt“ der menschlichen Entwicklung recht schlüssig aus der Ko-Evolution von Natur und Kultur ableiten lasse und den so ausgestatteten Menschen Vorteile gegenüber ihren Rivalen verschafft habe. Sowohl im Kommentar ELISABETH GRÄB-SCHMIDTs (Tübingen) als auch in der anschließenden Diskussion wurde darauf verwiesen, dass eine solche Interpretation leicht Gefahr laufe, die Frage der Religion allzu einseitig auf die natürlichen Grundlagen zu reduzieren.

Eine andere Akzentuierung erfuhr das Panel durch die Hinwendung zu nicht theistisch geprägten Formen der Religion. GEORG KOHLER (Zürich) sprach über Zivilreligion und machte dabei auf ein zentrales Problem bei der Befassung mit Transzendenz und Gemeinsinn aufmerksam: Zunächst sei überhaupt erst einmal zu klären, ob Religion die Aufgabe der Sinnstiftung habe oder ‚nur‘ ein Repertoire von nicht weiter begründbaren Annahmen bereitstelle. Allein wenn letzteres der Fall sei, handele es sich auch bei Zivilreligion um eine Form der Religion. Zudem gehöre Zivilreligion – in Anlehnung an John Rawls – nicht zum Guten, sondern zum Rechten, das aber, wie BERNHARD GIESEN (Konstanz) in seinem Kommentar anmerkte, trotzdem als ein nicht einklagbarer, wenngleich stark sanktionierter Tugendkatalog zu verstehen sei. Vor allem die Frage eines möglichen Gottesbezugs – wie in den invocationes dei säkularer Verfassungen – war in der Diskussion umstritten. Mit dem Spannungsfeld von Säkularisierung und Religion beschäftigte sich auch KARL-SIEGBERT REHBERG (Dresden), der sich der Frage zuwandte, inwieweit Kunst eine Säkularreligion sei. Ausgehend von der am ersten Tag bereits mehrfach getroffenen Feststellung, dass Transzendenz keinesfalls mit Religion gleichzusetzen sei, stellte er in einem Bogen von der Antike bis zur Moderne die Person des Künstlers, der prometheusähnliche Züge annehmen könne, ins Zentrum seines Vortrags. Die besondere Stellung des Künstlers, wie sie etwa in dem Hauptmann-Zitat „Meine Kunst ist meine Religion“ deutlich werde, wurde von FRANK BÜTTNER (München) in seinem Kommentar jedoch um eine zweite Sichtweise ergänzt: Dieser betonte, dass Kunst den Status des Religiösen dann annehme, wenn sie Schönheit und Darstellung von Versöhnung miteinander kombiniere.

Im dritten Panel standen Transzendierungsstrategien und (wenngleich als Begriff später umstritten) Transzendenzressourcen im Mittelpunkt. CHRISTINA ANDENNA (Matera) und GERT MELVILLE (Dresden) führten durch dialogische Fragen und Antworten hinein in das Feld der legitimierenden Wirkung großenteils fiktiver Genealogien im Mittelalter. Neben allgemein akzeptierten Chiffren wie Rückbezügen auf Caesar oder Karl den Großen, musste eine Genealogie durchaus „gut“ erfunden und plausibel gemacht werden, konnte dann aber, gerade auch in Konkurrenz mit Ahnenreihen anderer Dynastien, argumentativ eingesetzt werden – ein Aspekt, auf den sowohl ALOIS HAHN (Trier) in seinem Kommentar bei der Frage nach Adressaten und Kriterien der Glaubwürdigkeit als auch die Teilnehmer der Diskussion zurückkamen. Dabei konnte neben der Rückführung eines Geschlechts in die Vergangenheit ebenso eine Vergleichzeitigung stattfinden, in dem Sinne, dass Eigenschaften berühmter Vorfahren im regierenden Herrscher zusammenfielen, dieser damit gleichsam alle seine Vorfahren verkörperte. Diese Figur einer doppelten Lesbarkeit zeigte sich, wenn auch mit anderem Schwerpunkt, erneut in dem folgenden Vortrag von THOMAS HÄNSEROTH und UWE FRAUNHOLZ (beide Dresden), welche die Geschichte der technokratischen Hochmoderne unter den beiden Paradigmen von Vision und Angst untersuchten. Galt zumindest bis in die 1970er-Jahre ein positives Fortschrittsparadigma, in dem Opfer von Technikversagen zu Opfern für den Fortschritt umgedeutet werden konnten, so sei danach eine große Ernüchterung festzustellen. Dennoch sei immer noch eine kontinuierliche Überzeugung zu erkennen, sowohl technische als auch außertechnische Probleme durch Technik zu lösen.

Nach Dynastie und Fortschritt wurden mit Ehre und Liebe, erstere vorgestellt durch GERD SCHWERHOFF (Dresden) am Beispiel der Frühen Neuzeit, letztere analysiert von SYLKA SCHOLZ (Dresden) als Forschungsthema zeitgeschichtlicher Soziologie, zwei Transzendenzressourcen in den Blick genommen. Die Ehre spielte in der Frühen Neuzeit eine wichtige Rolle und war durchaus geeignet, in bestimmten Situationen die soziale Ordnung aufrechtzuerhalten; als generelle Einsicht ließe sich formulieren, dass eine Ressource, wie eben hier die Ehre, ihre Wirkung umso besser entfalten könne, desto größer deren – zumindest behauptete – Unverfügbarkeit sei. Um eine ebensolche Unverfügbarkeit handele es sich bei der Liebe, die – in Ost- und Westdeutschland vergleichend am deutschen Film der 1950er-Jahre untersucht – jener unsichtbare Faden sei, welcher beispielsweise Partnerschaften zusammenhalte. Dazu brauche es, ausweislich der vorgestellten Filmszenen, nicht einmal das Explizitmachen dieses Bezugs, sondern es reiche allein der Verweis auf den „Liebescode“, um die entsprechende Bindewirkung zu entfalten. In der Kommentierung und der anschließenden Diskussion wurden Fragen der Prozesshaftigkeit und der Konkurrenz von Transzendenz und der zur Beschreibung notwendigen Terminologie erörtert. So entspann sich beispielsweise eine Diskussion über Transzendenzbehauptungen und Transzendierungsansprüche, wobei PETER STROHSCHNEIDER (München) auf die Notwendigkeit des „Einmassierens“ von in ihrer Definition weiter zu schärfenden Begriffen hinwies.

Im zweiten Abendvortrag zeigte MARTIN WARNKE (Hamburg) eindrücklich anhand einer Vielzahl von Herrscherbildern des 19. und 20. Jahrhunderts, wie die monarchische Legitimität nicht allein durch Heiligung und Mythologisierung, sondern auch durch Profanisierung und Veralltäglichung generiert werden konnte. Die in der vorrevolutionären Monarchie so häufig anzutreffende Überhöhung ins unverfügbare Mystische oder Religiöse bildete so nur eine Legitimationsform des Herrschers. Legitimitätsstiftend wirkte eben auch die nachrevolutionäre Aneignung des Herrscherbildes durch breite Schichten, die – häufig im Zusammenhang mit Gebrauchsgegenständen – eine alltägliche visuelle Verfügbarkeit produzierte.

Im vierten Panel ging es abschließend um Manifestationen des Gemeinsinns. MARTIN JEHNE und FRITZ-HEINER MUTSCHLER (beide Dresden) stellten in ihrem gemeinsamen Vortrag heraus, wie Cicero sein ganzes Handeln als rein auf das Gemeinwohl orientiert darzustellen versuchte und dies schließlich wohl selber auch so wahrnahm. Das habe jedoch zu der (fälschlichen und in diesem Fall tödlichen) Gleichsetzung seiner selbst mit der römischen Republik geführt, welche von Caesar ganz anders wahrgenommen wurde. Dennoch ließ sich für die späte römische Republik zeigen, wie sehr, zwar teils unterstützt durch Hinweise auf die Tradition der Vorfahren, aber zu großen Teilen eben gerade nicht begründungsbedürftig, Gemeinsinn als Motivationsressource fungierte und umgekehrt die Unterstellung von Eigensinn und Partikularinteressen eine Desavouierung des politischen Gegners ermöglichte.

Hernach standen Darstellung von Unverfügbarem und Ausformung konkurrierender Transzendenzbehauptungen mittels Kunst und Architektur im Mittelpunkt. JÜRGEN MÜLLER (Dresden) bot eine Interpretation von Michelangelos Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle, in der er – entgegen anderen Auffassungen von Regellosigkeit und kreativem Chaos – sehr wohl ein ordnendes Band, ja sogar eine theologische Absicht des Künstlers sah: Die aus Sicht des Betrachters eigentlich herabzufallen drohenden Figuren werden, so Müller, durch die Gnade Gottes gehalten, da mit Augustinus (Confessiones 11,31) diejenigen „nicht fallen, deren Höhe Du bist,“ also denen Gott der Heiland sei. Dies gelte selbst für die zentrale Figur des mit Gott hadernden Jonas, der trotz Kritik an Gottes Gnade von eben dieser umfasst und gehalten werde. Nach dieser Detailstudie ging es BRUNO KLEIN (Dresden) um die Baugeschichte von St. Peter, dessen Errichtung als Transzendierungsversuch zur Ehre Gottes auf Erden wie auch als gemeinsinniges Projekt der ganzen Christenheit gesehen werden konnte, bis Unmut über Dauer und Kosten des Bauwerks laut wurde. Solcher Kritik an dieser Kirche als Gebäude sowie aus reformatorischer Sicht am Papsttum insgesamt wurde dann, so Klein, gezielt eine Ikonographie des Baufortschritts und, nach dem Westfälischen Frieden von 1648, auch ein Sichausdehnen der Kirche mittels Berninis Säulenkolonaden entgegengestellt.

Solche konkurrierenden oder zumindest verschiedenen Transzendenzbehauptungen wurden auch deutlich im Vortrag von WINFRIED MÜLLER (Dresden) über die Gärten der Aufklärung: im Übergang vom geometrischen Barockgarten zum „englischen“ Landschaftsgarten im Speziellen sowie in der inhärenten Spannung des künstlichen Naturraums Garten im Allgemeinen. Gärten konnten, so Müller, darüber hinaus teilweise überhöht werden: didaktisch als Orte der Bildung, samt Anleitungen für den korrekten Genuss eines Sonnenuntergangs, oder politisch in einer die Natur transzendierenden Deutung als Symbol für Harmonie, Freiheit und universell unverfügbare Menschenrechte. Diese Gleichzeitigkeit von Verweisen auf Unverfügbares und einer Deutungsoffenheit wurde erneut aufgegriffen in den Schlussbemerkungen von CHRISTIAN SCHWARKE (Dresden), der in seinem Résumé der Tagung nicht nur die Produktivität des Ringens um verschiedene Vorstellungen und Begriffe von Transzendenz und Transzendierung, von Transzendenzbehauptung und Transzendenzressource herausstellte, sondern auch die Transzendenz als Kippfigur betonte: Während aus der Beobachterperspektive jegliche Transzendenz die Form einer konstruierten Geltungsbehauptung annehme, so sei davon die tatsächliche Inanspruchnahme von Transzendenz aus der Akteursperspektive zu unterscheiden – hier sei dann der Konstruktionscharakter gerade nicht mehr sichtbar und verschwinde hinter dem absoluten Geltungsanspruch.

Konferenzübersicht:

Hans Vorländer (Dresden): Systematische Perspektiven

Thomas Rentsch (Dresden): Philosophische Grundlagen

Hans-Georg Lippert (Dresden): „Kirche fort, dafür Turm Babel“. Architektonische Verkörperungen von Transzendenz und Gemeinsinn im 20. Jahrhundert

Hans Joas (Erfurt): Wellen der Säkularisierung. Religion in der modernen Gesellschaft

Maria Häusl (Dresden): Alttestamentliche Ursprünge religiöser Transzendenz

Werner J. Patzelt (Dresden): Die Fundierung religiöser Transzendenz in der „Natur des Menschen“

Georg Kohler (Zürich): Was heißt Zivilreligion?

Karl-Siegbert Rehberg (Dresden): Kunst als Säkularreligion

Christina Andenna (Matera) / Gert Melville (Dresden): Dynastie. Transzendierungsstrategien zur Legitimation von Herrschaft im Mittelalter

Thomas Hänseroth (Dresden) / Uwe Fraunholz (Dresden): Fortschritt. Die Verheißungen der Technik als Transzendierungsstrategie der Ingenieure in der Hochmoderne

Martin Warnke (Hamburg): Trivialisierungen der Transzendenz im Herrscherbild der Neuzeit

Martin Jehne (Dresden)/ Fritz-Heiner Mutschler (Dresden): Gemeinsinnsbehauptung und Gemeinsinnsbegründung bei Cicero

Jürgen Müller (Dresden): Michelangelos Gestaltung der Sixtinischen Kapelle

Bruno Klein (Dresden): Der Petersdom als planerische und reale Baustelle

Winfried Müller (Dresden): Gärten der Aufklärung. Soziabilität und Naturtranszendierung

ZitierweiseTagungsbericht Transzendenz und Gemeinsinn. 21.10.2010-23.10.2010, Dresden, in: H-Soz-u-Kult, 07.03.2011, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3564>.

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