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Political Reconciliation and Civil Society in 20th-Century Europe

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Universität Konstanz, Forschungsgruppe „Geschichte + Gedächtnis“
Datum, Ort:09.12.2010-11.12.2010, Konstanz

Bericht von:
Hella Dietz, Institut für Soziologie, Georg-August-Universität Göttingen
E-Mail: <hella.dietzsowi.uni-goettingen.de>

Jahrhundertelang schien Vergessen die angemessene Antwort auf die Frage, wie man mit Verbrechen der Vergangenheit umgehen solle. Erst im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts wurde Vergessen durch Erinnerung und Versöhnung (reconciliation) ersetzt. Die OrganisatorInnen Birgit Schwelling und Marco Duranti hatten eingeladen, den Begriff der Versöhnung zu klären und nach der Rolle von zivilgesellschaftlichen Akteuren für Versöhnungsprozesse zu fragen. Sie setzten dabei zwei weitere Schwerpunkte. Zum einen fragten sie explizit nach „dunklen Seiten“ der Verwendung dieses meist positiv besetzten Begriffs: Versöhnung ist als politisch-strategisches Handeln möglicherweise auf ganz andere Ziele gerichtet; Versöhnung kann andere Formen der Aufarbeitung verdrängen; und die voreilige Rede von Versöhnung läuft Gefahr, sich in „Versöhnungskitsch“ (Klaus Bachmann) zu erschöpfen. Zum anderen weiteten sie den Untersuchungszeitraum auf das gesamte (europäische) zwanzigste Jahrhundert aus: von Aufrufen zur Anerkennung der Verbrechen an den Armeniern über Versöhnungsbestrebungen von Kriegsveteranen und die Annäherung von Deutschen und Franzosen nach dem II. Weltkrieg bis hin zu jüngeren Initiativen zur Überwindung des Nordirland-Konflikts, zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie der portugiesischen Kolonialverbrechen.

JAY WINTER (New Haven) plädierte dafür, der körperlichen Dimension größere Beachtung zu schenken. Versöhnung bedeute, sich mit einem konkreten körperlichen Verlust auszusöhnen: mit dem Verlust von Familienmitgliedern, mit dem Verlust von Gliedmaßen sowie mit sichtbaren und oft stigmatisierenden körperlichen Verletzungen. „Die Wunden des Krieges heilen“ sei somit keineswegs nur als Metapher zu verstehen, im Gegenteil: Es seien gerade diese geteilten Erfahrungen körperlicher Verletzungen, die eine neue Perspektive auf den Krieg und die ehemaligen Gegner ermöglichten, welche wiederum zur Grundlage von Versöhnung werden könnten. Winter zeigte, dass die politisch letztlich gescheiterte Veteranenbewegung um René Cassin einen solchen Perspektivwechsel ermöglicht hat: Cassin, der selbst ein Leben lang unter den Folgen seiner Kriegsverletzung gelitten hat, war es als Mitglied der französischen Delegation im Völkerbund in den 1920er und 1930er Jahren weder gelungen, Kompensationen der Veteranen als transnationales Recht zu verankern noch eine internationale pazifistische Veteranenbewegung (CIAMAC) zu etablieren. Langfristig habe jedoch die Initiative, im Rahmen der ILO Treffen von Kriegsveteranen der beteiligten Länder zu organisieren, um über technische Probleme wie etwa die Frage nach guten Schmerzmitteln und Prothesen zu diskutieren, entscheidend dazu beigetragen, im ehemaligen Gegner einen Menschen zu sehen, der unabhängig von seiner Nationalität Rechte hat. Der Erfolg solcher Initiativen könne somit erst dann angemessen beurteilt werden, wenn – wie bei diesem Workshop – nicht nur Staaten, sondern einzelne Akteure betrachtet würden und wenn der Untersuchungszeitraum groß genug gewählt werde.

Das erste Panel war dem armenischen Genozid gewidmet. CHARLTON PAYNE (Konstanz) stellte zwei frühe deutsche Versuche vor, den Genozid aufzuarbeiten und zur Versöhnung zwischen Armeniern und Deutschen beizutragen: den Vortrag des Schriftstellers und Aktivisten Armin Wegner im März 1919 in der Berliner Urania und das Gerichtsverfahren im Juni 1921 gegen Salomon Teilirian – einen armenischen Studenten, der angeklagt war, den früheren türkischen Innenminister Talaat Pascha ermordet zu haben. Überraschenderweise habe das Gerichtsverfahren das erreicht, woran der Vortrag gescheitert sei: Es schuf ein Forum für die Leiden der Armenier und setzte ein Zeichen der Versöhnung, indem es Teilirian den Mord nachwies, ihn aber dennoch freisprach. Der Vortrag hingegen sei gescheitert; denn Wegener berichtete nicht über eigene Erlebnisse in Armenien, sondern rekonstruierte den gesamten Prozess der Vertreibung und vermengte dabei seine Schilderung des individuellen Leidens mit der politischen Forderung nach einem armenischen Staat.

AYDA ERBAL (New York) analysierte einen jüngeren Versuch, den Genozid aufzuarbeiten: die 2008 veröffentlichte Entschuldigung türkischer Intellektueller „Özür diliyorum“ (Ich entschuldige mich). Erbals These war, dass die türkischen Intellektuellen nur eine Entschuldigung im Sinne des griechischen „apoloyia“ vorgelegt hätten, also eine Verteidigungsrede, nicht aber eine Entschuldigung, die dem heutigen Verständnis des Begriffs entspräche; denn eine solche Entschuldigung müsse Täter und Opfer einbeziehen, der Täter müsse das Vergehen und seine Schuld daran anerkennen, die Absicht bekunden, es nicht wieder zu tun, und Bereitschaft zeigen, das Opfer zu entschädigen. Die türkischen Intellektuellen schienen zwar auf den ersten Blick Schuld anzuerkennen, da sie geschrieben haben, dass sie sich an der Leugnung der Verbrechen beteiligt hatten. Sie bezeichneten die Verbrechen gegen die Armenier jedoch nicht als Genozid, sondern als „Büyük Felâket“ (große Katastrophe) – ein Begriff, der im Gegensatz zum armenischen Begriff „Meds Yegherns“ für Naturkatastrophen (ohne Intentionalität) verwendet werde und damit gerade nicht mit der Anerkennung von türkischer Schuld verbunden sei.

Thema des zweiten Panels war die Annäherung zwischen Deutschen und Franzosen nach dem II. Weltkrieg. Beide Vorträge zielten darauf, die dominierenden Analysen der politisch-diplomatischen Bestrebungen um eine Analyse zivilgesellschaftlicher Initiativen zu erweitern. ULRIKE SCHRÖBER (Mainz) stellte ihr Dissertationsprojekt vor, das darauf zielt, die bislang kaum untersuchten Initiativen kirchlicher Gruppen zu untersuchen. Zwei Beispiele – Leben und Wirken des protestantischen Pfarrers Marcel Sturm und des katholischen Bischofs Robert Picard de la Vacquerie – sollten zeigen, welchen Beitrag kirchliches zivilgesellschaftliches Engagement in den ersten Jahren der Nachkriegszeit für die Annäherung geleistet habe.

ANDREA ERKENBRECHER (Hatten) analysierte das französische „Märtyrerdorf“ Oradour-sur-Glane, das wegen zahlreicher Versöhnungsinitiativen auf den ersten Blick ein gutes Beispiel für gelungene Versöhnung zu sein scheint. Bei näherem Hinsehen zeige sich jedoch, dass die Versöhnungsgesten von den BewohnerInnen kaum wahrgenommen würden – sie würden in Interviews kaum je erwähnt und wenn, dann werde ihnen keine oder kaum Bedeutung zugesprochen. Dies liege, so Erkenbrecher, vor allem daran, dass auf staatlicher Ebene lange Zeit eine „Politik der Verdrängung“ (Veit Strassner) dominierte, welche zu Verbitterung in Oradour geführt habe. Die erfolgreichen zivilgesellschaftlichen Initiativen richteten sich an einzelne Personen; es gelang jedoch nicht, diese Kontakte zu institutionalisieren. Bezogen auf jene, die sich nicht versöhnen wollen, fragte Erkenbrecher, ob es nicht auch ein Recht auf Nicht-Versöhnung geben sollte und griff damit wiederum die Frage nach den „dunklen Seiten“ der Verwendung des Versöhnungsbegriffs auf.

Das dritte Panel wendete sich Bestrebungen zu, Deutschland nach dem II. Weltkrieg in die (West-) Europäische Gemeinschaft zu integrieren. OLIVER BENJAMIN HEMMERLE (Mannheim) analysierte explizit die „dunklen Seiten“ und die inhärenten Grenzen der Versöhnungsbestrebungen von Veteranenvereinigungen. Einige dieser Bestrebungen seien keineswegs mit einer ernsthaften Aufarbeitung der Vergangenheit einhergegangen. Dies gilt für den „Versöhnungskitsch“ einer Postkarte der Deutschen Kriegsgräberfürsorge von1960 ebenso wie für die Versuche der Veteranenvereinigung der SS, sich als Vorkämpfer für eine Europäische Union zu imaginieren und zu behaupten, dies habe sie schon früh in Konflikt zu Hitler und Himmler gebracht. Die internationalen Versöhnungsbestrebungen der Veteranenvereinigungen (etwa das Internationale Veteranentreffen 1962 in München) beruhten zudem darauf, dass moralische Fragen der Verantwortung ausgeschlossen wurden – im Zentrum stand die geteilte Erfahrung der Soldaten und die Überzeugung, es habe genug Leid gegeben. Von entscheidender Bedeutung sei der internationale Kontext gewesen: Die aus der Perspektive des Kalten Krieges notwendige militärische Integration Deutschlands in die NATO führte zur Unterstützung der Versöhnungsbestrebungen der Kriegsveteranen, die wiederum ohne diese Integration nicht denkbar gewesen wäre. Hemmerle schloss mit der Anmerkung, dass die „dunklen Seiten“ der fehlenden Auseinandersetzung mit moralischen Fragen, der strategischen Nutzung der Versöhnungsrhetorik wie auch des „Versöhnungskitsches“ heute fast vollständig verschwunden seien.

MARCO DURANTI (Konstanz) zeigte die Wurzeln der Versöhnungsbestrebungen der europäischen Einheitsbewegung im konservativen Diskurs, indem er zwei Initiativen verglich: die Vision einer transnationalen Friedensbewegung von „Frieden durch Gerechtigkeit“, die im 1913 eröffneten Friedenspalast in Den Haag ihren Ausdruck fand, und den Europa-Kongress 1948, der verschiedene Gruppen der europäischen Einheitsbewegung zusammenbrachte. Duranti betonte, dass es trotz radikaler Unterschiede in Bezug auf ihre Auffassung von Staatssouveränität wichtige Kontinuitäten zwischen beiden Bewegungen gebe: Beide gingen von einem Bruch in der nahen Vergangenheit aus und imaginierten eine wieder herzustellende liberale christliche Einheit einer weiter zurückliegenden Vergangenheit. Obwohl sich der Europa-Kongress von der Vision „Frieden durch Gerechtigkeit“ abgrenzte und explizit demokratisch argumentierte, seien beides elitäre Projekte, die aus Angst vor der Politik „ungebildeter Massen“ in Angriff genommen wurden und durch ein ambivalentes Verhältnis zur Demokratie gekennzeichnet waren.

Im vierten Panel wurden die Versöhnungsbestrebungen in Nordirland einer näheren Betrachtung unterzogen. MELINDA SUTTON (Newcastle) fragte, ob die zur Aufklärung der Ereignisse des „Bloody Sunday“ eingesetzte Saville-Kommission tatsächlich als erfolgreiche Versöhnungsbestrebung gewertet werden könne. Die Kommission hatte zwar den Weg zu einer politischen Einigung zwischen nationalists und unionists geebnet, es sei ihr – so Suttons These – aber nicht gelungen, die Beziehung zwischen den beiden Gruppierungen zu verbessern. Sie habe die politische Einigung ermöglicht, indem sie die bislang von der britischen Regierung bestrittene Erzählung und die Erfahrungen der Nationalisten offiziell anerkannte, was die Unionisten letztlich widerwillig akzeptierten. Weil die Arbeit der Kommission auf ein einzelnes Ereignis beschränkt blieb, sei es jedoch nicht gelungen, zur Aufarbeitung des Konflikts beizutragen – stattdessen würden nun immer weitere (kostspielige) Kommissionen gefordert, um andere Einzelereignisse zu untersuchen.

THOMAS CAUVIN (Florenz) analysierte die Ausstellungen des Ulster Museums in Belfast anlässlich des dreihundertjährigen Jubiläums der Schlacht von Boyne 1690 sowie anlässlich des zweihundertjährigen Jubiläums der Irischen Rebellion 1798. Beide waren kurzfristig und in Bezug auf die Besucherzahlen wenig erfolgreich, haben langfristig jedoch zur Etablierung eines neuen, integrativeren Narrativs beigetragen: Die Ausstellung zur Schlacht von Boyne habe den Konflikt auf eine höhere Ebene gehoben. Anstelle eines Konflikts zwischen dem Katholiken James und dem Protestanten William wurde die Schlacht als Teil eines Konflikts zwischen drei Königen, nämlich James, William und Ludwig XIV., gerahmt und gezeigt, dass Nordirland in diesem europäischen Konflikt keine entscheidende Rolle gespielt hat. Die Ausstellung zur Rebellion 1798 wiederum hat die Opfer ins Zentrum gestellt. In beiden Fällen sei das Museum zu einem „Vektor der Versöhnung“ geworden, der politische Konzepte und finanzielle Anreize in konkrete Versöhnungsinitiativen übertragen habe.

Im fünften Panel standen neuere kontinentaleuropäische Versöhnungsbestrebungen im Zentrum. ANNE KRÜGER (Berlin) analysierte die Enquête-Kommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie arbeitete heraus, dass dieser wie allen Wahrheitskommissionen ein bestimmtes Narrativ zugrunde liege, dass nämlich Wahrheit zu Versöhnung führe. Dieses Narrativ sei in den letzten Jahren zur global akzeptierten Antwort auf die Frage nach dem angemessenen Umgang mit Verbrechen der Vergangenheit und damit zu einem „institutionalisierten Mythos“ (John Meyer) geworden. Krüger betonte, dass gerade die Unbestimmtheit dieses Ziels entscheidend zu seiner Akzeptanz beitrage und kennzeichnete dies durch den in anderem Zusammenhang etablierten Begriff des „fiktionalen Konsenses“ (Alois Hahn).

BERTHOLD UNFRIED (Wien) stellte den Wahrheitskommissionen die Historikerkommissionen gegenüber. Beide etablierten eine bestimmte Sicht auf die Verbrechen der Vergangenheit, im Gegensatz zu Wahrheitskommissionen arbeiteten Historikerkommissionen jedoch eine weiter zurückliegende Vergangenheit auf. Wie Unfried zeigte, führte diese Erinnerung nicht notwendigerweise zu Versöhnung – gerade die Frage nach finanzieller Entschädigung führe zu gegenteiligen Effekten, wenn die Entschädigung nämlich als unzureichend angesehen werde oder die Kriterien zur Bewertung der Ungerechtigkeiten, die „ausgeglichen“ werden sollen, unklar blieben.

ROBERT STOCK (Konstanz) analysierte den Beitrag von Dokumentarfilmen zur Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Portugals in Mosambik. Der Dokumentarfilm der Journalistin Felícia Cabrita über das Massaker in Wiriyamu zeige, wie der Täter Antonino Melo in das Dorf reiste, in dem 1972 vierhundert Menschen ermordet wurden, und die Überlebenden traf, die durch ihre körperlichen Wunden gezeichnet waren. Dieser Film sei ein Beispiel für Robert Weyeneths These, dass die Bedeutung der Geschichte nicht mehr allein von Historikern verhandelt werde, sondern auch in der Öffentlichkeit.

BIRGIT SCHWELLING (Konstanz) fasste die Ergebnisse des vom Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Uni Konstanz geförderten Workshops zusammen. Erstens müsse geklärt werden, ob die Akteure von Versöhnung sprechen oder ob Versöhnung als analytischer Begriff verwendet wird. In einigen Fällen könne der Begriff durch angrenzende Begriffe ersetzt werden (Annäherung; Integration). In anderen Fällen könne er durch Einschränkung geschärft werden (Krieg verhindern; Anerkennung für ein bestimmtes Narrativ). Zweitens müsse genauer nach der Bedeutung und Rolle von Vermittlern – Einzelpersonen wie Wegener (Payne), kulturelle Institutionen wie das Ulster Museum (Cauvin) oder Kommissionen (Krüger, Unfried) – gefragt werden. Drittens sei zu klären, wie der „Erfolg“ von Versöhnungsbestrebungen gemessen werden könne.

Der Workshop bot durch die Zusammenschau ganz unterschiedlicher Initiativen aus dem gesamten zwanzigsten Jahrhundert einen breiten Überblick über verschiedene Verwendungsweisen und Bedeutungsgehalte des Begriffs Versöhnung. Je stärker Versöhnung zu einer global akzeptierten Antwort auf die Frage nach dem angemessenen Umgang mit der Vergangenheit avanciert, desto wichtiger wird die auch in der Schlussbetrachtung angemahnte Klärung des Begriffs, für die der Workshop wichtige Anstöße gab.

Konferenzübersicht/Conference Overview:

Opening Remarks
Aleida Assmann and Birgit Schwelling (Konstanz)

Key Note
Jay Winter (New Haven): Veterans, Reconciliation, and Human Rights after the Great War

Introduction
Marco Duranti and Birgit Schwelling (Konstanz)

Panel 1: The Armenian Genocide
Moderation: Birgit Schwelling

Charlton Payne (Konstanz): „A Question of Humanity in its Entirety“: Armin T. Wegner and the Memory of the Armenian Genocide in Interwar Germany

Ayda Erbal (New York): MeaCulpas, Negotiations, Apologias: Revisiting the ʻApology’ of Turkish Intellectuals

Panel 2: Franco-German Reconciliation
Moderation: Christiane Wienand

Ulrike Schröber (Mainz): Franco-German Rapprochement in the Ecclesiastical Domain after the Second World War: Marcel Sturm and Robert Picard de la Vacquerie

Andrea Erkenbrecher (Hatten): „...and closed in some respects the chapter Oradour-sur-Glane.“ Franco-German Rapprochement in the most Famous French „Martyred Village“ after the Second World War

Panel 3: Bringing Germany Back In
Moderation: Nina Fischer

Benjamin Hemmerle (Mannheim): From Enemies to Would-be-Brothers-in-Arms-on-different-Sides: Reconciliation Efforts of German and Western Allied WW II-Veterans Facing or Ignoring the „Vernichtungskrieg“ and the Holocaust

Marco Duranti (Konstanz): European Human Rights Law as a Instrument of Political Reconciliation

Panel 4: Northern Ireland
Moderation: Barbara Laubenthal

Melinda Sutton (Newcastle): Political Reconciliation in Northern Ireland under New Labour: The Saville Inquiry

Thomas Cauvin (Florenz): Museum, Commemorations and Reconciliation in Northern Ireland, 1990-2003

Panel 5: Practices of Reconciliation: Commissions and Apologies
Moderation: Marco Duranti

Anne Krüger (Potsdam): Searching for „Reconciliation“ – The Establishment of the „Enquête-Kommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ in Transnational Perspective

Berthold Unfried (Wien): Reconciliation in History? European Historians’ Commissions at the turn of the Millennium

Robert Stock (Konstanz): Apologies for Colonial Violence. Decolonization and Coming to Terms with the Past in Portuguese Documentaries

Concluding Remarks
Birgit Schwelling

ZitierweiseTagungsbericht Political Reconciliation and Civil Society in 20th-Century Europe. 09.12.2010-11.12.2010, Konstanz, in: H-Soz-u-Kult, 10.02.2011, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3541>.

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