Violence and Visibility. Historical, Cultural and Political Perspectives from the 19th Century to the Present

Violence and Visibility. Historical, Cultural and Political Perspectives from the 19th Century to the Present

Organisatoren
Jürgen Martschukat, Universität Erfurt; Silvan Niedermeier, Universität Erfurt; Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
24.06.2010 - 26.06.2010
Url der Konferenzwebsite
Von
Eva Balz / Linda Conze / Johanna Langenbrinck, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Unter dem Titel „Violence and Visibility“ tagten zwischen dem 24. und 26. Juni 2010 US-amerikanische und europäische Wissenschaftler/innen verschiedener Disziplinen in Berlin. Jürgen Martschukat, Silvan Niedermeier und Michael Wildt hatten eingeladen das Verhältnis von Gewalt und Sichtbarkeit aus historischer, kultureller und politischer Perspektive zu diskutieren, wobei die US-amerikanische und europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts den epochalen und regionalen Rahmen bildete. In fünf Sektionen wurden Untersuchungen zu Repräsentationen von Gewalt im Bild und deren Geschichtlichkeit vorgestellt. Der Tagung lag die These einer radikalen Transformation der Wahrnehmung von Gewalt zugrunde. Nicht deren Ausmaß als vielmehr ihre Sichtbarkeit bestimme das kulturelle Unbehagen sich als modern verstehender Gesellschaften gegenüber physischer Gewalt. Die Vorträge berührten folgende Leitfragen: Wie wird Gewalt in modernen Gesellschaften (medial) dargestellt, skandalisiert und dokumentiert? Welche neuen Formen der Unsichtbarkeit von Gewalt sind entstanden? Inwiefern beeinflusst die (Un-)Sichtbarkeit von Gewalt Subjektpositionen innerhalb von Machtstrukturen sowie die Möglichkeit zur Kritik?

DORA APEL (Detroit) eröffnete das erste Panel zum Thema „Performances“ mit einem Vortrag zum Phänomen des „Historical Reenactment“ in den USA und Europa. Dabei werden zumeist gewaltvolle historische Ereignisse öffentlich inszeniert und somit sichtbar gemacht. Apel unterschied zwei Trends in der Motivation: ein persönliches Bedürfnis mit der Vergangenheit in Verbindung zu treten – im Sinne einer Reproduktion von Vergangenheit, sowie die Hoffnung auf eine politische Umdeutung von Vergangenheit – im Sinne einer Gegen-Erinnerung.

Im zweiten Vortrag beschäftigte sich BELINDA DAVIS (New Bruswick) mit der Geschichte der „Neuen Linken“ der BRD in den 1960er- und 1970er-Jahren. Sie fragte nach der Bedeutung von Bildern innerhalb der Narration dieser Geschichte. Anhand von Interviews mit Aktivist/innen und der Interpretation zeitgenössischer Medien spürte sie der Wirkungsweise jener Bilder nach, die in ihrer Lesart sowohl Gewalt zeigten als auch selbst Gewalt generierten. Zwar hätten die Aktivist/innen teilweise Einfluss auf die Visualisierung ihres Protestes nehmen können, den „Bilderkrieg“, so bilanzierte Davis, hätten sie dennoch verloren.

Den abschließenden Kommentar zum ersten Panel lieferte ANNETTE JAEL LEHMANN (Berlin), die über die Bildhaftigkeit des Reenactment sowie über das Bild als (einzige) Referenz des Reenactment sprach. Sie stellte außerdem die Eindeutigkeit von Davis‘ Lesart der 68er-Ikonen zur Debatte. Im Versuch einer Synthese beider Vorträge fragte Lehmann danach, wie wichtig es für die Akteure gewesen sei, dokumentiert zu werden und verwies auf den Widerstreit zwischen Präsenz und Repräsentation.

In der Keynote der Tagung diskutierte COLIN DAYAN (Nashville) vor dem Hintergrund der Fotografien aus dem Gefängnis Abu Ghuraib die Möglichkeiten eines Sprechens über Folter. Sie betonte die Notwendigkeit einer Neuausrichtung der Sprache für einen Wandel in der Politik. Erst eine Analyse von Macht, die ohne die Kategorie des Gesetzes auskomme, ermögliche eine Annäherung an die Frage, wie das Außergewöhnliche zum Alltäglichen werde.

Im zweiten Panel der Konferenz wurde der Fokus auf „Popular Culture“ gerichtet. THOMAS WEITIN (Konstanz) stellte Sammlungen juristischer Fallstudien aus dem 19. Jahrhundert als Quellen vor, die Einblick in die Folterpraxis des 17. und 18. Jahrhunderts ermöglichten und diese somit auch aus der Perspektive der Gefolterten sichtbar machten. Weitin betonte die Signifikanz ‚spiritueller’ Elemente von Folter für deren Wirksamkeit und regte an, in künftigen Betrachtungen Gewalt auch im Hinblick auf „imaginäre“ Elemente zu untersuchen.

Der Vortrag von BRUCE DORSEY (Swarthmore) befasste sich mit dem Diskurs über „Skandalöse Morde“ in der US-amerikanischen Sensationspresse des 19. Jahrhunderts. Dorsey wies eine Veränderung der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Morden aufgrund der Entwicklung neuer Medien und technologischen Möglichkeiten nach. Während frühe Darstellungen mit standardisierten Bildern ein „anonymes Böses“ evozierten, habe die Entwicklung der Fotografie zur Visualisierung einer äußerlichen „Normalität“ des Täters geführt, die seine Vergehen zum Skandal werden ließen.

AMY WOOD (Normal) näherte sich der Sichtbarwerdung von Gewalt anhand der Darstellung von Lynchmorden in frühen US-amerikanischen Kinofilmen. Dabei widersprach sie der gängigen Betrachtungsweise, das Lynchen als Ritual am Übergang zur Moderne in den Südstaaten zu werten, und warb für mehrere, parallel zueinander mögliche Lesarten. Diese umfassen, so Wood, sowohl die Projektion archaischer Vorstellungen von Heldentum bei weißen Zuschauern, als auch die Perspektive des schwarzen Publikums, das die Filme als Darstellung afroamerikanischer Auflehnung las.

In seinem Kommentar wies JÜRGEN MARTSCHUKAT (Erfurt) darauf hin, dass der Begriff „Moderne“ in den Beiträgen des Panels zwar zentral sei, dessen Dimensionen und Implikationen jedoch teilweise unklar blieben. Er fragte: Ist die Moderne zwangsläufig mit der Verbreitung von Bildern verbunden? Und steht die Zunahme der Darstellung von Gewalt im Zusammenhang mit dem Verlust des bestrafenden Charakters des Staates? Auch in der Diskussion wurden „moderne“ Prozesse im Kontext der Sichtbarwerdung von Gewalt thematisiert, wobei vor einem teleologischen Verständnis gewarnt wurde.

FRIEDRICH BALKE (Weimar) eröffnete das dritte Panel zu „Warfare“ mit der Frage, welches Wissen vom Partisanenkrieg Kleists Drama „Die Hermannschlacht“ (1808) generiert. Hermanns Überlegenheit erwachse Kleist zufolge aus der Unsichtbarkeit und Unkalkulierbarkeit seiner Strategie, die nicht nur auf Verrat und List gegenüber den Römern, sondern auch gegenüber seiner eigenen Familie beruhe. Gleichzeitig seien seine Truppen durch die fehlenden Uniformen und die Dunkelheit tatsächlich unsichtbar. Der Witz, so Balke, dient in diesem Drama dazu, die Paradoxie der Machtverhältnisse zu reflektieren.

SEBASTIAN JOBS (Rostock) widmete sich in seinem Beitrag der performativen Visualisierung von Kriegsgewalt in New Yorker Militärparaden. Während den ostentativ präsentierten Verletzungen der Veteranen nach dem ersten Weltkrieg als Beweise ihrer Männlichkeit Sinn zugesprochen wurde, sei nach 1945 sowohl die selbst erlittene als auch die ausgeübte Gewalt völlig ausgeblendet worden. Die Zurschaustellung von hoch entwickelten Waffen ließ die Rolle des Soldaten als modern und effizient erscheinen. Doch durch die Ausblendung der realen (Gewalt-)erfahrungen hätten die Paraden immer weniger als kollektives Ritual zur Verarbeitung des Krieges dienen können.

In Form einer Collage aus „Establishing Shots“, das heißt Filmeinstellungen, welche die Umgebung einer Szene einfangen und sie „verorten“, setzte sich die Künstlerin AMIE SIEGEL (Cambridge) mit der Abwesenheit des World Trade Centers auseinander. Auf drei Simultan-Bildschirmen werden in ihrer Installation Aufnahmen der Twin Towers aus verschiedenen Hollywoodfilmen kombiniert. Das Wissen um den Anschlag und die Zerstörung, so Siegel, verdeckt die ursprüngliche symbolische Bedeutung dieses Gebäudes und führt bei den Betrachtenden zu einer Überlagerung von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit.

ALF LÜDTKE (Erfurt) regte in seinem Kommentar an, die Gewaltpraxis im Partisanenkriegs genauer zu analysieren und in ihrer longue durée zu untersuchen. Zudem stellte er die Einordnung des Staats als „regulärer“ Kriegsakteur mit Verweis auf Carl Schmitt in Frage. Lüdtke mahnte in Bezug auf Jobs mehr Vorsicht bei der Analyse der Kriegswaffen an, die durchaus eine Ahnung von der Gewalttätigkeit des Krieges transportiert haben könnten. Daran anschließend wurde über die Paraden als rites des passage diskutiert, welche womöglich weniger Gewalt als eine Form des „Heimkehrens“ repräsentierten.

Am Abend wurde im Berliner Kino Arsenal der Dokumentarfilm „Standard Operation Procedure“ von Errol Morris präsentiert, welcher die Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte der Folterfotografien aus Abu Ghuraib thematisiert. Aufgrund der Absagen des Kameramanns Robert Chappell sowie des Filmemachers Romuald Karmakar musste die anschließende Diskussion leider ohne medienkompetenten Input aus der Reihe von Filmpraktikern auskommen. Die Frage nach der Verantwortlichkeit der porträtierten Soldat/innen führte zu einer Debatte über die Grenze zwischen Tätern und Opfern im Falle Abu Ghuraib, wobei der Zweite Weltkrieg als Vergleichsfolie diente. Mehrere Diskussionsteilnehmer/innen übten Kritik an der Täterzentriertheit des Films, insbesondere an seinem ausstellenden Umgang mit den (Täter-)Fotografien.

Die Beiträge der vierten Sektion gruppierten sich um den Begriff „Race“. MARTHA HODES (New York) untersuchte in ihrem Vortrag den schnellen Wandel von Sichtbarkeit zur Unsichtbarkeit von Gewalt anhand einer Fallstudie zum „New York City Race Riot of 1900“. Obwohl die verübten Gewalttaten damals öffentlich debattiert und zu juristischen Zwecken ausführlich dokumentiert wurden, wurden die Täter/innen nicht bestraft. Hodes hob hervor, dass die Gewalt durch die Machthabenden dadurch unsichtbar gemacht wurde, dass die Dokumentation der Betroffenen nicht in Archiven aufbewahrt wurde.

SILVAN NIEDERMEIER (Erfurt) stellte frühe FBI-Ermittlungen gegen Polizeifolter vor, welche noch nach 1945 in den US-Südstaaten zur Aufrechterhaltung der Rassentrennung diente. Diese versteckte Gewaltpraxis sei durch die detaillierte Dokumentation der FBI-Agenten sichtbar gemacht und hinterfragt worden, was zu einem Konflikt zwischen nationalen und lokalen Behörden führte. Nicht zuletzt die Verwendung von Fotos und ausführlichen Beschreibungen der Verletzungen konnten der Perspektive des Betroffenen vor Gericht Authentizität verleihen.

Im dritten Vortrag betonte MICHAEL WILDT (Berlin) die Bedeutung der Öffentlichkeit von alltäglicher antisemitischer Gewalt für die Herstellung der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“. Anhand von Fotografien von „Rassenschande-Umzügen“ und dem Boykott im April 1933 stellte er die große Rolle der Zuschauer/innen für die Inszenierung heraus. Durch ihre Partizipation, so Wildt, sanktionierten sie die Ablösung der bürgerlichen Rechtsordnung durch eine prämoderne Ehrvorstellung. Dies ermächtigte lokale Kollektive dazu selbst physische Gewalt anzuwenden.

Im anschließenden Kommentar machte W. FITZHUGH BRUNDAGE (Chapel Hill) auf die Paradoxie aufmerksam, dass rassistisch motivierte Gewalt in die Unsichtbarkeit abtauchte, als Lynchmorde in den USA stärker ins öffentliche Bewusstsein gelangten. Bezüglich des asymmetrischen Machtverhältnisses im Fall von Polizeifolter betonte er die mögliche emanzipative Wirkung der Wiederherstellung von Sichtbarkeit. Vergleichend wurde festgestellt, dass weiße Gewalt in den US-Südstaaten bisher stärker sichtbar und bewusst sei als im Norden.

ANTON HOLZER (Wien) eröffnete das Panel zu „Photography“ mit einem Vortrag über Voyeurismus und Gewalt in der Kriegsfotografie des Ersten Weltkriegs. Er fokussierte Bilder von Exekutionen in Ost- und Mitteleuropa und fragte nach den Gründen für die große Anzahl dieser Fotografien sowie nach Interpretationsmöglichkeiten. Dabei bearbeitete er drei Aspekte: die „magische Anziehungskraft“ gewalttätiger Szenen, die Sichtbarkeit sowie die Sexualisierung von Gewalt. Alle Aspekte, so Holzers These, sind eng mit dem Medium der Fotografie verbunden. Anhand von Quellen des zeitgenössischen Kriminologen und Fotoexperten Rodolphe Archibald Reiss kontextualisierte Holzer einige Bilder und griff Reiss‘ Hypothese einer Skopophilie auf, ablesbar an den Gesichtern der Zuschauer.

PETRA BOPP (Jena) widmete sich der Sichtbarkeit sowie (forcierten) Unsichtbarkeit von Gewalt in privaten Fotoalben von Wehrmachtssoldaten. Anhand zweier Fotos verdeutlichte sie die große Notwendigkeit einer Kontextualisierung der Bilder, durch welche Spuren der Gewalt sichtbar würden, die sich Betrachter/innen des isolierten Fotos oft entzögen. Bopp stellte das nachträgliche Entfernen von Gewaltbildern aus den Fotoalben durch Angehörige als gewisse Fortführung jener Unsichtbarkeit dar. Dieser Eingriff in das Kriegsnarrativ zeuge, so Bopps These in Anlehnung an Peter Geimer, von einem Glauben an die Macht der Bilder. Gerade die Leerstelle im Album verdeutliche den „Quälgeist“-Charakter der Abbildungen.

JENS JÄGER (Köln) kam auf die methodologischen Aspekte der Panel-Beiträge zurück. Er schlug vor, die Ergebnisse mit Rolf Sachsses These einer „Erziehung zum Wegsehen“ durch das NS-Regime abzugleichen. Petra Bopp verwies auf eine ikonographische Verbindung zwischen den von ihr untersuchten Soldatenfotos und Gemälden des 18. Und 19. Jahrhunderts. Außerdem wurden Möglichkeiten und Grenzen der Interpretation von Emotionen im Bild diskutiert.

Insgesamt war die Tagung durch eine sehr konzentrierte und konstruktive Atmosphäre geprägt. Alle Beiträge bezogen sich auf die spannenden Leitfragen der Tagung, den Kommentator/innen gelang eine verdichtende Zusammenführung. So erwies sich die Idee der Veranstalter, das Verhältnis der Begriffe Gewalt und Sichtbarkeit interdisziplinär zu diskutieren, als durchaus produktiv. Auf einem noch relativ unbearbeiteten Forschungsfeld wurden zudem Desiderata freigelegt: Wie lässt sich der Begriff „Visibility“ näher bestimmen? Wie hat sich die Sichtbarkeit von Gewalt langfristig entwickelt? Wie steht es um das Verhältnis von „Violence and Visibility“ außerhalb des „Westen“? Welche Rolle spielen neue technisch-mediale Errungenschaften (Handy, Internet) für die Formen alltäglicher Gewalt in der Gegenwart? Nicht zu Unrecht wurden in der Abschlussdiskussion Unschärfen bezüglich der verwendeten Gewaltbegriffe kritisiert. Trotz der zentralen Rolle der visuellen Dimension fungierten in einigen Referaten Bilder weiterhin vornehmlich als Illustrationen ohne quellenkritische Einordnung. Auch die medientheoretische Perspektive hätte ebenso wie die Vergleichsebene zwischen den europäischen und US-amerikanischen Studien stärker entwickelt werden können. Doch zeigten die intensiven wie anregenden Debatten, wie aufschlussreich und produktiv über die Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit von Gewalt nachgedacht werden kann.

Konferenzübersicht:

Introductory Note
Jürgen Martschukat, Silvan Niedermeier, Michael Wildt

Sektion I: Performances
Chair: Michael Wildt (HU Berlin)

Dora Apel (Wayne State University): “Wish I Were There”: The Possibilities and Impossibilities of Historical Reenactment

Belinda Davis (Rutgers University): Visualization of the Violent in 1960s/70s West Germany

Comment: Annette Jael Lehmann (FU Berlin)

Keynote
Moderation: Jürgen Martschukat (Erfurt University)

Colin Dayan (Vanderbilt University): Torture by Any Other Name: Prelude to Guantánamo

Sektion II: Popular Culture
Chair: Silvan Niedermeier (Erfurt University)

Thomas Weitin (Konstanz University): The Visibility of Torture in Collections of Judicial Case Studies in the 19th Century

Bruce Dorsey (Swarthmore College): Scandalous Murders in the History of the United States

Amy Wood (Illinois State University): Cinema, Modernity, and the ‘Scandal’ of Racial Violence in the U.S.

Comment: Jürgen Martschukat (Erfurt University)

Sektion III: Warfare
Chair: Michaela Hampf (FU Berlin)

Friedrich Balke (Bauhaus-University Weimar): „In fact, it makes me laugh!“ The Violence of War and Wit in Kleist‘s Partisan Drama

Sebastian Jobs (Rostock University): Shiny Happy Warfare? New York Victory Parades and the (In)Visibility of Violence

Amie Siegel (Cambridge): Establishing Shots

Comment: Alf Lüdtke (Erfurt University)

Forum „Picturing Violence“
Film Screening: Standard Operating Procedure (Errol Morris USA 2008)

Panel Discussion
Moderation: Michael Wildt
Dora Apel
Colin Dayan

Sektion IV: Race
Chair: Norbert Finzsch (Cologne University)

Martha Hodes (New York University): Violence, Visibility, and Invisibility in the New York City Race Riot of 1900

Silvan Niedermeier (Erfurt University): Race, Visibility, and the Documentation of Torture in the American South

Michael Wildt (HU Berlin) Berlin: Pictures of Anti Semitic Violence in Nazi Germany

Comment: W. Fitzhugh Brundage (University of North Carolina)

Sektion V: Photography
Chair: Holt Meyer (Erfurt University)

Anton Holzer (Wien): Killing as Spectacle: Voyeurism and Violence in First World War Photography

Petra Bopp (Jena University): Images of Violence in Wehrmacht Soldiers’ Private Photo Albums

Comment: Jens Jäger (Cologne University)


Redaktion
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