1 / 1 Tagungsbericht

Meinungsforschung in der Geschichte moderner Demokratien - Methoden, Anwendungen, Wirkungen. Opinion research in the history of modern democracies - methods, applications, effects

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Freie Universität Berlin; Arbeitsstelle für Vergleichende Gesellschaftsgeschichte
Datum, Ort:09.05.1997–10.05.1997, Berlin

Bericht von:
Christoph Conrad; FB Geschichtswissenschaften, Freie Universität Berlin
E-Mail: <conradzedat.fu-berlin.de>

Bei aller Anerkennung ihrer Bedeutung ist Meinungsforschung bisher fuer Historiker und Historikerinnen des 20. Jahrhunderts ein unbekanntes, oft sogar ein suspektes Wesen geblieben. Unbeachtet und ungenutzt blieben dadurch wertvolle Bereiche fuer ein Verstaendnis moderner Demokratien: a) ein wesentliches, macht- und marktorientiertes Handlungsfeld zeitgenoessischer Gesellschaften; b) ein umfangreicher Fundus von methodischem und angewandtem Wissen, das taeglich Eingang in Politik, Medien und Unternehmen findet, sowie c) ein ebenso reiches wie verstreutes Quellenmaterial zu oeffentlichen wie privaten Fragen. Mit wenigen Ausnahmen fand dies keinen Eingang in die sozial- oder politikhistorische Zeitgeschichte. Dagegen liess sich immer staerker beobachten, dass die Entwicklungen der vergangenen 50 bis 60 Jahre - wie in anderen Themenfeldern auch - von Nichthistorikern bearbeitet werden.

Diese Arbeitstagung sollte hier einen Einstieg ermoeglichen, indem bisher national und disziplinaer getrennt diskutierte Ansaetze und Forschungen zusammengebracht wurden. Ca. 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die aktiv mit oder ueber Meinungsforschung arbeiten, aber sich vorher weitgehend nicht kannten, eroerterten zusammen Wege zu einer historischen Rekonstruktion des Siegeszuges der Umfrageforschung seit den 1930er Jahren. Sozial- und Wirtschaftshistoriker, Soziologen und Politikwissenschaftler aus England, Frankreich, Italien, den USA, der Schweiz und Deutschland, die z.T. Pionierstudien zu diesem Forschungsfeld vorgelegt haben oder gerade vorbereiten, kamen zu ebenso offenen wie kontroversen Diskussionen zusammen. Mit Hilfe einer Reihe von erfahrenen Vertretern der Sozialforschung und der Sozial- und Zeitgeschichte wurden diese Einzelergebnisse in uebergreifende Diskussionszusammenhaenge eingebettet. Durch die Kombination der Eingeladenen entstand in jedem der vorgesehenen Themenbereiche zwanglos die Moeglichkeit internationaler Vergleiche und der Nachzeichnung von Beziehungen. Bewusst wurden keine Praktiker aus der kommerziellen Meinungsforschung eingeladen; eine solche weitere Dialogebene haette zusaetzlich zum interdisziplinaeren und internationalen Austausch dieses Treffen ueberfordert. Die Tagung wurde von Christoph Conrad (FU Berlin) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle fuer Vergleichende Gesellschaftsgeschichte organisiert und aus Mitteln des 1992 an Juergen Kocka verliehenen Leibniz-Preises der DFG finanziert.

Die Idee fuer die Tagung entstand im Kontakt mit dem Pariser Politologen Loic Blondiaux, der eine bahnbrechende Arbeit ueber die Durchsetzung der Meinungsforschung in Frankreich im Vergleich zu den USA vorlegt hat. In den letzten Jahren mehren sich auch in der Bundesrepublik die Initiativen, die sich von diesem blinden Fleck zu befreien suchen. In der historischen Publizistik, in der Sozialgeschichte der Aufbaujahre der Bundesrepublik, in der historischen Jugendsoziologie oder in der politikwissenschaft-lichen Forschung ueber die Beziehungen zwischen politischen Institutionen und oeffentlicher Meinung sind substantielle Arbeiten erschienen. Zudem macht sich eine Konvergenz der Interessen zwischen Sozialwissenschaftlern und Historikern bemerkbar, die auf eine "Forschung ueber Meinungsforschung" (Friedhelm Neidhardt) hinauslaeuft, die sich fuer die gesellschaftliche Konstruktion aller Aktivitaeten der demoskopischen "Branche" und ihrer Kunden interessiert.

Im ersten Themenkreis "Transfer, Aneignung und nationale Traditionen: Umfrageforschung zwischen den USA und Europa" verglich Loic Blondiaux (Paris/Lille) die Durchsetzung politischer Meinungsforschung in den USA und Frankreich. Sandro Rinauro (Mailand) behandelte anhand der Karriere des Statistikprofessors Pierpaolo Luzzato Fegiz, der 1946 mit "Doxa" das erste italienische Institut gruendet, die Stellung dieser Methoden im Uebergang vom Faschismus zur parlamentarischen Demokratie. Beide prueften die Bedeutung zentraler sozialer Gruppen (wie Journalisten, akademische Experten, Politiker) fuer den Erfolg der Umfragetechnik; betonten die Probleme, die Plausibilitaet und Nuetzlichkeit gegenueber anderen Konzepten der oeffentlichen Meinung zu erweisen. In Frankreichs vierter Republik stand dem eine starke Theorie repraesentativer Demokratie entgegen. In Italien war es das diktatorische Kurzschliessen von Volkswillen und Machtzentrum, die ein neues Messinstrument auf Misstrauen stossen liess. Der Siegeszug, der in Frankreich unter de Gaulle begann und v.a. die 60er Jahre kennzeichnete, beruhte auf einer grundsaetzlichen Wandlungen der politischen Kultur, in der neue soziale Gruppen u.a. mit Unterstuetzung der Medien traditionelle Politikformen umstiessen. In Italien kam der Akzeptanzschub von Regierungsseite und aufgrund der Legitimation der neuen Methoden durch die Universitaetswissenschaft schon bald nach Kriegsende.

In seinem Kommentar erweiterte der Historiker Lutz Raphael (Trier) noch das Spektrum der analytischen Fragen, die eine vergleichende Analyse weitertreiben koennen. Insbesondere wies er auf die unterschiedlichen Formen und Funktionen der Massenbeobachtung in Diktaturen und Demokratie hin. Weiterhin waere die von beiden Referaten betonte Bild der Umfragen als amerikanische Technik in Beziehung zu den Veraenderungen der Sozialwissenschaften insgesamt in nach dem 2. WK zu setzen. In der Phase der umstrittenen Akzeptanz in den 1950er Jahren sei es auch in anderen Themengebieten zu Konflikten zwischen verschiedenen Expertengruppen gekommen; hier sind v.a. nationale Differenzen zu lokalisieren. Im zweiten Themenkreis ging es um "Marktbeobachtung" im Zusammenspiel von Sozialwissenschaften und unternehmerischen Strategien seit den 1920er Jahren. Hierbei wurde aehnlich wie in der ersten Sektion das Untersuchungsfeld so erweitert, dass Rahmenbedingungen und Alternativen fuer die Durchsetzung von Marktforschung mit Umfragen erhellt werden konnten. Die Wirtschaftshistorikerin Sally Clarke (Austin, Texas) stellte eigene und fremde Forschungen vor, die das Wissen von Managern ueber Konsumenten als Sonden zur Erforschung der inneren Dynamik von Firmen benutzten. Christoph Conrad diskutierte einen breiten systemtheoretisch informierten Ansatz, der die spezifischen Wissensformen der Marktforschung in enger Zusammenhang mit der ebenfalls in der Zwischenkriegszeit entstehenden Radiohoererforschung, der politischen Meinungsforschung sowie anderen soziographischen Methoden sieht; die Beispiele entstammten den Umfragen der Gesellschaft fuer Konsumforschung Nuernberg aus den 1930er/40er Jahren. Nach Firmen und externen Forschungsinstituten thematisierte der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze (Cambridge) schlieálich die Beziehungen zwischen makrooekonomischen Theorien und Erwartungen, den Formen staatlicher Wirtschaftsforschung und den in der "Konsumforschung" verkoerperten Hinwendung zum Marktgeschehen vor und nach 1945. Der Unternehmenshistoriker Patrick Fridenson (Paris) unterstuetzte den breiten Zugriff auf die Frage, wie Firmen oder andere Institutionen die wachsende Fuelle von Informationen und Signalen des Marktes verarbeiten. Er unterstrich, wie stark Kategorien wie Markt, Rationalitaet und Effizienz in der aktuellen Diskussion als "soziale Konstrukte" angesehen und historisiert wuerden. Kulturwissenschaftliche und wissenssoziologische Vorgehensweisen sind deshalb auch in diesem Themenfeld anzuwenden. Wuenschenswert waere mehr Forschung ueber die verschiedenen Gruppen von Vermittlern: Unternehmensberater, Berufs- und Unternehmensverbaende, Werbespezialisten und Medien. Eine interessanter Austausch entstand um Sally Clarkes zugespitzte Schlussfolgerung, dass die Konsumenten in all diesen Studien selbst opak und unzugaenglich bleiben. Dagegen wurde doch betont, dass trotz aller Vermittlungsebenen eine Erhellung von Praeferenzen und Praktiken des Konsums moeglich ist. Der Oekonom Gert Wagner (Berlin) betonte aus der Sicht heutiger Wirtschaftsforschung die Interaktion von staatlicher und privater Statistik.

In der dritten Sektion "Politische Meinung und politische Kommunikation" kam es anhand zweier Projektvorstellungen zur sozialwissenschaftlichen Forschung ueber Demoskopie zu sehr grundsaetzlichen Debatten um die Legitimitaet und Guete heutiger Umfragen. Die Politologin Susan Herbst (Evanston, Illinois) stuetzte sich auf qualitative Interviews mit Journalisten, Parlamentsmitarbeitern und politischen Aktivisten ihres Bundesstaates, um die Alltagstheorien ueber oeffentliche Meinung dieser Praktiker der gaengigen sozialwissenschaftlichen Sicht gegenueberzustellen. Diese "Laien" stufen Umfrageergebnisse als wesentlich weniger wichtig ein als den Inhalt der Medien, die Positionen von Lobbygruppen oder persoenliche Kommunikation; ihnen ginge es vor allem um informierte Meinungen und um die Intensitaet von Stimmungen, nicht um blosse Aggregationen. Pointiert wandte sich Herbst damit gegen ein kognitives Modell von politischem Verhalten, das Menschen als informationsverarbeitende Maschinen sieht. Damit lieferte sie die Stichworte fuer Robert Luskin (Austin, Texas), der die Qualitaetsstandards und theoretischen Modelle der akademischen (im Gegensatz zur kommerziellen) Umfrageforschung vehement gegen jede Alternative und 'konstruktivistische' Relativierung verteidigte. Das Forschungsprojekt, das die Politologin Sibylle Hardmeier (Zuerich) vorstellte, verspricht, beide Positionen als empirische Forschungsfragen zu behandeln. In einem grossangelegten Projekt sollen Qualitaetsstandards von Umfragen geprueft, die Berichterstattung ueber Umfragen und die Verwendung von demoskopischen Informationen durch Journalisten ermittelt und der Einsatz von Ergebnissen in politischen Entscheidungssituationen verfolgt werden. Eingebettet sind diese empirischen Studien in normative und demokratietheoretische Diskussionen zur gegenwaertigen Situation der Schweiz. Aus sozialhistorischer Sicht fragte Adelheid von Saldern (Hannover) nach Gewinnern und Verlierern im Prozess der Durchsetzung solcher mediatisierten Oeffentlichkeiten. Der Wandel der sozialen Inhalte von Kategorien wie "citizen", Konsument/in oder Waehler/in waere deutlicher herauszuarbeiten. Sie unterstrich den enormen Abstand zwischen Habermas' Konzept der Oeffentlichkeit als eines sozialen Raumes und der statistischen Aggregation von Einzelmeinungen. Von Saldern kritisierte, dass bisher die Aneignung durch die Buerger und Buergerinnen zu kurz gekommen sei; ihr Umgang mit Umfragen liesse sich nach dem Modell des "aktiven" Konsumenten oder Medienrezipienten anders beschreiben.

Im vierten Themenkreis "Politik in und mit Umfragen" kamen zwei sehr unterschiedliche Ansaetze zu Wort. Der Soziologe und Zeithistoriker Werner Bergmann (TU Berlin) skizzierte sein Forschungsprojekt zum "framing" des Antisemitismus in Umfragen seit 1945. Er nutzt Frageboegen, ihren Aufbau und Wortlaut, als "hochverdichtete textliche Quellen" und interpretiert sie als Indizien fuer den Wandel der politischen Kultur. Bergmann konzentrierte sich auf deutsche Umfragen, wies dabei jedoch mit einigen Beispielen auf den Wert eines solchen Vorgehens fuer internationale Vergleiche hin. Die zitierten Faelle waren frappierend: So wurde in den 1950er Jahren ohne viel Federlesens der Vergleich mit "frueher" (d.h. dem Dritten Reich) gesucht, oder die Fragen gingen ohne Distanzierung von der Existenz einer "juedischen Frage" aus.

In der bisherigen Diskussion hatte der Politikwissenschaftler Robert Luskin (Austin, Texas) zwar die methodischen Qualitaeten der akademischen Surveyforschung betont, aber in seinem Papier schritt er zunaechst zu einer verheerenden Kritik der ihnen zugrundeliegenden Annahmen ueber die politische Informiertheit der Befragten. Seine Beispiele fuer den niedrigen Grad politischer "sophistication" liessen eigentlich nur den Schluss zu, dass Befragungen "non-attitudes" oder im besten Falle vage Werurteile zu Tage bringen. Dass dies nicht so sein muesste, versucht Luskin in seinen Forschungen auf zwei Wegen zu zeigen. Zum einen ergeben statistisch-experimentelle Studien ihm zufolge, dass informiertere Waehler ihre Interessen anders wahrnehmen wuerden; unter der Annahme hoeherer Informiertheit haetten die moeglichen Verschiebungen von Stimmen ausgereicht, um vergangene Praesidentschaftswahlen anders ausgehen zu lassen. Zum anderen hat eine Reihe von sog. "deliberative polls" - in der Form von politischen Grossversuchen - gezeigt, dass zufaellig ausgewaehlte Buergerinnen und Buerger durch gemeinsame Auseinandersetzung mit Information und politischen Argumenten sehr wohl in der Lage sind, in signifikantem Masse ihre in Umfragen geaeusserten Meinungen zu aendern. Luskins Argumente zielen darauf, Standards zu entwickeln, an denen sowohl Formen deliberativer Demokratie als auch gewoehnliche Umfragen gemessen werden koennen.

Loic Blondiaux's Kommentar unterstrich die Originalitaet von Bergmanns Projekt, das sowohl die Interessen der historischen Forschung als auch die lange methodologische Beschaeftigung der Umfrageexperten mit der Formulierung von Fragen beruehrt. Es waere wuenschenswert, wenn ein solch genauer Blick auch auf die anderen Aktivitaeten der Institute geworfen wuerde; am Ende koennte eine Ethnographie der Meinungsforschung stehen. Im Hinblick auf Luskin leitete Blondiaux mit Fragen zu den Kriterien von politischer Informiertheit und zu der Sondersituation des Quasi-Experiments der "deliberative polls" zu einer allgemeinen Diskussion ueber, die die Verantwortung der Demoskopen und den normativen, demokratietheoretischen Gehalt der Repraesentatation oeffentlicher Meinung durch Umfragen aufnahm.

Die Abschlussdiskussion unter Leitung des Sozialhistorikers Juergen Kocka widmete sich der Frage, ob die diskutierten Zugaenge auch Chancen fuer eine Erneuerung der Zeitgeschichtsschreibung boeten. Der Historiker und Journalist Michael Jeismann (Frankfurt a. M.) und der empirische Sozialforscher und Zeithistoriker Karl-Heinz Reuband (Dresden) repraesentierten mit ihren Statements die beiden Pole der Debatte: auf der einen Seite ein reflektierender, historisierender und wissenssoziologisch fragender Zugang zum Produzieren, Verwenden und Deuten dieses in der Gesellschaft zirkulierenden Wissens selbst; auf der anderen Seite der empirisch-methodisch raffinierte, auf die Validitaet der Methodologie vertrauende Gebrauch der Umfragen fuer Sekundaeranalysen, die zweifellos historisch ergaenzt und kontextualisiert werden muessten. Die historische Forschung steht dem Gebrauch von Umfrageergebnissen als Quellen aber bisher noch skeptisch gegenueber. Es werden zunaechst grundsaetzliche Aufschluesse ueber deren Entstehung, Ziele und Verwendungskontext erwartet. Eine Bedingung dafÆr war, sich der inhaltlichen Eigenarten des Gebrauchs von Umfragen - ob von zeitgenoessischen Akteuren oder beobachtenden Wissenschaftlern - bewusst zu werden. Bei der Tagung standen zwei grosse gesellschaftliche Bereiche, in denen die massiv zur Anwendung kommen, im Mittelpunkt: Politik und Maerkte, waehrend der dritte grosse Bereich, die Medien selbst, aus Zeitgruenden nur am Rande behandelt wurde. In allen drei Bereichen entstehen seit den 1920er/30er Jahren Feedbacksysteme zwischen den Institutionen und ihren Umwelten - bei aller Besonderheit haben diese Aeusserungen und ihre demoskopischen Produktionsbedingungen genug Gemeinsamkeiten, um sie parallel zu behandeln. Dafuer ist es jedoch angebracht, traditionelle Einteilungen der Gesellschaft (und damit auch der historischen Forschung) in Politik, Kultur, Wirtschaft usw. selber als Kategorien in Frage zu stellen. Die "Beobachtung zweiter Ordnung" (Niklas Luhmann), die die Meinungsforschung in all ihren Auspraegungen als Leistung fuer gesellschaftliche Subsysteme erbringt, ist eines der Phaenomene hochentwickelter Gesellschaften, das quer zu den traditionellen Einteilungen und Beschreibungen liegt. Hierin liegt auch eine Chance, um ueber geschichtswissenschaftliche Zugaenge zu Fragen der Kommunikations- oder Informations-gesellschaft insgesamt nachzudenken.

Eine Veroeffentlichung der Tagungspapiere ist nicht vorgesehen. Stattdessen werden die Ergebnisse der Diskussionen in eine Reihe laufender Forschungsarbeiten und entstehender Monographien eingehen. Auch ist mit dem Treffen der Anstoss fuer die Bildung eines Netzwerks von Forschern, die einen kontinuierlichen Austausch ueber diesen Themenbereich pflegen, gegeben worden. Interessierte sind herzlich eingeladen sich hieran zu beteiligen.

Konferenzübersicht:

Opinion Research in the History of Modern Democracies - Methods, Applications, Effects (Berlin, May 9-10, 1997)

1) Transfer, Appropriation, and National Traditions: the Methods of Opinion Research between the USA and Europe
Loic Blondiaux (Lille): The History of Public Opinion Polls: A Comparison between the United States and France Sandro Rinauro (Milano)
Lutz Raphael (Trier): The Diffusion of Public Opinion Research in Italy between Fascism and Democray Comment

2) Observing Markets: Social Science and Entrepreneurial Strategies since the 1920s
Sally Clarke (Austin, TX): Market Research and the Modern Firm in the United States, 1920-40s
Christoph Conrad (Berlin): On Market Research Conducted by Independent Organizations in Interwar Germany
Adam Tooze (Cambridge, UK): Ernst Wagemann, The Institute for Business-Cycle Research and the Development of Economics as a Policy-Science in Interwar Germany, 1925-1933

3) Public Opinion and Political Communication
Susan Herbst (Evanston, IL): Lay Theories of Public Opinion
Sibylle Hardmeier (Zürich): Opinion Polls in Political Communications: A Quality and Effectiveness Analysis

4) Politics in the Polls, Politics through the Polls
Werner Bergmann (Berlin): The Framing of Political Problems in Surveys
Robert C. Luskin (Austin, TX/Paris): Public Opinion and the Oakland

5) Opinion Polls as Mirror of Society? Chances for a Renewal in Contemporary History

Kontakt:

Kontaktadresse: Dr. Christoph Conrad Tel. (030) 838 4541
Freie Universität Berlin Fax. (030) 838 3540
FB Geschichtswissenschaften E-mail: conradzedat.fu-berlin.de
Habelschwerdter Allee 45
D-14195 Berlin

ZitierweiseTagungsbericht Meinungsforschung in der Geschichte moderner Demokratien - Methoden, Anwendungen, Wirkungen. Opinion research in the history of modern democracies - methods, applications, effects. 09.05.1997–10.05.1997, Berlin, in: H-Soz-u-Kult, 18.09.1997, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=1940>.

Copyright (c) 1997 by H-Net and Clio-online, all rights reserved. This work may be copied and redistributed for non-commercial, educational use if proper credit is given to the author and to the list. For other permission, please contact H-SOZ-U-KULTH-NET.MSU.EDU.