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Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften zwischen Area Studies und systematischen Disziplinen

 

Informationen zu diesem Beitrag

Veranstalter:Deutsches Historisches Institut Paris; Centre interdisciplinaire d’études et des recherches sur l’Allemagne (CIERA); Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD, Außenstelle Paris)
Datum, Ort:03.11.2011, Paris

Bericht von:
Eva Schwab, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
E-Mail: <eva.d.schwabgooglemail.com>

Am 03. November 2011 veranstaltete das Deutsche Historische Institut (DHI) Paris zusammen mit dem Centre interdisciplinaire d’études et des recherches sur l’Allemagne (CIERA) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD, Außenstelle Paris) eine Tagung zur „Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften zwischen Area Studies und systematischen Disziplinen“. Ausgangspunkt war die Feststellung, dass auch wenn sich Wissenschaft als internationaler, offener Austausch versteht, dieser Anspruch gerade in den Geistes- und Sozialwissenschaften schnell an seine Grenzen stößt. Aus deutscher Perspektive gibt es heute zur Überwindung dieser Grenzen in den Geistes- und Sozialwissenschaften zwei wichtige Netzwerke, die den Dialog zwischen Deutschland und zentralen Partnerländern (mit)gestalten. Mit längerer Tradition sind dies zum einen die Deutschen Historischen Institute, die mit disziplinärer Öffnung in der Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA Bonn) zusammengefasst sind. Zum anderen sind dies seit rund 20 Jahren die vom DAAD an ausgewählten ausländischen Universitäten geförderten Zentren für Deutschland- und Europastudien.

Beide Netzwerke sind dem wissenschaftlichen Dialog zwischen Deutschland und den Partnerländern verpflichtet. In der Art, wie sie dieser übergeordneten Aufgabe nachkommen, unterscheiden sie sich jedoch in vielfacher Hinsicht. Während die Historischen Institute in der Regel auf ein Fach mit Bezug zum Gastland fokussiert sind, richten die Zentren den Blick explizit nach Deutschland. Die Aktivitäten der Historischen Institute situieren sich ferner zumeist innerhalb eines systematischen Fachs, in erster Linie der Geschichtswissenschaft, während die Zentren für Deutschland- und Europastudien in der Regel der Area Studies-Konzeption verpflichtet sind.

In der Eröffnung legten die Vertreter der Trägerstrukturen beider Netzwerke, Frau ANNETTE JULIUS (DAAD Bonn) und Herr HARALD ROSENBACH (DGIA Bonn), die institutionellen Rahmenbedingungen fest. Annette Julius betonte, dass in den Zentren junge Experten zu Deutschland und Europa ausgebildet werden und verschiedene Disziplinen miteinander in Dialog treten sollten. Harald Rosenbach wies auf die Forschungsausrichtung der Institute hin.

In seinem Eröffnungsvortrag reflektierte ANDREAS ECKERT (Berlin) das Verhältnis der systematischen Fächer zu den Area Studies, deren grundsätzliche Aufgabe es sei, andere Kulturen zu analysieren und zu interpretieren, um diese verständlich und damit zugänglich zu machen. Die Area Studies seien somit in den USA zunächst aus ökonomischen und politischen Zwecken vor allem im Kontext des Kalten Krieges und der De-Kolonialisierung heraus entstanden. Im Hinblick auf ihr Verhältnis zu den systematischen Fächern vertrat Eckert die These, dass die Qualität der Geistes- und Kulturwissenschaften leiden würde, wenn sie die Ansätze Area Studies außer Acht ließen. Aus seiner Sicht käme den Area Studies die Funktion eines Korrektivs der systematischen Disziplinen zu. Dessen ungeachtet blieben die systematischen Disziplinen jedoch auch weiterhin Grundlage der Area Studies. Daher sei beispielsweise auch Globalgeschichte ohne die genaue Kenntnis einer oder mehrerer National- oder Regionalgeschichten als Ausgangspunkt nicht möglich. Eckert schloss seinen Vortrag mit dem Plädoyer, Themen der Area Studies in der universitären Lehre und Forschung verstärkt auf die Agenda zu nehmen. Das große Interesse bei Studierenden, Doktoranden und Post-Docs an Area Studies sowie an globalgeschichtlichen Ansätzen entspräche zur Zeit noch in keiner Weise den Stellenstrukturen an den Universitäten. Dies gelte es im Dialog mit den systematischen Fächern zu ändern.

Im Folgenden referierten die Vertreter der DHIs und der Zentren über ihre Ausrichtungen in den jeweiligen Ländern.

Die Direktorin des DHI Paris, GUDRUN GERSMANN (Paris), legte ihrem Beitrag die zwei Leitfragen zu Grunde, welchen Beitrag die DHIs zum einen grundsätzlich zur Internationalisierung der Geisteswissenschaften leisten können, sowie welchen Beitrag zum anderen das DHI Paris dazu im deutsch-französischen Kontext leistet. Sie führte dies anhand des Leitbildes des DHI Paris – Forschen, Vermitteln und Qualifizieren – aus. An erster Stelle nannte sie in Hinblick auf die Internationalisierung der historischen Forschung die Beschäftigung mit ausländischen Themen und damit anderen Nationalgeschichten. Als zweiten Beitrag der DHIs zur Internationalisierung nannte sie die Vermittlung zwischen dem jeweiligen Gastland und Deutschland. Dazu gebe das DHI Paris etwa die Zeitschrift Francia und den online-Rezensionsteil Francia.recensio heraus. Des Weiteren werden Sammelrezensionen und Forschungsüberblicke für das jeweilige andere Land veröffentlicht. Allgemein gelte, dass das DHI Paris nicht mehr primär auf Frankreichspezialisten ausgerichtet sei, sondern Ansprechpartner gerade auch für Nachwuchswissenschaftler sein wolle, die Frankreich „mit vertreten“. Daher bietet das DHI Paris seit 2009 Fachsprachkurse „Französisch“ in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) und Intensivsprachkurse „Deutsch“ zusammen mit dem DAAD an. Die Beschäftigung und damit Internationalisierung wissenschaftlicher Mitarbeiter auf Qualifikationsstellen in der Habilitationsphase nannte Gersmann schließlich als dritte Maßnahme zur Internationalisierung des deutschen Hochschullehrernachwuchses.

MICHAEL WERNER (Paris) vertrat mit dem Hochschul- und Forschungsnetzwerk CIERA das vom DAAD geförderte Deutschland- und Europazentrum in Frankreich. Werner betonte, dass das CIERA vor genau zehn Jahren vorrangig als interdisziplinärer sozialwissenschaftlicher Verbund gegründet worden sei und somit auch in gewisser Weise gegen den Area Studies-Ansatz gerichtet gewesen sei, wie er in den „études germaniques“, vornehmlich in der französischen Germanistik, vertreten worden sei. Ansatz des CIERA sei somit nicht primär Deutschlandkompetenz zu vermitteln, sondern zusammen mit Deutschen und Franzosen zu disziplinübergreifenden Themen wie Natur/Kultur, Konflikt und Gewalt, Öffentlich/Privat oder zu methodischen Problemen wie dem des Vergleichs und der histoire croisée mit einem deutsch-französischen und europäischen Hintergrund zu forschen. Zugespitzt formulierte er, dass es eben nicht mehr darum gehe, übereinander, sondern miteinander zu forschen. Von den Area Studies sollten die systematischen Disziplinen lernen, ihren Raumbezug und das Problem des Beobachterpostens zu hinterfragen. Werner plädierte dafür, weiterhin in systematischen Disziplinen auszubilden, die Arbeitsweise und die Forschungsprojekte aber multi-disziplinär zu gestalten. Mit dem DHI Paris arbeite das CIERA in vielfältiger Form zusammen: von gemeinsamen Veranstaltungen wie etwa die Seminarreihe „Les mots de l’histoire“ zu deutschen und französischen Schlüsselbegriffen, einem Einführungsseminar zu den e-Humanities oder Einladungen zu Vorträgen von Wissenschaftlern aus Deutschland bis hin zu gemeinsamen Publikationen. Diese Kooperation diene auch der Nachwuchswissenschaftlerförderung – viele Doktoranden zirkulieren zwischen beiden Institutionen – und trage nachhaltig zu gemeinsamer Forschungsaktivität des DHI und des CIERA bei.

KRZYSZTOF RUCHNIEWICZ (Breslau) stellte in diesem Zusammenhang das Willy-Brandt-Zentrum Breslau (WBZ) für deutsch-polnische Beziehungen und deutsch-polnische Geschichte im 20. Jahrhundert vor. Das mit der Universität kooperierende Zentrum biete Bachelor- und Masterstudiengänge und Doktorandenschulen zu europäischer, deutscher und deutsch-polnischer Geschichte des 20. Jahrhunderts an und arbeite interdisziplinär im Bereich der Geschichtswissenschaft, Politik, Germanistik, Soziologie und Ethnologie. Neben der stark nachgefragten Lehre über Deutschland möchte das WBZ auch Wissen über Polen in Deutschland vermitteln, was unter anderem in Form einer Landesstudie „Polen“ der Bundeszentrale für politische Bildung geschehen sei. Des Weiteren veranstalte das WBZ interdisziplinäre Kongresse für polnische Deutschlandforscher.

EDUARD MÜHLE (Warschau), Direktor des DHI Warschau, stellte als Aufgabe des DHI die Grundlagenforschung zur Geschichtswissenschaft vom Mittelalter bis in die Zeitgeschichte mit Schwerpunkt Polen, Osteuropa und deutsch-polnische Beziehungen in den Vordergrund seiner Ausführungen. Mühle hob weiter die internationale Ausrichtung der Forschung am DHI Warschau hervor, die ihren Ausdruck unter anderem darin fände, dass am Institut neben deutschen und polnischen Wissenschaftlern auch Forscher aus drei weiteren Ländern arbeiteten. Die Kooperation mit dem WGZ in Breslau umfasste bisher Tagungen und Publikationen zu gemeinsamen Forschungsinteressen.

ANDREAS GESTRICH (London) präsentierte als Direktor die Arbeit des DHI, das wie auch das Institut in Warschau Grundlagenforschung betreibe und sich darüberhinaus auch für den Transfer zentraler Fragestellungen zwischen der deutschen und britischen Geschichtswissenschaft einsetze. In diesem Kontext biete das Institut unter anderem einmal jährlich englischen Doktoranden, die zu Themen der deutschen Geschichte arbeiteten, Gelegenheit ihre Arbeiten vorzustellen und zu diskutieren. Darüberhinaus werde aber nicht nur zur deutsch-englischen Geschichte, sondern auch aufgrund der einzigartigen Quellenbestände in London zur Empire-Geschichte und damit außereuropäischen Geschichte gearbeitet. Weiter merkte Gestrich an, dass das DHI London eine von den Universitäten unabhängige Forschungseinrichtung mit einem speziellen geschichtswissenschaftlichen Profil sei, die Zentren dagegen universitäre Studien- und Forschungsprogramme aufwiesen. Da das Interesse an Deutschland und deutscher Geschichte in Großbritannien an den Universitäten jedoch stark sei, gäbe es zahlreiche Kontakte und Kooperationen mit diesen.

Das vom DAAD in Großbritannien geförderte Institute for German Studies in Birmingham (IGS Birmingham) stellte dessen Direktorin SARAH COLVIN (Birmingham) vor. Das Institut biete Master-, Doktoranden- und Postdoktorandenprogramme zu Deutschlandstudien, Politikwissenschaft und Kulturwissenschaft. Die Arbeit am IGS Birmingham lasse sich als Area Studies mit dem Blick von Großbritannien auf Deutschland bezeichnen. Nach Colvin diskutierten hier Forscher unterschiedlicher Disziplinen zu Deutschland- und Europathemen miteinander. Generell habe sich die Lage der Geistes- und Sozialwissenschaften in Großbritannien in Folge der aktuellen Sparmaßnahmen, erhöhter Studiengebühren und dem Fehlen klarer Karrieremöglichkeiten in den Geistes- und Sozialwissenschaften dramatisch verschlechtert. Vor diesem Hintergrund sei schwer abschätzbar, wie sich die Nachfrage dieser Angebote des Instituts unter den britischen Studierenden und Graduierten in den nächsten Jahren entwickeln werde. Damit werde sich auch die Frage der Kooperation mit deutschen Forschungseinrichtungen neu stellen.

Als jüngstes Deutsches Historisches Institut wurde das Moskauer Institut 2005 gegründet. Ziel des Instituts sei es laut seines Direktors NIKOLAUS KATZER (Moskau) breite Forschung vom Mittelalter bis in die Gegenwart der osteuropäischen Geschichte zu ermöglichen, was jedoch nur durch exemplarische Schwerpunktsetzungen umgesetzt werden könne. Geographisch sei dies die Geschichte des gesamten postsowjetischen Raumes einschließlich seiner Beziehungen zu weiteren Regionen wie Asien. Aktuelle Projekte des DHI Moskaus beschäftigen sich mit Binnenräumen, Migrations- und Agrargeschichte. Katzer strebt einen doppelten Internationalisierungsbeitrag des DHI Moskau an: Zum einen die Internationalisierung der deutschen Geschichtswissenschaft, zum anderen aber auch der russischen Geschichtswissenschaft. Dazu gelte es insbesondere den lokalen Nachwuchs in seinen Internationalisierungsbemühungen zu unterstützen. Darüberhinaus strebe das DHI Moskau an, gegenwärtige Vorstellungen und Bilder von Russland in Deutschland durch die Vermittlung von Forschungsergebnissen zu stimulieren.

ANDREAS VASILACHE (Bielefeld) führte als deutscher Direktor des DAAD-geförderten Zentrums für Deutschland- und Europastudien (ZDES) in die institutionelle Verankerung des Zentrums sowohl an der Universität Bielefeld als auch an der Universität St. Petersburg ein. Dies sei den spezifischen Umständen der russischen Wissenschaftslandschaft geschuldet. Disziplinär sei das Zentrum in der Politikwissenschaft und Soziologie beheimatet. An der Petersburger Staatlichen Universität bestehe neben der neueren Politikwissenschaft auch weiterhin eine marxistisch-leninistische Politikwissenschaft. Durch die Verankerung des Zentrums an beiden Universitäten verfüge es über einen breiteren organisatorischen wie inhaltlichen Gestaltungsspielraum. Er machte deutlich, dass das Interesse russischer Studierender an Deutschland vor allem dann bestehe, wenn die Deutschlandstudien in Europastudien eingebettet seien.

KIRSTEN FISCHER und SABINE ENGEL (beide Minnesota) vertraten das Center for German and European Studies (CGES) Minnesota. Fischer erklärte, dass in der US-amerikanischen Geschichtswissenschaft bei aller interdisziplinären Offenheit die Ausbildung aufgrund des Arbeitsmarktes disziplinär bliebe. Interdisziplinarität werde jedoch in der disziplinären Ausbildung dadurch gewährleistet, dass Studierende auch Kurse anderer Disziplinen belegen müssten, die Doktorarbeiten selber aber weiterhin klar Disziplinen zugeordnet seien. Dennoch sei in der Geschichte ein massiver Trend zu transnationalen- und globalgeschichtlichen Fragestellungen festzustellen. Sabine Engel, Direktorin des CGES, führte aus, dass an ihrem Zentrum vergleichende Projekte mit Deutschland-Bezügen angeboten würden und Kooperationen und gemeinsame Forschungsprojekte mit deutschen Universitäten vorhanden seien.

MARCUS GRÄSER (Linz), ehemaliger stellvertretender Direktor des DHI Washington, erklärte, dass die beiden Hauptaufgaben des DHI Washington in der Repräsentation der deutschen Geschichtswissenschaft sowie der deutschen Forschung zum Gastland, den USA, bestünden. Deutsche Forschung zu den USA im Institut zu vermitteln und zu vertreten sei schwierig, da das DHI Washington von US-amerikanischer Seite primär als Forschungseinrichtung zur deutschen Geschichte wahrgenommen würde. Nach Gräser sollten die DHIs die Internationalisierung innerhalb der deutschen Geschichtswissenschaft dadurch stärken, dass außereuropäische Geschichte in Deutschland auch stärker institutionell berücksichtigt werde.

In ihrem Impulsreferat für die Abschlussdiskussion zog URSULA LEHMKUHL (Trier) den Schluss aus der Tagung, dass die Kooperation zwischen den DHIs und den Zentren über Brückenthemen geschehen könnte, also über bestimmte Gegenstände, welche Deutschland und die jeweiligen anderen Länder gleichsam beträfen. Als Beispiel hierfür nannte sie die Kriegsgeschichte. Dieses Konzept der Beschäftigung von Experten aus unterschiedlichen Disziplinen mit einem gemeinsamen Thema (discipline based interdisciplinary) stellte Lehmkuhl in den breiteren Kontext einer herméneutique croisée. Weiter gelte es, die Kooperation zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung neu zu bedenken. Um Spannung zwischen den Disziplinen und den Area Studies zu überwinden, schlug sie vor, die Geistes- und Sozialwissenschaften grundsätzlich als kulturelle Übersetzungswissenschaften zu sehen und über die jeweiligen Disziplinen hinaus zu kooperieren, um neue Perspektiven für die Regionalforschung zu gewinnen. Verschiedene Experten müssten etwa kooperieren, um lokale Probleme in transkulturellen und transnationalen Zusammenhängen zu erkennen. Dafür würden in ihren Disziplinen ausgebildete Experten gebraucht, die sich in der jeweiligen Region auskennten und die notwendige sprachliche Kompetenz besäßen. Speziell in der Geschichtswissenschaft seien genaue Kenntnisse lokaler Gegebenheiten und die gleichzeitige Auseinandersetzung mit theoretischer, methodischer und fachspezifischer Reflexion notwendig, damit die Übersetzungsfunktion der Geisteswissenschaften, die herméneutique croisée, zur Geltung kommen könne. Die DHIs sollten sich einem erweiterten Kulturbegriff im Sinne der Transkulturalität öffnen und sich als Vertreter der geschichtswissenschaftlichen Disziplin an den Diskussionen beteiligen.

Die Tagung brachte erstmals Vertreter der Zentren und DHIs zusammen. Sie verfolgte dabei ein zweifaches Interesse: Zum einen fragte sie nach praktischen Kooperationsmöglichkeiten. Zum anderen bot sie Raum für eine theoretische Reflexion der jeweiligen Arbeit, vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über das Verhältnis zwischen Area Studies und systematischen Fächern am Beispiel der Geschichtswissenschaft. Kooperationsmöglichkeiten wurden aufgezeigt. Eine gemeinsame Aufgabe der Zentren und der DHIs ist im Hinblick auf die Area Studies unter anderem die „Unterfütterung“ deren Arbeit mit fundierten Experten- und Sprachkenntnissen.

Konferenzübersicht:

Eröffnung:

Gudrun Gersmann, Direktorin des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Paris
Michael Werner, École des Hautes Études en Sciences Sociales, (EHESS), Direktor des Centre interdisciplinaire d’études et des recherches sur l’Allemagne (CIERA) Paris
Annette Julius, Leiterin der Programmabteilung Nord des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) Bonn
Harald Rosenbach, Geschäftsführer der Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA) Bonn

I. Eröffnungsvortrag

Andreas Eckert, Humboldt-Universität zu Berlin

II. Modelle und Praxis: Präsentation von Deutschen Historischen Instituten und Zentren an gemeinsamen Standorten

Michael Werner, Direktor des CIERA Paris
Gudrun Gersmann, Direktorin des DHI Paris
Krzysztof Ruchniewicz, Direktor des Willy-Brandt-Zentrums (WBZ) Breslau
Eduard Mühle, Direktor des DHI Warschau

III. Fortsetzung: Modelle und Praxis

Andreas Gestrich, Direktor des DHI London
Sarah Colvin, Direktorin des Institute for German Studies (IGS) Brimingham
Nikolaus Katzer, Direktor des DHI Moskau; Andreas Vasilache, deutscher Direktor des Zentrums für Deutschland- und Europastudien (ZDES) an den Universitäten Bielefeld und St. Petersburg
Marcus Gräser, Universität Linz, ehemaliger stellvertretender Direktor des DHI Washington; Sabine Engel, Direktorin des Center for German and European Studies (CGES) Minnesota
Kirsten Fischer, Mitarbeiterin am CGES

Abschlussdiskussion: Voneinander Lernen? Miteinander arbeiten? Kooperationsmöglichkeiten und methodische Anregungen für DHIs und Zentren

Ursula Lehmkuhl, Universität Trier

ZitierweiseTagungsbericht Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften zwischen Area Studies und systematischen Disziplinen. 03.11.2011, Paris, in: H-Soz-u-Kult, 30.04.2012, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4212>.

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