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Nationalsozialismus

P. M. Steinsiek: Forst- und Holzforschung im "Dritten Reich"

 

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Autor(en):
Titel:Forst- und Holzforschung im "Dritten Reich"
Reihe:Freiburger Schriften zur Forst- und Umweltpolitik, Bd. 18
Ort:Remagen
Verlag:Verlag Kessel
Jahr:
ISBN:978-3-935638-98-2
Umfang/Preis:382 S.; € 19,00

Rezensiert für H-Soz-u-Kult von:
Johannes Zechner, Berlin
E-Mail: <johannes.zechnergmx.de>

ZitierweiseJohannes Zechner: Rezension zu: Steinsiek, Peter Michael: Forst- und Holzforschung im "Dritten Reich". Remagen 2008, in: H-Soz-u-Kult, 08.10.2009, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-4-028>.

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14.10.2009 Steinsiek, Peter-Michael <psteinsgwdg.de>
Replik von P.-M. Steinsiek zur Rezension von "Forst- und Holzforschung im 'Dritten Reich'" durch J. Zechner vom 8.10.2009

Stellungnahme zur HSK-Rezension meines Buches "Forst- und Holzforschung im 'Dritten Reich'“ durch Johannes Zechner, M.A., vom 8.10.2009 (<hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-4-028>)

Inhaltliche Unterschiede, welche die Positionen von Herrn Zechner und mir zu Fragen der Forst- und Holzforschung im „Dritten Reich“ kennzeichnen, sollen hier nicht zur Sprache kommen. Es geht vielmehr um eine Bemerkung, welche sich im vorletzten Absatz der Besprechung meines Buches durch Herrn Zechner findet. Dort wird kritisiert, ich sei bisweilen unachtsam „mit Begriffen aus dem Umfeld der nationalsozialistischen Weltanschauung“ umgegangen und hätte Formulierungen unglücklich gewählt.

Obgleich Herr Zechner darauf hinweist, dass ich den Gebrauch entsprechender Formulierungen in der Einführung erläutere, muss hier der Eindruck entstehen, als würde ich im Übrigen gegenüber NS-Begrifflichkeiten wenig Sorgfalt walten lassen. Mehr noch, Herr Zechner zeigt sich sogar „befremdet“ und leistet damit dem Verdacht Vorschub, es könne eventuell mehr als nur „Unachtsamkeit“ dahinter stecken.

Ich widerspreche dieser Einschätzung von Herrn Zechner entschieden. Die Sprache und der Duktus des Buches besagen etwas ganz anderes. Auch das Stilmittel der Ironie, welches ich gelegentlich verwende und dessen Wesen und Absicht ich als bekannt voraussetze, macht ganz deutlich, wie ich Begrifflichkeiten gebraucht und verstanden wissen möchte. Solche Dinge erschließen sich aus den jeweiligen Zusammenhängen des Buches sofort, den LeserInnen der Rezension freilich werden sie vorenthalten.

Zur Illustration sei der besagte einleitende Abschnitt meines Buches hier im Wortlaut wiedergegeben (S. 12): „Es ist üblich und gerechtfertigt, Begriffe und Bezeichnungen, die im „Dritten Reich“ geprägt worden sind, in Anführungszeichen zu setzen, um die eigene Distanz zum Nationalsozialismus und seiner Sprache deutlich zu machen. In der vorliegenden Arbeit würde die konsequente Umsetzung dieser Vorgehensweise jedoch zu einem sehr häufigen und verwirrenden Gebrauch solcher Zeichen führen. Um mit Anführungszeichen im Wesentlichen nur Zitate zu kennzeichnen, wurde ihre Verwendung in allen anderen Fällen stark eingeschränkt.“

Man mag darüber streiten, ob der von mir gewählte Weg geeignet ist, sein Ziel zu erreichen. Wer das Buch in die Hand nimmt, wird jedoch sehen, dass darin Kenntlichmachungen, wie sie Herr Zechner fordert und denen ich keinesfalls widerspreche, durchaus ihren Platz haben. Den Vorwurf mangelnder Sorgfalt oder sogar eines zweifelhaften Bewusstseins in Bezug auf NS-Begriffe weise ich daher als grundlos zurück. Mir ist nicht erinnerlich, dass beispielsweise Heinrich Rubner und seiner „Deutsche[n] Forstgeschichte 1933-1945“ (1985, 2. Aufl. 1997), die auch Herr Zechner zitiert, Ähnliches vorgehalten worden wäre.


15.10.2009 Zechner, Johannes <johannes.zechnergmx.de>Clio-online Forscher/innen-Verzeichnis
Replik von J. Zechner auf die Stellungnahme von Peter-Michael Steinsiek

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