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Zeitgeschichte (nach 1945)

Ph. Ther: Deutsche und polnische Vertriebene

 

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Diese Rezension wurde redaktionell betreut von: Peter Helmberger <peter=helmbergerrz.hu-berlin.de>
Autor(en):
Titel:Deutsche und polnische Vertriebene. Gesellschaft und Vertriebenenpolitik in der SBZ/DDR und in Polen 1945-1956
Reihe:Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 127
Ort:Goettingen
Verlag:Vandenhoeck & Ruprecht
Jahr:
ISBN:3-525-35790-7
Umfang/Preis:382 S.; € 39,00

Rezensiert für H-Soz-u-Kult von:
Claudia Kraft, Palac Kultury i Nauki, Deutsches Historisches Institut Warschau
E-Mail: <kraftdhi.waw.pl>
www.dhi.waw.pl

Die vorliegende Studie betritt in mehrerer Hinsicht Forschungsneuland. Sie ist die erste, die in Deutschland den ursaechlichen Zusammenhang zwischen der Vertreibung der Deutschen und Polen aus den jeweiligen Ostgebieten ihrer Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg ausfuehrlich thematisiert und somit das Phaenomen Vertreibung, das in der Bundesrepublik lange Zeit als einzigartiges Schicksal der Deutschen betrachtet wurde, in einen internationalen Zusammenhang stellt. Waehrend Vertreibung und Integration der Vertriebenen fuer die Westzonen und die spaetere Bundesrepublik schon vielfach untersucht wurden, war in Polen und in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wie auch spaeter in der DDR die Bearbeitung dieser Thematik lange Zeit aus politischen Gruenden ueberhaupt nicht oder nur sehr beschraenkt moeglich. In seinem Ansatz, durch das Prisma der Vertriebenenproblematik zu einer besseren Kenntnis der Spezifika des Systemwandels in den neuen sozialistischen Staaten SBZ/ DDR und Polen zu gelangen (S. 19), gelingt dem Autor eine Verknuepfung von Politik- und Gesellschaftsgeschichte, die in eindrucksvoller Weise das Auseinanderklaffen von sozialistischem Anspruch und Nachkriegswirklichkeit in den untersuchten Laendern demonstriert. Schliesslich hat sich der "Ost-Ost-Vergleich", den der Autor dem nach 1989 populaeren Vergleich zwischen der sozialistischen und nationalsozialistischen Diktatur favorisiert (S. 20), als ausgesprochen fruchtbar erwiesen, um die strukturellen, aber auch die ideologischen Unterschiede in den beiden neu entstehenden sozialistischen Gesellschaftssystemen zu charakterisieren, die durch das grobe Raster der lange Zeit dominierenden Totalitarismustheorien zu selten erfasst wurden.

Um die Einordnung der Studie nicht nur in die Forschungslandschaft, sondern auch in die allgemeine deutsch-polnische Beziehungsgeschichte zu ermoeglichen, sei hier ein Blick auf die bisherige Beschaeftigung mit dem Thema Vertreibung in Deutschland und Polen erlaubt. Dabei soll auch die Bundesrepublik miteinbezogen werden, die auch Ther immer wieder als Bezugspunkt fuer seinen Untersuchungsgegenstand SBZ/ DDR einblendet. Die Betrachtung der Vertriebenen im westdeutschen Teilstaat aus einer ausschliesslichen Opferperspektive stand der Verwissenschaftlichung des Themas in gewisser Weise ebenso entgegen, wie das in der DDR darueber verhaengte Redeverbot. Lange Zeit fuehlten sich die Vertriebenen in der Bundesrepublik als die alleinigen Leidtragenden der deutschen Niederlage. Dazu trug unter anderem bei, dass die wichtigste zur Verfuegung stehende Quellengrundlage die in den fuenfziger Jahren entstandene, von Theodor Schieder betreute Sammlung von Erlebnisberichten Vertriebener war [1]. Dort wurde sehr stark der Unrechtscharakter der Vertreibung und das oftmals als unvergleichbar empfundene Leid der Deutschen betont. Ein anfaenglich geplanter zusaetzlicher Band dieser Edition, der die Vertreibung der Deutschen in den Kontext der von Hitler initiierten gewaltsamen Bevoelkerungsverschiebungen in Europa stellen sollte, erschien aus politischen Opportunitaetsgruenden nicht [2].

Da sich die Vertriebenen fast ausschliesslich als Opfer betrachteten, mieden viele Wissenschaftler das Thema, um nicht in den Verdacht des Revanchismus zu geraten. Umfassend untersucht wurde hingegen die Integration der Vertriebenen, die haeufig als Erfolgsstory der politischen und sozialen Errungenschaften des westdeutschen Teilstaates geschrieben wurde [3].

In der DDR spielte das Vertriebenenthema hingegen keine Rolle, da Forschungen zum einen aus Ruecksicht auf die oestlichen Nachbarn unterdrueckt wurden. Zum anderen lag es schon frueh im Interesse der offiziellen Propaganda der sozialistischen Machthaber, eine erfolgreiche Integration der euphemistisch "Umsiedler" genannten Vertriebenen zu behaupten, die eine weitere Beschaeftigung mit diesem Thema ueberfluessig machte [4].

Ein Erstarken des Interesses an der Vertriebenenproblematik laesst sich in Westdeutschland fuer die Mitte der achtziger Jahre konstatieren, als die Auseinandersetzung um die Oder-Neisse-Grenze wieder auflebte und die Vertriebenen trotz inzwischen weit vorangeschrittener Integration staerker in das oeffentliche Bewusstsein traten. Die Ergebnisse der Brandtschen Ostpolitik wurden durch revisionistische Parolen wie "Schlesien bleibt unser" in Frage gestellt. Es scheint, dass dies der Anstoss war, dass sich nun verstaerkt Wissenschaftler dem Themengebiet zuwandten, die das als rechtslastig empfundene Thema lange Zeit gemieden hatten. Die daraufhin erfolgten Bestandsaufnahmen machten deutlich, dass das Phaenomen Vertreibung in Deutschland bislang zu wenig in einen Kontext gestellt worden war, der die historischen Ursachen miteinbezog und zugleich die Perspektive auf die Bevoelkerungsverschiebungen in ganz Mittel- und Osteuropa ausweitete [5].

Wie fuer viele andere Forschungsfelder auch brachte der politische Umschwung in Ostmitteleuropa Ende der achtziger Jahre die Chance fuer eine grundlegende Neuformulierung von Fragestellungen. Der bessere Zugang zu den Archiven in Ostmitteleuropa ermoeglichte eine Ausweitung der Perspektive, die das Thema Vertreibung in einen gesamteuropaeischen Zusammenhang stellte. Diese Betrachtungsweise, die die bislang vorherrschende binationale beziehungsgeschichtliche Perspektive ueberschreitet und zu einer Klassifikation von Zwangsmigrationen im 20. Jahrhundert zu kommen versucht, hat inzwischen auch Wissenschaftler aus nicht von den Vertreibungen betroffenen Laendern fuer dieses Thema sensibel gemacht [6].

Auch in der Volksrepublik Polen verhinderten politische Implikationen lange Zeit eine Auseinandersetzung sowohl mit der Vertreibung der Deutschen als auch der eigenen Landsleute. Im offiziellen Sprachgebrauch hatten die nationalsozialistischen Unrechtstaten ein weiteres Zusammenleben von Deutschen und Polen unmoeglich gemacht. Die von den Alliierten beschlossene Westverschiebung implizierte also die Aussiedlung der Deutschen und machte die Polen lediglich zu Ausfuehrenden dieses Beschlusses. Eine solche Sichtweise wurde auch von breiten Teilen der Bevoelkerung geteilt, die die territoriale Neuordnung und die Aussiedlung der Deutschen aus einem nach den Erlebnissen des Zweiten Weltkriegs resultierenden Sicherheits- und Vergeltungsbeduerfnis guthiess. Zwar gab es einzelne Ansaetze, die versuchten, dieses Thema, das fast ebenso sehr einer deutsch-polnischen Aussoehnung entgegenstand wie die von den deutschen Besatzern in den Jahren 1939-1945 veruebten Verbrechen in Polen, aus der es umgebenden Sprachlosigkeit zu loesen.

Der erste Schritt dazu ging in den sechziger Jahren von den polnischen Bischoefen aus, die in ihrem Brief an ihre deutschen Amtsbrueder Vergebung fuer die von Deutschen begangenen Verbrechen aussprachen und gleichzeitig um Vergebung fuer die Vertreibung der Deutschen baten [7]. Zu Beginn der achtziger Jahre erschien in der polnischen Emigrationszeitschrift "Kultura" in Paris ein Artikel des Literaturhistorikers Jan Jozef Lipski, in dem dieser die Vertreibung der Deutschen eindeutig als moralisch verwerflich brandmarkte und das mangelnde Schuldeingestaendnis der Polen beklagte [8]. Aber erst nach der politischen Wende konnte sich eine freie, oeffentliche Debatte entwickeln, die bald sehr lebhaft gefuehrt wurde [9]. Dabei spielten neben Publizisten auch Historiker eine wichtige Rolle, die sich inzwischen auch schon in verstaerkter Form der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieses Themas angenommen haben. Ihnen kommt zugute, dass sich polnische Historiker schon in den sechziger Jahren mit der Vertreibung der Deutschen beschaeftigt hatten. Deren Arbeiten mussten zwar in ihren Bewertungen des Vertreibungsprozesses die Staatsraison des kommunistischen Polens beachten, stellen in ihrer Materialfuelle jedoch einen hilfreichen Ausgangspunkt fuer die neueren Forschungen dar [10].

In den letzten beiden Jahren hat ein Forscherteam bestehend aus deutschen und polnischen Historikern die polnischen Zentral- und Regionalarchive, die eine unglaubliche Materialfuelle zu diesem Thema auszeichnet, gesichtet und bereitet nun ein Edition der amtlichen Dokumente vor, die Organisation und Ablauf der Vertreibung der Deutschen schildern [11].

Noch kaum untersucht wurde die Vertreibung der Polen aus den ehemaligen Ostgebieten des polnischen Staates, die eine Konsequenz der zwischen den Alliierten ausgehandelten Westverschiebung Polens nach dem Zweiten Weltkrieg war. In Polen selbst konnte dieses Thema lange Zeit aus Ruecksichtnahme auf den grossen oestlichen Nachbarn nicht in Angriff genommen werden, erst im Zuge der politischen Veraenderungen seit dem Ende der achtziger Jahre kamen in diesem Bereich erste Forschungsarbeiten in Gang [12]. Sehr rasch wurde man sich in Polen klar darueber, dass eine Bearbeitung dieses Themas sehr eng mit dem Migrationsschicksal der Deutschen nach 1945 zusammenhing. Schon 1993 fand in Posen die erste Konferenz statt, die die gemeinsame Erfahrung von Vertreibung und Heimatverlust bei Deutschen und Polen thematisierte [13]. In einem breit angelegten Ueberblick ueber den Forschungsstand und die Forschungsperspektiven zum "Komplex Vertreibung" hat ein polnisches Forschungsprogramm in der zweiten Haelfte der neunziger Jahre wichtige Grundlagen fuer die weitere Beschaeftigung mit diesem Thema gelegt [14].

Thers Buch passt sich in diese vor allem in den letzten Jahren in Bewegung gekommene Forschungslandschaft ein und rezipiert die vorhandene Literatur umfassend. Er bemerkt zu Recht, dass die soziologischen Studien, die seit den fuenfziger Jahren in Polen zur Besiedlung der neuen Westgebiete verfasst wurden, aufgrund ihrer Qualitaet auch heute noch lesenswert sind. In seiner Bewertung, dass die polnischen Archive aus der Vertreibung der Deutschen erst seit 1989 kein Geheimnis mehr machen (S. 21), irrt er allerdings. Schon die in den sechziger Jahren in Polen entstandenen Studien zu dieser Thematik konnten auf Quellenbestaende zurueckgreifen, in denen die zum Teil katastrophalen Umstaende, unter denen die Aussiedlung der Deutschen stattfand, beim Namen genannt wurden. Auch wenn sich die polnischen Autoren den damaligen Zensurbestimmungen anpassen mussten und vieles beschoenigten, gaben sie durch ihre mit Archivmaterial gesaettigten Arbeiten einen guten Einblick in die Organisation und den Ablauf der Aussiedlung. Es ist vor allem der westdeutschen Forschung vorzuhalten, dass sie diese Werke nicht auch schon vor 1989 staerker rezipierte, nicht zuletzt um dem Interpretationsmonopol der Vertriebenenverbaende entgegenzutreten, die als einzige zu wissen glaubten, "wie es eigentlich gewesen ist".

Der Autor gliedert seine Untersuchung in drei Hauptteile, in denen er den Vertreibungsprozess, die Politik der aufnehmenden Staaten gegenueber den Vertriebenen sowie die Beziehungen zwischen den Ankoemmlingen und den Aufnahmegesellschaften untersucht. In der durch den Vergleich bedingten Konstruktion, dass zunaechst immer der deutsche Fall, dann der polnische beschrieben und diese dann nochmals zueinander in Beziehung gesetzt werden, liegt die groesste stilistische Schwaeche, des ansonsten fluessig geschriebenen Buches. Sehr haeufig werden in diesem Schema Beobachtungen wiederholt und erneut erlaeutert, so dass sich der Leser manchmal ein wenig entmuendigt vorkommt, da der Autor anscheinend annimmt, dass seine Schlussfolgerungen beim ersten Lesen noch nicht hinlaenglich verstanden wurden.

Abgesehen davon ist die Darstellung jedoch sehr anschaulich, was unter anderem aus der Tatsache resultiert, dass die in grossem Umfang ausgewerteten amtlichen Quellen (aus deutschen und polnischen Zentral- und Regionalarchiven) immer wieder mit Erlebnisberichten und belletristischen Zeugnissen in Beziehungen gesetzt werden. Als nuetzlich erweist sich auch, dass der Autor die Umsetzung der in Berlin und Warschau konzipierten Politik anhand zweier Falllstudien ueberprueft. Hierzu wurden fuer die SBZ/ DDR und fuer Polen jeweils Landkreise ausgewaehlt, die in ihrer soziooekonomischen Struktur und demographischen Zusammensetzung als repraesentativ fuer das gesamte Territorium der SBZ/ DDR bzw. der neuen polnischen Westgebiete gelten konnten.

Der erste Hauptteil ist der Darstellung der Vertreibung von Deutschen und Polen gewidmet. Dabei wird auch auf die Vorgeschichte eingegangen und die Nationalitaetenkonflikte in der Zwischenkriegszeit sowie die nationalsozialistische Politik dargestellt, die der Hauptausloeser der massenhaften Bevoelkerungsverschiebungen in Mittel- und Osteuropa war. Besonders interessant duerfte fuer die deutschen Leser die Schilderung des hierzulande wenig bekannten polnisch-ukrainischen Konfliktes vor und waehrend des Zweiten Weltkriegs sein, der in seiner Eskalation viele Polen auch schon vor dem regulaeren Beginn der Vertreibungen zur Flucht bewog. Nachdem Ther den Ablauf der durch die Kriegsereignisse ausgeloesten Flucht und die sich daran anschliessende Vertreibung dargestellt hat, geht er auf den Begriff "Vertreibung" naeher ein und untersucht dessen politische Konnotation fuer die Bundesrepublik sowie die Gruende seiner Vermeidung in der SBZ/ DDR und Polen. Die von ihm verwendete Definition: "Vertreibung ist eine erzwungene Form von Migration ueber Staatsgrenzen hinweg. Die von ihr Betroffenen werden unter mittelbaren oder unmittelbaren Zwang dazu genoetigt, ihre Heimat zu verlassen. Vertreibung ist unumkehrbar und endgueltig." (S. 99) trifft sowohl auf das Schicksal der Polen als auch auf das der Deutschen zu, so dass man dieser Verwendung zustimmen kann, zumal Polen wie Deutsche sich als vertrieben empfanden.

In Polen loest eine solche begriffliche Gleichsetzung uebrigens keine groesseren Kontroversen mehr aus, da dort aufgrund der Vertreibungserfahrung der Polen, ueber die jetzt offen gesprochen werden darf, ein Verstaendnis fuer das Leid der deutschen Schicksalsgenossen durchaus gegeben ist. In der Bundesrepublik will man sich diesen Adelstitel des alleinigen Martyriums jedoch nicht so einfach nehmen lassen, wie die Reaktionen von Vertriebenen zeigen [15].

Ther gelingt es, den chaotischen Ablauf des Vertreibungsprozesses und seine oftmals tragischen Konsequenzen fuer die von ihm Betroffenen anschaulich zu schildern. Als analytisch nuetzlich erweisen sich seine Seitenblicke auf die Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei, die die in Mitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg allgemein verbreitete Ueberzeugung belegen, dass ein Zusammenleben mit den Deutschen in einem Staat unmoeglich geworden sei. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Versorgungsengpaesse und Kriegszerstoerungen einen einigermassen geordneten Ablauf der Vertreibung, die im damaligen Behoerdenjargon Aussiedlung bzw. Repatriierung genannt wurde, von vorneherein sowohl in den neuen West- als auch in den ehemaligen Ostgebieten Polens ausschlossen.

Das Schicksal der Polen unterschied sich nicht wesentlich von dem der Deutschen. Thers Vermutung, dass sich die Polen, deren Staat auf der Seite der Siegermaechte stand, in einer etwas besseren Situation befanden als die Deutschen, die Angehoerige eines besiegten Staates waren, geht somit ins Leere. An dieser Stelle schenkt er den behoerdlichen Bezeugungen von der wenn auch eingeschraenkten polnischen Souveraenitaet groesseren Glauben als dem tatsaechlich aus den Akten ersichtlichen Schicksal der Polen. Die kommunistisch dominierte polnische Regierung hatte zwar mit den drei Sowjetrepubliken, welche die polnische Bevoelkerung aufgrund der Westverschiebung Polens verlassen musste, sogenannte Evakuierungsvertraege abgeschlossen, aufgrund derer die Rahmenbedingungen der "Evakuierung" festgelegt wurden (unter anderem die Menge des persoenlichen Besitzes, der ausgefuehrt werden durfte), doch standen sowjetische Behoerdenwillkuer, organisatorisches Chaos sowie die Schwaeche des polnischen Verwaltungsapparates der Umsetzung der vertraglichen Bestimmungen im Wege.

Der umfangreiche zweite Hauptteil ist der Politik der neuen Regime in der SBZ/ DDR und Polen gegenueber den Vertriebenen gewidmet. Ther schildert zunaechst die Ausgangssituation in den beiden Staaten. Dabei bemerkt er, dass der polnische Staat bessere Moeglichkeiten zur Aufnahme der Vertriebenen besass, da dafuer die von den Deutschen verlassenen neuen Westgebiete zur Verfuegung standen, waehrend die SBZ auf einem sehr viel kleineren Territorium eine groessere Anzahl von Vertriebenen unterbringen musste. Allerdings wurde dieser Vorteil zum Teil durch die chaotischen Zustaende in den neuen Westgebieten, die ihnen im Volksmund die Bezeichnung "Wilder Westen" eintrugen, zunichte gemacht. Als naechstes werden die staatlichen Institutionen vorgestellt, die fuer den Transport und die Unterbringung der Neuankoemmlinge verantwortlich waren. Ther betont zu Recht die Einflussnahme der SED auf die in der SBZ/ DDR mit Vertriebenenfragen befassten Behoerden, von denen die "Zentralverwaltung fuer deutsche Umsiedler" (ZVU) die wichtigste war.

Als polnisches Pendant dieser Behoerde kann das "Staatliche Repatriierungsamt" (PUR) gelten, dass vor allem in der Fruehphase des polnischen Verwaltungsaufbaus in den neuen Westgebieten eine wichtige Rolle spielte. Mit der Gruendung des "Ministeriums fuer die Wiedergewonnenen Gebiete" (MZO) unter dem Generalsekretaer der Polnischen Arbeiterpartei (PPR) Wladyslaw Gomulka im Herbst 1945 sieht Ther den Einfluss der Kommunisten in dieser Region endgueltig gefestigt (S. 154). Diese Beobachtung ist jedoch nur partiell zutreffend. So spielten Angehoerige der Polnischen Sozialistischen Partei (PPS), die erst 1948 mit der PPR (zwangs-)vereinigt wurde, zum Beispiel in der Verwaltung Niederschlesien - der groessten Region der neuen Westgebiete - eine ausserordentlich wichtige Rolle.

Generell neigt der Autor dazu, die polnische Westverschiebung als Lieblingskind der polnischen Kommunisten zu betrachten, die gar nicht anders konnten, als ihr Schicksal mit diesen von Stalin initiierten territorialen Veraenderungen zu verknuepfen. Doch auch in anderen politischen Lagern gab es durchaus weiterreichende Konzepte zur territorialen und demographischen Neuordnung des polnischen Staates nach dem Zweiten Weltkrieg [16].

In der Folge schildert Ther die Politik der beschriebenen Institutionen gegenueber den Vertriebenen. Waehrend in der SBZ/ DDR der Egalitarismus zu einem die Gesellschaft einenden Leitmotiv erhoben wurde, uebernahm in Polen der von den Kommunisten propagierte Nationalismus diese Funktion. Der Autor skizziert drei unterschiedliche Politikansaetze, welche die oekonomische und gesellschaftliche Integration der Vertriebenen gewaehrleisten sollten. Er nennt zunaechst den sozialcaritativen Ansatz, der durch Spenden, Sammelaktionen und Sondergesetze die akute Not der ankommenden Menschen kurzfristig lindern sollte.

Fuer die DDR konstatiert er die grosse Bedeutung dieses Ansatzes, aufgrund dessen es dem ostdeutschen Teilstaat in der unmittelbaren Nachkriegszeit besser als den drei Westzonen gelang, das Elend der Vertriebenen zu lindern. In Polen spielte diese Art von Politik eine geringere Rolle, da dort durch die Besiedlung der ehemals deutschen Ostgebiete mehr Ressourcen zur Verfuegung standen. Da auch die aus Zentralpolen stammenden Umsiedler neu in den polnischen Westgebieten waren, war die Unterschichtung der dortigen Gesellschaft mit Vertriebenen weniger eklatant als in der SBZ, wo die Vertriebenen auf eine Mehrheit einheimischer Bevoelkerung trafen. Da sich ein Grossteil der Vertriebenen zunaechst auf dem Land niederliess, spielten die Boden- bzw. Landreform in der SBZ/ DDR und Polen im Rahmen des sozialrevolutionaeren Ansatzes in der Vertriebenenpolitik eine bedeutende Rolle. Waehrend das Neubauernprogramm in der SBZ/ DDR vor allem unter mangelnden materiellen Ressourcen litt, waren es in Polen vor allem die ungeklaerten Eigentumsverhaeltnisse sowie die schon 1948 einsetzende Kollektivierung, die dazu fuehrten, dass der Nutzen dieser grundlegenden oekonomischen Umstrukturierungen gerade fuer die Vertriebenen relativ gering blieb. Der redistributive Ansatz schliesslich wollte durch Umverteilung vorhandener Ressourcen eine Besserstellung der Vertriebenen erreichen.

Bei der Betrachtung dieses Ansatzes ist der Vergleich zwischen den beiden deutschen Staaten besonders interessant. So setzte die DDR zum Beispiel bei der Wohnraumpolitik sehr stark auf Zwangsmassnahmen und konnte somit eine relativ rasche Angleichung der Lebensbedingungen erreichen, waehrend in der Bundesrepublik solche Massnahmen unterblieben und die Vertriebenen auch noch lange Jahre nach Kriegsende deutlich schlechter gestellt waren. Dagegen kam es in der SBZ/ DDR nicht wie in der Bundesrepublik zu einem Lastenausgleich, da es sich die ostdeutschen Kommunisten aus Ruecksicht auf ihre oestlichen Nachbarn und Verbuendeten nicht erlauben konnte, die besondere Kriegslast der Vertriebenen anzuerkennen.

In Polen unterblieben solche redistributiven Massnahmen ganz, da zu einem in den neuen Westgebieten mehr Ressourcen zur Verfuegung standen und zum anderen den Vertriebenen in den Evakuierungsvertraegen Entschaedigungen fuer ihre zurueckgelassene Habe zugesichert worden waren. Aufgrund der finanziellen Situation des polnischen Staates kam es jedoch nie zu einer Entschaedigung, so dass die Vertriebenen, die zusaetzlich dadurch benachteiligt waren, dass sie oft erst nach den polnischen Umsiedlern in Zentralpolen in den neuen Westgebieten ankamen, noch lange nach Kriegsende oekonomisch schlechter gestellt blieben.

Fuer die Epoche des Ende der vierziger Jahre einsetzenden Stalinismus konstatiert Ther das Veschwinden einer expliziten Vertriebenenpolitik sowohl fuer die DDR als auch fuer Polen. Die Propaganda von der inzwischen erreichten Integration der Vertriebenen sollte die tatsaechlich noch vorhandenen Defizite ueberdecken. Den Beduerfnissen der Vertriebenen wurde immer weniger Beachtung geschenkt, so dass es bei diesen zu einer Entfremdung vom jeweiligen Staat kam. Dennoch kommt der Autor zu dem Schluss, dass der Integrationsstand waehrend der Jahre des Stalinismus eher zunahm, da es aufgrund des wirtschaftlichen Strukturwandels, in dessen Rahmen Industrialisierung und Verstaedterung eine wichtige Rolle spielten, zu einer zunehmenden Homogenisierung der Gesellschaft kam. Die richtige Beobachtung, dass diese Homogenisierung eher das Ergebnis des wirtschaftlichen Strukturwandels als die Konsequenz einer totalitaeren Herrschaftspraxis war (S. 254), die Ther am Beispiel der Vertriebenenpolitik empirisch belegen kann, beweist die Nuetzlichkeit seines Ansatzes, die Entwicklung der politischen und gesellschaftlichen Systeme der SBZ/ DDR und Polens nicht anhand wenig trennscharfer Totalitarismustheorien zu untersuchen, sondern politische Konzeptionen und gesellschaftliche Entwicklungen unter der Anwendung einer eingegrenzten Fragestellung zueinander in Beziehung zu setzen.

Im dritten Hauptteil wird auf das Verhaeltnis zwischen den Vertriebenen und den Angehoerigen der jeweiligen Aufnahmegesellschaften eingegangen. Dabei ist vor allem die Beschreibung der Situation in den polnischen Westgebieten interessant, da es im eigentlichen Sinne dort keine Aufnahmegesellschaft gab und somit der von Ther verwendete Integrationsbegriff, der die Zweiseitigkeit dieses Prozesses betont, besonders passend scheint. Waehrend in der SBZ/ DDR den Vertriebenen eine zwar durch die Kriegsereignisse verarmte, jedoch alteingesessene Aufnahmegesellschaft gegenueberstand, formte sich in Polen erst eine neue Gesellschaft, die aus ostpolnischen Vertriebenen, zentralpolnischen Umsiedlern und Einheimischen bestand, die polnischer Abstammung waren, sich aber nicht selten als Deutsche empfanden. Hier haette der Autor zumindest fuer die ersten beiden Nachkriegsjahre auch noch die grosse Anzahl der noch nicht vertriebenen Deutschen staerker ins Kalkuel ziehen sollen, spielten diese doch vor allem in den Beziehungen zwischen den polnischstaemmigen Einheimischen und den ankommenden Polen eine wichtige Rolle [17].

In Polen sind in den letzten Jahren mehrere Studien erschienen, die sich gerade mit dem Phaenomen einer neu entstehenden polnischen Gesellschaft beschaeftigen, wobei immer auch auf die Bedeutung des Anteils der deutschen Bevoelkerung in den Westgebieten hingewiesen wird [18].

In seiner Schlussbetrachtung bewertet Ther den Stand der Integration Mitte der fuenfziger Jahre. Er betont, dass auch lange Zeit nach Kriegsende bei den Vertriebenen ein Gefuehl der Vorlaeufigkeit und der Wunsch nach Rueckkehr in die alte Heimat bestand. Allerdings bewirkten die nivellierenden Tendenzen im Rahmen des gesellschaftlichen Strukturwandels im Stalinismus, dass seit Ende der vierziger Jahre zumindest die an oekonomischen und sozialen Faktoren ablesbare Integration rascher voranschritt. Wenigstens vordergruendig schien sozialer Aufstieg zu einer staerkeren Akzeptanz der neuen Heimat zu fuehren. Dass es daneben aber noch andere Dimensionen der Fremdheit gab, belegt zum Beispiel der bis heute in Polen verbreitete Mythos der ehemaligen polnischen Ostgebiete. Die relativ gelungene Integration der deutschen und polnischen Vertriebenen sowie die Stabilitaet, die durch die Oder-Neisse-Grenze in dieser Region Mitteleuropas erreicht wurde, rechtfertigen fuer Ther jedoch nicht den Einsatz massenhafter Bevoelkerungsverschiebungen als ein Mittel der Politik. Er betont das Leid der Betroffenen, die Entstehung revisionistischer Gedanken, die das friedliche Miteinander von Nachbarstaaten auf Dauer vergiften koennen, sowie seine begruendeten Zweifel, ob ethnisch homogene Nationalstaaten tatsaechlich die politisch stabileren Gebilde seien. Im Hinblick auf die Geschehnisse im ehemaligen Jugoslawien sind solche Erwaegungen von geradezu bedrueckender Relevanz.

Anmerkungen:
[1] Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ostmitteleuropa, Band I/1-3, Die Vertreibung der deutschen Bevoelkerung aus den Gebieten oestlich der Oder-Neisse, hrsg. v. Theodor Schieder, Bonn 1953-1961.

[2] Vgl. dazu Matthias Beer, Im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte. Das Grossforschungsprojekt "Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa", in: VfZ 46 (1998) Nr. 3, S. 345-389.

[3] Diese Perspektive nimmt zum Beispiel Marion Frantzioch in ihrem Buch Die Vertriebenen. Hemmnisse und Wege ihrer Integration, Berlin 1987, ein. Vgl. dazu auch die umfangreiche Bibliographie von Gertrud Krallert-Sattler, Kommentierte Bibliographie zum Fluechtlings- und Vertriebenenproblem in der BRD, in Oesterreich und in der Schweiz. Herausgegeben vom Bayerischen Staatsministerium fuer Arbeit und Sozialordnung in Zusammenarbeit mit dem Sudetendeutschen Archiv und der AWR-Forschungsgemeinschaft fuer das Weltfluechtlingsproblem (= Abhandlungen zu Fluechtlingsfragen Band XX), Wien 1989. Von den gut 4.000 dort angegebenen Titeln beziehen sich nur etwa 500 auf den Vorgang der Vertreibung selbst, der Rest beschaeftigt sich mit der Situation der Vertriebenen in der BRD.

[4] Vgl. zur Vertriebenenforschung in der DDR Manfred Wille, Die "Umsiedler"-Problematik in der DDR-Geschichtsschreibung, in: Manfred Wille, Johannes Hoffmann, Wolfgang Meinicke (Hrsg.), Sie hatten alles verloren. Fluechtlinge und Vertriebene in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, Wiesbaden 1993, S. 3-11.

[5] Einen Ueberblick ueber den bundesrepublikanischen Diskussionsstand Mitte der achtziger Jahre geben zwei Sammelbaende, Wolfgang Benz (Hrsg.), Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten. Ursachen, Ereignisse, Folgen, Frankfurt/Main 1985 sowie Rainer Schulze / Doris von der Brelie-Lewin / Helga Grebing (Hgg.), Fluechtlinge und Vertriebene in der westdeutschen Nachkriegsgeschichte. Bilanzierung der Forschung und Perspektiven fuer die kuenftige Forschungsarbeit. Hildesheim 1987.

[6] Vgl. Norman Naimark, Ethnic Cleansing in the Twentieth Century Europe. The Henry M. Jackson School of International Studies, University of Washington 1998.

[7] Edith Heller, Macht Kirche Politik: der Briefwechsel zwischen den polnischen und deutschen Bischoefen im Jahre 1965, Koeln 1992 sowie aus polnischer Sicht Piotr Madajczyk, Na drodze pojednania: wokol oredzia biskupow polskich do biskupow niemieckich z 1965 roku [Auf dem Weg zur Versoehnung: das Sendschreiben der polnischen an die deutschen Bischoefe aus dem Jahr 1965], Warszawa 1994.

[8] Jan Jozef Lipski, Dwie ojczyzny - dwie patriotyzmy. Uwagi o megalomanii narodowej i ksenofobii Polakow [Zwei Vaterlaender - zwei Patriotismen. Bemerkungen zum nationalen Groessenwahn und zur Fremdenfeindlichkeit der Polen], in: Kultura 1981, nr. 10, S. 3-29.

[9] Vgl. die Zusammenstellung der erschienenen Artikel in Klaus Bachmann, Jerzy Kranz (Hrsg.), "Verlorene Heimat". Die Vertreibungsdebatte in Polen. Bouvier 1998. Noch vor der politischen Wende in Polen hat sich schon der Publizist Adam Krzeminski seit 1985 in mehreren Artikel zu den Thema Vertreibung geaeussert, vgl. ebd. S. 37ff u. S. 45ff.

[10] Die polnische Historiographie zur Vertreibung der Deutschen fasst Wlodzimierz Borodziej zusammen: Historiografia polska o "wypedzeniu" Niemcow [Polnische Literatur zur "Vertreibung" der Deutschen], in: Przeglad Badan, Polska 1944/45-1989, Studia i Materialy II/1996, S. 249-269.

[11] Diese Edition entsteht im Rahmen eines deutsch-polnischen Forschungsprojektes, das in Kooperation der Universitaeten Warschau und Marburg/ Lahn durchgefuehrt wird.

[12] Eine ausfuehrliche Monographie zur Vertreibung der Polen aus den Ostgebieten fehlt bislang. Die Darstellung von Jan Czerniakiewicz, Repatriacja ludnosci polskiej z ZSSR 1944-1948 [Die Repatriierung der polnischen Bevoelkerung aus der UdSSR 1944-1948], Warszawa 1987 fasst lediglich das quantitative Ausmass dieses Vorgangs zusammen, ohne naeher auf Organisation, Ablauf und Konsequenzen einzugehen. Grosse Verdienste um die Etablierung des Schicksals der ostpolnischen Vertriebenen im oeffentlichen polnischen Bewusstsein hat sich das historische Dokumentationszentrum KARTA in Warschau erworben, das in mehreren Wettbewerben Erlebnisberichte dieser Personengruppe gesammelt und veroeffentlicht hat. In Kuerze wird eine Sammlung amtlicher Dokumente erscheinen, die den Ablauf der Vertreibung der Ostpolen aus behoerdlicher Sicht schildern, vgl. Stanislaw Ciesielski (Hrsg.), Przesiedlenie Polakow ze wschodu [Die Umsiedlung der Polen aus dem Osten], Warszawa 1999.

[13] Der aus der Tagung hervorgegangene Sammelband erschien allerdings erst 1997, Utracona ojczyzna. Przymusowe wysiedlenia, deportacje i przesiedlenia jako wspolne doswiadczenie [Verlorene Heimat. Zwangsaussiedlung, Deportation und Umsiedlung als gemeinsame Erfahrung], hrsg v. Hubert Orlowski und Andrzej Sakson, Poznan 1997.

[14] Vgl. dazu den Sammelband Kompleks wypedzenia [Der Komplex Vertreibung], hrsg. v. Wlodzimierz Borodziej und Artur Hajnicz, Krakow 1998.

[15] Vgl. dazu die Besprechung des Buches von Ther durch Herbert Hupka in der Kulturpolitischen Korrespondenz Nr. 1067 vom 5. Februar 1999, S. 9-11. Hupka wendet sich gegen die Gleichsetzung des Schicksals von Deutschen und Polen und billigt nur den Deutschen das Adjektiv vertrieben zu. Auf welche Weise die Polen aus den ehemaligen Ostgebieten ihren Weg nach Westen fanden, laesst er bezeichnenderweise offen.

[16] Michael G. Esch vergleicht in seiner Studie "Gesunde Verhaeltnisse": deutsche und polnische Bevoelkerungspolitik in Ostmitteleuropa 1939-1950, Marburg/ Lahn 1998, vor allem die Plaene des nationalsozialistischen Deutschlands und des kommunistischen Polens bezueglich massenhafter Umsiedlungen. Er geht jedoch auch auf die Konzeptionen der polnischen nichtkommunistischen Gruppierungen im Untergrund und im Exil waehrend des Zweiten Weltkriegs ein.

[17] An dieser Stelle sei auf eine Luecke in der vom Autor verwendeten Literatur hingewiesen. Zenon Romanow schildert in seinem Buch Ludnosc niemiecka na Ziemiach Zachodnich i Polnocnych 1945-1947 [Die deutsche Bevoelkerung in den polnischen West- und Nordgebieten 1945-1947], Slupsk 1992, ausfuehrlich die Lebensbedingungen der deutschen Bevoelkerung in den polnischen Westgebieten nach Kriegsende sowie deren vielfaeltigen Kontakte mit den sich ansiedelnden Polen.

[18] Vgl. dazu fuer Pommern den Sammelband Pomorze - trudna ojyczyna [Pommern - schwieriges Vaterland], hrsg. v. Andrzej Sakson, Poznan 1996 sowie fuer das ehemalige Ostpreussen Andrzej Sakson, Stosunki narodowosciowe na Warmii i Mazurach 1946-1997 [Die Nationalitaetenverhaeltnisse im Ermland und in Masuren 1945-1997], Poznan 1998.

ZitierweiseClaudia Kraft: Rezension zu: Ther, Philipp: Deutsche und polnische Vertriebene. Gesellschaft und Vertriebenenpolitik in der SBZ/DDR und in Polen 1945-1956. Goettingen 1998, in: H-Soz-u-Kult, 30.07.1999, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=73>.

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